Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Adriana Rey
Ich arbeite als Projektmanagerin beim Schweizer Bibliotheksverband Bibliosuisse, nach früheren beruflichen Stationen in öffentlichen und kantonalen Bibliotheken und als (ursprünglich) Gymnasiallehrerin für Deutsch und Geschichte. Bei Bibliosuisse bin ich für diverse Kampagnen und Veranstaltungen zuständig und bin in den beiden Kommissionen Nachhaltigkeit sowie Diversität aktiv. Die Förderung der Demokratie liegt mir beruflich und persönlich am Herzen.

Justine Ohlhöft
Ich bewege mich theoretisch wie praktisch an der Schnittstelle von Gesellschaft, Politik, Bildung und Ästhetik und verstehe mich in einem weit gefassten Sinne als Gestalterin. Mit gemeinwohl- und sozialorientiertem Design möchte ich vor allem Momente der Politisierung und Demokratisierung anstoßen. Denn Gestaltung kann – so meine Überzeugung – einen entscheidenden Beitrag zu einem prodemokratischen Umgang mit politischen Emotionen leisten und so der Hegemonie populistischer Kollektiv- und Emotionsangebote etwas entgegensetzen.
„Liberale Demokratien leben von dem Versprechen ihrer steten Offenheit und Gestaltbarkeit. Immer wieder nach Räumen und Möglichkeiten zu suchen, dieses Versprechen spürbar und Gesellschaften tatsächlich als gestalt- und wandelbar begreifbar zu machen, ist letztlich der Antrieb meiner Arbeit."

Judith Galka
Ich bin erfahrene Programmleiterin, Organisationsentwicklerin und Führungskraft mit Expertise im Aufbau und der Leitung interdisziplinärer Projekte im Kultur-, Bildungs- und Engagementbereich. Ich arbeite gern in und an Veränderungsprozessen und verändere mich auch selbst immer mal wieder! Derzeit bin ich stellv. Fachbereichsleitung der Stadtbibliothek Spandau. Zuvor war ich als Leitung des Deutschen Engagementpreis in der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und als Programmleitung bei der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) tätig. Zu meinen Kompetenzen gehören Kreativität, situative und kooperative Führung, schnelle Auffassungsgabe und gute Vermittlung. Ich bin eine leidenschaftliche Ermöglicherin von Wissensaustausch, Teilhabe an Gesellschaft und glaube an die Macht des lebenslangen Lernens, an die Demokratie und die Vielfalt in der Gesellschaft - trotz aller Widrigkeiten und Konflikte!
„Mich begeistert es immer wieder, wenn Menschen sich begegnen,sich zuhören, mit einer offenen Haltung neue Perspektiven kennen- wie überhauptvoneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und füreinander oder füretwas eintreten.“

Barbara Bichler
Seit 2024 arbeite ich im Förderprogramm "Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen", das wir vom Bundesverband Soziokultur gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung entwickelt haben. Allzeitorte unterstützt Kooperationen aus Freizeit-/Alltagsort, Soziokultur und politischer Bildung dabei, Menschen in Begegnung und ins Gespräch zu bringen. Ein Alltags- oder Freizeitort soll gemeinsam mit den Nutzer*innen in einen langfristigen Ort des Miteinanders umgestaltet werden.
„Im Privaten wie im Beruflichen, in der strategischen Entwicklung von Programmen wie in der praktischen Projektarbeit, in all meinem Tun habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, wie wichtig Begegnung ist. Mit einem Gegenüber in gleichberechtigten Austausch zu kommen, die Perspektive zu wechseln, Erkenntnisse zu gewinnen und ein gemeinschaftliches Handeln zu entwickeln, setzt enorme Kräfte frei."

Jessica De Bernardini
„Ich hoffe, dass die kollektive Intelligenz, die vielfältigen Blickwinkel und die innovative Aufwallung dazu führen, dass andere, kreative und pragmatische Ideen entstehen. Ich hoffe, dass diese Ideen es jungen Menschen ermöglichen werden, ihre Rechte wahrzunehmen, sich für das Gemeinwohl zu begeistern und sich auf kommunaler Ebene zu engagieren.“

