Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Rafael Widmer
Ich arbeite seit Anfang 2023 bei Pro Futuris, dem Think +Do Tank für demokratische Kultur der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft. Als Projektleiter im Bereich Teilhabe interessieren mich besonders Aspekte der politischen Partizipation, deliberative Formate und demokratische Innovation. Dabei habe ich u.a. in den letzten beiden Jahren den Jugend-Bürger:innenrat Zukunftsrat U24 mitkoordiniert. Mich fasziniert das Potential, welches Losverfahren und deliberative Prozesse in Bezug auf das demokratische System der Zukunft bieten.
„Unsere Erfahrung mit Jugendbürger:innenräten hat gezeigt, auf wie viel Interesse und positives Echo deliberative Formate bei Jugendlichen stossen. Sehr viele ehemalige Teilnehmerinnen wollen sich danach auch langfristig gesellschaftlich-politisch engagieren.“
Alexander Kesselring

Nina Schnider
Ich bin bei Faktor D als Geschäftsführerin in Wien tätig und Mitgründerin von Demokratie21 sowie relevant.news. Mein Ziel ist es, Demokratie widerstandsfähiger und zukunftsfähiger zu machen, indem ich Menschen zusammenbringe, die nicht nur Probleme benennen, sondern gemeinsam Lösungen entwickeln und verbreiten. Mit relevant.news habe ich Österreichs erste Plattform für lösungsorientierten Journalismus mitbegründet. Als Moderatorin und Sprecherin gestalte ich den öffentlichen Diskurs aktiv mit und vernetze politische, journalistische und zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Demokratie lebt von Dialog, Teilhabe und dem Mut, neue und alte Wege zu gehen.
„Allein geht vieles. Gemeinsam geht mehr. Faktor D verbindet Menschen, die ihr Wissen teilen und gemeinsam Strategien für eine starke Demokratie entwickeln. Alles ist möglich – wenn wir zusammenarbeiten.“

Christina Purrer
Ich bin Christina Purrer und arbeite als Projektmanagerin bei der Hil-Foundation in Wien. Die Stiftung ermöglicht jungen Menschen, an der Vergabe philanthropischer Unterstützungsgelder teilzuhaben. Ich leite die Programme Mädchenbeirat und Bubenbeirat, in denen junge Beirät*innen jährlich über die Verteilung von 50.000 € an gendersensible, partizipative Jugendprojekte entscheiden. Seit 2022 bringe ich meine Erfahrungen aus der partizipativen Arbeit mit Jugendlichen auch bei der Sinnbildungsstiftung ein, wo ich als Programmleiterin der Youth Experts tätig bin. Diesen Jugendbeirat habe ich erfolgreich mitaufgebaut – er berät die Stiftung in Bildungsfragen und wirkt an der Vergabe von Fördermitteln mit.
„Es ist mir ein großes Anliegen, dass Menschen, die selten gehört werden, eine Stimme bekommen und an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilhaben können. Mädchen und jungen Frauen wird in unserer Gesellschaft leider immer noch zu wenig zugetraut. Ich freue mich, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, Mädchen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken.“

Laura Dederichs
Ich bin Projektmanagerin bei Faktor D in Berlin. Die Themen Demokratie und Beteiligung begleiten mich schon lange: Als Politik- und Kulturwissenschaftlerin habe ich mich insbesondere auf die Felder der Migration und Intersektionalität konzentriert, u.a. mit einem Master in kritischer Migrationsforschung an der Universität Osnabrück. Der Wunsch nach mehr Praxisnähe führte mich nach Berlin zu einem Kinder- und Jugendhilfeträger, wo ich die strategische Neuaufstellung und Organisationsentwicklung mitgestaltete. Als Teil von Faktor D motiviert es mich sehr, so viele Menschen im DACH-Raum kennenzulernen und verbinden zu können. Ich bin davon überzeugt, unsere Demokratien durch mehr kollektives und strategisches Handeln stärken zu können – und genau da setzen wir mit Faktor D an.
„Demokratie ist ein stetig offenes Projekt im Werden. Ein Projekt, das vereinte Kräfte und Zuwendung braucht, um zu bestehen und zu wachsen. Es geht nur gemeinsam. Und besser heute als morgen.“

Natascha Strobl
Ich bin Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus. Seit 2014 habe ich mehrere Bücher veröffentlicht, darunter im Jahr 2021 den Beststeller „Radikalisierter Konservatismus" im Suhrkamp Verlag.
„Es braucht Antifaschismus und eine gerechte Welt."

