Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Claudia Röder
Ich arbeite für Movetia, die Schweizer Agentur für Austausch und Mobilität im Bildungsbereich. Mit den Förderprogrammen für die Jugendarbeit unterstützen wir grenzüberschreitende Projekte, z.B. Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen oder Empowerment von und für Jugendliche.
„Als Schweizer Agentur für Austausch und Mobilität unterstützen wir Jugendbeteiligungsprojekte durch grenzüberschreitende Projektförderung, sei es für Fachpersonen-Ausbildungen oder partizipative Jugendprojekte. Im Innovationsprozess freuen wir uns auf die Vernetzung mit europäischen Partner*innen und bieten gerne Informationen für interessierte Schweizer Organisationen!“

Gregor Dehmel
Ich war Ratsherr der Landeshauptstadt Hannover und weil ich von meinem Platz im Ratssaal aus die glücklichen Gesichter der Kinder auf der Besuchertribüne sehen konnte, wenn sie nach einer Stunde die Ratssitzung verlassen durften, hatte ich 2006 zusammen mit meiner Frau die Idee zu Politik zum Anfassen e.V. Für meinen Verein entwickele ich mit meinem 40köpfigen Team spannende neue Bildungs- und Beteiligungs-Programme, die von Hannover aus bundesweit Lust auf Demokratie machen. Obwohl ich die engen Grenzen im Denken und Handeln in Bezug auf Digitalisierung und Beteiligung auf kommunaler Ebene ganz praktisch auslote, seit ich 2018 die wunderbare Schnapsidee verwirklichte, eine digitale Beteiligungs-App anzubieten, arbeite ich immer weiter an neuen (digitalen) Projekten.
„Ein Schritt geht immer noch. Bist Du erschöpft, mach es erschöpft. Es nutzt ja nichts: Irgendjemand muss die tollen Projekte ja auf den Weg bringen. Wenn nicht die Zivilgesellschaft, wer macht es dann?“

Dr. Rupert Graf Strachwitz
Ich bin Politikwissenschaftler und Historiker. Mein Berufsweg begann in einer großen internationalen humanitären Organisation. 1989 gründete ich eine auf den gemeinnützigen Bereich spezialisierte Beratungsgesellschaft und leitete sie bis 2011. 1997 gründete ich das Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft als außeruniversitäre sozial- und geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtung und 2010 die Maecenata Stiftung als Trägerin des Instituts und weiterer Programme. Heute bin ich Senior Strategic Advisor der Stiftung. Meine Forschungsschwerpunkte sind neben dem Stiftungswesen die Rahmenbedingungen der Zivilgesellschaft und ihre Rolle in der offenen demokratischen Gesellschaft, die Zivilgesellschaft im interkulturellen Dialog, der Nexus Zivilgesellschaft-Kirchen und seit dem letzten Jahr auch die Rolle der Zivilgesellschaft in der Sicherheitspolitik. Meine Leidenschaft gehört der europäischen Einigung. Ich lehre an der Universität Münster und der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin, bin mit der Praxis durch langjährige Beratungstätigkeit und die Mitwirkung in Gremien verbunden und habe rund 1.000 Publikationen vorgelegt.
„Wir müssen die Resilienz der offenen Gesellschaft stärken, in der Menschen- und Bürgerrechte, die Herrschaft des Rechts, die Demokratie und die kulturellen Traditionen die prägenden Prinzipien bilden. Dafür brauchen wir eine starke und unabhängige Zivilgesellschaft – und diese braucht eine gute, theoretische Fundierung."

