Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Nina Lüders
Ich bin Nina Lüders und arbeite als Senior Projektmanagerin im Team Demokratie bei der Robert Bosch Stiftung. Zuvor war ich viele Jahre als Bildungsreferentin und Geschäftsführerin der Kreisau-Initiative e.V. tätig, einer Organisation, die sich der europäischen politischen Jugendbildung widmet. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Stärkung von Demokratiekompetenzen. Ich bin unter anderem für Projekte verantwortlich, die Menschen in ihrem beruflichen Umfeld erreichen. Zudem gehören auch Projekte zur Demokratiearbeit an Alltags- und Freizeitorten zu meinem Portfolio. Ich bin überzeugt davon, dass Demokratie in allen Lebensbereichen gelebt werden muss.
„Mich stimmt optimistisch für die Zukunft der Demokratie, wenn ich täglich erlebe, wie Menschen zusammenarbeiten, um Lösungen für ihre Herausforderungen zu finden. Diese kollektive Kraft steckt in uns und kann wie ein Muskel trainiert werden.“

Sina Trölenberg
Ich bin studierte Geographin mit Fokus auf Umwelt- und Klimapolitik und Erfahrungen im entwicklungspolitischen Bereich. Ein nachhaltiges und gerechtes Leben für alle muss mit sinnvoller Bürger*innenbeteiligung einhergehen - und das bereits auf lokaler Ebene. Im Verein Bürgerbegehren Klimaschutz e.V. arbeite ich an der Schnittstelle von Klimathemen und Demokratiestärkung und setze mich für sozial gerechten Klimaschutz vor der Haustür ein. Hauptsächlich koordiniere ich das Projekt "Klima trifft Kommune", bei dem losbasierte Bürgerräte mit von kommunaler Seite beschlossenen Bürgerentscheiden (Ratsreferenden) verknüpft werden sollen, um Klimaschutzmaßnahmen für die Kommune zu erarbeiten und verbindlich umsetzen zu können.
„Trotz der breiten Unterstützung für Klimaschutz gibt es immer wieder kontroverse Debatten über die konkrete Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Bürger*innenräte können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Sie können komplizierte und kontroverse Themen differenziert diskutieren und qualitativ hochwertige, ambitionierte Empfehlungen erarbeiten. Doch wie stellen wir sicher, dass die Empfehlungen umgesetzt werden?“

Alina Schütze
Ich setze mich als Beteiligungsexpertin für demokratische Teilhabe in gesellschaftlichen Transformationsprozessen ein. Mein Zugang zur Partizipation entstand über gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung – heute unterstütze ich Kommunen, Landesverwaltungen und Ministerien dabei, Beteiligung wirksam, inklusiv und strategisch zu gestalten. Besonders interessiert mich, wie digitale Werkzeuge mit analogen Formaten zusammenspielen können, um möglichst vielen Menschen eine Stimme zu geben. Bei Make.org arbeite ich außerdem an der Integration demokratischer KI in Partizipationsprozessen.
„In Zeiten großen Vertrauensverlusts in demokratische Institutionen müssen wir uns zusammentun, um dieses Vertrauen wiederherzustellen. Gesellschaftliche Transformation lebt von wirksamer Teilhabe und Kooperation – online sowie offline.“

Jessica Almeida da Costa
Ich habe Politikwissenschaften, Soziologie und Human Security in Frankfurt am Main und Aarhus studiert und mich dabei besonders mit Antifeminismus und Intersektionalität im digitalen Raum beschäftigt. Bei CEOPS bin ich insbesondere für das Lehrgangsmodul zu Desinformationen und Hassrede im Netz, Social Media und die Akquise- und Vernetzungsarbeit zuständig. Besonders der gemeinsame Austausch mit anderen Engagierten und Initiativen bestärkt mich immer wieder darin, mich für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.
„Weil wir zusammen stärker sind.“