Elena Kalogeropoulos
Ich bin Juristin, Politik- und Organisationsberaterin mit Fokus auf Strategie, Digitalisierung & Diversity. Ich beschäftige sich insbesondere mit Künstlicher Intelligenz und algorithmenvermittelter Diskriminierung, innovativer Verwaltung und Organisationsentwicklung sowie intersektionaler Diversität und Führung. Als Gründerin des E K & the good lab Netzwerks interessiert mich, wie neue Technologien und systemische Ansätze genutzt werden können, um Brücken zwischen Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu schlagen.
„Wer demokratische Räume gestalten will, muss verstehen, wie digitale Infrastrukturen Zugehörigkeit ermöglichen – oder verhindern. Demokratie beginnt dort, wo wir Verantwortung sichtbar machen.“

Fabian Berger
Ich baue und pflege Netzwerke im Kontext globaler Gerechtigkeit. Dafür agiere ich langatmig kooperativ, suche und biete Anknüpfungspunkte und Verbundenheit, baue Brücken und ko-kreiere Infrastrukturen für fürsorgliche Zukünfte. Der Begriff "Metakrise" erklärt und verbindet für mich am sinnhaftesten, die Probleme und Ungerechtigkeiten die ich sehe. Und ich sehe aktuell keinen grundlegenderen Hebel für positive Energien und Wege, um die Metakrise zu verdauen, als die Entwicklung und Umsetzung einer neuen kollektiven Kulturpraxis: Verbundenheit ohne Ausgrenzung / Belonging without Othering.Um kollektive Kulturpraxen entwickeln, erproben und verbreiten zu können, setze ich meine Energie dafür ein, Netzwerke aus Menschen und Kreisen zu bilden, die diese Ziele teilen. Ich wünsche mir, dass sich mit der Zeit, viele Netzwerke zu Öko-Systemen verweben und ihre Energien strategisch synchronisieren, um in gemeinsame Zukünfte zu reisen.#Mitmacht verstehe ich als einen besonderen Knotenpunkt für so ein Ökosystem! Deshalb bringe ich gerne meine (Reise-)Erfahrungen mit problemorientierten Designansätzen und narrativen Methoden, meine Kontakte und Ressourcen in dieses Netzwerk ein, um weiter miteinander zu lernen, kollektive Praxis zu kultivieren und gute Erfahrungen und Erkenntnisse zu verbreiten, um weitere Netzwerke zu erreichen und dafür zu begeistern, das Öko-System weiter zu weben.
„Wofür ich brenne jeden Tag? MITMACHT natürlich! ;-) #OtheringWithoutBelonging #AllWeWantIsEarth #AllHandsOnDeck“

Manuel Wischnewski
Nach meinem Studium in Geschichte, Politik sowie Anglistik und Amerikanistik in Potsdam und Manchester war ich vor allem in den Bereichen Kommunikation und Presse tätig – insbesondere für Kultur-Organisationen wie die Berlinale, das Internationale Literaturfestival Berlin oder das Institut für Auslandsbeziehungen. Von 2023 bis 2026 war ich im Team von Faktor D für die Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerks in allen drei Ländern verantwortlich. Seit 2026 leite ich beim Deutschen Volkshochschul-Verband ein mehrjähriges bundesweites Projekt zur Stärkung von Volkshochschulen als demokratische Orte.
Weil das strategische gemeinsame Vorgehen demokratischer Kräfte entscheidend für die Zukunft der Demokratie sein wird.

Esma Bosnjakovic
Ich bin Illustratorin, Comic-Künstlerin und Jugendkulturarbeiterin aus Wien. Unter dem Namen Strudelworte gestalte ich Comics und Workshops zu Themen wie Rassismus, Identität und mentaler Gesundheit. Seit über zehn Jahren begleite ich junge Menschen in kreativen Projekten. Derzeit bin ich Teil des Leitungsteams von Demokratie, was geht? – einem österreichweiten Jugendprojekt, das marginalisierte junge Menschen durch Kunst, Medien und Community-Arbeit stärkt. Meine Motivation ist es, kreative Räume für Ausdruck, Empowerment und gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen.
„Demokratie gehört allen Menschen, aber nicht alle werden gehört. Wie soll da ein guter Austausch entstehen?“