Florian Schmidt
Ich leite seit 2020 als Verification Officer die Faktencheck-Abteilung der APA - Austria Presse Agentur. Dort werden Falschbehauptungen sowie manipulierte Bilder und Videos überführt. Darüber hinaus lehre ich, wie man mit digitalen Recherchetechniken und OSINT-Werkzeugen (Open Source Intelligence) umgeht, etwa bei der FH Wien der WKW, der FH Hagenberg, der FH Joanneum, der FH Wiener Neustadt, der FH St. Pölten, der Tiroler Journalistik Akademie und in der Lehrer*innenfortbildung.
„Demokratie kann nur gelingen, wenn man Bürgerinnen und Bürger mit den notwendigen Werkzeugen ausstattet, um selbst partizipieren zu können.“

Nadia Sophie Westerwald
„Ich hoffe auf eine diverse und intersektionale Gruppe von Teilnehmer*innen, die kreative Lösungen zur Stärkung der politischen Teilhabe von Mädchen* im DACH-Raum entwickelt. Ich freue mich darauf, die Ansätze der Aktionskunst und des künstlerischen Aktivismus in den Innovationsprozess einzubringen.“

Yasin Yazar
Ich bin Yasin, in Mannheim geboren und arbeite heute zwischen Mannheim und Berlin. Gelernt habe ich Grafikdesign und Fotografie; daraus ist eine freischaffende künstlerische Praxis mit Ausstellungen und Projekten geworden, die mich zunehmend in den öffentlichen Raum geführt hat. So ist artwalks.arttalks entstanden – ein partizipatives Format an der Schnittstelle von Kunst, Sozialer Arbeit und Stadtgesellschaft, das ich mit einem kleinen Team trage. Mein Schwerpunkt sind Photo Walks und Audio Walks mit jungen Menschen und Anwohnerinnen im Sozialraum. Mich motivieren meine eigene Biografie und die Überzeugung, dass Teilhabe dort beginnt, wo Barrieren auf Augenhöhe abgebaut werden.
Mein Schwerpunkt liegt dort, wo klassische Bildungs- und Kulturarbeit oft endet: an der Schnittstelle, an der Herkunft, Sprache oder Lebensrealität den Zugang erschweren. Ich übersetze – zwischen Institution und Quartier, zwischen Förderlogik und Lebenswelt. Genau dort entstehen die stärksten Momente unserer Arbeit.
„Mitmacht heißt: Macht abgeben, damit andere mitgestalten können. Die spannendsten Stimmen sitzen nicht im Saal – sie stehen an der Bordsteinkante. Sie hörbar zu machen, ist die Arbeit, für die es sich lohnt zu brennen."

Johannes Hillje
Ich arbeite als selbstständiger Politik- und Kommunikationsberater für Unternehmen, Ministerien, Politiker und Parteien. Studiert habe ich Politische Kommunikation an der London School of Economics, wo ich für meine Dissertation den Silverstone Prize erhalten habe. Danach habe ich Erfahrungen im Journalismus und bei den Vereinten Nationen in New York gesammelt. Ich kommentiere als Experte regelmäßig zu politischen Themen in Print und Fernsehen, u.a. für Der Spiegel, die tagesthemen, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung. Zu meinen Buchveröffentlichungen gehören u.a. „Plattform Europa – Warum wir schlecht über die EU reden und wie wir den Nationalismus mit einem neuen digitalen Netzwerk überwinden können“ und „Propaganda 4.0 – Wie rechte Populisten unsere Demokratie angreifen“. 2023 wurde ich von der Zeitschrift politik&kommunikation als einer der Young Thinker des Jahres ausgezeichnet.

Anna De Mezzo
Ich bin Designerin und Forscherin mit umfangreicher Erfahrung in den Bereichen Designforschung, Zukunftsforschung und Art Direction. Meine Arbeit liegt an der Schnittstelle von Design, Demokratie und Forschung, wobei ich mich auf Designpraktiken konzentriere, die untersuchen, wie Menschen mit Unsicherheit umgehen. Dabei verbinde ich oft verschiedene Disziplinen und Perspektiven. Zu meinen früheren Stationen gehören die UNESCO Futures Literacy in Paris, wo ich mich mit Theorie und Praxis der Antizipation beschäftigte, sowie das CIRCE-Projekt, in dem ich zum Thema Privilegien forschte.
„Wir unterschätzen häufig die magische Aussage „People have the Power“. Das haben wir, und wir sollten sie jetzt gerade nutzen!"

