Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Vera Illini
Ich bin hauptberuflich Nachhaltigkeitsexpertin, tätig im Corporate-Finance-Bereich. Ich strukturiere komplexe Projekte und entwickle Lösungen, die wirtschaftlich tragfähig und wirkungsvoll sind.
Mein Erfahrungshintergrund ist geprägt von Nachhaltigkeitsmanagement, Social Entrepreneurship, Marketing, politisch-strategischer Arbeit und Entwicklungszusammenarbeit, die meinen Blick für gesellschaftliche Zusammenhänge und regulatorische Rahmenbedingungen schärfen. Dabei suche ich gezielt nach praktischen Hebeln, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
Ehrenamtlich engagiere ich mich insbesondere für soziale Gerechtigkeit und die Stärkung unserer Demokratie. Wir alle verbringen die meiste Lebenszeit in der Arbeit. Daher finde ich die Stärkung von demokratischen Strukturen in diesem Zusammenhang besonders spannend, einleuchtend und für viele Menschen zugänglich.
„Für das gute Leben für Alle und nicht nur wenige Privilegierte. Für die Stärkung unserer Demokratie. Denn sie ist keine Selbstverständlichkeit, die einfach existiert. Die meisten von uns kennen nur diese Form des Zusammenlebens, aber wir alle profitieren davon. Lasst uns gemeinsam anpacken, damit sich alle Menschen in unserer Demokratie gesehen und gehört fühlen!"

Annika Lipke
Ich bin Campaignerin bei CORRECTIV und verantworte die Konzeption, Steuerung und Umsetzung gewinnbringender Kampagnen an der Schnittstelle von Journalismus, Mobilisierung und Fundraising. In der Herbstkampagne „Der Angriff läuft“ habe ich eine zentrale Rolle in der narrativen Entwicklung, im kampagnenübergreifenden Projektmanagement sowie in der internen Koordination zwischen Redaktion, Fundraising, Kommunikation, Design und Geschäftsführung übernommen. Davor habe ich mehrere Jahre als Projektmanagerin in einer Agentur für gesellschaftlich relevante Kommunikationskampagnen, insbesondere im Bereich Klimaschutz gearbeitet und dort komplexe Projekte geleitet, Kampagnenstrategien entwickelt und interdisziplinäre Teams gesteuert. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf strategischem Campaigning mit Blick auf wirkungsorientierte Fundraising-Kommunikation und dem Aufbau skalierbarer Kampagnenstrukturen.
„Es ist heute wichtiger denn je, Menschen in Bewegung zu bringen durch Kampagnen, die auf der individuell-emotionalen Ebene verankern. Immer unter der Leitfrage: Wann entscheiden Menschen aktiv Teil einer Aktion zu werden?“

Charlotte Freihse
Für das Programm „Digitalisierung und Gemeinwohl“ der Bertelsmann Stiftung forsche, schreibe und spreche ich über den Zustand und die Zukunft der digitalisierten Öffentlichkeit. Mein Schwerpunkt liegt darauf, konkrete Gestaltungsvorschläge für Social-Media-Plattformen zu entwickeln und Handlungsideen im Umgang mit Desinformation für verschiedene Akteur*innen zu formulieren. Zuvor war ich als freie Mitarbeiterin beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) tätig und unterstützte als Forschungsassistentin das EU-Projekt „NETHATE“ zum Thema digitale Hassrede.
„In unsicheren Zeiten ist es wichtig, dass demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln. Wenn Strategien aufeinander abgestimmt und gemeinsam verfolgt werden, entsteht nicht nur mehr Wirkung – es wächst auch die Resilienz gegenüber destruktiven Kräften. Denn Zusammenarbeit ist auch Zusammenhalt.“

Harald Hofer
Als selbständiger Organisationsentwickler, Trainer und Coach mit jahrzehntelanger Erfahrung ist es mein Anliegen, Organisationen in ihren Veränderungsprozessen zu begleiten, mit dem Ziel ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiger Lösungen für eine lebenswerte Zukunft.
„Wandel ist unvermeidlich, Fortschritt eine Wahl. Neue Zeiten erfordern neue Ansätze dafür, wie wir jetzt und in Zukunft Arbeits- und Lebenswelten miteinander gestalten wollen.“

Cornelia Vonhof
Ich bin Professorin für Public Management und Bibliotheksmanagement an der Hochschule der Medien Stuttgart.