Vanessa Bieri
Ich bin die stellvertretende Bereichsleiterin Politik bei der SAJV und war letztes Jahr verantwortlich für die Stimmrechtsalter 16-Kampagne im Nationalrat. Ein prägendes Erlebnis war die Masseneinwanderungsinitiative 2014, ein halbes Jahr bevor ich abstimmen durfte. Ich fühlte mich sehr machtlos und nicht gehört, obwohl ich die Vorlage besser verstand als viele, mit denen ich darüber diskutierte. Das soll jungen Menschen zukünftig anders gehen und wer will, soll sich auch engagieren können.
„Demokratie, wie wir sie uns vorstellen ist die Partizipation von allen, denn sie beeinflusst auch die Lebensrealität von allen. Daher ist die politische Teilnahme von Jugendlichen immens wichtig, denn ihre Lebensrealität wird am längsten beeinflusst.“

Flurina Wäspi

Laura Schlotthauer
Die Kraft von Kommunikation hat mich schon immer fasziniert. Ich habe Sie auf die Bühne gebracht (Schauspiel Frankfurt), studiert (FU Berlin, LSE, USC und Leuphana Universität) und nun seit 15 Jahren in der Praxis (Scholz&Friends, Ketchum, ressourcenmangel) angewendet. Dabei lag mein Schwerpunkt immer auf Kunden und Themen der öffentlichen Hand. Von Bildungsmarketing, zu Nachhhaltigkeits- und Transformationskommunikation - ich fühle mich in vielen Themen zuhause. So richtig am Herzen liegt mir die Repräsentanz und Inklusion von Menschen, die in unserer Gesellschaft weiterhin zu wenig Sichtbarkeit und Chancen bekommen. Hierfür setze ich mich seit 3 Jahren im GWA als Vorständin und zuletzt Foren-Sprecherin ein.
„Ich möchte, dass wir wieder konstruktiv und ehrlich miteinander sind. Ich möchte aber auch, dass wir all jenen, die es nicht ehrlich meinen klare Kante zeigen."

Marie Wachinger
Ich bin geschäftsführende Vorständin der Allianz "Rechtssicherheit für politische Willensbildung", die politische Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft verteidigt, und war zuvor als Geschäftsführerin in einem Verein im Bereich Globales Lernen tätig. Davor arbeitete ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hertie School und an der Freien Universität Berlin. Dort promovierte ich im Fach Politische Theorie zum Solidaritätsbegriff.
„Zusammen zu handeln sorgt für Hoffnung und Gemeinschaft – und ist wirksam gegen den erstarkenden Rechtsextremismus und Antidemokrat*innen."

Birgit Petermann
„Ich freue mich auf das Zusammenkommen mit vielen motivierten, klugen, kreativen und vor allem jugendorientierten Köpfen, um Projekte für möglichst viele Jugendliche andenken und umsetzen zu können. Auch die regions- und länderübergreifende Zusammenarbeit erachte ich als sehr wichtig. Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb des DACH-Raums, Best Practices, Methodenvielfalt und Unterstützung bei der Projektierung und noch viel mehr, das ist es, weshalb ich bei dem Innovationsprozess gern mitgestaltend dabei bin. Vielen Dank fürs möglich machen!“

Maria Pereira Robledo
Schon als Grundschülerin habe ich mich politisch organisiert, damals gegen die Sitzordnung im Klassenzimmer. Politik begleitet mich seitdem durch Studium, Aktivismus und Beruf. Nach meiner Tätigkeit als Projektleiterin bei der Initiative Offene Gesellschaft bin ich heute Referentin im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Wechsel von der Zivilgesellschaft in die Verwaltung fühlt sich manchmal an wie von der Spielerin zur Schiedsrichterin, aber für ein gutes Spiel braucht man beides. Gerade wenn die Zivilgesellschaft unter Druck steht, sehe ich meine Aufgabe darin, die demokratischen Spielregeln aufrechtzuerhalten.
„Gegen Extremismus hilft echte Teilhabe. Wenn Menschen das Gefühl haben, sie können ihre Lebensrealität aktiv verändern und Gesellschaft mitgestalten, nimmt das dem Populismus den Wind aus den Segeln. Mitmacht ist der beste Schutz gegen Ohnmacht."

