Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Anke Obendiek
Ich bin Co-Leitung des Projekts "Code of Conduct Demokratische KI" bei D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Vorher war ich Postdoc am Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Wien, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hertie School, wo ich 2020 auch meine Promotion abgeschlossen habe. Mein Buch "Data Governance: Value Orders and Jurisdictional Conflicts" ist 2022 bei Oxford University Press erschienen. Ich habe einen Master in Internationalen Beziehungen von der LSE und einen Bachelor in Politikwissenschaft von der Uni Hamburg. Ich möchte dazu beitragen, den digitalen Raum demokratischer zu gestalten und Monopolisierung entgegenzuwirken.
„Wir brauchen gemeinsame Strategien, um der Macht großer Konzerne besser begegnen zu können und uns weniger auf das zu konzentrieren, vor dem wir Angst haben und mehr auf unsere Wünsche und Ideen.“

Lukas Slepecki-Dobner
Ich bin bei YEP-Stimme der Jugend als Verantwortlicher für den Empowerment-Circle (Netzwerke und Pädagogik) tätig. Mein Ziel ist es, Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre Stimmen zu stärken und aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft teilzuhaben. Mit meiner Ausbildung als Pädagoge an der Universität Wien und meiner langjährigen Erfahrung als Lehrperson habe ich ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, wie partizipative Bildungsansätze und Community Building Jugendliche empowern können. In meiner Arbeit mit Jugendlichen finde ich innovative Wege, um junge Menschen aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden und ihre Potenziale zu fördern.
„Jugendliche müssen nicht nur gehört werden – sie müssen aktiv mitgestalten können.“

Esther Theisen
Ein empathisches und inklusives Miteinander zu gestalten ist ein fortlaufender Lernprozess, in dem ich mich stetig bewege. Als Projektleitung bei Das NETTZ für toneshift arbeite ich daran, sichere Räume für Zusammenarbeit und gesellschaftliche Diskurse zu gestalten – Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven gefördert werden. Ich habe in vielen Kontexten gearbeitet, doch diese zu vernetzen stand für mich immer im Zentrum. Mein Hintergrund in Antidiskriminierungsarbeit und der Politikwissenschaft zu sicherheitspolitischen Themen, prägen meine Arbeit. Ich glaube fest an unsere gemeinsame Menschlichkeit und dass wir darin die Veränderung finden, die wir brauchen.
„Die Lebensumstände unserer Mitmenschen verschlechtern sich fast täglich. Wir können uns nicht mehr nur auf uns selbst fokussieren. Nur wenn wir zusammenarbeiten und gemeinsam handeln, sorgen wir dafür, dass unsere Stimmen – und die der Menschen, die wir mittragen – sichtbar werden.“

Clara Ruthardt
Ich arbeite als Projektmanagerin im Programm „Digitalisierung und Gemeinwohl“ der Bertelsmann Stiftung. Dort beschäftige ich mich mit der Rolle von Daten bei der Analyse und Stärkung digitaler Diskurse sowie bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Zuvor habe ich Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz und der RGGU Moskau studiert und einen Master in Public Policy an der Sciences Po Paris erworben. Neben meiner Expertise in qualitativer und quantitativer Datenanalyse verfüge ich über umfangreiche Erfahrungen in politischer Umsetzung und Kommunikation. Diese habe ich unter anderem in der Politikberatung sowie durch Tätigkeiten im Deutschen Bundestag und bei der Europäischen Kommission gesammelt.
„Weltweit erstarken antidemokratische Kräfte, während das Vertrauen in Institutionen und unser Informationsökosystem sinkt. Diese gemeinsame Basis müssen wir stärken, um die großen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam zu meistern. Nur so gelingt eine resiliente Demokratie.“