Sunčana Laketa
Ich bin Humangeographin und Psychologin und arbeite an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichem und zivilgesellschaftlichem Engagement. Im Zentrum meiner Arbeit stehen gesellschaftliche Fragmentierungsprozesse, die Zugehörigkeit und Ausgrenzung strukturieren. Ich habe mich intensiv mit Fragen von Diskriminierung beschäftigt – sowohl in Städten auf dem Balkan, die aufgrund widersprüchlicher ethnonationaler Politik tief gespalten sind, als auch in zunehmend polarisierten postmigrantischen Gesellschaften Westeuropas. Als Projektleiterin, Dozentin und Forscherin frage ich stets: Welche Narrative dominieren? Welche Wissensformen bleiben unsichtbar? Und wie können wir kollektive Prozesse gestalten, um alternative Perspektiven zu eröffnen?
„Gerade jetzt, da Diskriminierung, Polarisierung und Backlash gegen Vielfalt zunehmen, brauchen wir Räume zum Lernen und Handeln – um gleichberechtigte Teilhabe in unseren postmigrantischen Gesellschaften zu stärken.“

Karin Schröder
Ich bin Sozialarbeiterin sowie seit langem vielfältig ehrenamtlich engagiert, u.a. als Kommunalpolitikerin - aktuell parteiübergreifend in mehreren Initiativen in Dortmund. Ich sehe mich als politische Sozialarbeiterin bzw. soziale Politikerin. Beruflich wie ehrenamtlich habe ich mich immer eingesetzt für niedrigschwellige Informationen und zielgruppenspezifische Teilhabe, sodass alle unsere Demokratie mitgestalten können. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist m.E. eine gute Daseinsvorsorge in allen Lebensbereichen, für deren Wiederbelebung ich mich seit langem einsetze. Seit 2018 engagiere ich mich in Dortmund für eine ethische Wirtschaftspolitik entlang der gesamten Lieferkette nach dem Modell der Gemeinwohlökonomie (GWÖ).
„Ich kämpfe für eine repräsentative Demokratie durch den systematischen Einsatz von Bürgerräten nach dem Beispiel des permanenten Bürgerdialogs in Ostbelgien. Eine weitere Herzensangelegenheit ist ein gesellschaftspolitischer Paradigmenwechsel in der Definition - und letztlich in der materiellen Bewertung - von gesellschaftspolitisch notwendiger Arbeit, beruflich wie ehrenamtlich erbracht.“

Franzi von Kempis
Ich kommuniziere Komplexes: Mit klarer Haltung, strategischem Gespür und dem gezielten Einsatz von KI. Als Politik- und Kommunikationsberaterin rüste ich Unternehmen, NGOs, Verbände, Parteien und Führungskräfte für wirksame (demokratische) Kommunikation auf. Meine Überzeugung: Demokrat*innen müssen anfangen, eigene Narrative zu setzen.
Was mich dabei antreibt ist, dass wir alle lernen können, Haltung zu zeigen und schwierige Gespräche zu meistern. Dazu berate ich auch Unternehmen, die sich klar für Demokratie positionieren wollen und schreibe den Newsletter Adé AfD. Einen persönlichen Werkzeugkasten dafür, wie wir alle uns für die Demokratie, Haltung und füreinander einsetzen können.
Zuvor war ich als gelernte Journalistin u.A. Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt e.V., Chefin vom Dienst für t-online.de und Leiterin des Daimler Mobility Labs. Meine vielleicht ungewöhnlichste berufliche Entscheidung: Im Pandemiewinter 2021meinen Job zu kündigen und in Berlin ein Impfzentrum zu leiten. Bekannt bin ich außerdem auch als Meinungsmacherin: In meinem Buch „Anleitung zum Widerspruch" liefere ich Argumente gegen Vorurteile & Populismus.

Roman Huber
„Ich suche nach der stimmigen Form, in der wir zusammen klüger und weiser handeln können. Und unsere Herzen und Geschichten mit hinein nehmen.“

Laila Knotek
Seit über zwei Jahren begleite ich die "Migrant*innensession beider Basel", ein Projekt des Vereins Mitstimme. Dabei setze ich mich für die politische Partizipation und Bildung von Menschen mit Migrationsbiografie ein. Zuvor habe ich bei der kantonalen Integrationsfachstelle Basel-Stadt ein wissenschaftliches Praktikum absolviert. Mitgestaltung und Mitsprache sind für mich von zentraler Bedeutung, weil sie die individuelle Entfaltung in einer Demokratie ermöglichen und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für eine sozial nachhaltige Gesellschaft leisten.