Sara Öztürk
Ich bin Sara Öztürk, Co-Founderin von MIKRASS. Ich bringe diskriminierungssensiblen Journalismus mit gesellschaftlicher Relevanz zusammen und entwickle Formate, die wirklich bei den Communities ankommen. Im Rahmen des R&D Fellowships habe ich meine journalistische und strategische Expertise eingebracht und für die Süddeutsche Zeitung eine Community-basierte Monetarisierungsstrategie konzipiert.
Als Journalistin und Moderatorin habe ich mit TV-Reportagen, Dokumentationen und preisgekrönten TikTok-Formaten über rechte Gewalt gezielt junge Zielgruppen erreicht. In der Redaktion des ORF habe ich die Doku „Österreich: Türkei“ mit Hanno Settele begleitet. Mit CLAIM habe ich bundesweit ein klares Zeichen gegen antimuslimischen Alltagsrassismus gesetzt – für Empowerment, Sensibilisierung und Sichtbarkeit. Bei den Neuen Deutschen Organisationen habe ich Öffentlichkeitsarbeit gestaltet und die Wahlmobilisierungskampagne „Nie wieder – am 23. Februar!“ umgesetzt.
Darüber hinaus leite ich Workshops zu Hatespeech, neuen Narrativen, Öffentlichkeitsarbeit mit wenig Ressourcen für NGOs und zu TikTok-Strategien – immer mit dem Ziel, Handwerkszeug zu vermitteln, das wirklich wirkt.
„Street Credibility statt Elfenbeinturm: Demokratie braucht neue Narrative, Humor & Goldkette, mit denen rechte Erzählungen überschrieben werden."

Yannick Fischer
Ich bin der Koordinator des Participation Hub, Ashokas "living lab" für demokratische Innovation. Im Participation Hub gestalten und erproben wir neue Formen partizipativer Demokratie, in denen Bürger*innen, Sozialunternehmer*innen, Changemaker und politische Entscheidungsträger*innen Seite an Seite zusammenarbeiten, um Lösungen für die drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen Europas zu entwickeln.
In diesem Rahmen schaffe ich Räume, in denen Sozialunternehmer:innen, Führungspersönlichkeiten der Zivilgesellschaft und politische Entscheidungsträger*innen zusammenkommen, um gemeinsam neue Ansätze und Kooperationen zu entwickeln. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Überzeugung, dass nachhaltiger gesellschaftlicher Wandel nur dann entstehen kann, wenn unterschiedliche Perspektiven miteinander verbunden werden und Menschen aktiv an Veränderungsprozessen teilhaben können. Deshalb entwickele ich Formate für Austausch, Zusammenarbeit und kollektives Lernen, die Vertrauen fördern und die Grundlage für langfristige Partnerschaften bilden.
Als Strategy Coach für systemischen Wandel im Globalizer-Programm von Ashoka begleite ich außerdem Sozialunternehmer*innen dabei, ihre gemeinschaftsorientierten und lokal verankerten Lösungen weiterzuentwickeln und ihre Wirkung nachhaltig zu vergrößern.
„Wir als Gesellschaft müssen auf internationaler Ebene Brücken zwischen verschiedenen Akteuren bauen, die zum Thema Demokratie arbeiten."

Denis Sorie
Menschen und ihren Rechten gilt mein gesellschaftliches Engagement – ob als Aktivist bei Amnesty International, als Campaigner bei AlgorithmWatch CH oder als Hobbyphilosoph am Rheinufer. Die Frage nach der nachhaltigen Verwirklichung einer gerechten, demokratischen und inklusiven Gesellschaft treibt mich an – und manchmal auch um.
„In geopolitisch instabilen Zeiten wie diesen liegt es umso mehr in unserer Verantwortung, nicht nur entschieden menschenverachtenden Politiken entgegenzutreten, sondern auch gemeinsame Visionen zu entwerfen, wie wir ein gutes Leben für alle verwirklichen können.“

Lena Bickel
Ich arbeite als politische Strategin und Mediatorin. Bei Brand New Bundestag koordiniere und moderiere ich politische Dialoge. Mein Hintergrund ist in der Friedens- und Konfliktforschung und internationalen Diplomatie, unter anderem mit Stationen in Genf, Brüssel und Belfast.
„Demokratie braucht den Mut zum Perspektivwechsel. Bauen wir Austauschräume, in denen Vertrauen wachsen, Verständnis entstehen und neu gedacht werden kann!"

