Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Anna Jobin
Seit 2021 bin ich Präsidentin der Eidgenössischen Medienkommission, einem ausserparlamentarischen Beratungsgremium des Bundesrats. Hauptberuflich arbeite ich als Professorin an der Universität Fribourg und unterrichte dort auch im neuen englischsprachigen Masterstudiengang "Digital Society". Ich forsche seit über zehn Jahren zur Schnittstelle von Internet und Gesellschaft, insbesondere zu den gesellschaftlichen Dimensionen von algorithmischen Systemen und Künstlicher Intelligenz.
„Die digitale Vielfalt öffnet Türen, aber stärkt auch den Bedarf an Orientierung. Demokratie lebt davon, dass Menschen unterscheiden können, welche Informationen vertrauenswürdig sind."

Katja Jäger
Ich habe mich der Mitgestaltung von Demokratie in einer digitalen Welt verschrieben. Im betterplace lab habe ich verschiedene Kompetenzbildungsprogramme verantwortet, zu Desinformation geforscht und zuletzt als Geschäftsführerin gewirkt. Als Aufsichtsrätin der wechange eG begleite ich Good Tech-Lösungen, bei AI4Democracy lotet sie Potentiale von Künstlicher Intelligenz für die Demokratie aus.
„Die Welt ist zu komplex, als dass wir Herausforderungen im Silo lösen können, wir brauchen vernetztes Denken und Wirken. Echte Kollaboration bedeutet für mich, sich selbst und die institutionelle Agenda zu reflektieren und Wirkungsallianzen zu schmieden, die der Sache dienen.“

Lena-Maria Böswald
Mein Herz schlägt für den Dreiklang aus Zivilgesellschaft, Regulierung und Tech. Als Policy & Advocacy Managerin bei Das NETTZ, der Vernetzungsstelle gegen Hass im Netz, versuche ich, das in Einklang zu bringen. Zuvor habe ich am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Universität Amsterdam und in der zivilgesellschaftlichen Forschung zur Verbreitung von Hassrede und KI-gestützter Desinformation im digitalen Raum bei Democracy Reporting International gearbeitet. Mein besonderes Interesse gilt deshalb auch den Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz für eine konstruktive Netzdebattenkultur - und deshalb freut es mich umso mehr, gemeinsam mit klugen Köpfen an der Faktor D-Challenge zu arbeiten!
„Weil wir einer zunehmenden Radikalisierung rechter Ränder nicht als "stille Mitte" entgegentreten dürfen - um denjenigen, die das Netz zu einem Nährboden für Hass und Falschinformation wachsen lassen wollen, nicht freie Hand zu geben.“

Christoph Musy
Partizipation begleitet mich privat wie beruflich seit Kindesbeinen – seit 1990 als Mitglied, ehrenamtlicher Leiter und Profi in Kinder- und Jugendverbänden oder in der Organisation der Schweizer Jugendsession in Bern. Heute arbeite ich in einem soziokratisch-organisiertem Team für die Verwaltung und NGOs: wir gestalten, planen und moderieren als Agentur ProjektForum seit 2010 partizipative Prozesse. Mit dem 2020 gegründeten Schweizer Dachverband Partizipation wollen wir gemeinsam mit Fachpersonen der Praxis und der Wissenschaft Standards für Partizipation setzen.
„Working Out Loud - wenn wir Wissen, Netzwerke und Erfahrungen teilen, kommen wir gemeinsam zufriedener und schneller weiter.“

Lea Gronenberg
Ich setze mich für eine Gesellschaft ein, in der alle mitgestalten können. Als Head of Communications bei d|part bringe ich Forschung in gesellschaftliche Debatten ein. Zudem leite ich das Citizen-Science-Projekt Co-Creating Our City, das Jugendliche und Entscheidungsträger*innen zusammenführt, um wirksame Beteiligung auf lokaler Ebene zu entwickeln. Seit über zehn Jahren engagiere ich mich in der politischen Bildung sowie Kampagnen für Gerechtigkeit, Teilhabe und Demokratie. Besonders wichtig ist mir, Räume und Formate zu schaffen, die Menschen befähigen, kritisch zu denken, sich einzubringen und in ihren Communities Wirkung zu entfalten.
„In Zeiten gesellschaftlicher Spannungen braucht Demokratie kollektive Antworten. Gemeinsam können demokratische Akteur*innen Räume schaffen, in denen Menschen ihre Stimmen einbringen und gehört werden.“