Andrina Schmid
Mit der KV-Ausbildung bei der NZZ hat alles angefangen. Seitdem bin ich nicht mehr losgekommen von der Faszination für Journalismus und die Medienwelt. Wo informieren wir uns? Wie erzählt man eine gute Geschichte? Was wird in Zukunft aus dem Journalismus? Diese und weitere Fragen haben mich dazu bewegt Kommunikation und Journalismus an der ZHAW zu studieren. Während meines Studiums bin ich dann, wegen eines LinkedIn-Posts, bei UseTheNews gelandet mit der grossen Frage: Wie motiviert man Menschen wieder mehr Nachrichten zu lesen? Und da bin ich immer noch. Seit Oktober, jetzt auch mit einem Bachelor-Diplom.

Anna-Katharina Friedrich
Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentlicher Baustein gesellschaftlicher Teilhabe. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, dass sich alle Menschen einbringen können, die das möchten. Dieser Leitsatz begleitet mich in meiner Arbeit als Freiwilligenkoordinatorin in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen ebenso wie bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Als Expertin für Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt habe ich mehrere Förderprogramme geleitet. Aktuell verantworte ich das Projekt „Schutz und Prävention im Ehrenamt“ (SPE). Da Engagierte zunehmend Anfeindungen und Gewalt erleben, stärken wir mit SPE Schutzstrukturen, senken Hürden und sichern gleichberechtigte Teilhabe.
„Demokratie steht unter Druck, Ehrenamtliche erleben Anfeindungen. Bündnisse schaffen Schutz, indem sie Ressourcen bündeln und Wirkung entfalten – damit Engagement sicher bleibt und Beteiligung überall möglich ist.“

Christian Pöltl-Dienst
Als Gründer von PolEdu, Vorstandsmitglied der Demokratiestiftung und Lektor an der Universität Wien engagiere ich mich für innovative Formate der politischen Bildung. Beruflich arbeite ich derzeit als Referent für politische Bildung und Medienbildung bei der Arbeiterkammer Wien und bringe meine Erfahrung aus Schule, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Projekten ein. Mein Schwerpunkt liegt auf Demokratie, Chancen-Fairness und gesellschaftlichem Dialog – getragen von der Motivation, junge Menschen zu stärken und Demokratie zukunftsfähig zu gestalten.
„In Zeiten wachsender Polarisierung ist es zentral, dass demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln. Nur durch abgestimmte Strategien können sie Desinformation wirksam begegnen, Teilhabe stärken und junge Menschen für Demokratie begeistern.“

Katharina Jeschke
Als Kulturmanagerin bewege ich mich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kultur, Medien, Impact und Innovation – ob als Generalsekretärin des IMZ – International Music + Media Centre oder als Start-up-Gründerin von Content.Agent, einer Demokratisierungsplattform für den Filmlizenzhandel. Heute liegt mein Fokus auf Strategie, internationale Zusammenarbeit und Social Impact durch Kunst und Kultur. Besonders wichtig sind für mich Dialog, Diversität und Demokratie. Mit der Initiative „Runde & Eckige Tische“ schaffen wir Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven auf Augenhöhe zusammenkommen, erzählt und gehört werden – und so Schritt für Schritt gesellschaftliche Spaltungen überwunden werden können.
„In Zeiten wachsender Polarisierung stärkt gemeinsames Handeln demokratischer Akteur*innen Vertrauen, Sichtbarkeit und Wirkung. Durch abgestimmte Strategien entsteht mehr Schlagkraft, um Demokratie resilient, vielfältig und zukunftsfähig zu gestalten.”

Michael Matheis
Der Drang neue Technologien zu durchdringen, aber auch deren gesellschaftliche Wechselwirkung zu verstehen, kam nicht zuletzt in meiner Studienwahl, der so verschiedenen wie verbindenden Fächer Informatik und Philosophie, zum Ausdruck. Frühe praktische Erfahrungen in der professionellen Softwarentwicklung schon zu Schulzeiten nährten einerseits mein Interesse an den theoretischen Grundlagen und ermöglichten mir andererseits mich schon während des Studiums als Unternehmensgründer zu versuchen. Mittlerweile stelle ich als Freelancer mein Können und Wissen anderen zur Verfügung, habe aber gleichzeitig, meinem ungemindertem Drang entsprechend, stets einen Blick auf die größeren technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
„Um dem Zerfasern unserer Gesellschaft in widersprüchliche Realitäten etwas entgegen zu setzen, brauchen wir neue Mittel und Wege uns darauf zu verständigen was wirklich ist. Da die Wirklichkeit meist schwer verkäuflich ist, sind alle gefragt, die aus Überzeugung bereit sind auch mal vom Weg des geringsten Widerstandes abzuweichen.“