Stephanie Kowitz-Hams
Ich bin promovierte Historikerin, Netzwerkerin und Corporate Influencerin. Nach Stationen in der historisch-politischen Bildung und über zwölf Jahren in der MINT-Bildung – unter anderem bei der Körber-Stiftung und als Leiterin der MINT-Vernetzungsstelle Deutschland – bringe ich vielfältige Erfahrungen mit. Seit März 2025 bin ich geschäftsführende Vorständin der Stiftung Bürgermut und engagiere mich für das Wachstum gemeinnütziger Organisationen und die Verbreitung sozialer Innovationen. Auf LinkedIn teile ich regelmäßig Einblicke in meine Arbeit und in die Themen, die mich bewegen.
„Demokratie lebt von der radikalen Idee, Macht immer wieder neu zu verteilen.“

Thomas Weltner
Ich bin Designer und Coach mit künstlerischem, grafischem und systemischem Background. Ich unterstütze spielerisch, visuell und co-kreativ in Teamentwicklung, Führung, Veränderung, Übergang, Innovation und in persönlicher Entwicklung. Ich bin leidenschaftlicher Netzwerker, Interviewer, Kunst-Kurator, Mentor und Sportler. Auf Expedition durch die Arbeitswelt – als Entdecker und Innovator im Kontext von New Work – trifft man mich immer wieder an wechselnden Orten.
„Ich brenne dafür, Menschen in ihre kreative Kraft zu bringen und dadurch Synergien freizulegen. Seien wir ehrlich: Wir alle wissen doch um unsere intuitiven und explorativen Fähigkeiten als Kinder. Diese Ressourcen sind noch immer vorhanden. Nutzen und vernetzen wir sie – zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Weltrettung: kinderleicht.“

Aurélie Karadjov
Ich arbeite als Projektmanagerin bei Faktor D im Berliner Büro. Hier konzentriere ich mich besonders auf die strategische Weiterentwicklung unserer Veranstaltungsformate, die Programmplanung des Mitmacht Demokratiefestivals und den Aufbau unserer DACH-Community. Als Sozialwissenschaftlerin führte mich mein Weg von der kulturellen Vermittlungsarbeit hin zur politischen Bildung und Demokratieförderung. Beim Jacques Delors Centre, der Stiftung Mercator Deutschland und der Hertie-Stiftung arbeitete ich an der Schnittstelle von strategischer Kommunikation, Netzwerkaufbau und partizipativer Bildungsarbeit. Diese Erfahrungen setze ich bei Faktor D ein, um die Vernetzung demokratischer Akteur*innen im DACH-Raum gezielt mit zu stärken.
„Die komplexen Herausforderungen für unserer Demokratien lassen sich nicht mehr isoliert lösen – sie verlangen Mut zur Zusammenarbeit über Disziplinen, Kontexte und Grenzen hinweg.“

Evelyn Hemmer
Ich bin Innovationsmanagerin und unterstütze Journalist*innen, Medienschaffende und Kreative bei der Umsetzung von innovativen Ideen. Ich habe im deutschsprachigen Raum eine einzigartige Medienförderung (Wiener Medieninitiative) aufgebaut und über 200 Projekte begleitet. Bei Hashtag Media kümmere ich mich ums Projektmanagement und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.