Andrew Holland
Seit Sommer 2017 bin ich Geschäftsführer der Stiftung Mercator Schweiz und war zuvor in unterschiedlichen Funktionen in Kultur und Kulturpolitik tätig, zuletzt leitete ich die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Ich habe Recht und Wirtschaft an der Universität St. Gallen und in Berkeley studiert und über Kunstförderung promoviert. Zudem arbeite ich als unabhängiger Berater für Organisations- und Strategieentwicklung in der Schweiz und im Ausland. Ich bin Dozent für Kulturpolitik, Konfliktmanagement und Verhandlungsführung, Präsident des Theaterhauses Gessnerallee in Zürich, Mitglied des Stiftungsrats der Schweizer Fotostiftung und Ratsmitglied bei Faktor D.
„Wir sind überzeugt von der Kraft von Kollaborationen: Wenn Akteur*innen über gesellschaftliche Sektoren hinweg zusammenarbeiten, ihre vielfältigen Expertisen, Perspektiven und Ressourcen bündeln, können zukunftsorientierte und breit abgestützte Strategien entstehen.“

Stefanie Rentsch
Menschen zusammenbringen und Gespräche ermöglichen - das mache ich als Programmleiterin seit sieben Jahren mit großer Freude für das Mitmach-Kultur-Politik-Glaubens-Festival "Deutscher Evangelischer Kirchentag", der alle zwei Jahre für fünf Tage rund 100.000 Menschen jedes Mal in einer neuen Stadt zusammenbringt. Davor habe ich im Wissenschaftsmarketing und der Öffentlichkeitsarbeit am Forum Transregionale Studien in Berlin mit Menschen aus vielen Ländern geisteswissenschaftliche Inhalte für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mein Herz schlägt für die Literatur und Kunst des 20. Jahrhunderts - und besonders für Frankreich.
„Die vielen Krisen lassen uns ohnmächtig und oft allein fühlen - umso wichtiger ist es, dass wir im Ringen um eine offene Gesellschaft nicht zu Einzelkämpfer*innen werden.“

Julia Niederberger
Ich arbeite für engage.ch vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente. Wir fördern das politische Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei verwenden wir einfache, alltägliche Kommunikationsmittel. Im Zentrum des Angebots steht unsere Onlineplattform www.engage.ch, auf der Anliegen und Ideen zu lokalen, regionalen und nationalen Themen einfach eingebracht werden können. Ich freue mich, diese Erfahrungen teilen zu dürfen.
„Durch den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch und dem darin geteilten Wissen erhoffe ich mir eine große Ansammlung an neuen Ideen, um zielgruppengerechte Lösungen zu entwickeln für die Teilhabe junger Menschen auf kommunaler Ebene. Der Innovationsprozess soll uns erlauben die unterschiedlichen Bedürfnisse junger Menschen besser zu verstehen und die Teilhabe effektiv zu fördern.“

Hannah Zacher
Ich arbeite im Überschneidungsbereich von Partizipation, Grundbildung und politischer Bildung. Ich möchte mithelfen, dass ALLE ihr Umfeld, ihren Lebensraum, ihre Gesellschaft, ihre politischen Systeme mitgestalten können. Dazu habe ich mit und für junge Menschen Teilhabemöglichkeiten auf der europäischen wie auf der lokalen Ebene organisiert. In Berlin arbeite ich nun daran, dass mehr Menschen sich in lokale Beteiligungsverfahren einbringen können. Mit dem Projekt "Leicht gemacht" habe ich meinen Fokus auf die Zielgruppe gering literalisierte Erwachsene verlagert.
„Um Demokratie zu stärken, sollten wir gemeinsam konstruktiv kritisch an ihr arbeiten. Das funktioniert meiner Ansicht nach am besten, wenn wir uns gegenseitig bestärken und im Wohlfühlen dazulernen können.“