Lena-Maria Böswald
Mein Herz schlägt für den Dreiklang aus Zivilgesellschaft, Regulierung und Tech. Als Policy & Advocacy Managerin bei Das NETTZ, der Vernetzungsstelle gegen Hass im Netz, versuche ich, das in Einklang zu bringen. Zuvor habe ich am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Universität Amsterdam und in der zivilgesellschaftlichen Forschung zur Verbreitung von Hassrede und KI-gestützter Desinformation im digitalen Raum bei Democracy Reporting International gearbeitet. Mein besonderes Interesse gilt deshalb auch den Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz für eine konstruktive Netzdebattenkultur - und deshalb freut es mich umso mehr, gemeinsam mit klugen Köpfen an der Faktor D-Challenge zu arbeiten!
„Weil wir einer zunehmenden Radikalisierung rechter Ränder nicht als "stille Mitte" entgegentreten dürfen - um denjenigen, die das Netz zu einem Nährboden für Hass und Falschinformation wachsen lassen wollen, nicht freie Hand zu geben.“

Aurel Eschmann
Ich habe Regionalstudien Asien/Afrika sowie Global Studies in Berlin, Hangzhou, Pretoria und Neu-Delhi studiert, später arbeitete ich bei der Rosa-Luxemburg Stiftung im Asienreferat. Ich beschäftige mich seit langem mit der Intersektion von Autoritarismus und Neoliberalismus, besonders mit Fokus auf Indien und China. Durch diese Arbeit habe ich einen speziellen Blick auf antiautoritäre Gegenstrategien entwickelt, der mich zum Projekt Beyond Molotovs führte.
„Die politischen Eliten sind nicht in der Lage die Krisen unserer Zeit zu lösen, sei es der Klimawandel oder Ungleichheit. Wir brauchen einen demokratischen Neuanfang, der mit mutiger Politik glaubhaft auch bei den Reichsten und Mächtigsten ansetzt, sonst droht uns der Faschismus.“

Asmund Bertelsen
I work at Aarhus Public Libraries, Denmark, where I develop and facilitate initiatives that support democratic engagement and participation. I focus on libraries as spaces for democratic participation, creating participatory formats, collaborations, and inclusive environments for dialogue and debate. I hold an MA in Political Science from the University of Copenhagen and have around 10 years of experience designing and testing democracy-supporting initiatives.
„As public, non-commercial spaces with free and equal access for all, libraries are among the best places to bridge the divides that usually separate us. Both today and in the future, libraries are therefore vital to the cohesion and strength of our democracies. That is what drives my work."

Marie Ringler
Ich bin Europaleiterin von Ashoka und Mitglied der Global Leadership Group einer Organisation, die weltweit über 4.000 führende Social Entrepreneurs in mehr als 90 Ländern unterstützt – mit dem Ziel: „Everyone a Changemaker“. Als Vizepräsidentin des Europäischen Forums Alpbach und ehemalige Politikerin setze ich mich heute für Systemwandel, Leadership und den Aufbau starker Ökosysteme für gesellschaftliche Innovation ein.
„Wir brauchen Menschen, die Verantwortung übernehmen und mutig Veränderung gestalten – lokal wie global und im Sinne unserer Demokratie.“

Markus Beckedahl
Ich setze sich seit bald 30 Jahren für eine informiertere Debatte über die digitale Gesellschaft ein und bin Mitgründer und kuratorischer Leiter der re:publica-Konferenz. Als Gründer des Zentrums für Digitalrechte und Demokratie entwickle ich mit meinem Team gesellschaftliche Strategien, um uns aus der Abhängigkeit von Big Tech zu lösen. Mit dem Bonn-Institute kuratiere ich das b-future Festival für Journalismus und konstruktiven Dialog.
„Eine bessere digitale Welt ist möglich."