Sophie Walker
Alle vier Jahre durfte ich in einem anderen Kulturkreis aufwachsen: In der Schweiz, Deutschland, Ägypten, Indonesien, und in den Niederlanden lernte ich einerseits den Wert von interkultureller Kollaboration kennen, und andererseits demokratische Werte zu schätzen. Studiert habe ich Game Design im BSc und MA. Seit 2019 setze ich mich im PROJEKT CH+ dafür ein, dass sich Digital Natives in der Schweiz mit Freude am demokratischen System beteiligen. Mit dem Entwicklungsstudio Mira LUX Creations arbeite ich an Lernspielen und anderen Konzeptem im Bereich spielerische Vermittlung.
„Demokratie lebt von Kollaboration und überlegtem, lösungsorientiertem Handeln. Um der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken ist es wichtig, dass verbindende und aufbauende Initiativen sichtbar sind.“

Karim El-Helaifi
Ich bin Vorstandsvorsitzender der neuen deutschen organisationen, einem postmigrantischen Netzwerk von über 200 Organisationen und Initiativen Schwarzer Menschen und People of Color in ganz Deutschland, die sich gegen Rassismus und für eine inklusive Gesellschaft, sowie Mitgründer der Vereine Schülerpaten Berlin und Schülerpaten Deutschland, die sich für Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Darüber hinaus berate und trainiere ich Aktivist*innen und Organisationen in strategischer Kommunikation.
„Seit Jahren befinden wir uns politisch und gesellschaftlich in einem Prozess der Reautoritarisierung. Wir bewegen uns immer weiter weg von einer menschenrechtsbasierten pluralen Demokratie. Nur wenn wir anerkennen, dass wir uns näher an einem "Schon Wieder" befinden als an einem "Nie Wieder", können wir gemeinsame wirkungsvolle Strategien dagegen entwickeln.“

Harald Hofer
Als selbständiger Organisationsentwickler, Trainer und Coach mit jahrzehntelanger Erfahrung ist es mein Anliegen, Organisationen in ihren Veränderungsprozessen zu begleiten, mit dem Ziel ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiger Lösungen für eine lebenswerte Zukunft.
„Wandel ist unvermeidlich, Fortschritt eine Wahl. Neue Zeiten erfordern neue Ansätze dafür, wie wir jetzt und in Zukunft Arbeits- und Lebenswelten miteinander gestalten wollen.“

Noomi Anyanwu
Ich bin Aktivistin und Vorsitzende von Black Voices Austria, den Verein, den ich 2020 mitgegründet habe. Ich habe meinen Bachelor in Afrikawissenschaften in Wien abgeschlossen und studiere aktuell Human Rights and Diplomacy im Master an der Universität in Stirling, Schottland. Seit meinem 15. Lebensjahr bin ich bereits politisch aktiv in Form von Workshops, österreichweiten Kampagnen in Jugendorganisationen, Schulzeitung oder aktuell meinem Online Aktivismus als @thisisnoomi. Außerdem trete ich als Trainerin und Beraterin zum Thema Anti-Rassismus für Organisationen oder in der Erwachsenenbildung auf. Meine letzte Publikation als Autorin und Herausgeberin war mit dem Rassismus Ratgeber „War das jetzt rassistisch?“ ein großer Erfolg.
„Politisch aktiv geworden bin ich, weil mir in der Schule nie gepasst hat, wie die Hierarchie zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen ausgesehen hat. Ich hab meine eigene Schulzeitung gegründet, um unzensiert Perspektiven der Schüler*innen darzustellen. Meinungen marginalisierter Menschen zu repräsentieren und gegen Diskriminierung aufstehen - das treibt mich immer noch an.“

