Mitmacht 2026

Bewegungsmacht durch Kampagnen. Drei neue Werkzeuge für Mobilisierung

Menschen wirksam mobilisieren statt nur Aufmerksamkeit erzeugen.

Bernhard Csengel
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Cube 1.06
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Foto: Valentin Schalk

Wir alle kennen das Gefühl: Die Kampagne ist durchdacht, die Botschaften stimmen, das Team gibt alles. Und trotzdem bewegt sich wenig. Menschen liken, aber sie kommen dann doch nicht zu Aktionen. Sie teilen, aber sie handeln nicht. Woran liegt das?

In diesem Workshop versuchen wir dieser Frage gemeinsam auf den Grund zu gehen. Wir sehen uns an, was Mobilisierung von Information unterscheidet, und warum manche Kampagnen Menschen wirklich in Bewegung bringen, während andere nur wenig Aufmerksamkeit gewinnen.  

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Dafür diskutieren wir konkrete Werkzeuge, die wir direkt auf unsere eigene Praxis anwenden: Mit dem Ökosystem-Mapping machen wir sichtbar, wer in unserem Themenfeld welche Rolle spielt, und wo strategische Lücken klaffen. Mit dem Verhaltensdesign prüfen wir, ob unsere Kommunikation auf Information oder auf Beziehung setzt, und was wir daran ändern können. Und mit einem Prebunking-Ansatz erarbeiten wir, wie wir unsere Communities gegen Desinformation stärken können, bevor sie zuschlägt.

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Für jedes Werkzeug nehmen wir uns Zeit, teilen unsere Erfahrungen und Expertisen im Workshop. Dabei bleiben wir nicht theoretisch, sondern schaffen ein klares Bild unseres Kampagnenökosystems und entwickeln konkrete Ideen, die wir in unsere Kommunikation und Strategie umsetzen können.

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Speaker*innen

Bernhard Csengel

Selbstständig

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Demokratie (er)leben – Wie Sozialunternehmer*innen Demokratie fördern

Sozialunternehmer*innen als Gestalter*innen demokratischer Innovation.

Können soziale Innovationen Demokratie stärken? Ashoka zeigt, wie Sozialunternehmer*innen neue Wege für Beteiligung, Vertrauen und gesellschaftlichen Wandel entwickeln. Mit Kristina Krömer von metro polis e.V. und Yannick Fischer von Ashoka.

Donnerstag
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24.9.2026
10:00–11:15
Workshop
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Workshop
Donnerstag
Sozialunternehmer*innen als Gestalter*innen demokratischer Innovation.

Ashoka ist eine globale Organisation, die rund 4.000 Gründer*innen gemeinnütziger Organisationen aus 99 Ländern unterstützt, die mit einer systemverändernden Vision arbeiten. Wir nennen sie Ashoka Fellows. Gemeinsam entwickeln und verbreiten sie innovative Ansätze, um gesellschaftliche Herausforderungen langfristig zu verändern – von Bildung und Klimaschutz über Migration bis hin zu Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.

Mit dem Participation Hub, Ashokas Leuchtturmprojekt für demokratische Innovation, haben wir in den vergangenen Jahren unsere europäische Gemeinschaft von Ashoka Fellows zusammengebracht. In Retreats, Workshops und Dialogen haben wir untersucht, wie eine starke paneuropäische Demokratie-Community aufgebaut werden kann. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche Narrative prägen Demokratie heute? Welche neuen Formen der Beteiligung entstehen? Und wie können soziale Innovationen Vertrauen, Handlungsmacht und demokratische Teilhabe stärken?

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In der „Mitmacht-Session“ möchten wir zentrale Erkenntnisse aus diesem Prozess vorstellen und gemeinsam mit Ashoka Fellow Kristina Krömer ein konkretes Beispiel für soziale Innovation im Bereich Demokratiearbeit beleuchten.

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Kristina hat eine Methode entwickelt, mit der das Prinzip von Bürger*innenräten in den Alltag übertragen wird und ein konstruktives, kollektives Stimmungsbild zu gesellschaftlichen Kontroversen entstehen kann.

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Nach einer ersten Perspektive auf demokratische Innovationen und gesellschaftliche Trends in Europa tauchen wir tiefer in die Praxis demokratischer Beteiligung ein. Ausgehend von Kristinas Arbeit beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie erleben Bürger*innen Demokratie im Alltag, und was braucht es, damit Menschen sich tatsächlich als handlungsfähig erleben?

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Ziel der Session ist es, einen offenen Raum für kollektives Lernen, Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Ansätze für demokratische Innovation in Europa zu schaffen.

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@wefightfirewithfire – Eine begehbare For-You-Page über rechte Strategien auf TikTok

Rechtsextreme Strategien auf TikTok erkennen, verstehen und gemeinsam hinterfragen.

Eine begehbare For-You-Page macht rechtsextreme Strategien auf TikTok sichtbar und lädt dazu ein, digitale Radikalisierung besser zu verstehen und gemeinsam Gegenstrategien zu entwickeln.