Tonya Dinter
Moin, ich bin Tonya, Dipl. Kommunikationsdesignerin aus Hamburg und Gründerin von bureau neuland. Seit über 20 Jahren bewegt mich das Thema Demokratie privat, beruflich und insbesondere als Haltung. Ich bin langjähriges Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, habe eng mit der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik zusammengearbeitet und unterstütze den Verein KI für Demokratie mit meiner Expertise. Mein Fokus liegt an der Schnittstelle von Gestaltung, Story und KI: Ich möchte Formate und Tools entwickeln, die demokratische Teilhabe stärken, Verständigung fördern und Menschen befähigen, sich in digitalen Räumen sicher und wirkungsvoll zu bewegen.
„Ich brenne für Kommunikation, die nicht belehrt, sondern befähigt. Gemeinsam müssen wir jetzt demokratische Narrative sichtbar, teilbar und alltagstauglich machen, damit sie wieder Wirkung entfalten."

Tim Altermatt
Ich arbeite bereits seit zwei Jahren bei CATAPULT und konnte so bereits an einem frühen Punkt in das noch junge Projekt einsteigen. Ich arbeite in den Bereichen Fundraising, Learning, Monitoring und Evaluation. Die schönsten Momente finde ich, wenn ich mit Projekten zusammenkommen kann und sie von ihrer Arbeit und Erfahrungen berichten.
„Ich bin überzeugt, dass wir jungen Menschen Perspektiven und Gestaltungsäume geben müssen, wenn wir wollen, dass sie sich nachhaltig in die Gesellschaft einbringen und diese mitgestalten. Engagement und Teilhabe sind Fähigkeiten, die kultiviert und genährt, statt nur eingefordert werden müssen. Darum halte ich es für essentiell wichtig, jungen Menschen Möglichkeiten und Ressourcen zur Partizipation freizugeben.“

Fabian
Fabian (er/ihm) ist Student, freier Medienpädagoge sowie bei mediale pfade und der GMK aktiv. Sein inhaltlicher Fokus liegt auf den Themen der digitalen und sozialen Ungleichheit, Hate Speech und Prävention von Online-Radikalisierung. Bei mediale pfade ist er Content Creator für das TikTok-Projekt Fight Fire With Fire.
„In einer immer komplexeren Welt brauchen wir verschiedene Perspektiven, um der Gesellschaft Orientierung zu stiften. Zusammen müssen wir eine klare Stimme gegen populistische Scheinlösungen bilden."

Stefan Sindelar
Aktuell bin ich Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation „Europäische Demokratie-Hauptstadt“ mit Sitz in Wien. Nach seinem Medientechnik und -design Studium startete ich meine berufliche Laufbahn in den Bereichen Journalismus, Kommunikation und IT und wechselte 2013 als Geschäftsführer des Parlamentsklubs und später der Bundespartei der Österreichischen Liberalen in die Politik. Ich verfüge über Führungsqualitäten in der Leitung gemischter und vernetzter Teams mit Schwerpunkt auf der Entwicklung bahnbrechender Produkte und dem Aufbau innovativer Organisationen, inklusive ehrenamtlicher gesellschaftlicher Engagements.
„Gesellschaftliches Engagement ist die Antwort auf zunehmende Polarisierung und weltweite antidemokratische populistische Tendenzen, verstärkt durch technologische Entwicklungen und die Algorithmen sozialer Medien, wofür es Sensibilisierung und den Aufbau neuer Fähigkeiten bei Bürger:innen braucht. Verloren gegangenes Vertrauen kann nur "von unten nach oben" wieder aufgebaut werden, durch die Schaffung von Diskursräumen, das Durchbrechen von "Blasen" und die Weiterentwicklung und Öffnung geschlossener demokratischer bzw. politischer Prozesse.“

Andrina Schmid
Mit der KV-Ausbildung bei der NZZ hat alles angefangen. Seitdem bin ich nicht mehr losgekommen von der Faszination für Journalismus und die Medienwelt. Wo informieren wir uns? Wie erzählt man eine gute Geschichte? Was wird in Zukunft aus dem Journalismus? Diese und weitere Fragen haben mich dazu bewegt Kommunikation und Journalismus an der ZHAW zu studieren. Während meines Studiums bin ich dann, wegen eines LinkedIn-Posts, bei UseTheNews gelandet mit der grossen Frage: Wie motiviert man Menschen wieder mehr Nachrichten zu lesen? Und da bin ich immer noch. Seit Oktober, jetzt auch mit einem Bachelor-Diplom.