Eduard Hillgert
„Unsere Ideen sind der Schlüssel zu einer innovativen Demokratie, die auf Partizipation und Gleichberechtigung basiert. Aus diesem Innovationsprozess erhoffe ich mir, mit anderen motivierten jungen Menschen Ideen zu entwickeln, die Demokratie in der Breite und Diversität zu stärken, und dafür im Kleinen anzufangen.“

Sara Boy
Innerhalb der Milchjugend bin ich für die Administration und das Community Management zuständig. Nebst meiner Festanstellung engagiere ich mich aber auch ehrenamtlich im Verein, beispielsweise als Teil des Kommunikationteams des im September jährlich stattfindende lila. queer festivals der Milchjugend. Ebenfalls bin ich als Leitung und Moderatorin für den monatlich erscheinenden Podcast "Radiomilch" zuständig.mDie Milchjugend hat mein Leben immer positiv beeinflusst und mich ständig dazu motiviert, ich selbst zu sein und mich für die queere Community auf verschiedensten Ebenen zu engagieren.
„Innerhalb der queeren Community und in der Milchjugend sind Jugendbewegungen und -proteste massgebend. Bis eine vollkommene Gleichstellung aller Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten geschaffen ist, werde ich weiterhin motiviert sein, mich für die Community einzusetzen!“

Siro Koch
Was wird möglich, wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Weltbildern gemeinsam handeln? Diese Frage begleitet mich in meiner Arbeit. Mich interessieren Übergänge – in Biografien, Organisationen und Gesellschaften – und die Bedingungen, unter denen Menschen Orientierung, Mut und gemeinsame Handlungsfähigkeit entwickeln können. Als Mitgründer von LIMINALS gestalte ich Trainings für Organisationen und Menschen, die ihre Fähigkeit stärken wollen, in Zeiten des Wandels präsent, verbunden und handlungsfähig zu bleiben.
„Demokratische Werte brauchen Stabilität. Demokratische Institutionen brauchen Evolution. In einer zunehmend komplexen Welt erkennt man gute Demokratie nicht nur an der Qualität ihrer Antworten, sondern an ihrer Fähigkeit, die Institutionen weiterzuentwickeln, die demokratische Werte wirksam verwirklichen."

Michael Beuthner
Ich bin Professor für Journalismus und PR und fokussiere mich u. a. auf Themen wie die Kommunikation über Krisen, Risiken und Konflikte. Seit 2025 organisiere ich den Science Talk „Medien, Meinungsfreiheit und Demokratie“ an der SRH University und hatte bereits einige hochrangige Persönlichkeiten zu Gast. Daneben habe ich zahlreiche Publikationen veröffentlicht. Bevor ich 2020 zur SRH University kam, war ich an der DEKRA Hochschule für Medien Studiengangsleiter für Journalismus (2013-2020). An der Hamburg Media School habe ich einen Journalismus-Master aufgebaut und geleitet (bis 2012), davor wiederum war ich an der Universität Hamburg am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und an der Leuphana Universität Lüneburg tätig.
„Im Zeitalter von politischem Populismus, Fake News und KI ist der Journalismus Bastion und Kulturgut zur Sicherung der Demokratie. Verlässliche Informationen dienen der Meinungsbildung und Wahrheitsfindung. „Mitmacht“ funktioniert nur, wenn sie auf Medienkompetenz basiert. Dafür setze ich mich ein."

Ann-Katrin Bohmüller
Ich bin Campaignerin und Expertin für strategische Kommunikation mit langjähriger Erfahrung in politischem Campaigning und zivilgesellschaftlicher Interessenvertretung. Als Leiterin Kampagnen bei Deutsche Umwelthilfe (DUH) verantworte ich die Entwicklung und Umsetzung bundesweiter Kampagnen zu Umwelt- und Verbraucherschutzthemen. Meine Arbeit verbindet klassisches Campaigning mit daten- und digitalgestützten Ansätzen sowie innovativen Formaten der Mobilisierung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Aufbau tragfähiger Netzwerke und Bündnisse. Ich bin überzeugt, dass eine starke Zivilgesellschaft gerade in der aktuellen Zeit ein wichtiges Schutzschild für Demokratie ist.
„Eine vernetzte Zivilgesellschaft und starke Bündnisse sind entscheidend, um Demokratie zu schützen und gesellschaftliche Veränderungen möglich zu machen."