Pia Haertinger
Ich bin Mitbegründerin des Soziokratie Zentrum Augsburg und dessen Vorsitzende. Mein Anliegen ist es, mit Hilfe der Soziokratie in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen - von Familie, über Vereine und Unternehmen bis hin zur Kommunalpolitik gemeinsam auf Augenhöhe gute Entscheidungen zu treffen. Jede Stimme zählt, gute Argumente, nicht Mehrheiten sind wesentlich. Im Rahmen des 2-jährigen Erasmus Plus Projekts "SONEC" (www.sonec.org) habe ich gemeinsam mit Brandenstein als Pilotprojekt einen ersten SONEC (soziokratischen Nachbarschaftskreis) in einem Stadtteil in Augsburg mit Fördermitteln von Demokratie Leben! und in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Quartiersmanagement gestartet.
Aktuell sind wir dabei, weitere soziokratische Nachbarschaftskreise vor Ort zu initiieren - mit dem Ziel, eine gut vernetzte, lebendige, gemeinwohlorientierte Nachbarschaftsstruktur auf der Basis von Selbstorganisation und inklusivem, stärkenden Miteinander aufzubauen. Über einen gemeinsamen Lehrauftrag mit Maria Brandenstein an der HSA zu "Partizipation und Empowerment mit Hilfe der Soziokratie" vermittle ich Studierenden der Sozialen Arbeit das Instrument der Soziokratie und das Potenzial von inklusiven Nachbarschaften. Ebenso in meiner hauptberuflichen Tätigkeit bei einem sozialen Träger biete ich ein soziokratisches Gruppenprogramm zum Empowerment von jungen wohnunglosen Menschen an. Mein größter Wunsch/Traum: die Verwirklichung von Kinder- und Schüler*innenparlamente nach dem Vorbild von Indien hier bei uns!
„Es braucht mehr denn je eine offene, transparente Kommunikations- und Beteiligungskultur, um auf allen gesellschaftlichen Ebenen gemeinsam Lösungsansätze zur Überwindung der Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft zu finden. Ich möchte gemeinsam mit anderen Akteur*innen der Frage nachgehen, was die wesentlichen Hebel sind, um ein stärkendes, fairer Miteinander zu fördern und die durch Angst, Ohnmacht und Fehlinformationen bedrohte Demokratie zu stärken?“

Nataliia Sokolovska
Nataliia Sokolovska leitet das Programm „Wissen und Gesellschaft“. Ihr Schwerpunkt liegt auf Themen rund um Wissenschaftskommunikation und wissenschaftlicher Politikberatung. Derzeit arbeitet sie am Projekt ACTiPLEX, das innovative Bildungsressourcen für Universitäten und Hochschulen entwickelt, um gesellschaftlicher Polarisierung entgegenzuwirken.

Natascha Strobl
Ich bin Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus. Seit 2014 habe ich mehrere Bücher veröffentlicht, darunter im Jahr 2021 den Beststeller „Radikalisierter Konservatismus" im Suhrkamp Verlag.
„Es braucht Antifaschismus und eine gerechte Welt."

Anna Grebe
Ich arbeite als Beraterin, Inputgeberin und Moderatorin an den Schnittstellen von Medien, Politik und Partizipation. Seit 2015 unterstütze ich Non-Profit-Organisationen, kommunale Politik und Verwaltung, Ministerien, Stiftungen, Verbände und Vereine in und bei Jugendbeteiligungsprozessen auf allen Ebenen.
Derzeit liegt mein Schwerpunkt auf feministischer Jugendbeteiligung und Mädchen*beteiligung sowie auf den macht- und demokratietheoretischen Anforderungen an Partizipation.

Kübra Gümüşay
Ich bin Autorin des Bestsellers „Sprache & Sein“ sowie Initiatorin zahlreicher preisgekrönter Kampagnen und Vereine. Ich bin Fellow am The New Institute in Hamburg und Moderatorin der Gesprächsreihe „Utopia Talks“ am Thalia Theater. Aktuell erforsche ich alternative Zukünfte, reale Utopien und die Politik der Imaginationen.
„Wir dürfen den Glauben an eine friedlichere und gerechtere Welt nicht verlieren.“

Tim Altermatt
Ich arbeite bereits seit zwei Jahren bei CATAPULT und konnte so bereits an einem frühen Punkt in das noch junge Projekt einsteigen. Ich arbeite in den Bereichen Fundraising, Learning, Monitoring und Evaluation. Die schönsten Momente finde ich, wenn ich mit Projekten zusammenkommen kann und sie von ihrer Arbeit und Erfahrungen berichten.
„Ich bin überzeugt, dass wir jungen Menschen Perspektiven und Gestaltungsäume geben müssen, wenn wir wollen, dass sie sich nachhaltig in die Gesellschaft einbringen und diese mitgestalten. Engagement und Teilhabe sind Fähigkeiten, die kultiviert und genährt, statt nur eingefordert werden müssen. Darum halte ich es für essentiell wichtig, jungen Menschen Möglichkeiten und Ressourcen zur Partizipation freizugeben.“

Lilly Bargel
Ich bin 15 Jahre alt und besuche die 11. Klasse des Gymnasiums Kronshagen. Seit 2022 engagiere ich mich aktiv im Kinder- und Jugendbeirat Kronshagen. Zuerst als Mitglied, später als stellvertretende Vorsitzende und in der neuen Wahlperiode als Vorsitz. Diese Arbeit macht mir sehr viel Spaß, da wir so den Kindern und Jugendlich eine Stimme in der Kommunalpolitik geben, was essenziell ist.