Lorenz Prager
Ich bin Geschichts- und Politikdidaktiker mit einem besonderen Fokus auf digitale Medien. Ich habe als Lehrer, Universitätsassistent und Dozent gearbeitet und bin momentan als Mitarbeiter bei Zentrum Polis und als Professor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich beschäftigt. Mein Ziel ist es, digitale Mündigkeit sowohl durch Forschung und theoretische Konzeptionen als auch durch praxisorientierte Handreichungen für Lehrkräfte zu fördern. Meine Schwerpunkte sind digitale Geschichtskultur, Digital Citizenship Education, Game Studies und Discourse Studies.
„Multiple Krisen, digitale Transformation und aktuelle geopolitische Entwicklungen erzeugen ein autoritäres Potenzial, dem wir gemeinsam begegnen müssen. Politische Bildung und kritische Medienkompetenz können einen wichtigen Beitrag zur Resilienz unserer Demokratien leisten.”

Jürgen Czernohorszky
Ich engagiere mich seit vielen Jahren politisch in Wien für eine soziale, nachhaltige und gerechte Stadt. Als Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal arbeite ich daran, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen, die Demokratie zu stärken und die Stadtverwaltung fit für die Zukunft zu gestalten. Zudem setze ich mich für Integration, Chancengleichheit in der Bildung und ein solidarisches Miteinander ein.
„Wichtig ist, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen - und eine Stadt zu gestalten, die für alle lebenswert bleibt: leistbar, solidarisch und gerecht.“

Caroline Strotmann
Mich fasziniert, wie Menschen Gemeinschaft gestalten und Veränderungen anstoßen. Geprägt haben mich das Theater, ein Freiwilligen Dienst in der Geflüchtetenhilfe und mein Studium der Kulturwissenschaften. Mit der Gründung von Campus Cosmopolis e.V. brachte ich diese Erfahrungen in Nachbarschaftsprojekte, ein Hausprojekt von und für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung sowie ein Projekt zu Klimagerechtigkeit ein. Bei House of Resources begleitete ich Initiativen bei der Vereinsgründung, dem Organisationsaufbau und der Fördermittelakquise. Seit 2022 arbeite ich als Projektleiterin, Projektmanagerin und Trainerin bei RADIKALE TÖCHTER. Mich motiviert die Überzeugung, dass Demokratie vom Mitmachen lebt. Von Menschen, die sich einmischen, mitgestalten und Verantwortung übernehmen.
„Demokratie lebt vom Mitmachen. Davon, dass Menschen sich einmischen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas bewegen."

Emilija Ilić
Ich bin Projektmanagerin mit journalistischem Schwerpunkt in Wien. Mein Bachelorstudium in Medienmanagement habe ich 2024 abgeschlossen, worauf direkt der Master in Journalismus und Neue Medien folgte. Als freie Journalistin habe ich in unterschiedlichen Medien publiziert, am liebsten Online und in Bewegtbild, unter anderem bei biber Magazin, die chefredaktion, KurierTV oder der Wiener Zeitung. Meine Schwerpunktthemen liegen bei dabei auf Gesellschaft, Diversität und Jugend. In meinen (Moderations-)tätigkeiten ist es mir besonders wichtig, Raum für Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen. Zwei Projekte, in denen das gelungen ist, waren der „Gute Rat für Rückverteilung” und der „Klimarat der Hochschulen“ in Österreich. Demokratie braucht Kommunikation auf Augenhöhe – deshalb freue ich mich, bei Faktor D einen Beitrag dazu zu leisten.
„Demokratische Diskurse gelingen nur dann, wenn alle mitsprechen können – wenn wir sie verständlich machen und jenen zuhören, deren Stimmen oft ungehört bleiben.“