Michael Beuthner
Ich bin Professor für Journalismus und PR und fokussiere mich u. a. auf Themen wie die Kommunikation über Krisen, Risiken und Konflikte. Seit 2025 organisiere ich den Science Talk „Medien, Meinungsfreiheit und Demokratie“ an der SRH University und hatte bereits einige hochrangige Persönlichkeiten zu Gast. Daneben habe ich zahlreiche Publikationen veröffentlicht. Bevor ich 2020 zur SRH University kam, war ich an der DEKRA Hochschule für Medien Studiengangsleiter für Journalismus (2013-2020). An der Hamburg Media School habe ich einen Journalismus-Master aufgebaut und geleitet (bis 2012), davor wiederum war ich an der Universität Hamburg am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und an der Leuphana Universität Lüneburg tätig.
„Im Zeitalter von politischem Populismus, Fake News und KI ist der Journalismus Bastion und Kulturgut zur Sicherung der Demokratie. Verlässliche Informationen dienen der Meinungsbildung und Wahrheitsfindung. „Mitmacht“ funktioniert nur, wenn sie auf Medienkompetenz basiert. Dafür setze ich mich ein."

Jochen Schmidt
Ich habe Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Anglistik in Freiburg/Br. und Grenoble/Frankreich studiert und war im Anschluss von 1994 bis 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock. Von 1999 bis 2007 war ich Stellvertreter des Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Seit 2007 bin ich Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.
„Demokratie bleibt nur dann lebendig, wenn die Bürgerinnen und Bürger an demokratischen Entscheidungsprozessen teilnehmen wollen und können. Dazu müssen sie in der Lage sein, sich ein eigenes und vor allem begründetes Urteil über politische Fragen zu bilden. Deshalb braucht Demokratie politische Bildung."

Thanina Chikhoune
Nach meinem Bachelor in Soziologie absolvierte ich einen Master in Internationaler Entwicklung, in dem ich meinen Forschungsschwerpunkt auf dekoloniale Praxen legte. Seit 2023 arbeite ich in der Projektarbeit beim Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, mit Fokus auf intersektionale Perspektiven. Meine Arbeit im Bereich Anti-Diskriminierung ermöglicht es mir, gesellschaftlichen Ohnmachtsgefühlen aktiv entgegenzuwirken.
„Im Kampf gegen antidemokratische Akteur*innen ist Zusammenhalt besonders wichtig. Sich zu vernetzen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, ist für mich essenziell, um ein respektvolles Miteinander zu fördern und gemeinsam an einer fairen Zukunft für alle zu arbeiten.“

Luisa Galli
Als ich vor fünf Jahren mit 13 zur Schulsprecherin gewählt wurde, war das der Anfang meines Engagements. Es folgten Stationen wie der Vorsitz im Kinder- und Jugendbeirat in Kiel, die Mitarbeit im BMBFSFJ im ,,Bündnis für die junge Generation’‘ sowie dem Kinderschutzbund. Parallel dazu wuchs mein Wille zur gremienunabhängigen Arbeit. Heute stehe ich regelmäßig auf Bühnen wie der TINCON und anderen Festivals, spreche darüber, dass selbst alltägliche Orte wie Schulklos politisch sind, gebe Workshops zur Demokratieförderung und arbeite als politische Essayistin, um junge Menschen zu ermutigen, sich als Gestalter*innen zu begreifen. Besonders jetzt brauchen wir mehr junge Menschen, die Selbstwirksamkeit erfahren und für sie setze ich mich ein.
„Solange Demokratie kein Mindestalter hat, werde ich mich weiterhin täglich dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche sie nicht nur erklärt bekommen, sondern nahbar erleben. Denn da ich selbst diese ungehörte Perspektive kenne, versuche ich Räume zu gestalten, in denen junge Menschen Politik selbstwirksam erfahren können."

Antje Kurz-Möller
Ich bin Kommunikations- und Führungsexpertin mit über 20 Jahren Erfahrung in strategischer Unternehmenskommunikation, Public Affairs und gesellschaftlichem Engagement – im Mittelstand wie in internationalen Konzernen. In leitenden Rollen habe ich europaweite Programme zum gesellschaftlichen Engagement entwickelt und umgesetzt, Krisen kommunikativ begleitet und internationale Teams geführt. Mich motiviert die Frage, wie Kommunikation Orientierung gibt, Vertrauen schafft und demokratische Werte stärkt. Besonders treibt mich an, Unternehmen als aktive Akteure für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu befähigen.
„Demokratie lässt sich nicht aus der eigenen Blase verteidigen. Wir müssen aufhören, nur mit denen zu sprechen, die uns ähneln, und anfangen, Macht, Reichweite und Sprache zu teilen – auch mit Stimmen, die bisher zu oft übergangen werden."