Kübra Gümüşay
Ich bin Autorin des Bestsellers „Sprache & Sein“ sowie Initiatorin zahlreicher preisgekrönter Kampagnen und Vereine. Ich bin Fellow am The New Institute in Hamburg und Moderatorin der Gesprächsreihe „Utopia Talks“ am Thalia Theater. Aktuell erforsche ich alternative Zukünfte, reale Utopien und die Politik der Imaginationen.
„Wir dürfen den Glauben an eine friedlichere und gerechtere Welt nicht verlieren.“

Ravena Hengst
Ich bin Kommunikationsdesignerin und Leiterin von Studio Ravena Hengst und Gründerin der Designinitiative „Design Democracy“. Mit dem Projekt setzen wir uns dafür ein, Design als Werkzeug gesellschaftlicher Mitgestaltung zu begreifen. Die Idee hierfür entstand während meines Designstudium in Darmstadt. Ich wollte zeigen, dass visuelle Kommunikation weit mehr kann, als nur Schönes zu gestalten – sie kann Haltung zeigen und Menschen motivieren. Mit Design Democracy möchten wir Gestalter*innen ermutigen, ihre Kreativität für Demokratie, Gleichberechtigung und Vielfalt einzusetzen und so Widerstand zu radikalen Meinungen auf Social Media sichtbar zu machen.
„Wir stehen an einem Kipppunkt, der dazu führen könnte, dass autoritäre Machthabende Europa zurück zu Fehlern der Vergangenheit führen. Das darf nicht passieren.“

Lisa-Marie Gotsche
Ich komme aus/lebe in Wien und mache ganz wörtlich "was mit Medien". Das heisst: ich arbeite als selbstständige Regisseurin, Cutterin und Medienpädagogin im Video- und Dokubereich. Die Palette reicht von Online über Fernsehen bis hin zu aktiver Medienarbeit, wo nichts veröffentlicht werden muss. Für den Wiener Digitalverlag Hashtag produziere ich Video-Langformate mit jungen, engagierten Journalist:innen, so wie dieses Jahr die Youtube-Doku "Reclaim - Der Kampf um die Demokratie auf TikTok".
„Es ist wichtig, nicht wegzuscrollen. Auf TikTok gewinnen emotionale Botschaften, der Wahrheitsgehalt ist dabei Nebensache. Für den Journalismus bedeutet das eine enorme Herausforderung.“

Saravana Jeyananthan
Ich engagiere mich für mehr politische Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund. Dadurch, dass ich selber einen Migrationshintergrund habe ist es für mich vor allem wichtig den Austausch zu fördern und Brücken zu bauen zu nicht postmigrantischen Gesellschaften und postmigrantischen Gesellschaften.

Martin Schwab
„Die Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern auch die Schmiede, die unsere demokratische Zukunft formt. Beteiligung heute gestaltet die Grundlagen für morgen – lasst uns deshalb gemeinsam die Partizipation der Jugend fördern und sie verstärkt in den politischen Dialog einbringen, um so nachhaltig die Demokratie von morgen zu schaffen.“

Amani Abuzahra
Ich bin promovierte Philosophin, Autorin und Trainerin mit Schwerpunkt auf Anerkennung, Diversität und gesellschaftlicher Polarisierung. Ich verfüge über langjährige Erfahrung in Wissenschaft, Lehre, öffentlicher Kommunikation und Erwachsenenbildung. Zuletzt habe ich die Monografie „Von der k. u. k. Monarchie bis zum Islamgesetz 2015" (Herder) sowie „Ein Ort namens Wut" (K&S) veröffentlicht und bin Mitherausgeberin des Sammelbandes Muslimische Zukünfte (transcript). Ich arbeite an der Übersetzung komplexer gesellschaftlicher Fragen in verständliche, wirksame Narrative.
„ “If you are not angry, you are not paying attention.” - Wenn wir angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht wütend sind, haben wir nicht genau hingeschaut. Die entscheidende Frage ist, was wir gemeinsam daraus machen und wie wir diese Energie in demokratische Handlungskraft übersetzen."