Jeannette Gusko
Ich bin Unternehmerin, erfahrene Managerin und Autorin. Ich skaliere Werte und baue wiederholt robuste wirksame Unternehmen auf. Bei Faktor D wirke ich als Beirätin im Strategiegremium. Bis vor Kurzem leitete ich das Campaigning und Fundraising für den Kanzlerkandidat Robert Habeck im Bundestagswahlkampf 2024/25. Zuvor war ich Co-CEO und Managing Director von CORRECTIV, gründete future_s, baute GoFundMe DACH auf und war bei Change.org zuletzt Global Brand and Engagement Managerin. Ich bin Board Member von innn.it und Sprecherin des Netzwerks 3te Generation Ost. Mein Buch AUFBRECHEN hat breite Resonanz gefunden. Unter anderem wurde ich mit der Theodor Heuss Medaille 2023 und dem Emotion Award 2023 ausgezeichnet.
„Wirksamkeit entsteht da, wo viele Menschen konsistent und zugewandt ihre Werte leben.“

Tobias Spöri
Ich bin promovierter Politikwissenschaftler und derzeit Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien sowie Senior Research Fellow beim Think Tank d|part in Berlin. Zuvor war ich als Research Fellow beim German Marshall Fund of the United States und als Scholar am Institut für Höhere Studien in Wien tätig. In meiner Forschung konzentriere ich mich auf die Transformation der Demokratie und politische Beteiligung.
„Es ist wichtig, weil die Demokratie aktuell so gefährdet ist wie noch nie, und demokratische Akteur*innen ihre Kräfte und Anstrengungen bündeln müssen.“

Sheeko Ismail
Sheeko Ismail ist qualifizierte*r, Projektmanager*in, Teamer*in und Poet*in. Sheeko ist im Kulturbereich aktiv und engagiert sich vor allem in aktivistischen Kreisen Schwarzer und marginalisierter Gruppen sowie in der politischen Bildungsarbeit. Sheeko hat 2018 die Initiative Zukunft ist bunt gegründet und kuratiert seit 2020 zusammen mit einem Kollektiv aus Schwarzen Menschen die jährliche Veranstaltungsreihe Black Story Month in Bremen. Seit 2021 ist Sheeko auch Herausgeber*in der Buchreihe Look at Us! Gallerie der Schwarzen Vorbilder & Held*innen in Deutschland, welche ebenfalls in einer Kollektivarbeit entstand. Im Mai 2022 initiierte Sheeko das Projekt der ersten Schwarzen Kinderbibliothek in Deutschland und leitet diese seit Januar 2023 gemeinsam mit Maimuna Sallah in ihren eigenen Räumlichkeiten. Außerdem im Mai 2025 eröffnete Sheeko einen eigenen Book & Coffee Shop in Bremen. Sheeko benutzt keine Pronomen.
„Die Kinder strahlen übers ganze Gesicht, wenn in einem Buch jemand so aussieht wie sie.“

Andrea Bandelow
Ich habe mich in den letzten zehn Jahren intensiv der Förderung der direkten Demokratie und der Zivilgesellschaft gewidmet, während ich gleichzeitig meine Tätigkeit als Pianistin und Klavierstimmerin fortführte. Ich habe klassisches Klavier mit Schwerpunkt Bühnenpädagogik studiert, bin Mitgründerin der ReiseUni, des Verbands freier Bildungsalternativen und des Bachelor of Being sowie Campaignerin bei ABSTIMMUNG21 e.V. und ausgebildete Klavierstimmerin. Ich möchte die Welt durch musikalische Bühnenprojekte, Wahrnehmungsschulung, Cross Bubble Networking und konstruktive Impulse zu einem besseren Ort machen und dabei vor allem mehr Authentizität und Transparenz in Politik und Alltag bringen.
„Es fehlt nicht an Wissen, sondern an starken geistig-emotionalen Grundgerüsten."