Igor Don
Mein Lebenslauf besteht aus vielen Stationen – Fernsehen, Soziologie, Aktivismus, Ehrenamt, Kunst, Marketing … In der Arbeit an meinem aktuellen Projekt treibt mich Eindruck und die Erfahrung an, dass wir bessere Möglichkeiten finden können, miteinander zu kommunizieren; Verbindendes zu finden und uns nicht gegeneinander ausspielen zu lassen.
„Demokratie zu beschädigen ist so viel leichter, als sie zu stärken. Populist*innen haben neue Wege gefunden, ersteres zu tun – jetzt ist es an uns, kollektiv gute Antworten zu finden.“

Elmar Luger
Als Leiter der Jugendkoordination beim Amt der Stadt Dornbirn und Geschäftsführer der Dornbirner Jugendwerkstätten im Vorarlberg liegt mir die Jugend und deren politische und gesellschaftliche Mitarbeit am Herzen. Seit über 30 Jahren setze ich mich in dieser Rolle für mehr Mitbestimmung und Jugendfreundlichkeit in Dornbirn ein.
„Der Innovationsprozess ist eine gute Möglichkeit, sein eigenes Handeln und die eigenen Projekte mit nationalen und internationalen Fachleuten zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Netzwerke stärken das eigene Tun, ausgetauschtes Wissen und Erfahrungen stärken die Community und bringen einen weiter. Insgesamt ist der Innovationsprozess ein wichtiger Mosaikstein, der unsere Demokratie, die aktuell stark unter Druck ist, stärken soll.“

Sophie Mirpourian
Ich bin Sophie Mirpourian und entwickle ko-kreative Konzepte, Geschichten und Veranstaltungen für gesellschaftlichen Zukunftsmut. Mit Kreativmethoden, Zukunftsszenarien und Projektentwicklung unterstütze ich Verwaltungen, Hochschulen und Zivilgesellschaft, neue Kooperationen und Wege zu wagen. Ob mit einem mobilen Rathaus oder einer Inventur für unsere Demokratie, Zukunft wird gemeinsam gemacht. Ich bin studierte Sozialanthropologin mit Schwerpunkt auf Innovations- und Organisationsprozesse in Aarhus (DK) und arbeite seit 10 Jahren zu gesellschaftlicher Transformation, Beteiligung und Quartiersentwicklung. Ich bin Mitgründerin des Netzwerkes Die Stadtmacher*innen in Kiel und Ko-Autorin des Buches "Ein Update für unsere Demokratie" (oekom 2025). Mein Projekt Tiny Rathaus wurde mit dem Bundespreis Koop.Stadt von der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ausgezeichnet.
„Im Kern meiner Arbeit steht lokale Schaffenskraft, gegenseitige Wertschätzung und spielerische Neugierde. Ich setze mich dafür eine neue Werkzeuge für unsere Gesellschaft zu gestalten und kooperativen Ökosystemen aufzubauen und zu pflegen."

Tom Luckner
Bereits während meines Lehramtsstudiums in Mathematik und Politischer Bildung bin ich ein Teil des JoDDiD-Teams geworden. Dort habe ich entdeckt, wie viel Freude es mir bereitet, Menschen mithilfe innovativer und ästhetischer Materialien und Methoden miteinander ins Gespräch zu bringen und sie dabei zu unterstützen, politische und demokratische Bildung ganz neu zu denken. In meiner Abschlussarbeit habe ich mich mit politischer Bildung in Öffentlichen Bibliotheken beschäftigt, wodurch mir die Bedeutung und das Potenzial Dritter Orte für die Demokratie bewusst wurden. Nun kann ich im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts „Allzeitorte” genau solche Orte erforschen und beraten. Ich bin jederzeit offen für Austausch zu all diesen Themen.
„Als Gesellschaft brauchen wir wieder mehr zugängliche Orte, an denen man sich treffen, austauschen und demokratische Praxis (er-)leben kann. Ich brenne dafür, solche Orte zu unterstützen und die politische Bildung weiterzuentwickeln, die diese Räume in den Blick nimmt."