Sarah Schneider
Ich bin Programm-Managerin bei der Körber-Stiftung im Bereich Alter und Demografie und gestalte Projekte zu Engagement und Begegnung im KörberHaus. Nach meinem Bachelor- und Masterstudium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Hamburg haben mich verschiedene Stationen immer wieder an Orte und zu Menschen geführt, für die Austausch zentral ist. Dazu gehörte auch ein Auslandsaufenthalt am Goethe-Institut in San Francisco. Aktuell baue ich in der Körber-Stiftung ein deutschlandweites Netzwerk für Dritte Orte auf, das Akteur*innen und Stakeholder miteinander verbindet und den gegenseitigen Austausch stärkt.
„Gerade in Zeiten von Polarisierung und gesellschaftlicher Verunsicherung ist es entscheidend, dass demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln. Gemeinsames Handeln zeigt: Niemand steht allein, und zusammen können wir deutlich mehr erreichen.“

Matthias Müller
Ich arbeite seit 2007 als Berater bei der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR). In meiner Beratung unterstütze und schule ich Bibliotheken, Museen, Gedenkstätten, Kunst- und Kulturbetriebe, Parteien, Verwaltungen, Religionsgemeinschaften, Verbände, Unternehmen, Gewerkschaften sowie engagierte Gruppen und Einzelpersonen im Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen. Auf Basis unserer Beratungspraxis gibt die MBR regelmäßig Publikationen heraus, um Akteur_innen vor Ort bei der Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen zu unterstützen und ihnen Impulse für eigene Handlungsstrategien zu geben. 2023 erschien die Handreichung „Alles nur leere Worte? Zum Umgang mit dem Kulturkampf von rechts in Bibliotheken“.
„Bibliotheken sind kein wertfreier Ort. Sie stehen in der langen Tradition der Aufklärung, der Begegnung und des Dialogs – und schaffen damit einen öffentlichen Raum, der die pluralistische Gesellschaft mitprägt und der geschützt werden muss. Diese Rolle verlangt, dass sich Bibliotheken ihres Selbstanspruchs vergewissern und sich in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Polarisierung klar demokratisch verorten.“

Sara Öztürk
Ich bin Sara Öztürk, Co-Founderin von MIKRASS. Ich bringe diskriminierungssensiblen Journalismus mit gesellschaftlicher Relevanz zusammen und entwickle Formate, die wirklich bei den Communities ankommen. Im Rahmen des R&D Fellowships habe ich meine journalistische und strategische Expertise eingebracht und für die Süddeutsche Zeitung eine Community-basierte Monetarisierungsstrategie konzipiert.
Als Journalistin und Moderatorin habe ich mit TV-Reportagen, Dokumentationen und preisgekrönten TikTok-Formaten über rechte Gewalt gezielt junge Zielgruppen erreicht. In der Redaktion des ORF habe ich die Doku „Österreich: Türkei“ mit Hanno Settele begleitet. Mit CLAIM habe ich bundesweit ein klares Zeichen gegen antimuslimischen Alltagsrassismus gesetzt – für Empowerment, Sensibilisierung und Sichtbarkeit. Bei den Neuen Deutschen Organisationen habe ich Öffentlichkeitsarbeit gestaltet und die Wahlmobilisierungskampagne „Nie wieder – am 23. Februar!“ umgesetzt.
Darüber hinaus leite ich Workshops zu Hatespeech, neuen Narrativen, Öffentlichkeitsarbeit mit wenig Ressourcen für NGOs und zu TikTok-Strategien – immer mit dem Ziel, Handwerkszeug zu vermitteln, das wirklich wirkt.
„Street Credibility statt Elfenbeinturm: Demokratie braucht neue Narrative, Humor & Goldkette, mit denen rechte Erzählungen überschrieben werden."