Frank Jödicke
Nach einem Studium der Bildenden Kunst und Philosophie in Wien und London, arbeite ich seit circa 15 Jahren journalistisch und aktivistisch. Seit knapp zehn Jahren bin ich Chefredakteur des Magazins skug. Dort versuchen wir verschiedene Akteur*innen aus Kunst, Musik, Wissenschaft und Aktivismus zusammenzuführen. Im Onlinemagazin erscheinen auf skug.at nahezu täglich Beiträge zu Kunst und (kultur-)politischen Fragen. In unseren Salon skug laden wir regelmäßig zu Paneldiskussionen.
„Tech-Bros arbeiten an anti-humanistischen Technologien, in denen die Gedanken und Ideen menschlicher Individuen nichts mehr zählen, weil Algorithmen und Bots die medialen Räume fluten. Dagegen sollten wir gemeinsam aufstehen und jetzt für eine freie und demokratische Gesellschaft kämpfen.“

Karl-Jürgen Hanßmann
Geboren 1953 in Delmenhorst, Diplom in Informatik 1979, habe ich als IT-ler gearbeitet. 1993 bis 2020 war ich Referent in Verwaltung und Produktion beim NDR in Hamburg und bis 2023 freier Mitarbeiter dort. Seitdem engagiere ich mich ehrenamtlich bei Mehr Demokratie e.V.
„Wir müssen als Gesellschaft einstehen für direkte Demokratie, Partizipation und Transparenz."

Susanne Nasr
Ich war viele Jahre als Reporterin auf klassischen Krisenschauplätzen wie dem Irak und dem Libanon unterwegs – später im Einsatz für die Förderung unabhängiger Medien im Nahen Osten bei der internationalen NGO Internews. Heute arbeite ich beim Business Council for Democracy der Hertie-Stiftung. Denn auch Demokratien sind längst Krisenschauplätze. Als Journalistin habe ich erlebt, wie schnell Information zur Desinformation wird – und Vertrauen verloren geht. Ob im Kriegsgebiet oder auf Social Media: Ohne Informationsintegrität kippt zuerst das Gespräch, dann die Gesellschaft. Deshalb setze ich mich für eine starke, glaubwürdige Medien und eine wehrhafte Demokratie ein. Mein Ziel ist es, mit meiner Expertise die Resilienz unserer Demokratie im digitalen Zeitalter nachhaltig zu sichern.
„Die liberale Demokratie steht unter Druck. Sie zu stärken und widerstandsfähig zu machen, ist eine gemeinsame Aufgabe aller Teile der Gesellschaft. Jetzt ist der Moment zu handeln, damit die Gegner*innen der Demokratie sie nicht mit demokratischen Mitteln abschaffen können.“

Fabian Mrongowius
Ich bin ein Creative Producer und spezialisiere mich auf die Entwicklung neuer Medienprojekte in den Bereichen Web3, XR und KI. Daneben kreiere ich Pubquizzes, Workshops und Kinderedutainment für Firmen, kulturelle Institutionen und NGOs wie die Friedrich-Ebert-Stiftung, republica, Frankfurter Buchmesse, Diakonie sowie spontane Unterhaltungsformate bei Festivals. Diese Aktivitäten ermöglichen es mir, sowohl unterhaltsame als auch lehrreiche Inhalte zu schaffen und so Synergien zwischen verschiedenen Formaten und Plattformen zu nutzen.
„Der Macht und wachsende Einfluß von supernationalen Unternehmen sind die aktuellen demokratischen Institutionen nicht gewachsen. Die Aushöhlung der Demokratie wird durch die Politik nicht hinreichend gesehen und muss durch die Zivilgesellschaft verhindert werden.“

