NGOs werden immer mehr zur Zielscheibe von rechtsextremen Akteur*innen. Welche Strategien stecken dahinter, und wie können Organisationen reagieren, ohne sich einschüchtern zu lassen oder in die Rechtfertigungsfalle zu stolpern?
In den letzten Jahren werden Angriffe auf NGOs und gemeinnützige Organisationen immer strategischer geführt. Doxing, parlamentarische Anfragen oder gezielte Kampagnen haben ein klares Ziel: Sie versuchen die Zivilgesellschaft einzuschüchtern, zu delegitimieren und zu zermürben.
Die Zivilgesellschaft ist aber nicht hilflos. Wer sich fürs Gemeinwohl einsetzt, sollte das tun können, ohne Angst vor Hass, Hetze oder persönlicher Bedrohung haben zu müssen.
In dieser Session stellen wir einen Leitfaden vor, der hilft, besser auf Angriffe zu reagieren. Wir teilen unser Erfahrungswissen zu typischen Angriffsstrategien, zeigen konkrete Gegenmaßnahmen und geben Tipps für die Kommunikation: Wann reagieren und wann nicht? Wie Haltung zeigen, ohne sich zu rechtfertigen? Wie handlungsfähig bleiben, ohne den Konflikt zu eskalieren?
Gemeinsam mit dem Publikum diskutieren wir, wie Organisationen sich vorbereiten können, solidarisch reagieren und Angriffe als das benennen, was sie sind: Angriffe auf demokratische Infrastruktur.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Sprechen & Zuhören über alles, was die Wahlergebnisse in uns auslösen
Die Wahlen sind vorbeiund wir alle haben viele Gedanken und Gefühle, die geteilt werden wollen. Dieser Workshop öffnet den Raum dafür. Mit Kai Schächtele von Mehr Demokratie!
Wahlen wirken nach. Wenige Tage nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin laden wir zu einem besonderen Gesprächsraum im Format Sprechen & Zuhören ein.
Hier geht es nicht um Strategien und nicht ums Argumentieren, sondern ums Erleben. Jede Person hat gleich viel Zeit. Der Fokus liegt auf den eigenen Empfindungen. Ob Trauer, Angst, Wut, Ohnmacht und Erschöpfung oder Zuversicht und Erleichterung: Alles hat Platz. Ein geschützter Raum zum Teilen, Zuhören und Durchatmen.
Allzeitorte: Räume für das Miteinander schaffen
Das Programm Allzeitorte bringt Freizeit- oder Alltagsorte, Soziokultur und politische Bildung zusammen – für Räume echter Begegnung und gelebten Miteinanders. Mit Barbara Bichler und Kristina Rahe von Bundesverband Soziokultur e.V.
Das Miteinander lebt von Begegnung. Dafür braucht es Orte, an denen Begegnungen möglich sind – und gemeinsame Ideen, die Menschen über die zufällige, flüchtige Begegnung hinaus in Verbindung bringen: Allzeitorte.
"Gemeinsam mehr bewegen" bringt Trios aus Freizeit- oder Alltagsort, Soziokultur und politischer Bildung zusammen, um genau das zu schaffen. An einem Ort, an dem sich Menschen alltäglich aufhalten, finden unterschiedliche Menschen durch Fragen, die sie persönlich umtreiben, und durch Angebote für alle ins gemeinsame Handeln und gestalten so zusammen ihren Ort des demokratischen Miteinanders.
Im Workshop setzen wir uns damit auseinander, wie alltägliche Orte zu Räumen der Begegnung werden, was es dafür braucht, und welche Stärken Soziokultur und politische Bildung gerade in der aufsuchenden Arbeit mitbringen.
"Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen" ist ein Förderprogramm des Bundesverbands Soziokultur e.V. und der Robert Bosch Stiftung GmbH.
Mini-Ting: ein Vertrauensexperiment mit Geld
Ein Vertrauensexperiment zu Geld, Bedarf und demokratischer Teilhabe.