Donnerstag
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24.9.2026
10:00–18:15
Kunst & Kultur
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Kunst & Kultur
Donnerstag
Rechtsextreme Strategien auf TikTok erkennen, verstehen und gemeinsam hinterfragen.

Fight Fire With Fire (@wefightfirewithfire) ist ein TikTok-Experiment von medialepfade.org.

Ein Jahr lang haben wir durch die strategische Verwendung von Hooks, Sounds und erzählerischen Brüchen mit den Logiken der Plattform gespielt. Das sind dieselben Mechanismen, mit denen auch rechtsextreme Online-Akteur*innen Reichweite erzielen. Wir setzen sie ein, um sie offenzulegen und für demokratische Kommunikation umzudeuten.

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Die begehbare Installation übersetzt dieses Experiment in einen erfahrbaren Raum. Besucher*innen treten in eine räumliche For-You-Page ein, in der die Grenzen zwischen Original und demokratischem Gegenimpuls wahrnehmbar werden. Offene Stationen machen die Projektarbeit, redaktionelle Prozesse und Herausforderungen nachvollziehbar. An einer Reflexionswand sammeln sich über die Festivaltage hinweg die Eindrücke der Besucher*innen.

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In zwei moderierten Gesprächen dekonstruieren wir gemeinsam einzelne Videos und sprechen über mögliche Adaptionen für die eigene Kommunikationsarbeit. Die offene Frage, die wir mitbringen: Kann man Feuer wirklich mit Feuer bekämpfen?

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Demokratie retten durch Lobbying – How to lobby für NGOs

Praktische Einblicke in die politische Interessenvertretung für NGOs.

Lobbying ist kein Hexenwerk. Dieser Workshop zeigt, wie gemeinwohlorientierte Organisationen ihre Interessen wirkungsvoll vertreten und Gesetzgebungsprozesse besser verstehen. Mit Inga Karten und Rebecca-Paulina Prausner von Lobby for Impact.

Donnerstag
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24.9.2026
10:00–11:15
Workshop
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Workshop
Donnerstag
Praktische Einblicke in die politische Interessenvertretung für NGOs.

Demokratie lebt davon, dass möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen im politischen Prozess gehört und ihre Interessen berücksichtigt werden.

Wie können gemeinwohlorientierte Organisationen ihre Interessen wirkungsvoll gegenüber der Politik vertreten?  

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Lobbying ist weder Hexenwerk noch dunkle Hinterzimmermagie. Auch ohne goldenes Adressbuch und Riesenbudget kann man Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse nehmen.

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Eine erfolgreiche Interessenvertretung hängt von der Frage ab: „Wann muss ich mit wem mit welchen Argumenten sprechen?“ In diesem Workshop schauen wir auf den Gesetzgebungsprozess und identifizieren die richtigen Ansprechpersonen für die verschiedenen Stadien. Außerdem geht es um die Frage, wie sich zielgerichtete Botschaften und Argumente formulieren lassen, um Gehör zu finden.

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Aufzeichnung verfügbar

Die Plattformisierung der Demokratie – zwischen Risikoanalyse und Gestaltungsperspektive

Wie die Plattformisierung politischer Kommunikation demokratische Prozesse verändert.

Anhand von Erkenntnissen der SRH-Science-Talk-Reihe werden in diesem Workshop kollektive Strategien für die Stärkung demokratischer Öffentlichkeit abgeleitet.

Donnerstag
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24.9.2026
10:00–11:15
Workshop
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Workshop
Donnerstag
Wie die Plattformisierung politischer Kommunikation demokratische Prozesse verändert.

Wie verändert die Plattformisierung politischer Kommunikation demokratische Prozesse? Welche Narrative über digitale Öffentlichkeit greifen zu kurz – und welche Perspektiven fehlen bislang? Welche Rolle spielen Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft bei der Entwicklung neuer Diskursräume?

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In diesem Workshop werden die zentralen Erkenntnisse aus der SRH-Science-Talk-Reihe „Medien, Meinungsfreiheit und Demokratie – Ein Verhältnis auf dem Prüfstand“ vorgestellt und für die strategische Arbeit demokratischer Akteur*innen nutzbar gemacht.

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Ziel ist es, die im Rahmen der SRH Science Talks entwickelten Perspektiven zu verdichten und gemeinsam mit den Teilnehmenden des Mitmacht-Festivals zu reflektieren, welche kollektiven Strategien sich daraus für die Stärkung demokratischer Öffentlichkeit ableiten lassen.

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Der Programmpunkt ist somit ein kuratierter Impulsraum, der bestehende Diskussionen bündelt, in den strategischen Austausch des Mitmacht-Netzwerks einspeist und damit unmittelbar zum Ziel beiträgt, demokratische Kräfte schneller, resilienter und wirksamer zu vernetzen.

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Eine Veranstaltung in Kooperation mit

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