Mitmacht 2026

Demokratie (er)leben – Wie Sozialunternehmer*innen Demokratie fördern

Sozialunternehmer*innen als Gestalter*innen demokratischer Innovation.

Kristina Krömer
Yannick Fischer
tba
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SRH University Campus Berlin
SRH University Campus Berlin
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Foto Yannick: We're Different Agency I Foto Kristina: Sandra Spindler

Ashoka ist eine globale Organisation, die rund 4.000 Gründer*innen gemeinnütziger Organisationen aus 99 Ländern unterstützt, die mit einer systemverändernden Vision arbeiten. Wir nennen sie Ashoka Fellows. Gemeinsam entwickeln und verbreiten sie innovative Ansätze, um gesellschaftliche Herausforderungen langfristig zu verändern – von Bildung und Klimaschutz über Migration bis hin zu Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.

Mit dem Participation Hub, Ashokas Leuchtturmprojekt für demokratische Innovation, haben wir in den vergangenen Jahren unsere europäische Gemeinschaft von Ashoka Fellows zusammengebracht. In Retreats, Workshops und Dialogen haben wir untersucht, wie eine starke paneuropäische Demokratie-Community aufgebaut werden kann. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche Narrative prägen Demokratie heute? Welche neuen Formen der Beteiligung entstehen? Und wie können soziale Innovationen Vertrauen, Handlungsmacht und demokratische Teilhabe stärken?

In der „Mitmacht-Session“ möchten wir zentrale Erkenntnisse aus diesem Prozess vorstellen und gemeinsam mit Ashoka Fellow Kristina Krömer ein konkretes Beispiel für soziale Innovation im Bereich Demokratiearbeit beleuchten.

Kristina hat eine Methode entwickelt, mit der das Prinzip von Bürger*innenräten in den Alltag übertragen wird und ein konstruktives, kollektives Stimmungsbild zu gesellschaftlichen Kontroversen entstehen kann.

Nach einer ersten Perspektive auf demokratische Innovationen und gesellschaftliche Trends in Europa tauchen wir tiefer in die Praxis demokratischer Beteiligung ein. Ausgehend von Kristinas Arbeit beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie erleben Bürger*innen Demokratie im Alltag, und was braucht es, damit Menschen sich tatsächlich als handlungsfähig erleben?

Ziel der Session ist es, einen offenen Raum für kollektives Lernen, Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Ansätze für demokratische Innovation in Europa zu schaffen.

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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.

Speaker*innen

Kristina Krömer

metro polis e.V.

Yannick Fischer

Ashoka

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„Was zieht? Gute Praxis für demokratische Kommunikation in 7 Minuten“

Demokratische Kommunikation wirkt dann, wenn sie verständlich ist, emotional anschlussfähig bleibt und Menschen tatsächlich erreicht. Diese Veranstaltung macht konkretes Wissen und erprobte Ansätze von Expert*innen in je 7 Minuten sichtbar und für andere direkt anwendbar.

Dienstag
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3.3.2026
16:00–18:00 Uhr
Zur Veranstaltung
Dienstag

Während autoritäre Bewegungen strategisch, einfach und emotional kommunizieren, bleiben demokratische Inhalte oft komplex, reaktiv und fragmentiert. Das kostet Reichweite, Anschlussfähigkeit und Wirkung.

 

In unserem Open Call für ein kommunikatives Toolkit für die Demokratie haben sich rund 150 Menschen beworben. Die Resonanz macht deutlich: Im Netzwerk steckt weit mehr Wissen, Erfahrung und kommunikatives Handwerk, als ein einzelner Prozess abbilden kann. Dieses Wissen wollen wir sichtbar und für viele zugänglich machen.

 

Die Idee ist einfach: Kommunikationsprofis, Kreative und Strateg*innen aus dem Netzwerk teilen ihre Erfahrungen kompakt und auf den Punkt. 7 Minuten für ein zentrales Learning, 3 Minuten für Austausch und Feedback. Hier kommen Menschen zusammen, die wirkungsvolle Inhalte und Narrative durch Sprache und multimediale Formate entwickeln – und solche, die sich inspirieren lassen und konkretes Handwerkszeug für ihre eigene Arbeit mitnehmen möchten.

 

Die Veranstaltung macht erprobte Ansätze sichtbar, zeigt, was funktioniert, beschleunigt gemeinsames Lernen und verbindet Praxis mit strategischer Weiterentwicklung. Denn je mehr Menschen ihr Wissen teilen und sich verbinden, desto wirkungsvoller können wir demokratische Narrative zurück in den öffentlichen Diskurs bringen.

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„Macht der Emotionen – zwischen Freude und Flow“

Wenn Motivation ansteckt (und Flow nicht nur im Yoga passiert)

Gefühle bewegen Politik – doch nicht jedes gute Gefühl bedeutet Gutes. Dr. Josef Merk und Elena Allendörfer zeigen, wie Emotionen wirken, täuschen und verbinden können.

Mittwoch
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21.1.2026
16:00–17:30 Uhr
Vortrag
Zur Veranstaltung
Vortrag
Mittwoch
Wenn Motivation ansteckt (und Flow nicht nur im Yoga passiert)

Gefühle sind überall – in Wahlkämpfen, in Protesten, in den sozialen Medien. Sie treiben uns an, bringen uns zusammen oder gegeneinander auf. Doch was passiert, wenn wir sie nicht nur spüren, sondern wirklich verstehen wollen?