Mini-Ting ist eine Installation und ein Vertrauensexperiment in Echtzeit.
Ein offener Geldtopf mitten im Festivalgeschehen: Ab 2 EUR kann jede und jeder mitmachen. Wer Bedarf oder Lust hat, nimmt heraus, was er oder sie braucht. Bis 250 EUR pro Person und Tag – keine Jury, keine Begründung. Nur eine Notiz, wofür.
Diese Notizen sind ein Teil des Experiments. Sie zeigen, ob Vertrauen trägt, und wofür Menschen Geld brauchen.
Was hier sichtbar wird, ist auch eine demokratische Frage: Wem trauen wir zu, Geld sinnvoll zu verwenden? Wer entscheidet, was Bedarf ist? Was passiert, wenn Umverteilung nicht über Institutionen, sondern von Mensch zu Mensch läuft?
Aus früheren Durchläufen wissen wir: Es entstehen Momente der Irritation, der Überraschung, manchmal gibt es Tränen. Wir vertrauen dem Geld oft stärker als unseren Mitmenschen. Mini-Ting dreht das spielerisch um.
Es gibt zwei Modi:
Selbsterklärend: Die Installation steht offen zugänglich, mit Spielregeln und einer Box für Wünsche und Rückmeldungen.
Betreut: Wir sind vor Ort, geben Anstoß, beobachten und kommen mit den Mitmachenden ins Gespräch.
Demokratie (er)leben – Wie Sozialunternehmer*innen Demokratie fördern
Können soziale Innovationen Demokratie stärken? Ashoka zeigt, wie Sozialunternehmer*innen neue Wege für Beteiligung, Vertrauen und gesellschaftlichen Wandel entwickeln. Mit Kristina Krömer von metro polis e.V. und Yannick Fischer von Ashoka.
Ashoka ist eine globale Organisation, die rund 4.000 Gründer*innen gemeinnütziger Organisationen aus 99 Ländern unterstützt, die mit einer systemverändernden Vision arbeiten. Wir nennen sie Ashoka Fellows. Gemeinsam entwickeln und verbreiten sie innovative Ansätze, um gesellschaftliche Herausforderungen langfristig zu verändern – von Bildung und Klimaschutz über Migration bis hin zu Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.
Mit dem Participation Hub, Ashokas Leuchtturmprojekt für demokratische Innovation, haben wir in den vergangenen Jahren unsere europäische Gemeinschaft von Ashoka Fellows zusammengebracht. In Retreats, Workshops und Dialogen haben wir untersucht, wie eine starke paneuropäische Demokratie-Community aufgebaut werden kann. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche Narrative prägen Demokratie heute? Welche neuen Formen der Beteiligung entstehen? Und wie können soziale Innovationen Vertrauen, Handlungsmacht und demokratische Teilhabe stärken?
In der „Mitmacht-Session“ möchten wir zentrale Erkenntnisse aus diesem Prozess vorstellen und gemeinsam mit Ashoka Fellow Kristina Krömer ein konkretes Beispiel für soziale Innovation im Bereich Demokratiearbeit beleuchten.
Kristina hat eine Methode entwickelt, mit der das Prinzip von Bürger*innenräten in den Alltag übertragen wird und ein konstruktives, kollektives Stimmungsbild zu gesellschaftlichen Kontroversen entstehen kann.
Nach einer ersten Perspektive auf demokratische Innovationen und gesellschaftliche Trends in Europa tauchen wir tiefer in die Praxis demokratischer Beteiligung ein. Ausgehend von Kristinas Arbeit beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie erleben Bürger*innen Demokratie im Alltag, und was braucht es, damit Menschen sich tatsächlich als handlungsfähig erleben?
Ziel der Session ist es, einen offenen Raum für kollektives Lernen, Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Ansätze für demokratische Innovation in Europa zu schaffen.
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