Luisa Galli
Als ich vor fünf Jahren mit 13 zur Schulsprecherin gewählt wurde, war das der Anfang meines Engagements. Es folgten Stationen wie der Vorsitz im Kinder- und Jugendbeirat in Kiel, die Mitarbeit im BMBFSFJ im ,,Bündnis für die junge Generation’‘ sowie dem Kinderschutzbund. Parallel dazu wuchs mein Wille zur gremienunabhängigen Arbeit. Heute stehe ich regelmäßig auf Bühnen wie der TINCON und anderen Festivals, spreche darüber, dass selbst alltägliche Orte wie Schulklos politisch sind, gebe Workshops zur Demokratieförderung und arbeite als politische Essayistin, um junge Menschen zu ermutigen, sich als Gestalter*innen zu begreifen. Besonders jetzt brauchen wir mehr junge Menschen, die Selbstwirksamkeit erfahren und für sie setze ich mich ein.
„Solange Demokratie kein Mindestalter hat, werde ich mich weiterhin täglich dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche sie nicht nur erklärt bekommen, sondern nahbar erleben. Denn da ich selbst diese ungehörte Perspektive kenne, versuche ich Räume zu gestalten, in denen junge Menschen Politik selbstwirksam erfahren können."

Marike Frick
Ich wurde an der Henri Nannen Schule zur Journalistin ausgebildet und habe mehrere Jahre u.a. für DIE ZEIT, Brigitte, Spiegel Online und Financial Times Deutschland gearbeitet. Seit 10 Jahren zeige ich Selbstständigen und KMU, wie sie Journalisten so ansprechen, dass sie Aufmerksamkeit erzeugen – und wie sie über lebendiges und kluges Marketing in Erinnerung bleiben.
„Ich brenne für verständliche, persönliche Sprache, die sich abhebt und in Erinnerung bleibt."

Verena Ahne
Als Projektmanagerin für Redaktion und Community bei Faktor D arbeite ich von Wien aus an den Playbooks, die Menschen aus unseren Netzwerken gestalten, und gewinne neue Kontakte in Österreich, die mit uns gemeinsam lokale und internationale demokratiefördernde Kooperationen aufbauen und festigen möchten. Ich war schon immer fasziniert von der Vielfalt menschlicher Lebensentwürfe – Ethnologie war dann auch mein Studienfach. Nach mehreren Jahren in Umwelt-NGOs bin ich zum Journalismus gekommen. Meine Begeisterung für unsere bunte Welt, für Fakten und große Zusammenhänge konnte und kann ich als freie Wissenschaftsjournalistin und Wissenschaftskommunikatorin ausleben. Mein Caring für unseren Planeten übersetze ich nun auch in demokratiepolitisches Wirken.
„Ich wünsche mir ein gutes Leben für alle – das für mich immer bedeutet: für alles Lebendige. Dafür brauchen wir menschliche Gemeinschaften, die achtsam und wertschätzend miteinander und mit ihrer (Um)Welt umgehen und enkeltaugliche Entscheidungen treffen. Die Basis für all das ist eine starke Demokratie."