Daniel Graf
Als „professioneller Aktivist“ beschäftige ich mich mit demokratischer Transformation. Dafür habe ich in der Schweiz den Inkubator PublicBeta.ch aufgebaut, die Plattform WeCollect.ch mit aktuell über 200 000 Nutzer:innen gestartet und die Stiftung direkte Demokratie.ch gegründet. Mit Maximilian Stern habe ich das Buch „Eine Agenda für eine digitale Demokratie“ geschrieben. Ich entwickle gerne Prototypen für Crowd-Projekte und nehme als Testpilot auch gerne Herausforderungen außerhalb meiner Komfortzone an. Als neurodivergente Person (ADHS) versuche ich, inklusive Räume zu schaffen, in denen sich Menschen wohlfühlen und ihr Potenzial entfalten können.
„Demokratie lebt von der Radikalität, Macht immer wieder neu zu verteilen.“

Felix Dietsch
Ich bin Felix Dietsch von POSITIF STUDIO und habe mich auf nachhaltige, soziale und partizipative Architektur sowie maßstabsübergreifende, interdisziplinäre Designprojekte und System Design spezialisiert. Die Arbeit im Kollektiv mit Integration aller Projektbeteiligten ist Basis meiner Arbeit – gemeinsame Visionen und kombinierte Fähigkeiten führen zu zukunftsfähigen, belastbaren und qualitativ hochwertigen Ergebnissen. Als externer Lehrbeauftragter lehre ich Industrial Design und System Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin und stehe den Programmen des Goethe Institut als Coach, Berater und Speaker zur Seite. Ausserdem organisiere ich in meiner Rolle als aktives Mitglied des SUSTAINABLE DESIGN CENTER u.a. Talk-Formate und Bildungsprojekte und setze mich so für die Sozial-Ökologische Transformation von Industrie und Gesellschaft ein.
„Als Spatial Designer setze ich mich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Lebensräume ein. Partizipation und Teilhabe sind dabei ein Schlüssel für soziale, ökologische und finanzielle Nachhaltigkeit. Ich freue mich auf die länderübergreifende Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen – nur gemeinsam lassen sich wichtige gesellschaftliche Visionen in die Realität umsetzen.“

Daniel Weimert
Mit meiner Arbeit möchte ich die Resilienz von Demokratien an der Schnittstelle von Technologie, Politik, Medien und Zivilgesellschaft stärken. Meine Schwerpunkte liegen auf Desinformation, Technologie- und Plattformregulierung, Künstlicher Intelligenz und hybriden Bedrohungen. Geprägt haben mich vielfältige internationale Erfahrungen im öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Sektor — u. a. bei Twitter, der Europäischen Kommission, der NATO und heute als Mitgründer und Co-Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation „codetekt“. Dort befähigen wir Menschen mit unserem Trust-Checking-Ansatz im Umgang mit (Des-)Informationen und ermöglichen bürgerschaftliches Engagement für eine aufgeklärte Gesellschaft.
„Mit meiner Arbeit möchte ich Menschen eine niedrigschwellige Möglichkeit geben, Informationen auf ihre Vertrauenswürdigkeit zu prüfen, um damit befähigt und gestärkt an unserer digitalen Debatte teilnehmen zu können!“

Benjamin Opratko
Ich bin aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie und kulturelle Organisation an der Leuphana Universität Lüneburg. Zuvor habe ich an der Universität Wien gearbeitet und dort u.a. das internationale Forschungsprojekt Cultures of Rejection koordiniert. Ich forsche zu den sozialen und kulturellen Bedingungen, unter denen autoritäre Politik erfolgreich ist, zu Rassismus und Populismus. Außerdem bin ich Redakteur der in Wien erscheinenden Zeitschrift Das Tagebuch.

Michael Jennewein
Ich komme aus Innsbruck in Tirol und bin am Rand der Stadt in einem kleinen Dorf aufgewachsen – gewissermaßen zwischen zwei Welten. Dieses „Zwischen-den-Welten“ zieht sich bis heute durch mein Leben: Zuerst im Studium zwischen Philosophie und Wirtschaft, später zwischen NGO und Politik sowie Wissenschaft und Verwaltung. Heute arbeite ich in der Welt der Think Tanks – zwischen Politik und Wissenschaft. Zunächst beim Momentum Institut, nun bei der Friedrich-Ebert-Stiftung im Projekt „Demokratie der Zukunft“. Ich verstehe mich als Brückenbauer und möchte das Verständnis zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft stärken – denn nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen.
„In Zeiten, in denen Demokratien durch autoritäre Regierungen ins Wanken geraten, dürfen demokratische Kräfte nicht länger nebeneinanderher arbeiten. Es braucht Mut zur Zusammenarbeit, strategisches Denken und gemeinsames Handeln – damit wir nicht nur Widerstand leisten, sondern wieder Hoffnung stiften.”