Teresa Pfützner
Ich bin Teresa Pfützner, Social-Media-Beraterin und Video-Trainerin. Ich habe die Videoredaktion im Social-Media-Team des Deutschen Bundestages geleitet und von 2022 bis Mitte 2025 die Social-Media-Kanäle des Parlaments mit aufgebaut.
Ich bin gelernte Journalistin: Nach meinem Masterabschluss in International Area Studies habe ich die Axel-Springer-Akademie in Berlin absolviert. Danach habe ich erst als Nachrichtenredakteurin bei WELT gearbeitet und später im Social-Media-Team der Tagesschau. Nach meiner Zeit beim Deutschen Bundestag habe ich mich als Beraterin selbstständig gemacht. Heute zeige ich Organisationen, Institutionen und Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, wie sie mit Videos auf Social Media sichtbar und erfolgreich werden.
„Ich brenne dafür, Social Media nicht nur zu kritisieren, sondern zu zeigen, wie es besser geht. Wenn wir ernst nehmen, was Menschen auf Instagram und TikTok wirklich suchen und konsumieren wollen, ist Social Media keine Gefahr für die Demokratie - sondern eine riesige Chance. Für Aufklärung, Beteiligung und echten Dialog. Und genau das müssen wir jetzt gemeinsam anpacken: Wir müssen demokratische Inhalte in Content verwandeln, der Reichweite bekommt."

Birger Strahl
Ich bin Kommunikationsexperte, Trainer, Coach und Apotheker. Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich damit, wie und warum Menschen handeln, was sie motiviert, Neues auszuprobieren und wie Wissenstransfer gelingt. Mein besonderer Fokus liegt heute aus dem systemisch-narrative Ansatz: Welche Erkenntnisse stecken in den Erfahrungen und Geschichten von Menschen? Wie lassen sie sich sichtbar machen und welche Chancen entstehen daraus im sozialen Kontext? Ich verstehe mich dabei als Unconsultant: Ich bringe nicht die Lösung, sondern schaffe den Raum, in dem Lösungen entstehen können.
„Kraft und Wirksamkeit entstehen durch Gemeinschaft.“

Thomas Weltner
Ich bin Designer und Coach mit künstlerischem, grafischem und systemischem Background. Ich unterstütze spielerisch, visuell und co-kreativ in Teamentwicklung, Führung, Veränderung, Übergang, Innovation und in persönlicher Entwicklung. Ich bin leidenschaftlicher Netzwerker, Interviewer, Kunst-Kurator, Mentor und Sportler. Auf Expedition durch die Arbeitswelt – als Entdecker und Innovator im Kontext von New Work – trifft man mich immer wieder an wechselnden Orten.
„Ich brenne dafür, Menschen in ihre kreative Kraft zu bringen und dadurch Synergien freizulegen. Seien wir ehrlich: Wir alle wissen doch um unsere intuitiven und explorativen Fähigkeiten als Kinder. Diese Ressourcen sind noch immer vorhanden. Nutzen und vernetzen wir sie – zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Weltrettung: kinderleicht.“

Hannan Salamat
Ich bin Kulturwissenschaftlerin und kuratiere transnationale Räume an der Schnittstelle von Kunst, Politik und postmigrantischer Gesellschaft. 2016 habe ich in München das Festival ausARTen gegründet, 2022 folgte das Transalpine Festival zwischen Wien, Zürich und München, das künstlerische Allianzen über Grenzen hinweg stärkt. Seit 2019 leite ich beim Züricher Institut für interreligiösen Dialog Projekte zu Pluralität, Erinnerungskultur und demokratischer Teilhabe. Zudem habe ich das Format not_your_bubble entwickelt. Ich bin im Vorstand des INES – Institut Neue Schweiz sowie von DialoguePerspectives e.V. und Mitglied der Coalition for Pluralistic Public Discourse in Berlin.
„Demokratien stehen vor globalen Krisen, autoritären Bewegungen und gesellschaftlicher Polarisierung. Jetzt ist koordinierte Zusammenarbeit zentral. Gemeinsames Handeln stärkt Resilienz, schützt Vielfalt und eröffnet Perspektiven für eine postmigrantische Gesellschaft.“