Astrid Kirchhoff
Ich bin Unconsultant bei hummingbirds.biz. Als systemisch-narrative Organisationsentwicklerin öffne ich Denk- und Resonanzräume. Mein Fokus liegt auf Story Listener & Narrative Facilitation. Ich arbeite mit Erfahrungswissen - gehe zu Menschen und höre ihnen zu. Indem sie ihre Alltagserfahrungen in ihren Erzählungen teilen, reflektieren sie ihre Erlebnisse. Damit erlangen sie Klarheit, erkennen Sinn und werden handlungsfähig. Das stärkt die emotionale Gesundheit, macht Teams resilient und beflügelt Veränderung.
„Autoritarismus gedeiht über Grenzen hinweg. Deshalb müssen wir demokratische Kräfte gerade jetzt verbinden, koordinieren und gemeinsam handeln – allein reicht nicht.“

Lisa Jaspers
Ich bin Gründerin des Fair Fashion Labels FOLKDAYS und Co-Initiatorin des Unlearn Business Lab. Außerdem habe ich die Initiative #fairbylaw gestartet, die sich für ein deutsches Lieferkettengesetz eingesetzt hat. Gemeinsam mit Naomi Ryland habe ich das Buch “Starting a Revolution – was wir von Unternehmerinnen über die Zukunft der Arbeitswelt lernen können“ geschrieben und das Buch "Unlearn Patriarchy" herausgegeben. In diesem Buch stammt das Kapitel „Unlearn Kapitalismus“ von mir. Mein neuestes Buch "Radical Transformation – Wie das Wissen über Gefühle die Welt verändern kann" ist gerade erschienen. Ich lebe mit meinem Mann und unseren zwei Kindern in Berlin.
„Wenn wir uns eine Veränderung in der Welt wünschen, müssen wir diese Veränderung auch in uns selbst vollziehen. Deshalb erforsche und erlerne ich in unterschiedlichen Gruppen, wie wir die Veränderung im Alltag auch in unserer Arbeit leben können und welche Wissens- und Verhaltensgrundlagen wir dafür brauchen."

Kristina Krömer
Mich interessieren gesellschaftliche Konflikte als treibende Kraft von politischer Entwicklung – auch deswegen habe ich Politikwissenschaft und Friedens- und Konfliktforschung studiert. Dabei stellte sich heraus, dass „Demokratie wollen“ und „Demokratie können“ zwei völlig unterschiedliche Dinge sind. Seitdem treibt mich die Frage um, wie Demokratie im laufenden Betrieb nicht nur wirklich gelebt, sondern auch weiterentwickelt werden kann und zwar mit einer möglichst großen Anzahl von Menschen: nicht in Seminaren sondern in Alltagssituationen. Deshalb habe ich das Projekt „metro_polis – Aufsuchende Demokratiearbeit in Straßenbahnen“ gegründet; im Team experimentieren wir täglich mit Fahrgästen in Dresden/Leipzig am demokratischen Diskurs herum.
„Fans der Demokratie vereinigt Euch und entwickelt Demokratie weiter, damit sie sich nicht sprunghaft zurückentwickelt!“

Uwe Fromm
Aus Stuttgart kommend, habe ich nach meinem Studium in Public Management in Baden-Württemberg und European Studies an der Universität Göteborg (Schweden) begonnen, als Junior Researcher am Institut für vergleichende Föderalismusforschung von Eurac Research in Bozen (Italien) zu arbeiten und bin dort in der Forschungsgruppe für Partizipation und Innovationen tätig. Auch im Bereich der Partizipation und Innovationen wird das Einbeziehen von KI in demokratische Prozesse zunehmend wichtig. Jedoch fehlt es hier noch an echten Erfahrungen und 'Best-Practice'-Beispielen. Dies zu ändern und Lösungen für diesen Bereich zu finden, motiviert mich, an diesem Thema zu arbeiten und auch von den Erfahrungen anderer zu lernen.