Christina Purrer
Ich bin Christina Purrer und arbeite als Projektmanagerin bei der Hil-Foundation in Wien. Die Stiftung ermöglicht jungen Menschen, an der Vergabe philanthropischer Unterstützungsgelder teilzuhaben. Ich leite die Programme Mädchenbeirat und Bubenbeirat, in denen junge Beirät*innen jährlich über die Verteilung von 50.000 € an gendersensible, partizipative Jugendprojekte entscheiden. Seit 2022 bringe ich meine Erfahrungen aus der partizipativen Arbeit mit Jugendlichen auch bei der Sinnbildungsstiftung ein, wo ich als Programmleiterin der Youth Experts tätig bin. Diesen Jugendbeirat habe ich erfolgreich mitaufgebaut – er berät die Stiftung in Bildungsfragen und wirkt an der Vergabe von Fördermitteln mit.
„Es ist mir ein großes Anliegen, dass Menschen, die selten gehört werden, eine Stimme bekommen und an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilhaben können. Mädchen und jungen Frauen wird in unserer Gesellschaft leider immer noch zu wenig zugetraut. Ich freue mich, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, Mädchen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken.“

Andrea Marti
Ich bin schon zum zweiten Mal Praktikantin bei Faktor D in Bern und habe Internationale Beziehungen in Genf studiert. Zuletzt war ich neun Monate an der schweizerischen Botschaft in Indonesien tätig, wo ich mich vor allem mit Politik und Menschenrechten befasst habe – eine Erfahrung, die mein Interesse an internationaler Zusammenarbeit weiter vertieft hat. Nun engagiere ich mich bei Faktor D, weil mir die Stärkung der Demokratie am Herzen liegt und mich dabei die internationale Dimension besonders fasziniert. Ich freue mich, die Demokratie in diesen drei Ländern mitzugestalten – sowohl als engagierte Bürgerin als auch in meiner Arbeit bei Faktor D.
„Obwohl unsere Demokratien vermeintlich gefestigt sind, bleibt ihre Pflege wichtig, besonders während Demokratie global auf die Probe gestellt wird. Gemeinsam erreichen wir mehr – lasst uns an einem Strang ziehen!“

Rebekka Dober
Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von YEP, einem mehrfach prämierten Sozialunternehmen, das inklusive Partizipationsprozesse aufsetzt, um die Stimme der Jugend in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einzubringen und die Generationen wieder zu verbinden. In den letzten fünf Jahren hat YEP über 300 solcher Beteiligungsprozesse umgesetzt und hat die größte Reichweite unter jungen Menschen in ganz Österreich. Dazu zählen u.a. bedeutende Projekte wie die Beteiligung Jugendlicher am offiziellen Lehrplan Österreichs im Auftrag des BMBWF und die größte Finanzbildungsstudie des Landes. Für meine Arbeit wurde ich 2022 als internationale Ashoka Fellow ausgezeichnet und in die Liste der Top 100 Social Entrepreneurs aufgenommen.
„Wir wollen, dass junge Menschen wieder an die Demokratie glauben können und verstehen: Ich bin ein Teil davon und ich kann etwas verändern.“

Anna Thiemann
Als Jugendarbeiterin und Vorstandsmitglied der NÖ AG Offene Jugendarbeit setze ich mich in EU-Projekten und auf Gemeindeebene für Jugendbeteiligung ein. Dabei übernehme ich gerne die Rolle der Übersetzerin zwischen verschiedenen Generationen. Beim ersten Innovationsprozess von Faktor D habe ich Alex und Stephanie kennengelernt – wir ergänzen uns hervorragend. Besonders viel Freude hat mir in unserem Projekt das Coachen der Gemeinden bereitet.Wir unterstützen Gemeinden dabei, langfristige Beteiligungsstrukturen für junge Menschen vor Ort aufzubauen – Strukturen, die Bestand haben und nach und nach immer mehr von jungen Menschen selbst getragen werden, wenn sie das möchten. Das mag weniger medienwirksam und aufregend wirken als hippe Konferenzen oder coole Events, doch genau darin liegt meiner Meinung nach der wahre Wert: Beteiligung auf der kleinsten politischen Ebene zu verankern.
„Es braucht die Zusammenarbeit von verschiedenen gesellschaftlichen demokratischen Akteur*innen, damit Jugendpartizipation nachhaltig in Gemeinden implementiert werden kann. Wir stärken mit unserer Arbeit gute Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Jugendarbeit, damit alle Jugendlichen, unabhängig von ihrem Hintergrund, die Möglichkeit haben, in ihren Gemeinde etwas zu bewegen.“