Fabian Mrongowius
Ich bin ein Creative Producer und spezialisiere mich auf die Entwicklung neuer Medienprojekte in den Bereichen Web3, XR und KI. Daneben kreiere ich Pubquizzes, Workshops und Kinderedutainment für Firmen, kulturelle Institutionen und NGOs wie die Friedrich-Ebert-Stiftung, republica, Frankfurter Buchmesse, Diakonie sowie spontane Unterhaltungsformate bei Festivals. Diese Aktivitäten ermöglichen es mir, sowohl unterhaltsame als auch lehrreiche Inhalte zu schaffen und so Synergien zwischen verschiedenen Formaten und Plattformen zu nutzen.
„Der Macht und wachsende Einfluß von supernationalen Unternehmen sind die aktuellen demokratischen Institutionen nicht gewachsen. Die Aushöhlung der Demokratie wird durch die Politik nicht hinreichend gesehen und muss durch die Zivilgesellschaft verhindert werden.“

Konstanze Mohr
Als Jurastudentin, Mitarbeiterin des Demokratie-Forschungsinstituts ZDA, ehemalige Teilnehmerin eines Bürger*innenrates und Projektmitarbeitende bei Pro Futuris – dem Think + Do Tank der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft – beschäftige ich mich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Thema Demokratie. Besonders am Herzen liegt mir, dass sich jede Person in der Bevölkerung als aktive*r Gestalter*in unserer Zukunft erleben kann. Ich erhoffe mir, dass so der Wille, die Kraft und die Zuversicht wachsen, gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten.
„Vielfältige Perspektiven und Stimmen einzubeziehen, hilft uns, nicht nur breit abgestützte, sondern auch bessere Lösungen zu finden. Es kann daher nur in unserem Interesse liegen, eine lebendige, inklusive und vielfältige Demokratie gemeinsam zu fördern.“

Alexandra Wudel
Ich bin Alexandra Wudel, „AI Person of the Year 2024“ und Gründerin von FemAI, einem Start-up, das sich für gerechte und verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz einsetzt. Nach meiner Zeit als Expertin für digitale Marketingstrategien hat mich die Manipulation der Trump-Wahl durch Cambridge Analytica dazu gebracht, mich der KI-Ethik zu widmen. Mit FemAI überprüfen wir bestehende Systeme und arbeiten an eigenen Anwendungen. Dabei arbeiten wir unter anderem mit großen Tech-Unternehmen wie Google und Microsoft zusammen, um sicherzustellen, dass KI inklusiv und fair gestaltet wird. Zudem setze ich mich auf EU- und UN-Ebene für KI-Richtlinien und ein feministisches KI-Design ein, das Machtstrukturen hinterfragt und Benachteiligungen abbaut.
„KI ist gekommen, um zu bleiben. Es gilt, sie jetzt mitzugestalten.“

Julia Schiller-Günter
Nach dem Abitur Erfahrungen als Kulturmanagerin, vor allem für Tanzkompanien und Stiftungen (Berlin, Toronto und New York). Anschliessend Grundstudium Kunstgeschichte (Berlin), Master of Arts Policy and Management (Freiburg und London). Kommunikationsberaterin mit Schwerpunkt Corporate Social Responsibility und Sponsoring sowie politische Interessensvertretung.
„Menschen zusammenbringen. Brücken bauen. Bühnen bereiten. Konflikte schlichten."

Lena Maria Bichler
Ich arbeite als Projektmanagerin im Magistrat Linz in der Abteilung für Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU und lege dabei einen besonderen Fokus auf Innovation und Partizipation. Zu meinen Aufgaben gehören Projekten wie das Ideenwochenende „Linz hACkT“, DJ-Contests am Hauptplatz oder Demokratie-Workshops mit Schulklassen im Alten Rathaus. Außerdem betreue ich den PopUp Stores am Hauptplatz. Als Schnittstelle zwischen der Stadt Linz und den Coding Communities fördere ich den Austausch und unterstütze die Umsetzung kreativer Ideen, die zu einem zukunftsorientierten Linz beitragen.
„Abstimmungen sind essenziell, um unterrepräsentierte Gruppen sichtbar zu machen und Teilhabe für jene zu schaffen, die bislang wenig Gehör finden. So wird Vielfalt gestärkt und Chancengleichheit gefördert.“