Vlorë Krug
Ich bin im Kosovo geboren und Kind eines Gastarbeiters, der 20 Jahre lang als politischer Aktivist im gewaltfreien Widerstand aktiv war. Ich habe Literaturwissenschaften in Tübingen und Boston studiert, später meinen MBA in Berlin sowie am Bodensee gemacht. 2022 debütierte ich mit „Feenritter“ als Kinderbuchautorin. Als Change Managerin und Organisationsentwicklerin führe ich Unternehmen wie VAUDE, Axel Springer und mobile.de durch digitale Transformationen. Ich kämpfe für inklusive, gerechte Arbeitsplätze und spreche auf LinkedIn über strukturelle Diskriminierung. Energie tanke ich, wenn ich Menschen verbinde - beim ersten Tango-Festival in Prishtina, in Lean In Circles in Berlin und bei Eltern gegen Rechts.
„Ich brenne dafür, dass unsere Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, die sie schützt - nicht vor Vielfalt, sondern vor Rassismus. Jetzt müssen wir gemeinsam die Normalisierung von Ausgrenzung konsequent bekämpfen: in Schulen, Behörden, Medien und am Küchentisch."

Isabell Kolditz
Das Körperfụnkkollektiv ist ein Zusammenschluss freier Künstler*innen, die mit performativen Formaten zum Nachdenken anregen möchten. Seit 2014 kreieren wir für Kulturinstitutionen und -veranstaltungen partizipative, auditive Vermittlungsformate. Mit unserem Repertoire sind wir auf zahlreichen Festivals, Bildungsveranstaltungen und Konferenzen vertreten, auf denen wir mit den Besucher*innen in Geschichten eintauchen, die mal unterhaltsam, mal gesellschaftskritisch oder provokant sind. Radioballett ist eine interaktive Performancekunst, die einem Smart Mob oder einer performativen Intervention gleicht. Den Teilnehmer*innen des Radioballetts wird dabei die Möglichkeit gegeben, sich selbst künstlerisch auszuprobieren, in eine andere Welt einzutauchen und sich kreativ den öffentlichen Raum anzueignen.
„In Kollektiven können wir uns mit komplexen Themen so auseinandersetzen, dass Barrieren abgebaut und Zugänge geschaffen werden. Der solidarische Austausch führt zu einer tiefen und nachhaltigen Form der Auseinandersetzung unterschiedlicher Betroffenheiten - und so zu Empathie.“

Ines Haberl
Nach Jahren im Social-Media-Marketing darf ich jetzt das, was für mich das wichtigste Produkt ist, an die Zielgruppe bringen: die Demokratie. Seit 2022 arbeite ich im Newsroom des Parlaments und bereite parlamentarische Prozesse, das politische System und die Geschichte des Hauses für Social Media auf.
„Wir arbeiten alle am selben Ziel: Demokratie stärken. Damit das gelingt, müssen wir voneinander lernen und uns besser vernetzen – denn Demokratie lebt von Austausch.“

Daniela Ingruber
Ich bin Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen (Wien) und zudem als Evaluatorin und Moderatorin tätig. Aus Leidenschaft zum Film arbeite ich als Dramaturgin und Beraterin für Filmfestivals/Filmproduktionen. Zu meinen Lieblingstätigkeiten gehören allerdings zwei andere Bereiche: Das ist einerseits die Politische Bildung und andererseits Safety- und Security-Trainings, um NGO-Mitarbeiter*innen auf die Arbeit in Konfliktregionen vorzubereiten.Meine Forschungsschwerpunkte sind Demokratieverständnis, Partizipation, Populismus, Fake News, Dystopien sowie Konflikttransformation.
Ich lebe nach einem Motto von Bertolt Brecht: "Wer a sagt, der muß nicht b sagen. Er kann auch erkennen, daß a falsch war."

Frank Jödicke
Nach einem Studium der Bildenden Kunst und Philosophie in Wien und London, arbeite ich seit circa 15 Jahren journalistisch und aktivistisch. Seit knapp zehn Jahren bin ich Chefredakteur des Magazins skug. Dort versuchen wir verschiedene Akteur*innen aus Kunst, Musik, Wissenschaft und Aktivismus zusammenzuführen. Im Onlinemagazin erscheinen auf skug.at nahezu täglich Beiträge zu Kunst und (kultur-)politischen Fragen. In unseren Salon skug laden wir regelmäßig zu Paneldiskussionen.
„Tech-Bros arbeiten an anti-humanistischen Technologien, in denen die Gedanken und Ideen menschlicher Individuen nichts mehr zählen, weil Algorithmen und Bots die medialen Räume fluten. Dagegen sollten wir gemeinsam aufstehen und jetzt für eine freie und demokratische Gesellschaft kämpfen.“