Jeannette Gusko
Ich bin Unternehmerin, erfahrene Managerin und Autorin. Ich skaliere Werte und baue wiederholt robuste wirksame Unternehmen auf. Bei Faktor D wirke ich als Beirätin im Strategiegremium. Bis vor Kurzem leitete ich das Campaigning und Fundraising für den Kanzlerkandidat Robert Habeck im Bundestagswahlkampf 2024/25. Zuvor war ich Co-CEO und Managing Director von CORRECTIV, gründete future_s, baute GoFundMe DACH auf und war bei Change.org zuletzt Global Brand and Engagement Managerin. Ich bin Board Member von innn.it und Sprecherin des Netzwerks 3te Generation Ost. Mein Buch AUFBRECHEN hat breite Resonanz gefunden. Unter anderem wurde ich mit der Theodor Heuss Medaille 2023 und dem Emotion Award 2023 ausgezeichnet.
„Wirksamkeit entsteht da, wo viele Menschen konsistent und zugewandt ihre Werte leben.“

Frank Panser
Ich bin Marketer und vermittle zwischen ökologische und wirtschaftlichen Realität. Versuche wirksame Narrative "Wirtschaft vs. Ökologie" aufzulösen.
Mein Fokus: Verantwortung aktivieren, ohne Schuld – dort, wo Entscheidungen Wirkung haben.
„Einfach machen. Nicht zu lange überlegen und quatschen."

Ioannis Theocharis
Durch mein Studium der Biomedizintechnik habe ich ein tiefes Verständnis für dynamische Prozesse, Rückkopplungsschleifen und Schwellenwerte in Systemen entwickelt. Ich war in der Lage, eine probabilistische Perspektive auf Phänomene anzuwenden und erkannte, dass Schwellenwerte einen qualitativen Unterschied in der Art und Weise machen können, wie sich Systeme reproduzieren. Während der Wirtschaftskrise in Griechenland habe ich versucht, meine Ingenieursperspektive anzuwenden, um die Situation zu verstehen. Ich merkte jedoch schnell, dass das Paradigma, das ich benutzte, mich nicht vollständig darauf vorbereitete, sozio-technische Wirtschaftssysteme zu verstehen. Diese Erkenntnis führte mich zu einem weiterführenden Studium der Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten ökologische und politische Ökonomie, wo ich lernte, die Grenzen von Win-Win-Erzählungen zu erkennen. Ich erkannte auch, dass strukturelle Perspektiven allein nicht ausreichen, um Demokratien zu verstehen. In der nächsten Phase meiner akademischen Laufbahn in den Sozialwissenschaften wandte ich transdisziplinäre Ansätze an und nutzte Methoden der Zukunftsforschung, um die mentalen Infrastrukturen von Individuen zu untersuchen, die die Pfadabhängigkeit von Systemen aufrechterhalten.
„Die Ergebnisse der Europawahlen zeigen, dass sehr viele Menschen nicht bereit sind zu akzeptieren, dass wir uns in einer multiplen Krise befinden und sich der autoritären Stabilisierung des Status quo zuwenden. Der Status quo kann aber nicht mehr garantiert werden, weil er Teil des Problems ist. Wenn es uns nicht gelingt, widerständige, transformative und emanzipatorische Mehrheiten zu bilden, werden wir in die Spirale der autoritären Paranoia geraten.“

Agnes Scharnetzky
Seit 2021 bin ich als Projektkoordinatorin und Beraterin an der John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie. Politische Bildung gestalte ich –vor allem in Sachsen– bereits seit 2004 in verschiedenen Rollen und Kontexten: Als Beraterin mit politikdidaktischem Fokus, als Wissenschaftlerin und Dozentin an der Professur für Politische Bildung der TU Dresden, in der Zivilgesellschaft etwa bei der Aktion Zivilcourage e.V. in Pirna oder dem Politikmuseum e.V., in NS-Gedenkstätten und in der Jugendarbeit, unter anderem bei den Bayerischen und Sächsischen Landesjugendringen. Mein Anspruch ist eine politische Bildung, die Aushandlungsprozesse ermöglicht und demokratischen Lerngelegenheiten eröffnet.
„Demokratiefeind*innen agieren geschlossen und orchestriert. Pluralismus und Diskurse dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Deshalb braucht es Bündnisse: Wir müssen Stärken und Gemeinsamkeiten nutzen und Kontroversen zukunftsorientiert austragen. Wir können viel voneinander und miteinander lernen.“