Gregor Hackmack
Ich bin Mitgründer und Vorstand von abgeordnetenwatch.de sowie der Petitionsplattform innn.it. Außerdem bin ich Autor des Buches „Demokratie einfach machen – Ein Update für die Politik“.
abgeordnetenwatch.de wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Engagementpreis (2011), dem Democracy Award (2013) und dem Otto-Brenner-Preis (2016).
Ich setze mich leidenschaftlich für direkte Demokratie und politische Transparenz ein und war maßgeblich an den Hamburger Volksinitiativen zur Verbindlichkeit von Volksentscheiden, zur Änderung des Wahlrechts und zur Einführung eines Transparenzgesetzes beteiligt.
Als geschäftsführender Vorstand von innn.it unterstütze ich derzeit aktiv die bundesweite Petition zur Prüfung eines AfD-Verbots, die bereits rund 1,2 Millionen Unterschriften gesammelt hat.
„Für eine funktionierende Demokratie brauchen wir Transparenz und Bürger*innenbeteiligung."

Büsra Sayed
Ich bin Büsra Sayed und habe CARAMELLA gegründet, eine Modest-Fashion-Marke, die in Deutschland aus nachhaltigen Stoffen produziert – vom Keller meiner Eltern hin zu einem fünfköpfigen Team mit eigenem Studio und Lager in Berlin. Als Content Creatorin, Moderatorin und Speakerin arbeite ich gegen Rassismus und Vorurteile in unserer Gesellschaft, mit Humor statt Empörung; dafür wurde ich 2026 mit dem CIVIS Medienpreis ausgezeichnet. Ich war die erste kopftuchtragende Finalistin bei Miss Germany 2026; Porträts über mich erschienen unter anderem in der Vogue und der Brigitte. Mein Anspruch ist einfach: Es zählt nicht, was auf dem Kopf ist, sondern was im Kopf ist.
„Deutschsein ist vielfältig und das müssen wir zeigen und uns dafür als Gesellschaft einsetzen."

Nora Kiefer
Ich bin Demokratieaktivistin, Dialogfan und (Zweck)Optimistin. Mit dem Civic-Tech-Startup Make.org nutze ich KI und digitale Technologien, um hunderttausende Menschen zu großen gesellschaftlichen Fragen online zu beteiligen, Konsens zu finden und der zunehmenden Polarisierung unserer Gesellschaft etwas entgegenzusetzen. Viele Jahre habe ich innovative Dialogformate zwischen afrikanischen Ländern und Deutschland initiiert und geleitet. Zuvor war ich einige Zeit in der Forschung tätig. Seit jeher setze ich mich für eine gerechtere Gesellschaft ein: mit jahrelangen Trainings für Jugendliche auf Hauptschulen; der Kreation von inklusiven Räumen, wie ein Welcome & Learning Centre für geflüchtete Menschen und Kunstprojekten mit obdachlosen Personen.
„Die Gesellschaft triftet immer weiter auseinander - in Deutschland, Europa und weltweit. Zunehmend misstrauen Menschen den Medien, ihren Institutionen und Politiker:innen. Fakten und Wahrheit wird immer mehr verhandelbar bzw. subjektiv. Daher müssen wir heute, mehr denn je, im Dialog bleiben, Konsens finden und uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren - von denen gibt es mehr als viele glauben. Im Fokus sollte hier die Frage stehen: Worauf können wir uns als Gesellschaft einigen? Moderne Technologien ermöglichen uns mittlerweile Bürger:innen überall zu erreichen und es gibt viele Methodiken hier konstruktiv Gemeinsamkeiten zu finden und diese zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen. Lasst uns Technologie und AI für die Demokratie nutzen! #AI4Democracy“