Pia Haertinger
Ich bin Mitbegründerin des Soziokratie Zentrum Augsburg und dessen Vorsitzende. Mein Anliegen ist es, mit Hilfe der Soziokratie in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen - von Familie, über Vereine und Unternehmen bis hin zur Kommunalpolitik gemeinsam auf Augenhöhe gute Entscheidungen zu treffen. Jede Stimme zählt, gute Argumente, nicht Mehrheiten sind wesentlich. Im Rahmen des 2-jährigen Erasmus Plus Projekts "SONEC" (www.sonec.org) habe ich gemeinsam mit Brandenstein als Pilotprojekt einen ersten SONEC (soziokratischen Nachbarschaftskreis) in einem Stadtteil in Augsburg mit Fördermitteln von Demokratie Leben! und in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Quartiersmanagement gestartet.
Aktuell sind wir dabei, weitere soziokratische Nachbarschaftskreise vor Ort zu initiieren - mit dem Ziel, eine gut vernetzte, lebendige, gemeinwohlorientierte Nachbarschaftsstruktur auf der Basis von Selbstorganisation und inklusivem, stärkenden Miteinander aufzubauen. Über einen gemeinsamen Lehrauftrag mit Maria Brandenstein an der HSA zu "Partizipation und Empowerment mit Hilfe der Soziokratie" vermittle ich Studierenden der Sozialen Arbeit das Instrument der Soziokratie und das Potenzial von inklusiven Nachbarschaften. Ebenso in meiner hauptberuflichen Tätigkeit bei einem sozialen Träger biete ich ein soziokratisches Gruppenprogramm zum Empowerment von jungen wohnunglosen Menschen an. Mein größter Wunsch/Traum: die Verwirklichung von Kinder- und Schüler*innenparlamente nach dem Vorbild von Indien hier bei uns!
„Es braucht mehr denn je eine offene, transparente Kommunikations- und Beteiligungskultur, um auf allen gesellschaftlichen Ebenen gemeinsam Lösungsansätze zur Überwindung der Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft zu finden. Ich möchte gemeinsam mit anderen Akteur*innen der Frage nachgehen, was die wesentlichen Hebel sind, um ein stärkendes, fairer Miteinander zu fördern und die durch Angst, Ohnmacht und Fehlinformationen bedrohte Demokratie zu stärken?“

Jolanda Spiess
Ich bin Jolanda Spiess und lebe in Zug, das Schweizer Steuerparadies in einem beschaulichen und sehr konservativen Kanton in der Zentralschweiz.
Mein Leben als damals frisch gewählte grüne Kantonsrätin veränderte sich im Dezember 2014 auf einen Schlag: Am Morgen nach der Zuger Landammannfeier erwachte ich mit einem unerklärbaren Filmriss und Unterleibsschmerzen. Nach einer Abklärung im Spital werden Strafuntersuchungen eingeleitet, in meinem Intimbereich wird die DNA zweier Männer gefunden. Zwei Tage später veröffentlicht die Tageszeitung «Blick» unter der Schlagzeile «Hat er sie geschändet?» meinen Namen und meine Bilder und jene eines SVP-Politikers.
Es folgten eine mediale Hetzjagd mit Hunderten von persönlichkeitsverletzenden und diffamierenden Artikeln in verschiedenen Medien und eine anhaltende Welle von Hass im Netz. Medienkonzerne haben mit ihrer persönlichkeitsverletzenden Berichterstattung viel Geld verdient. Ich wehre mich gegen dieses Geschäftsmodell, ziehe fehlerhafte Medienschaffende vor Gericht – und gewinne.
Ich verklagte insbesondere die Ringier AG, Herausgeberin des "Blick" und erreichte, dass in der Schweiz erstmals ein Medienkonzern gerichtlich zur Herausgabe der Gewinne aus persönlichkeitsverletzender Berichterstattung verpflichtet wurde. Mich interessiert hier die strukturelle Wirkung: Ich nutze meine eigenen Verfahren, um die Regeln für alle zu verschieben.
Seither arbeite ich an dem, was mir damals gefehlt hat. Ich habe #NetzCourage gegründet und das Buch «Meistgeklickt» geschrieben. Heute baue und programmiere ich bei der gemeinnützigen Stiftung We.Publish Prototypen für unabhängige Redaktionen und bei Winkelried & Töchter niederschwellige Tools für Menschen, gegen die gerade eine üble Kampagne gefahren wird.
„Wer mit persönlichkeitsverletzender Berichterstattung Geld verdient, soll es herausgeben."