Daniel Binswanger
Ich bin seit vielen Jahren im Journalismus tätig – zunächst als Paris-Korrespondent, später als Redakteur und politischer Kolumnist für DAS MAGAZIN. 2017 wurde ich Teil des Gründungsteams der Republik, einem unabhängigen, werbefreien Online-Magazin. Ich initiierte das Republik-Feuilletons und leitete es ab Herbst 2018. Seit 2023 bin ich für die Gesamtleitung der Republik mitverantwortlich.In meiner wöchentlichen Kolumne befasse ich mich mit Fragen der politischen Gegenwart – etwa den volkswirtschaftlichen Voraussetzungen für sozialen Ausgleich, dem weltweiten Demokratieabbau, Politik in der Globalisierung, der Spannung zwischen Identitätspolitik und Universalismus sowie dem politischen Kampf um die Zukunft des Planeten.
„Wir leben in einer Epoche, in der sämtliche Grundwerte, auf denen der liberale, demokratische Verfassungsstaat beruht, zur Disposition gestellt zu werden scheinen. Sie müssen einer nüchternen Kritik unterzogen und mit aller Entschlossenheit verteidigt werden.“

Melanie Widmer
Beruflich bewege ich mich an der Schnittstelle von digitaler Kommunikation, Community und Strategie. Mich interessiert, wie Inhalte Menschen erreichen, binden und zum Handeln bewegen und wie Organisationen dadurch relevanter, verständlicher und wirksamer werden.
„Demokratieförderung braucht verlässliche Information, Raum für Austausch und eine aktive Öffentlichkeit. Medien und Community-Plattformen spielen dabei eine zentrale Rolle, um demokratischen Diskurs zu ermöglichen und zu stärken."

Lucia Ferstl
Mein Name ist Lucia Ferstl und ich setze mich in verschiedenster Form für die Stärkung der Demokratie ein. Zuletzt in Jugendbeteiligungsgremien und als Teil des Vorstandes von dem gemeinnützigen Verein Youth Lead The Change Germany. Dort wollen wir, durch das Instrument eines Jugendhaushaltes, Demokratieverständnis und Selbstwirksamkeit der jungen Menschen direkt fördern.
„Ich möchte dazu beitragen, Demokratie durch direkte Erfahrungen erlebbar zu machen. Menschen sollen Demokratie nicht nur verstehen, sondern spüren, als etwas Bereicherndes, das einen echten Impact auf ihr eigenes Leben hat.“

Özen Odağ
Ich bin Professorin für Psychologie an der Touro University Berlin und forsche an der Schnittstelle von Kommunikationswissenschaft und Psychologie. In meiner Arbeit untersuche ich, wie Medieninhalte auf Nutzer*innen wirken – insbesondere im Hinblick auf Identität, politische Selbstwirksamkeit, Werte und demokratische Überzeugungen. Ein zentraler Schwerpunkt meiner Forschung liegt auf Empowerment- und Demokratieperspektiven, darunter Allyship, kollektive Identität und kollektive Handlungsfähigkeit (collective action) in digitalen Öffentlichkeiten.
Besonders beschäftige ich mich mit vulnerablen und marginalisierten Gruppen mit unterschiedlichen Herkunftshintergründen und der Frage, wie demokratische Resilienz unter Bedingungen polarisierter und mediengesteuerter Kommunikation gestärkt werden kann. Ziel meiner Arbeit ist es, durch strategische Mediennutzung, evidenzbasierte Kommunikationsansätze und die gezielte Förderung von Medienkompetenz demokratische Teilhabe zu ermöglichen und Hassrede entgegenzuwirken. Zu diesen Themen habe ich umfangreich publiziert und verbinde meine wissenschaftliche Arbeit konsequent mit dem Anspruch auf gesellschaftliche Wirkung.
„Ich brenne dafür, dass demokratische Kommunikation wieder sichtbar wird – gerade dort, wo Hass, Abwertung und Schweigen zur Normalität geworden sind. Was wir hierfür gemeinsam anpacken müssen, ist kollektive Selbstwirksamkeit: junge Menschen nicht nur zu informieren, sondern sie als handlungsfähiges Wir zu stärken."

Vera Hangs
Ich arbeite seit 2025 bei aula und bin Projektleiterin bei Zukunft D. Dort bin ich Teil der Arbeitsgruppe "Formate der digitalen Partizipation", die sich mit Fragen von Demokratie und Beteiligung im digitalen Raum beschäftigt. In meiner Arbeit befasse ich mich damit, wie digitale Formate demokratische Prozesse stärken und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen können.
„Es gibt so viele engagierte Akteur*innen mit starken Projekten. Wenn wir unsere Ansätze zusammenbringen, entsteht echte Wirkung."
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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