Kira Hoffmann
Seit 2019 brenne ich für Bürgerbeteiligung. Brücken zu bauen, Menschen zu empowern, verschiedenste Akteursgruppen zu vernetzen und dialogorientierte Räume zu gestalten, ist für mich die schönste Arbeit, die es gibt.
Neben der klassischen Partizipation schlägt mein Herz für den Klimagerechtigkeitsaktivismus. Mich fasziniert die Schnittstelle: Wie können unterschiedliche Praktiken - von Bürgerbeteiligung über digitales Campaigning bis hin zu Protest und grassroots Community Organizing sinnvoll zusammenwirken?
Genau an dieser Frage arbeite ich aktuell bei openPetition als Projektleitung bei der Demokrative. Ich freue mich auf den Austausch im Netzwerk, um diese vielfältigen Ansätze zusammenzubringen und wirksame Synergien zu schaffen!
„Wir müssen uns unbedingt mehr voneinander inspirieren lassen und wirkungsvoll zusammenarbeiten - denn lebendige Demokratie braucht das Zusammenspiel von ganz unterschiedlichen demokratischen Praktiken, von Begegnung bis Protest, von digitalem Campaigning bis zu lokalem Organizing.“

Maike Mehlis
Die aktuellen Zeiten verlangen mehr denn je, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern jeden Tag aufs Neue kollektiv für eine lebenswerte Zukunft zu kämpfen. Auch wenn der Gegenwind mitunter heftig ist. Im Kampagnenteam der Deutschen Umwelthilfe arbeiten wir tagtäglich daran, Menschen fürs Mitmachen zu begeistern und dadurch Veränderung möglich zu machen. Mich treibt die Überzeugung an, dass Selbstwirksamkeit der Schlüssel für gesellschaftlichen Wandel ist und wir Herausforderungen am besten begegnen, indem wir uns organisieren, einmischen und gemeinsam laut werden. Let's go!
„Gerade jetzt braucht es starke Bündnisse. Wer Demokratie, Klima und Natur schützen will, gewinnt nicht allein. Veränderung entsteht, wenn viele ihre Kräfte bündeln, voneinander lernen und gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft einstehen. Auch starker Gegenwind verliert an Wucht, wenn viele ihn gemeinsam tragen."

Andrea Marti
Ich bin schon zum zweiten Mal Praktikantin bei Faktor D in Bern und habe Internationale Beziehungen in Genf studiert. Zuletzt war ich neun Monate an der schweizerischen Botschaft in Indonesien tätig, wo ich mich vor allem mit Politik und Menschenrechten befasst habe – eine Erfahrung, die mein Interesse an internationaler Zusammenarbeit weiter vertieft hat. Nun engagiere ich mich bei Faktor D, weil mir die Stärkung der Demokratie am Herzen liegt und mich dabei die internationale Dimension besonders fasziniert. Ich freue mich, die Demokratie in diesen drei Ländern mitzugestalten – sowohl als engagierte Bürgerin als auch in meiner Arbeit bei Faktor D.
„Obwohl unsere Demokratien vermeintlich gefestigt sind, bleibt ihre Pflege wichtig, besonders während Demokratie global auf die Probe gestellt wird. Gemeinsam erreichen wir mehr – lasst uns an einem Strang ziehen!“

Elena Brehm
Mein Name ist Elena Brehm und besuche die 2. Klasse des Rechtszweig der VBS Schönborngasse. Ich war Teil des DMS jugendbeirats. Da bin ich das erste Mal so richtig mit Partizipation in Berührung gekommen. Ich fands sehr spannend dass man mir zu gehört hat und so "erwachsen" umgegangen wurde. Das Thema Jugendbeteiligung ist für mich wichtig, da ich glaube dass unsere Perspektiven und Ideen wertvoll für eine vielfältigere und inklusivere Gesellschaft sind. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Welt, in der junge Menschen aktiver in politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft zu gestalten.