Konstantinos Gkantinas
Ich komme ursprünglich aus Griechenland, lebe aber inzwischen seit über zwanzig Jahren in Berlin. Aktuell bin ich bei Amaro Drom e.V., einer interkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma, als Bildungsreferent tätig und setzte mich für eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Rom*nja und Sinti*zze in unserer Gesellschaft ein.
„Ich bin sehr gespannt auf die Vernetzung und den Austausch und freue mich sehr, Teil des Innovationsprozess zu sein.“

Isabell Kolditz
Mich interessiert, wie sich Gesellschaften ändern und schon immer verändert haben. Die Geschichte zeigt, dass viele Formen scheiterten. Jedoch auch, dass Wandel durchaus möglich ist, wenn nur genug Menschen von ihm überzeugt sind. Positive Visionen für unser zukünftiges Zusammenleben sehe ich besonders in einem guten Leben für alle. In einer Gesellschaft, in der kein Mensch diskriminiert wird und sich niemand benachteiligt fühlt. Lasst uns daher im Gespräch bleiben und diese bessere Zukunft designen.
„In Kollektiven können wir uns mit komplexen Themen so auseinandersetzen, dass Barrieren abgebaut und Zugänge geschaffen werden. Der solidarische Austausch führt zu einer tiefen und nachhaltigen Form der Auseinandersetzung unterschiedlicher Betroffenheiten - und so zu Empathie.“

Isabel Gahren
Wenn ich nicht gerade Workshops für die Radikalen Töchter gebe, leite ich Projekte im betterplace lab mit Fokus auf Feminismus, Resilienz, Collective Impact und Wellbeing. Darin erforsche ich angewandt, welche Kompetenzen Individuen und Organisationen der Zivilgesellschaft benötigen, um angesichts der Metakrise handlungsfähig zu bleiben. Davor habe ich in Hamburg Politik und Ethnologie (B.A.) und in Barcelona Dokumentarfilm (M.A.) studiert und für den Sender arte Magazinbeiträge für die Sendungen Tracks, Metropolis und Chick gedreht, Organisationen in ihrer Transformation begleitet, selbst eine gegründet (Future Challenges), singe leidenschaftlich gern Karaoke, und ansonsten dreht sich bei mir alles um meine Tochter.

Lea Gronenberg
Ich setze mich für eine Gesellschaft ein, in der alle mitgestalten können. Als Head of Communications bei d|part bringe ich Forschung in gesellschaftliche Debatten ein. Zudem leite ich das Citizen-Science-Projekt Co-Creating Our City, das Jugendliche und Entscheidungsträger*innen zusammenführt, um wirksame Beteiligung auf lokaler Ebene zu entwickeln. Seit über zehn Jahren engagiere ich mich in der politischen Bildung sowie Kampagnen für Gerechtigkeit, Teilhabe und Demokratie. Besonders wichtig ist mir, Räume und Formate zu schaffen, die Menschen befähigen, kritisch zu denken, sich einzubringen und in ihren Communities Wirkung zu entfalten.
„In Zeiten gesellschaftlicher Spannungen braucht Demokratie kollektive Antworten. Gemeinsam können demokratische Akteur*innen Räume schaffen, in denen Menschen ihre Stimmen einbringen und gehört werden.“

Mark Eisenegger
Ich bin Professor für Public Sphere and Society am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) der Universität Zürich sowie Direktor des fög, Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich. Alljährlich gibt das fög ein Jahrbuch Qualität der Medien und verschiedene Begleitstudien heraus (www.foeg.uzh.ch), 2025 mit einem Schwerpunkt zur News-Deprivation. Meine Arbeitsschwerpunkte sind: Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit und seine Implikationen für die demokratische Gesellschaft, Wandel der Medienqualität sowie Wandel der Organisationskommunikation.

Andrew Konya
Ich bin President of Deliberations bei Change.org. Hier leite ich unsere Bemühungen, zivilgesellschaftliche Infrastruktur aufzubauen, die es der Öffentlichkeit ermöglicht, zu deliberieren, gemeinsame Grundlagen zu finden und geteilten öffentlichen Willen in Handeln umzusetzen. Zuvor war ich Mitgründer von Remesh, dessen Technologie Friedensdialoge der Vereinten Nationen und weitere Prozesse unterstützt hat. Mein Lebenswerk konzentriert sich darauf, KI und kollektive Deliberation zu nutzen, um Menschen mehr Einfluss auf ihre gemeinsame Zukunft zu geben.