Cesy Leonard
Ich bin Aktionskünstlerin und Gründerin von Radikale Töchter. Bis 2019 war ich Teil des künstlerischen Teams des Zentrums für Politische Schönheit und entwickelte politische Multimedia-Interventionen, die internationale Aufmerksamkeit erregten. Mein Fokus liegt auf dem politischen Empowerment durch Kunst.
Meine künstlerischen Wurzeln liegen in der Stuttgarter Hip-Hop-Szene: Zunächst als Graffiti-Artist, später als Rapperin prägte ich eine Ästhetik, die Subkultur, Provokation und gesellschaftliche Haltung verbindet. Diese Liebe zum Genre-Mix prägt mein Schaffen bis heute. An der Berliner Fritz-Kirchhoff-Schule »Der Kreis« studierte ich Schauspiel und arbeitete anschließend in Film, Fernsehen und Theater. Die Erfahrung, häufig klischeehafte Frauenrollen spielen zu müssen, motivierte mich, eigene Visionen als Regisseurin und Aktionskünstlerin umzusetzen. Ich gewinne Preise, wie beispielsweise den Web Video Award 2021 für meinen Film „Schuld – die Barbarei Europas". Mein Film „Montags Tanzen" wird 2015 unter anderem auf dem Max-Ophüls Filmfestival gezeigt.
Mit Radikale Töchter schaffe ich Räume, in denen politisches Handeln neu gedacht wird. An der Schnittstelle von Kunst, Design, Politik und Bildung setze ich kreative Impulse für gesellschaftlichen Wandel. Mein Ansatz verbindet ästhetische Strategien mit aktivistischen Methoden, um Menschen zu ermutigen, selbst politisch aktiv zu werden. Ich bin Work-in-progress Feministin und Mutter von drei Kindern. Meine Arbeit steht für radikale Kreativität und die Kraft der Kunst, gesellschaftliche Veränderung anzustoßen.
„Jeder Mensch kann politisch wirksam sein. Denn nicht die Wut ist unser Feind, sondern die Gleichgültigkeit."

Erich Brechbühl
Ich bin ein in Luzern ansässiger Grafiker und vor allem bekannt für meine vielfältigen Plakatentwürfe – mein bevorzugtes grafisches Ausdrucksmittel.
Nach einer Typografenlehre ging ich zu Niklaus Troxler als Grafiker in die Lehre und eröffnete schließlich 2003 mein eigenes Studio Mixer in Luzern. 2009 war ich Mitbegründer des Weltformat Graphic Design Festivals in Luzern und startete 2012 das regelmäßige Austauschtreffen für Grafikdesigner namens Show & Tell.
Für meine Plakate erhielt ich zahlreiche internationale Auszeichnungen und bin seit 2007 Mitglied der Alliance Graphique Internationale (AGI).

Anne Kruse
Ich gestalte partizipative Prozesse, stärke Gemeinschaften und setze mich für eine sozial-ökologische Transformation von Stadt und Land ein. Besonders interessiert mich, wie wir ländliche Räume zukunftsfähig und gemeinwohlorientiert entwickeln können – zum Beispiel durch die Aktivierung von Leerstand, die Förderung von Sozialunternehmen oder den Aufbau Dritter Orte. Aktuell bin ich als Netzwerkerin und Projektleiterin im Netzwerk Zukunftsorte tätig.

Johannes Hillje
Ich arbeite als selbstständiger Politik- und Kommunikationsberater für Unternehmen, Ministerien, Politiker und Parteien. Studiert habe ich Politische Kommunikation an der London School of Economics, wo ich für meine Dissertation den Silverstone Prize erhalten habe. Danach habe ich Erfahrungen im Journalismus und bei den Vereinten Nationen in New York gesammelt. Ich kommentiere als Experte regelmäßig zu politischen Themen in Print und Fernsehen, u.a. für Der Spiegel, die tagesthemen, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung. Zu meinen Buchveröffentlichungen gehören u.a. „Plattform Europa – Warum wir schlecht über die EU reden und wie wir den Nationalismus mit einem neuen digitalen Netzwerk überwinden können“ und „Propaganda 4.0 – Wie rechte Populisten unsere Demokratie angreifen“. 2023 wurde ich von der Zeitschrift politik&kommunikation als einer der Young Thinker des Jahres ausgezeichnet.

Luise Bublitz
Ich bin Juristin und Verfahrenskoordinatorin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF) und arbeite insbesondere zur Versammlungsfreiheit, zum Gemeinnützigkeitsrecht und zu Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft. Zuvor war ich Redakteurin beim Verfassungsblog und ehrenamtlich für den Förderverein der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte aktiv. Ich habe Jura und Politikwissenschaften studiert.