Melanie Goemmel
Ich arbeite seit über 15 Jahren als Kommunikationsprofi und Medienstrategin, vor allem für große NGOs. Dabei habe ich immer öfter gemerkt, wie sehr sich ihre Kommunikation verengt hat: Gemeinnützigkeit, Förderlogiken und politische Angriffe zwingen viele Organisationen zu Vorsicht, selbst dann, wenn die Lage eigentlich Zuspitzung bräuchte. Gleichzeitig organisieren politische Gegner Aufmerksamkeit laut, emotional und strategisch. Für mich war das der Punkt, den Pfad bewusst zu wechseln. Heute arbeite ich bei The Goodforces, einem diskursiven Akteur, der genau die Lücke füllt, die NGOs strukturell nicht schließen können: zuspitzen, Frames verschieben und Medienlogiken nutzen, ohne institutionell gebunden zu sein – damit progressive Inhalte wieder durchdringen.
„Ich brenne dafür, dass wir aufhören, nur zu reagieren und zu fingerzeigen. Allein mit Fakten kommen wir gegen Fakes und Lügen nicht an – das ist die neue Zauberformel: eigene Narrative, emotional, nah an der Lebensrealität der Menschen. Statt ständig zu widersprechen, müssen wir wieder erzählen, wofür wir stehen und wie ein gutes Leben konkret aussieht. Mich faszinieren besonders Botschaften, die leise wirken, aber wirken – wie trojanische Pferde für progressive Inhalte."

Agnes Scharnetzky
Seit 2021 bin ich als Projektkoordinatorin und Beraterin an der John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie. Politische Bildung gestalte ich –vor allem in Sachsen– bereits seit 2004 in verschiedenen Rollen und Kontexten: Als Beraterin mit politikdidaktischem Fokus, als Wissenschaftlerin und Dozentin an der Professur für Politische Bildung der TU Dresden, in der Zivilgesellschaft etwa bei der Aktion Zivilcourage e.V. in Pirna oder dem Politikmuseum e.V., in NS-Gedenkstätten und in der Jugendarbeit, unter anderem bei den Bayerischen und Sächsischen Landesjugendringen. Mein Anspruch ist eine politische Bildung, die Aushandlungsprozesse ermöglicht und demokratischen Lerngelegenheiten eröffnet.
„Demokratiefeind*innen agieren geschlossen und orchestriert. Pluralismus und Diskurse dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Deshalb braucht es Bündnisse: Wir müssen Stärken und Gemeinsamkeiten nutzen und Kontroversen zukunftsorientiert austragen. Wir können viel voneinander und miteinander lernen.“

Clara Porák
Ich lebe in Wien und arbeite für „andererseits“, ein preisgekröntes Magazin für Behinderung und Gesellschaft, bei dem Journalist:innen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiten. Ich habe Bildungswissenschaften, Germanistik und Internationale Entwicklung studiert und als Journalistin für Medien wie SZ, Die Zeit oder den Falter gearbeitet. Als Aktivistin bin ich in der queer-feministischen Bewegung engagiert.
„Ich glaube, dass wir bessere Systeme verdienen und dass wir die nur gemeinsam aufbauen können. Dafür versuche ich mich jeden Tag einzusetzen."

Dario Wellinger
Ich arbeite als Dozent und Projektleiter am Zentrum für Verwaltungsmanagement in Forschung, Dienstleistung und Lehre. Meine Forschungsschwerpunkte liegen auf Miliz- und Freiwilligentätigkeit, Nachwuchsförderung sowie der Kommunikation öffentlicher Organisationen. Seit meiner Jugend bin ich politisch aktiv und kenne aus erster Hand die Herausforderungen, junge Menschen für ein Engagement zu gewinnen. Mein Wunsch ist es, dass die Wertschätzung für lokales politisches Engagement wieder zunimmt, damit sich mehr Menschen vorstellen können, sich vor Ort einzubringen.