Stefano Pedrazzi
Ich bin Vollblut-Wissenschafler mit Herz und Verstand, einem Auge auf digitalen Kommunikationsprozessen und einem Ohr für soziale Anliegen. Auf der Basis meiner Forschung entwickle ich – ganz ohne erhobenen Zeigefinger – eine Handvoll Empfehlungen und Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen. Ich beteilige mich an Debatten – mit Leib und Seele.
„Um die Welt zu retten, war der Zeichentrick-Held „Captain Planet“ auf die Kraft seiner fünf Freunde, die Erde, Feuer, Wind, Wasser und Liebe beisteuerten, angewiesen. Um die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern, benötigen auch wir ein starkes Netzwerk engagierter, kreativer und mutiger Köpfe aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft.“

Winfried Kneip

Sascha Nicke
In meiner Arbeit bei der Maecenata Stiftung fokussiere ich mich u.a. auf die Untersuchung und Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa. Darüber hinaus bin ich für die Entwicklung von Strategien zur Öffentlichkeitsarbeit und Dissemination für die Maecenata Stiftung und ihre Projekte verantwortlich.
Vor meiner Tätigkeit bei der Maecenata Stiftung arbeitete ich als Research Fellow und Koordinator für wissenschaftliche Begleitungen knapp sechs Jahre lang bei d|part, einem Think Tank für politische Partizipation in Berlin. Meine historische Ausbildung vollendete ich mit einer Promotion über theoretische und historische Identitätsvorstellungen.
„Die Zivilgesellschaft bildet die demokratische Infrastruktur und erfüllt wichtige Funktionen in unserer Gesellschaft. Es braucht uns alle Demokrat*innen zusammen, um sie weiter zu verbessern und gegen die laufenden Delegitimierungsversuche zu verteidigen."

Ina Vonach
Ich war schon immer offen gegenüber Neuem. Als ich 2023 durch Losverfahren für den Bürgerrat zum Thema Bildung in Vorarlberg ausgewählt wurde, habe ich die Chance gesehen meine Anliegen einzubringen, damit diese von der Politik behandelt werden. Bei Los Jetzt möchte ich mich dafür einsetzen, dass Jugendliche mehr gehört werden.
„Ich finde es zu wenig sich nur aufzuregen, man sollte selbst aktiv werden.“

Prof. Dr. Lars Castellucci
Ich bin seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2025 Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen u. a. Menschenrechte, gesellschaftlicher Zusammenhalt und eine starke Zivilgesellschaft. Ein Herzensanliegen ist für mich die Beteiligung junger Menschen an Politik. Dafür engagiere ich mich unter anderem als Vorsitzender des Vereins Pizza & Politik e. V., wo junge Menschen mit Politiker*innen in direkten Austausch gebracht und gefördert werden. Zuvor habe ich als Professor für Nachhaltiges Management gearbeitet.
„Eine gute Zukunft und gesellschaftlicher Fortschritt sind möglich, wenn viele Menschen die Zukunft unseres Landes mitgestalten können."

Elena Allendörfer
Als Kampagnen-Leiterin arbeite ich an der Schnittstelle von Campaigning, Community-Aufbau und politischer Teilhabe. Ich verantworte den Aufbau, die Pflege und das strategische Wachstum politischer Communities und entwickle kampagnenfähige Formate, die Mobilisierung mit nachhaltigem Engagement verbinden. Dabei geht es mir nicht nur darum, Reichweite oder Beteiligungszahlen zu erhöhen, sondern darum, dauerhafte Beziehungen zwischen Bewegung und Basis aufzubauen.
„Lasst uns die Mauern zwischen Communities einreißen! Mehr denn je braucht Demokratie heute vernetzte Bewegungen, geteilte Strategien und kollektive Stärke.“