Anna Pixer
Ich bin Anna Pixer und beschäftige mich seit mehr als 13 Jahren mit Klimaschutz, Klimapolitik und der Frage, wie sie gesellschaftlich und wirtschaftspolitisch eingebettet werden kann, sodass sie bestmöglich ausgestaltet ist. Das hat spätestens mit meinem Volkswirtschaftsstudium an der WU Wien und der Universität für Bodenkultur Wien angefangen. Seitdem war ich beruflich vor allem in wissenschaftlichen und öffentlichen Institutionen (zB Momentum Institut, Stadt Wien), privat auch im Freiwilligenbereich tätig. Seit Anfang 2024 bin ich Teil des KONTEXT-Instituts für Klimafragen. Meine Motivation kommt von einer simplen Frage: Wo sind die Hebel, an denen ich persönlich etwas bewegen kann, und wie drehe ich an ihnen?
„Eine klimagerechte Gesellschaft, die das Leben für alle besser macht, ist das wichtigste Ziel, das wir haben. Mitmacht heißt: den eigenen Hebel finden und umlegen, egal ob in der Zivilgesellschaft, in Unternehmen oder auf großer politischer Bühne. Alle sind gefragt."

Fiona Schärer
Ich arbeite als Junior-Projektleiterin bei Pro Futuris in den Bereichen Teilhabe und neue Narrative, unter anderem in den Projekten «Los jetzt» und «Unternehmen für Demokratie». Dabei interessiert mich, wie Losverfahren genutzt werden können, um Teilhabe zu stärken, und welche Verantwortung verschiedenste Akteur*innen für unsere Demokratie tragen. Mein Studium der Sozialanthropologie und Sozialwissenschaften mit Fokus auf postkoloniale Perspektiven, Migration und Repräsentation prägt meinen Blick darauf, wie gesellschaftliche Erzählungen entstehen, sich widerspiegeln und einander teils auch widersprechen. Zuvor war ich in der Kulturvermittlung und im Video-Journalismus tätig – stets mit dem Ziel, unterschiedlichen Perspektiven zuzuhören und vielfältige Lebensrealitäten sichtbar zu machen.
„Neue Narrative und deliberative Formate sollen dazu beitragen, dass unterschiedliche Stimmen Gehör finden und Teilhabe für möglichst viele Menschen erfahrbar wird.“

Jan Renner
Ich bin Landesgeschäftsführer von Mehr Demokratie Bayern und beschäftige mich in meiner Arbeit mit dem Ausbau von demokratischen Mitgestaltungsmöglichkeiten für alle. Ganz konkret berate ich Initiativen in Bayern dabei, ihrem kommunalpolitischen Anliegen Gehör zu finden. Ob mehr Dialoge durch losbasierte Bürgerräte oder direktdemokratische Bürgerentscheide: Beteiligung ist vielfältig, muss aber auch von allen Seiten gelebt werden, damit sie funktioniert. Besonders im Bereich der Jugendbeteiligung ist hier noch Luft nach oben. Darum arbeite ich im Projekt „LOS jetzt!“ daran, Kinder- und Jugendbürgerräte in der DACH-Region zu fördern.
„Demokratie funktioniert nur zusammen. Trotz unterschiedlicher Ansatzpunkte ist es darum wichtig, dass sich verschiedenste Akteure auf gemeinsame Ziele verständigen. Denn die Bedrohungen der Demokratie halten Einzug in unsere Gesellschaft.“

Christiane Gutzmann
Ich arbeite seit 20 Jahren in der Kreativbranche und bin Gründerin eines eigenen Unternehmens, Entwicklerin vieler kreativer & sozialer Projektinitiativen. Mein Ausdruck ist in Form freier Kunst. Durchweg mit Gespür & Empathie für unterschiedlichste Menschen. Mit diesem Kompetenzmix entwickle ich mit Menschen, Teams & Organisationen neue Perspektiven, kreative Lösungen und Strategien bei Herausforderungen und begleite sie bei Veränderungsprozessen bis hin zur Umsetzung. Alles für nachhaltige Wirksamkeit.
„Wir müssen die Wirksamkeit von Menschen, Teams und Organisationen stärken, sie mit sich selbst und anderen verbinden, neue Denkräume, Perspektiven und Konzepte schaffen und mit Tatendrang sowie unseren Fähigkeiten demokratisches Denken und Handeln fördern."