Franziska Oehmer-Pedrazzi
Ich bin Vollblut-Wissenschaflerin mit Herz und Verstand, einem Auge auf digitalen Kommunikationsprozessen und einem Ohr für soziale Anliegen. Auf der Basis meiner Forschung entwickle ich – ganz ohne erhobenen Zeigefinger – eine Handvoll Empfehlungen und Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen. Ich beteilige mich an Debatten – mit Leib und Seele.
„Um die Welt zu retten, war der Zeichentrick-Held „Captain Planet“ auf die Kraft seiner fünf Freunde, die Erde, Feuer, Wind, Wasser und Liebe beisteuerten, angewiesen. Um die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern, benötigen auch wir ein starkes Netzwerk engagierter, kreativer und mutiger Köpfe aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft.“

Sophie Walker
Alle vier Jahre durfte ich in einem anderen Kulturkreis aufwachsen: In der Schweiz, Deutschland, Ägypten, Indonesien, und in den Niederlanden lernte ich einerseits den Wert von interkultureller Kollaboration kennen, und andererseits demokratische Werte zu schätzen. Studiert habe ich Game Design im BSc und MA. Seit 2019 setze ich mich im PROJEKT CH+ dafür ein, dass sich Digital Natives in der Schweiz mit Freude am demokratischen System beteiligen. Mit dem Entwicklungsstudio Mira LUX Creations arbeite ich an Lernspielen und anderen Konzeptem im Bereich spielerische Vermittlung.
„Demokratie lebt von Kollaboration und überlegtem, lösungsorientiertem Handeln. Um der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken ist es wichtig, dass verbindende und aufbauende Initiativen sichtbar sind.“

Daniel Binswanger
Ich bin seit vielen Jahren im Journalismus tätig – zunächst als Paris-Korrespondent, später als Redakteur und politischer Kolumnist für DAS MAGAZIN. 2017 wurde ich Teil des Gründungsteams der Republik, einem unabhängigen, werbefreien Online-Magazin. Ich initiierte das Republik-Feuilletons und leitete es ab Herbst 2018. Seit 2023 bin ich für die Gesamtleitung der Republik mitverantwortlich.In meiner wöchentlichen Kolumne befasse ich mich mit Fragen der politischen Gegenwart – etwa den volkswirtschaftlichen Voraussetzungen für sozialen Ausgleich, dem weltweiten Demokratieabbau, Politik in der Globalisierung, der Spannung zwischen Identitätspolitik und Universalismus sowie dem politischen Kampf um die Zukunft des Planeten.
„Wir leben in einer Epoche, in der sämtliche Grundwerte, auf denen der liberale, demokratische Verfassungsstaat beruht, zur Disposition gestellt zu werden scheinen. Sie müssen einer nüchternen Kritik unterzogen und mit aller Entschlossenheit verteidigt werden.“

Martin Schwab
„Die Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern auch die Schmiede, die unsere demokratische Zukunft formt. Beteiligung heute gestaltet die Grundlagen für morgen – lasst uns deshalb gemeinsam die Partizipation der Jugend fördern und sie verstärkt in den politischen Dialog einbringen, um so nachhaltig die Demokratie von morgen zu schaffen.“

Barbara Wülser
Ich leite die Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann Graubünden in Chur. Zuvor war ich zwölf Jahre lang in verschiedenen Funktionen bei CIPRA International tätig – einer internationalen Umweltorganisation, die sich für die nachhaltige Entwicklung in den Alpenregionen einsetzt.
„Frauen sind in der Politik nach wie vor untervertreten. Es ist wichtig, gerade Mädchen und jungen Frauen erste politisch Erfahrungen und Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.“