Maja Kos
Mein beruflicher Weg verbindet Sprache, Literatur, Projektarbeit mit gesellschaftlichem und internationalem Engagement. Im NGO-Sektor habe ich Projekte zu Jugendbeteiligung, Diversität, Inklusion und partizipativer Entwicklung geleitet und an der Entstehung des Balkannetzwerks für lokale Demokratie mitgewirkt. Besonders prägend war meine Arbeit auf internationaler Ebene, wo ich Trainings zu Dialog, Zusammenarbeit und Friedensarbeit durchgeführt habe. Mich motiviert die Überzeugung, dass Menschen durch Teilhabe, Wissen und Dialog Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Heute leite ich die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek in Hoyerswerda, wo ich meine Leidenschaft für Literatur mit strategischer Entwicklung und Teamführung verbinde.Mich prägt zudem die tiefe Überzeugung, dass Dialog und Partizipation zentrale Grundlagen für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft sind.
„Ich setze mich dafür ein, partizipative Planungsprozesse als universelles Prinzip zu stärken – in dem Verständnis, dass die Einbindung der von Entscheidungen betroffenen Menschen zu besseren, nachhaltigeren Ergebnissen führt. Städte und Systeme sollten an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sein, und genau dies ermöglicht partizipative Planung in Verbindung mit offener Dialogkultur."

Artan Islamaj
Als migrantisierte Person in der Schweiz, sind mir Blindflecken und Leerstellen innerhalb unserer Demokratien und demokratischen Institutionen stets aufgefallen. Bei Operation Libero gehen wir genau diese Leerstellen an, denn wir stehen für eine offene und fortschrittliche, liberale und gerechte Gesellschaft, in der sich jeder Mensch frei entfalten kann und gleich an Würde und Rechten ist.
„Zu Zeiten, in denen Demokratien - global gesehen - durch anti-demokratische Kräfte, wie Rechtspopulisten und Autokraten, immer mehr in Bedrängnis geraten, ist es an uns nicht nur diese Angriffe abzuwehren sondern auch Lücken in unseren Demokratien zu füllen. Bestes Beispiel dazu: Unsere Demokratie-Initiative, die einem Viertel der ständigen Bevölkerung in der Schweiz einen erleichterten Zugang zur Einbürgerung ermöglichen will.“

Natascha Strobl
Ich bin Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus. Seit 2014 habe ich mehrere Bücher veröffentlicht, darunter im Jahr 2021 den Beststeller „Radikalisierter Konservatismus" im Suhrkamp Verlag.
„Es braucht Antifaschismus und eine gerechte Welt."

Othmar Karas
Als Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments a.D. gelte ich weiterhin als einer der renommiertesten Experten für europäische Fragen. Seit Oktober 2024 leite ich als Präsident das European Forum Alpbach. Von 1999 bis 2024 war ich Abgeordneter zum Europäischen Parlament – als längstdienender österreichischer EU-Abgeordneter und einziger Österreicher, der drei Mal in das Präsidium des Europäischen Parlaments gewählt wurde. 25 Jahre war ich Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses im Europäischen Parlament. Dort wirkte ich vor allem als führender Gestalter der heute gültigen Finanzmarktregulierung. Ich war Chefverhandler für die Bankenregulierung nach der Finanzkrise 2008, für EU-Investitionsprogramme sowie für die gesamte EU-Finanzmarktaufsicht. Neben meiner europapolitischen Tätigkeit bin ich seit 1998 Präsident des Hilfswerk Österreich.
„Europa soll mutiger, geeinter und handlungsfähiger werden – für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde. Entscheidend ist, die großen Herausforderungen unserer Zeit mit europäischen Antworten zu lösen und Vertrauen in Politik und Institutionen zurückzugewinnen.“

Rebekka Dober
Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von YEP, einem mehrfach prämierten Sozialunternehmen, das inklusive Partizipationsprozesse aufsetzt, um die Stimme der Jugend in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einzubringen und die Generationen wieder zu verbinden. In den letzten fünf Jahren hat YEP über 300 solcher Beteiligungsprozesse umgesetzt und hat die größte Reichweite unter jungen Menschen in ganz Österreich. Dazu zählen u.a. bedeutende Projekte wie die Beteiligung Jugendlicher am offiziellen Lehrplan Österreichs im Auftrag des BMBWF und die größte Finanzbildungsstudie des Landes. Für meine Arbeit wurde ich 2022 als internationale Ashoka Fellow ausgezeichnet und in die Liste der Top 100 Social Entrepreneurs aufgenommen.
„Wir wollen, dass junge Menschen wieder an die Demokratie glauben können und verstehen: Ich bin ein Teil davon und ich kann etwas verändern.“
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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