Jessy James LaFleur
Ich bin Jessy James LaFleur, Gründerin der einzigartigen "Spoken Word Akademie", die europaweit demokratische Poesieprojekte für junge Erwachsene umsetzt. In Deutschland konzentriere ich mich dabei gezielt auf den Osten, um aktiv gegen den wachsenden Rechtsruck vorzugehen. Zu meinen Tätigkeiten gehört auch die Initiierung des Kollektivs "Lost Poetas" für Mädchen und junge Frauen aus dem sorbischen Siedlungsgebiet.
„Empowerment bedeutet junge Frauen* zu ermächtigen und nicht unsere eigenen Ansichten wie einen Stempel aufzudrücken.“

Jelena Gregorius
Ich bin eine sehr ehrgeizige und energiegeladene junge Frau mit einer internationalen Karriere rund um die Themen Demokratie, Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit. Ich habe diese Themen in verschiedenen Kontexten kennengelernt und mit ihnen gearbeitet, von europäischen politischen Stiftungen in den Niederlanden und Bolivien über die Europäische Kommission in Belgien und Mexiko bis hin zu einem gemeinnützigen Startup in Deutschland.
Jetzt arbeite ich für das Unternehmen Go Vocal (ehemals CitizenLab), das sich für soziale Wirkung einsetzt, und helfe Städten und Kommunen auf der ganzen Welt dabei, die lokale Demokratie inklusiver, reaktionsschneller und partizipativer zu gestalten! Mein akademischer Hintergrund liegt in den Bereichen Public Policy und globales Projektmanagement.
„Zu lange sind wir davon ausgegangen, dass unsere Demokratie einfach da ist. Jetzt merken wir, dass wir etwas dafür tun müssen, um weiterhin in einem demokratisch-freiheitlichen System leben zu dürfen. Dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen um anti-demokratischen Kräften nicht den Raum zu überlassen. Der Kit in unserer Gesellschaft dafür ist meiner Meinung nach gut organisierte Bürger*innenbeteiligung.“

Lisa Jaspers
Ich bin Gründerin des Fair Fashion Labels FOLKDAYS und Co-Initiatorin des Unlearn Business Lab. Außerdem habe ich die Initiative #fairbylaw gestartet, die sich für ein deutsches Lieferkettengesetz eingesetzt hat. Gemeinsam mit Naomi Ryland habe ich das Buch “Starting a Revolution – was wir von Unternehmerinnen über die Zukunft der Arbeitswelt lernen können“ geschrieben und das Buch "Unlearn Patriarchy" herausgegeben. In diesem Buch stammt das Kapitel „Unlearn Kapitalismus“ von mir. Mein neuestes Buch "Radical Transformation – Wie das Wissen über Gefühle die Welt verändern kann" ist gerade erschienen. Ich lebe mit meinem Mann und unseren zwei Kindern in Berlin.
„Wenn wir uns eine Veränderung in der Welt wünschen, müssen wir diese Veränderung auch in uns selbst vollziehen. Deshalb erforsche und erlerne ich in unterschiedlichen Gruppen, wie wir die Veränderung im Alltag auch in unserer Arbeit leben können und welche Wissens- und Verhaltensgrundlagen wir dafür brauchen."

Caroline Schmüser
Die Meinungsfreiheit gilt als einer der Grundsätze von Demokratie. Doch auch in demokratischen Staaten kann nicht jeder Mensch seine Stimme in gleicher Weise erheben: Diskriminierung schafft verschiedene Formen von (oft unsichtbaren) Barrieren. In meiner journalistischen Arbeit möchte ich dazu beitragen, solche Barrieren abzubauen: Als Redakteurin beim basisdemokratisch organisierten Wiener Medienkollektiv "Unter Palmen", Trainerin für Medienkompetenz an Schulen oder Co-Organisatorin von Schreibwerkstätten für mehr Diversität im Musik- und Kulturjournalismus.
„Die Ergebnisse der EU-Wahl zeigen: Rechte Stimmen in Europa erstarken. Demokratische Akteur*innen müssen eine gemeinsame Sprache finden, um menschenfeindlichen Parolen entschieden wie produktiv entgegenzustehen.“
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
Stimmen aus dem Netzwerk

Foto: Samuel Becker

Foto: Samuel Becker

Foto: Samuel Becker

Foto: Samuel Becker

Foto: Samuel Becker































































