Robin Coenen
Ich bin Informationsdesigner und arbeite an der Schnittstelle von Design, Wissenschaft, Technologie und visueller Anthropologie. Meine Arbeit versteht Gestaltung als epistemische Praxis, mit der durch Datenvisualisierung, Kartierung und visuelle Systeme neues Wissen erzeugt und verhandelbar gemacht wird. Nach meinem Studium der Visuellen Kommunikation in Aachen und Zürich leitete ich digitale Projekte im Atelier Intégral Ruedi Baur in Paris und absolvierte einen Master in Data Visualization an der Parsons School of Design in New York. 2020 gründete ich gemeinsam mit der Soziologin und Designerin Danielle Rosales das Studio Visual Intelligence. Neben meiner gestalterischen Praxis lehre ich Informationsgestaltung an der UdK Berlin und forsche zu partizipativen und datenbasierten Formaten für demokratische Wissensproduktion.
„Ich brenne dafür, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge durch Gestaltung lesbar zu machen und Menschen zu befähigen, selbst zu verstehen und zu handeln."

Robert Kalwis
Im Ehrenamt verfolge ich das Ziel, uns jungen Menschen eine Stimme zu verleihen und zu verdeutlichen, wie wertvoll diese ist. Das Verknüpfen von politischer Teilhabe, Ungleichheit und Nachhaltigkeit ist mir wichtig. In meiner Gemeinde Kronshagen habe ich den Kinder- und Jugendbeirat initiiert und "aufgezogen". 2025 plane ich zum 3. Mal die Jugendaktionskonferenz Schleswig-Holstein. Weiterhin bin ich Mandatsträger des Jugendbeirates des Bundesentwicklungs-ministeriums: Hier liegt mein Schwerpunkt auf Jugendbeteiligung im Kontext Frieden/Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung. Mein Steckenpferd ist die institutionalisierte Beteiligung, hierbei verbinde ich gleichzeitig eine jugendliche Perspektive auf konzeptionelle und praktische Arbeit.
„Meine Devise: Von Jugendlichen für Jugendliche! - Mein Ziel: Beteiligung als normativ anzusehen.“

Marcel Lemmer
Ich habe Soziologie in Frankfurt und Wien studiert. Aktuell bin ich Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an der Goethe-Universität. Zu meinen Forschungsschwerpunkten gehört die Extremismusforschung und die Entwicklung von Staatlichkeit in nationalen und globalen Diskursen. Außerdem bin ich Mitglied des Bundesvorstands des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Gründer der Jungen Demokratiestiftung.
„'The Kids Are Alright' gilt schon lange nicht mehr. Unsere demokratische Gesellschaft muss die Jugend aktiv mit neuen Methoden einbinden.“

Florian Schmidt
Ich leite seit 2020 als Verification Officer die Faktencheck-Abteilung der APA - Austria Presse Agentur. Dort werden Falschbehauptungen sowie manipulierte Bilder und Videos überführt. Darüber hinaus lehre ich, wie man mit digitalen Recherchetechniken und OSINT-Werkzeugen (Open Source Intelligence) umgeht, etwa bei der FH Wien der WKW, der FH Hagenberg, der FH Joanneum, der FH Wiener Neustadt, der FH St. Pölten, der Tiroler Journalistik Akademie und in der Lehrer*innenfortbildung.
„Demokratie kann nur gelingen, wenn man Bürgerinnen und Bürger mit den notwendigen Werkzeugen ausstattet, um selbst partizipieren zu können.“

Joël Pregger
Als Visionär und Macher bewege ich mich seit vielen Jahren in lernreichen Pionier- und Stabilisierungsphasen von Projekten. Aus leidenschaftlicher Überzeugung gestalte und moderiere ich Prozesse, fördere den Austausch zwischen Organisationen und Projekten, erschaffe gemeinsame physische und digitale Förder- und Experimentierplattformen. Ich wünsche mir eines Tages in einem Think und Do-Thank zu arbeiten, dass sich für mutige, solidarische und demokratische Projekte stark macht. Als nächstes möchte ich mich weiter im Bereich «partizipative Fördermittelvergabe» vertiefen.
„Ich setze mich dafür ein, dass junge Menschen in ihren Bedürfnissen und Anliegen ernst genommen werden, dass sie Vertrauensvorschüsse erhalten, damit sie ihre Lebenswelten mitgestalten können. Unsere Gesellschaft und unsere Umgebung ist auf eine Stimmenvielfalt angewiesen, damit sich möglichst gesund weiterentwickeln kann.“