Laura Lo Zito
Ich bin Autorin und Regisseurin.
Als Teenager zur Schauspielerei und damit zu Film, Fernsehen und Theater gekommen, habe ich nebenher als Casting-, Regie-, Dramaturgie- und Produktionsassistentin, sowie als Agentin für Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen gearbeitet. In London war ich Theatermacherin und Producerin im Auslandsbüro des Spiegel. Im Anschluss Autorin, Content-Creatorin, Übersetzerin und Transcreatorin für Apps und Startups in London, New York, Silicon Valley. Von Brexit und Pandemie wieder nach Deutschland gespühlt war ich Autorin, Regisseurin und Showrunnerin der ARD-Dokuserie “Wir können auch anders” und habe mich seitdem dahingehend spezialisiert, progressive Themen mit Humor zu erzählen. Ich lebe in Hamburg und Schleswig-Holstein.
„Geschichten verändern die Welt - Die Welt geht kaputt - Wir brauchen bessere Geschichten. Wir Menschen haben die Fähigkeit uns die Zukunft vorzustellen und, um neue, hoffnungsvolle Erzählungen zu finden müssen wir uns zusammentun und uns gegenseitig daran erinnern wieviel wir gestalten und bewegen können."

Ravena Hengst
Ich bin Kommunikationsdesignerin und Leiterin von Studio Ravena Hengst und Gründerin der Designinitiative „Design Democracy“. Mit dem Projekt setzen wir uns dafür ein, Design als Werkzeug gesellschaftlicher Mitgestaltung zu begreifen. Die Idee hierfür entstand während meines Designstudium in Darmstadt. Ich wollte zeigen, dass visuelle Kommunikation weit mehr kann, als nur Schönes zu gestalten – sie kann Haltung zeigen und Menschen motivieren. Mit Design Democracy möchten wir Gestalter*innen ermutigen, ihre Kreativität für Demokratie, Gleichberechtigung und Vielfalt einzusetzen und so Widerstand zu radikalen Meinungen auf Social Media sichtbar zu machen.
„Wir stehen an einem Kipppunkt, der dazu führen könnte, dass autoritäre Machthabende Europa zurück zu Fehlern der Vergangenheit führen. Das darf nicht passieren.“

Lisa-Marie Gotsche
Ich komme aus/lebe in Wien und mache ganz wörtlich "was mit Medien". Das heisst: ich arbeite als selbstständige Regisseurin, Cutterin und Medienpädagogin im Video- und Dokubereich. Die Palette reicht von Online über Fernsehen bis hin zu aktiver Medienarbeit, wo nichts veröffentlicht werden muss. Für den Wiener Digitalverlag Hashtag produziere ich Video-Langformate mit jungen, engagierten Journalist:innen, so wie dieses Jahr die Youtube-Doku "Reclaim - Der Kampf um die Demokratie auf TikTok".
„Es ist wichtig, nicht wegzuscrollen. Auf TikTok gewinnen emotionale Botschaften, der Wahrheitsgehalt ist dabei Nebensache. Für den Journalismus bedeutet das eine enorme Herausforderung.“

Lucia Ferstl
Mein Name ist Lucia Ferstl und ich setze mich in verschiedenster Form für die Stärkung der Demokratie ein. Zuletzt in Jugendbeteiligungsgremien und als Teil des Vorstandes von dem gemeinnützigen Verein Youth Lead The Change Germany. Dort wollen wir, durch das Instrument eines Jugendhaushaltes, Demokratieverständnis und Selbstwirksamkeit der jungen Menschen direkt fördern.
„Ich möchte dazu beitragen, Demokratie durch direkte Erfahrungen erlebbar zu machen. Menschen sollen Demokratie nicht nur verstehen, sondern spüren, als etwas Bereicherndes, das einen echten Impact auf ihr eigenes Leben hat.“

Julia Reuschenbach
Ich bin seit Dezember 2025 als Senior Lecturer für Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg tätig und forsche dort zu Parteien, Wahlen, Demokratie und politischer Kommunikation. Vorher habe ich in Bonn und Berlin Politikwissenschaft, Soziologie sowie Neuere und Neueste Geschichte studiert und war unter anderem an der Universität Bonn, in der Stiftung Berliner Mauer und an der Freien Universität Berlin tätig. Neben meiner Arbeit an der Universität bin ich Autorin im Suhrkamp Verlag, wo ich 2024 zusammen mit Korbinian Frenzel das Buch "Defekte Debatten. Warum wir als Gesellschaft besser streiten müssen" veröffentlicht habe. Außerdem bin ich Policy Fellow bei "Das Progressive Zentrum" und Co-Host des Phoenix-Politikpodcasts "Unter 3".
„Die Stärke von Wissenschaft ist auch darin begründet, wie sehr sie mit Politik und Gesellschaft in den Austausch tritt."
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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