Susanne Nasr
Ich war viele Jahre als Reporterin auf klassischen Krisenschauplätzen wie dem Irak und dem Libanon unterwegs – später im Einsatz für die Förderung unabhängiger Medien im Nahen Osten bei der internationalen NGO Internews. Heute arbeite ich beim Business Council for Democracy der Hertie-Stiftung. Denn auch Demokratien sind längst Krisenschauplätze. Als Journalistin habe ich erlebt, wie schnell Information zur Desinformation wird – und Vertrauen verloren geht. Ob im Kriegsgebiet oder auf Social Media: Ohne Informationsintegrität kippt zuerst das Gespräch, dann die Gesellschaft. Deshalb setze ich mich für eine starke, glaubwürdige Medien und eine wehrhafte Demokratie ein. Mein Ziel ist es, mit meiner Expertise die Resilienz unserer Demokratie im digitalen Zeitalter nachhaltig zu sichern.
„Die liberale Demokratie steht unter Druck. Sie zu stärken und widerstandsfähig zu machen, ist eine gemeinsame Aufgabe aller Teile der Gesellschaft. Jetzt ist der Moment zu handeln, damit die Gegner*innen der Demokratie sie nicht mit demokratischen Mitteln abschaffen können.“

Daniela Epple
„Durch kollektive Intelligenz (neue) Ideen entwickeln und die Teilhabemöglichkeiten von Jugendlichen auf kommunaler Ebene nachhaltig stärken.“

Hanna Carlsson
Ich bin außerordentliche Professorin an der Linnaeus-Universität in Schweden und koordiniere den LIS-Masterstudiengang. Ich interessiere mich für Bibliotheken als wichtige demokratische Räume und untersuche, wie sie Inklusion, Lese- und Medienkompetenz fördern. In meiner Lehre lege ich den Schwerpunkt auf Kulturpolitik, Medienkompetenz und Leseförderung und bereite die Studierenden darauf vor, sich in der komplexen Informationslandschaft von heute zurechtzufinden. In der Forschung untersuche ich die sich verändernde Rolle von Bibliotheken bei der Förderung von Demokratie, kritischem Denken und öffentlichem Engagement und betone ihre Bedeutung, die weit über das reine Buch hinausgeht.
„Mein Ziel ist es zu zeigen, warum Bibliotheken wichtig sind– nicht nur als Orte für Bücher, sondern als wichtige demokratischeInstitutionen, die das Lernen, die Alphabetisierung und das öffentlicheEngagement in einer zunehmend komplexen Welt unterstützen.“

Stephanie Behrens
Der Fokus meiner Arbeit ist Beteiligung auf allen Ebenen und für alle jungen Menschen zu ermöglichen. Als Teamleitung für die Kinder- und Jugendmigrationsarbeit konnte ich vielfältige Projekte zur Beteiligung und Empowerment in Kommune, Schule und Jugendverbandsarbeit initiieren. Diese Erfahrungen haben mich dazu geführt, inklusive und ganzheitliche Beteiligungskonzepte zu entwickeln und in Schulen, Bildungsregionen sowie (inter-)nationalen Netzwerken umzusetzen. Als Referentin für Kinder- und Jugendbeteiligung des Kreises Rendsburg-Eckernförde kann ich alle diese wichtigen Puzzleteile für gute Beteiligung und Stärkung der Demokratie in die tägliche Arbeit der Kommunen vor Ort einbringen und gemeinsam Handwerkszeug für die Praxis von ehrenamtlicher Politik, Verwaltung und Jugendarbeit erarbeiten.
„Unsere Gesellschaft driftet immer weiter auseinander, dabei ist es wichtig, dass wir die Power der verschiedensten Perspektiven bündeln, um gemeinsam neue Visionen für unsere Zukunft zu entwickeln.“

Michel Reimon
Ich war Journalist für verschiedene österreichische Magazine und habe einige politische Bücher geschrieben. Bei den globalisierungskritischen Protesten der frühen 2000er Jahre wechselte ich langsam zum Aktivismus, wurde Pressesprecher verschiedener Kampagnen und dann der Grünen. Für die kandidierte ich schließlich und saß in 3 Parlamenten (Europa, Nationalrat, Landtag). Auf mehreren social media Kanälen war ich der reichweitenstärkste österreichischen Abgeordnete.
Ende 2024 habe ich nicht mehr kandidiert und eine Beratungsfirma aufgebaut. Das läuft nun und meine Distanz zur Parteipolitik ist auch groß genug, nun suche ich wieder aktivistischen Anschluss und schreibe wieder Bücher.
„Ich bin Medienmensch und interessiere mich a) dafür, wie öffentlicher Diskurs Demokratie gestaltet b) wie die Digitalisierung das verschiebt."