Claudia Meier
Bei Build Up – einem Kollektiv, das sich weltweit für einen besseren Umgang mit Konflikten im digitalen Zeitalter einsetzt – leite ich den Bereich Europa. Als Aktivistin für sozialen Zusammenhalt frage ich mich: Wie beeinflussen Krisen unser Miteinander und unsere Demokratie in der Schweiz und in Europa? Mit welchen digitalen und analogen Ansätzen der internationalen Konfliktarbeit können wir Polarisierung angehen? Zuvor war ich stellvertretende Direktorin das Global Public Policy Institute und leitete Friedensprogramme in Burundi und Ruanda. Meine künstlerische Seite lebe ich als Hochzeits- und Landschaftsfotografin sowie mit Graphic Recording aus.
„Wir verzetteln uns in kurzfristigen, holprig finanzierten Projekten auf intellektuellen Nebenschauplätzen, während wir viele nicht erreichen, die das Vertrauen in die Demokratie verlieren. In Zeiten von Krisen und wachsender Ungleichheit müssen wir Banden bilden, um eine ehrgeizige, kreative Vision unseres Miteinanders anzubieten, die attraktiver ist, als nach unten zu treten.“

Marc Steinemann
Ich bin aus Bern und setze mich leidenschaftlich für Teilhabe und politische Bildung ein, beruflich und privat. Mich treibt die Frage an, wie wir Strukturen schaffen können, die echte gesellschaftliche Wirkung entfalten und in welchen die Beteiligten auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Diese Leidenschaft begleitet mich seit meinen ersten Projekten – von der Gründung einer Skateboardschule über ein Lehrmittel zu Nachhaltigkeit bis hin zur Arbeit in einer Gewerkschaft. Heute suche ich mit Faktor D nach gemeinsamen Lösungen für die aktuellen Herausforderungen unserer Demokratien und bringe dabei meine Erfahrungen in transdisziplinärem Arbeiten, Campaigning und Facilitation mit ein.
„Ich arbeite bei Faktor D, weil ich daran glaube, dass echter Wandel nur entsteht, wenn wir Macht teilen, Räume für Austausch schaffen und gemeinsam Strategien entwickeln, die unsere Demokratien langfristig stärken.“

Felix Dietsch
Ich bin Felix Dietsch von POSITIF STUDIO und habe mich auf nachhaltige, soziale und partizipative Architektur sowie maßstabsübergreifende, interdisziplinäre Designprojekte und System Design spezialisiert. Die Arbeit im Kollektiv mit Integration aller Projektbeteiligten ist Basis meiner Arbeit – gemeinsame Visionen und kombinierte Fähigkeiten führen zu zukunftsfähigen, belastbaren und qualitativ hochwertigen Ergebnissen. Als externer Lehrbeauftragter lehre ich Industrial Design und System Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin und stehe den Programmen des Goethe Institut als Coach, Berater und Speaker zur Seite. Ausserdem organisiere ich in meiner Rolle als aktives Mitglied des SUSTAINABLE DESIGN CENTER u.a. Talk-Formate und Bildungsprojekte und setze mich so für die Sozial-Ökologische Transformation von Industrie und Gesellschaft ein.
„Als Spatial Designer setze ich mich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Lebensräume ein. Partizipation und Teilhabe sind dabei ein Schlüssel für soziale, ökologische und finanzielle Nachhaltigkeit. Ich freue mich auf die länderübergreifende Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen – nur gemeinsam lassen sich wichtige gesellschaftliche Visionen in die Realität umsetzen.“

Daniel Binswanger
Ich bin seit vielen Jahren im Journalismus tätig – zunächst als Paris-Korrespondent, später als Redakteur und politischer Kolumnist für DAS MAGAZIN. 2017 wurde ich Teil des Gründungsteams der Republik, einem unabhängigen, werbefreien Online-Magazin. Ich initiierte das Republik-Feuilletons und leitete es ab Herbst 2018. Seit 2023 bin ich für die Gesamtleitung der Republik mitverantwortlich.In meiner wöchentlichen Kolumne befasse ich mich mit Fragen der politischen Gegenwart – etwa den volkswirtschaftlichen Voraussetzungen für sozialen Ausgleich, dem weltweiten Demokratieabbau, Politik in der Globalisierung, der Spannung zwischen Identitätspolitik und Universalismus sowie dem politischen Kampf um die Zukunft des Planeten.
„Wir leben in einer Epoche, in der sämtliche Grundwerte, auf denen der liberale, demokratische Verfassungsstaat beruht, zur Disposition gestellt zu werden scheinen. Sie müssen einer nüchternen Kritik unterzogen und mit aller Entschlossenheit verteidigt werden.“