In der Online-Veranstaltung „Macht der Emotionen – zwischen Freude und Flow“ geht es darum, wie Gefühle in Demokratie und Engagement wirken – und warum sie oft widersprüchlich sind. Freude, Stolz oder Macht können Menschen verbinden, aber auch blenden. Wie erkennen wir, wann Emotionen uns tragen – und wann sie uns verführen?

Der Psychologe Dr. Josef Merk erklärt, was in uns passiert, wenn Gefühle motivieren – und warum sich auch trügerische Emotionen „richtig“ anfühlen können. Er zeigt, wie wir unsere inneren Reaktionen besser wahrnehmen, einordnen und nutzen können, ohne uns von ihnen treiben zu lassen. Elena Allendörfer, Leitung Kampagnen und Strategin für gesellschaftliches Engagement, bringt die Perspektive aus der Praxis ein: Wie lassen sich Emotionen in Bewegung übersetzen, ohne sie auszubeuten? Wie kann Begeisterung nachhaltig wirken und Menschen für etwas gewinnen? Sie zeigt, wie positive Energie in gemeinsames Handeln übersetzt werden kann – ohne Manipulation, mit Haltung und Humor.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Menschen bewegen wollen: in der Bildungsarbeit, im Campaigning, in Organisationen oder Initiativen. Sie lädt dazu ein, Emotionen nicht zu fürchten – sondern als kluge, lebendige Kraft für Demokratie zu entdecken.

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„Nachrichtenmüdigkeit. Diagnose & Therapie“

Wie wir die Lust auf Nachrichten zurückgewinnen – Erkenntnisse und Ideen im Dialog

Immer mehr Menschen schalten ab: Warum macht uns Nachrichtenkonsum müde – und wie lässt sich das ändern? Expert*innen diskutieren Ursachen und Wege aus der Müdigkeit.

Dienstag
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2.12.2025
18:30 Uhr
Diskussion
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Diskussion
Dienstag
Wie wir die Lust auf Nachrichten zurückgewinnen – Erkenntnisse und Ideen im Dialog

Immer mehr Menschen wenden sich von klassischen Nachrichtenmedien ab – sei es aus Überforderung, Langeweile oder Frustration. Diese „Nachrichtenmüdigkeit“ betrifft nicht nur das Publikum, sondern auch Medienhäuser, Politik und Bildung. Was steckt dahinter, und wie lässt sich das Vertrauen in den Journalismus wiederherstellen?

Prof. Dr. Mark Eisenegger (FÖG, Universität Zürich) eröffnet die Veranstaltung mit einem Einblick in aktuelle Studien zur Nachrichtenmüdigkeit im deutschsprachigen Raum. In der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchten Prof. Dr. Anna Jobin (Präsidentin Eidgenössische Medienkommission), Andrina Schmid (Use the News), Jürg Steiner (hauptstadt.be) und Pascal Nufer (SRG), welche Strategien von Medien, Politik und Bildung umgesetzt werden können, um das Publikum wieder für Nachrichten zu gewinnen.

Für alle, die sich für Journalismus, Medienwandel und gesellschaftliche Kommunikation begeistern, bietet die Veranstaltung spannende Einblicke. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Projekt „NewsMaker“ kennenzulernen. Es ist im zweiten Innovationsprozess von Faktor D als Antwort auf die Nachrichtenmüdigkeit entstanden.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem MILEVA INSTITUT für Digitales und Gesellschaft, dem Museum für Kommunikation Bern und Faktor D. Sie wurde moderiert von Frziska Oehmer-Pedrazzi und Stefano Pedrazzi.

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„Zwischen Ohnmacht, Angst und Panik“

Was hindert uns eigentlich daran, gemeinsam die Demokratie zu retten?

Maximilian Hempt und Daniela Ingruber zeigen, was hinter diesen Emotionen steht, wie wir sichere Räume schaffen und dadurch demokratische Resilienz fördern können.

Mittwoch
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5.11.2025
16:00–17:30 Uhr
Vortrag
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Vortrag
Mittwoch
Was hindert uns eigentlich daran, gemeinsam die Demokratie zu retten?

Wut, Angst oder Ohnmacht prägen nicht nur unser persönliches Erleben, sondern auch die Stabilität unserer Demokratie. In Zeiten überlagernder Krisen wächst der Wunsch nach Sicherheit – und mit ihm die Gefahr gesellschaftlicher Spaltung. Der Therapeut Maximilian Hempt und die Demokratie- und Kriegsforscherin Daniela Ingruber zeigen uns Strategien, um Emotionen als politische Realität anzuerkennen, statt sie zu verdrängen, und kollektive Traumata bewusst zu bearbeiten, statt sie unbewusst weiterzutragen.

Sie zeigen, wie wir sichere Räume schaffen, in denen Austausch, Vertrauen und gemeinsame Reflexion möglich werden. Diese Räume sind keine Rückzugsorte, sondern Teil einer aktiven Strategie für demokratische Resilienz: Wer emotionale Prozesse versteht, kann Konflikte besser gestalten und solidarische Antworten auf Unsicherheit finden.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Demokratiearbeit, Bildung oder gesellschaftliches Engagement traumainformiert und strategisch weiterdenken wollen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

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Kristina Krömer
Yannick Fischer
Portrait Kristina Krömer