Jessica Wulf
Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO in dem Team Gesellschaftliche Trends und Technologie. Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf Partizipationsformaten und gesellschaftlichen sowie ethischen Fragen rund um KI-Systeme. Davor habe ich bei der zivilgesellschaftlichen Organisation AlgorithmWatch gearbeitet und mich hier mit dem Thema KI-Systeme und Diskriminierung auseinandergesetzt. Ich bin Psychologin mit einem Schwerpunkt auf Arbeits- und Bildungspsychologie.
„Ein Grundverständnis von KI-Systemen - und dazu gehören auch Risiken - ist wichtig, damit wir sie sinnvoll einsetzen und verwenden können.“

Julia Kümper
Ich bin Vorsitzende von Verwaltung für Demokratie e.V. und seit über zehn Jahren in verschiedenen Verwaltungstypen tätig. Meine Erfahrung reichen von der Arbeit in Start-ups und eigenen Unternehmensgründungen bis hin zur strategischen Entwicklung eigener Programmformate – wie beispielsweise Zukunft braucht Vielfalt.
„Organisierte Angriffe auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung können wir nur gemeinsam und ebenfalls organisiert abwehren. Wichtig ist, bestehende Angebote sichtbar zu machen und so Lücken zu erkennen und zu schließen. Das gelingt nur gemeinsam.“

Marike Frick
Ich wurde an der Henri Nannen Schule zur Journalistin ausgebildet und habe mehrere Jahre u.a. für DIE ZEIT, Brigitte, Spiegel Online und Financial Times Deutschland gearbeitet. Seit 10 Jahren zeige ich Selbstständigen und KMU, wie sie Journalisten so ansprechen, dass sie Aufmerksamkeit erzeugen – und wie sie über lebendiges und kluges Marketing in Erinnerung bleiben.
„Ich brenne für verständliche, persönliche Sprache, die sich abhebt und in Erinnerung bleibt."

Alexander Grünwald
Ich bin Projektmanager, Berater und Dozent mit über 15 Jahren Erfahrung im öffentlichen Sektor in Österreich und Deutschland. Mein Fokus liegt auf Organisationsentwicklung, Innovation und Partizipation. Als Referent für strategisches Performance-Management und Verwaltungsinnovation sowie Mitbegründer des ersten Innovationslabors für den öffentlichen Sektor in Österreich durfte ich viele sektorübergreifende und wirksame Projekte umsetzen. 2021 habe ich gLAB-Consulting gegründet, um öffentliche Institutionen und ihre Partner bei Veränderungsprozessen zu unterstützen. Besonders wichtig ist mir, neue Ideen voranzutreiben, Beteiligung zu stärken und Wissen weiterzugeben - sei es in Projekten, Workshops oder an Bildungseinrichtungen.
„Gemeinsame Strategien sind entscheidend, um demokratische Werte mit Leben zu erfüllen, der zunehmenden Spaltung in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken und die wachsenden Bedrohungen für unsere Freiheit und Demokratie entschlossen abzuwehren.“

Stefan Sindelar
Aktuell bin ich Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation „Europäische Demokratie-Hauptstadt“ mit Sitz in Wien. Nach seinem Medientechnik und -design Studium startete ich meine berufliche Laufbahn in den Bereichen Journalismus, Kommunikation und IT und wechselte 2013 als Geschäftsführer des Parlamentsklubs und später der Bundespartei der Österreichischen Liberalen in die Politik. Ich verfüge über Führungsqualitäten in der Leitung gemischter und vernetzter Teams mit Schwerpunkt auf der Entwicklung bahnbrechender Produkte und dem Aufbau innovativer Organisationen, inklusive ehrenamtlicher gesellschaftlicher Engagements.
„Gesellschaftliches Engagement ist die Antwort auf zunehmende Polarisierung und weltweite antidemokratische populistische Tendenzen, verstärkt durch technologische Entwicklungen und die Algorithmen sozialer Medien, wofür es Sensibilisierung und den Aufbau neuer Fähigkeiten bei Bürger:innen braucht. Verloren gegangenes Vertrauen kann nur "von unten nach oben" wieder aufgebaut werden, durch die Schaffung von Diskursräumen, das Durchbrechen von "Blasen" und die Weiterentwicklung und Öffnung geschlossener demokratischer bzw. politischer Prozesse.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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