Rebekka Dober
Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von YEP, einem mehrfach prämierten Sozialunternehmen, das inklusive Partizipationsprozesse aufsetzt, um die Stimme der Jugend in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einzubringen und die Generationen wieder zu verbinden. In den letzten fünf Jahren hat YEP über 300 solcher Beteiligungsprozesse umgesetzt und hat die größte Reichweite unter jungen Menschen in ganz Österreich. Dazu zählen u.a. bedeutende Projekte wie die Beteiligung Jugendlicher am offiziellen Lehrplan Österreichs im Auftrag des BMBWF und die größte Finanzbildungsstudie des Landes. Für meine Arbeit wurde ich 2022 als internationale Ashoka Fellow ausgezeichnet und in die Liste der Top 100 Social Entrepreneurs aufgenommen.
„Wir wollen, dass junge Menschen wieder an die Demokratie glauben können und verstehen: Ich bin ein Teil davon und ich kann etwas verändern.“

Julia Niederberger
Ich arbeite für engage.ch vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente. Wir fördern das politische Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei verwenden wir einfache, alltägliche Kommunikationsmittel. Im Zentrum des Angebots steht unsere Onlineplattform www.engage.ch, auf der Anliegen und Ideen zu lokalen, regionalen und nationalen Themen einfach eingebracht werden können. Ich freue mich, diese Erfahrungen teilen zu dürfen.
„Durch den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch und dem darin geteilten Wissen erhoffe ich mir eine große Ansammlung an neuen Ideen, um zielgruppengerechte Lösungen zu entwickeln für die Teilhabe junger Menschen auf kommunaler Ebene. Der Innovationsprozess soll uns erlauben die unterschiedlichen Bedürfnisse junger Menschen besser zu verstehen und die Teilhabe effektiv zu fördern.“

Johannes Hillje
Ich arbeite als selbstständiger Politik- und Kommunikationsberater für Unternehmen, Ministerien, Politiker und Parteien. Studiert habe ich Politische Kommunikation an der London School of Economics, wo ich für meine Dissertation den Silverstone Prize erhalten habe. Danach habe ich Erfahrungen im Journalismus und bei den Vereinten Nationen in New York gesammelt. Ich kommentiere als Experte regelmäßig zu politischen Themen in Print und Fernsehen, u.a. für Der Spiegel, die tagesthemen, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung. Zu meinen Buchveröffentlichungen gehören u.a. „Plattform Europa – Warum wir schlecht über die EU reden und wie wir den Nationalismus mit einem neuen digitalen Netzwerk überwinden können“ und „Propaganda 4.0 – Wie rechte Populisten unsere Demokratie angreifen“. 2023 wurde ich von der Zeitschrift politik&kommunikation als einer der Young Thinker des Jahres ausgezeichnet.

Clara Ruthardt
Ich arbeite als Projektmanagerin im Programm „Digitalisierung und Gemeinwohl“ der Bertelsmann Stiftung. Dort beschäftige ich mich mit der Rolle von Daten bei der Analyse und Stärkung digitaler Diskurse sowie bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Zuvor habe ich Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz und der RGGU Moskau studiert und einen Master in Public Policy an der Sciences Po Paris erworben. Neben meiner Expertise in qualitativer und quantitativer Datenanalyse verfüge ich über umfangreiche Erfahrungen in politischer Umsetzung und Kommunikation. Diese habe ich unter anderem in der Politikberatung sowie durch Tätigkeiten im Deutschen Bundestag und bei der Europäischen Kommission gesammelt.
„Weltweit erstarken antidemokratische Kräfte, während das Vertrauen in Institutionen und unser Informationsökosystem sinkt. Diese gemeinsame Basis müssen wir stärken, um die großen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam zu meistern. Nur so gelingt eine resiliente Demokratie.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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