Maja Kos
Mein beruflicher Weg verbindet Sprache, Literatur, Projektarbeit mit gesellschaftlichem und internationalem Engagement. Im NGO-Sektor habe ich Projekte zu Jugendbeteiligung, Diversität, Inklusion und partizipativer Entwicklung geleitet und an der Entstehung des Balkannetzwerks für lokale Demokratie mitgewirkt. Besonders prägend war meine Arbeit auf internationaler Ebene, wo ich Trainings zu Dialog, Zusammenarbeit und Friedensarbeit durchgeführt habe. Mich motiviert die Überzeugung, dass Menschen durch Teilhabe, Wissen und Dialog Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Heute leite ich die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek in Hoyerswerda, wo ich meine Leidenschaft für Literatur mit strategischer Entwicklung und Teamführung verbinde.Mich prägt zudem die tiefe Überzeugung, dass Dialog und Partizipation zentrale Grundlagen für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft sind.
„Ich setze mich dafür ein, partizipative Planungsprozesse als universelles Prinzip zu stärken – in dem Verständnis, dass die Einbindung der von Entscheidungen betroffenen Menschen zu besseren, nachhaltigeren Ergebnissen führt. Städte und Systeme sollten an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sein, und genau dies ermöglicht partizipative Planung in Verbindung mit offener Dialogkultur."

Pascal Nufer
Seit rund 25 Jahren arbeite ich im Journalismus, über 15 Jahre davon berichtete ich aus Asien als Korrespondent für diverse Medien wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) oder die Deutsche Welle (DW) mit Stationen in Bangkok und Shanghai. Seit 2020 lebe ich wieder in der Schweiz, arbeite als freischaffender Journalist, Autor, Referent, Reiseleiter und doziere am Institut für Angewandte Medienwissenschaften der ZHAW praktischen Journalismus. In einem Teilzeitmandat betreue ich bei der SRG Projekte zur Förderung der Nachrichtenkompetenz. In meiner Freizeit engagiere ich mich für den Erhalt eines innovativen Bioladens in unserem Quartier in Winterthur.
„Wahre Worte wirken, unwahre leider auch. Im Zeitalter von Desinformation braucht's einen starken Journalismus und eine Gesellschaft, die dessen Wert für die Demokratie erkennt. Wer den Journalismus stärkt, stärkt die Demokratie."

Andrew Holland
Seit Sommer 2017 bin ich Geschäftsführer der Stiftung Mercator Schweiz und war zuvor in unterschiedlichen Funktionen in Kultur und Kulturpolitik tätig, zuletzt leitete ich die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Ich habe Recht und Wirtschaft an der Universität St. Gallen und in Berkeley studiert und über Kunstförderung promoviert. Zudem arbeite ich als unabhängiger Berater für Organisations- und Strategieentwicklung in der Schweiz und im Ausland. Ich bin Dozent für Kulturpolitik, Konfliktmanagement und Verhandlungsführung, Präsident des Theaterhauses Gessnerallee in Zürich, Mitglied des Stiftungsrats der Schweizer Fotostiftung und Ratsmitglied bei Faktor D.
„Wir sind überzeugt von der Kraft von Kollaborationen: Wenn Akteur*innen über gesellschaftliche Sektoren hinweg zusammenarbeiten, ihre vielfältigen Expertisen, Perspektiven und Ressourcen bündeln, können zukunftsorientierte und breit abgestützte Strategien entstehen.“

Leon Erlenhorst
Ich habe Philosophie, Volkswirtschaftslehrer und Internationale Beziehungen studiert. Seit meiner Uni-Zeit beschäftige ich mich mit neueren Funktionsbedingungen von Propaganda – insbesondere mit den Wechselwirkungen zwischen sozialen Netzwerken undPropaganda. Neben dem Studium habe ich bei verschiedenen Unternehmens- und Politikberatungen gearbeitet. 2024 habe ich zusammen mit Arndt Freytag von Loringhoven das Buch "Putins Angriff auf Deutschland - Propaganda,Desinformation, Cyberattacken" veröffentlicht. Heute arbeite ich als Strategy Lead bei Media Force und entwickle strategische Leitlinien, um den demokratischen Diskurs im digitalen Raum zu stärken.
„Wir müssen für die Mitte kämpfen.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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