Luca Piwodda ist ehrenamtlicher Bürgermeister in seiner Heimatstadt Gartz (Oder) im Nordosten Brandenburgs. Er startet viele neue Beteiligungsmodelle wie Bürgersprechstunden, Kaffeeklatsch oder digitale Wochenberichte sowie seine eigene Partei, die Freiparlamentarische Allianz (FPA). Damit gestaltet er eine Blaupause für neue Politikansätze, gerade für den ländlichen Raum.
In seinem Workshop spricht er darüber, wie Gestaltung vor Ort heute funktionieren kann und wie man einen Aufbruch gestaltet. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird diskutiert, reflektiert und daraus werden neue Ideen entwickelt.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Wie kannst du die Beziehung zu Unterstützer*innen vertiefen?
In einer schnelllebigen Aufmerksamkeitsökonomie fragt der Workshop, wie Organisationen echte Beziehungen zu Unterstützer*innen aufbauen und ihre Stimmen hörbar machen können. Mit Florian Engel von More Onion.
Wir leben in Zeiten von Reels, walled gardens und einem schnelllebigen News Cycle. Aufmerksamkeit wird in Sekunden gemessen und als zentrale Währung gehandelt. Entsprechend richten sich Budgets und Kommunikationsstrategien zunehmend auf diese kurzen Momente aus.
Dabei gerät ein zentraler Teil von Kampagnenarbeit oft in den Hintergrund: die Beziehung zu Unterstützer*innen. Genau diese Menschen sind es jedoch, deren Stimmen wir als Organisationen hörbar machen müssen.
Aber wie kann das in der Praxis gelingen? In diesem Workshop lernst du, aufbauend auf vielen Jahren Erfahrung, wie Organisationen stärker auf ihre Unterstützer*innen eingehen können und durch kreative Mitmach-Formate nachhaltige Bindung aufbauen. Unter dem Schlagwort Supporter Journeys beschäftigen sich Organisationen mit einer Team-übergreifenden Planung, bei der Unterstützer*innen im Mittelpunkt stehen.
Neben konkreten Konzepten entwickeln wir gemeinsam Ideen für deine Organisation: Wie kannst du Beziehungen vertiefen, und was kannst du deinen Unterstützer*innen im Gegenzug zurückgeben?
Der Auftaktabend von Mitmacht 2026 x reCampaign
Vielleicht ist es Zeit, andere Fragen zu stellen. Im demokratischen Feld fehlt es weder an Wissen noch an Engagement. Entscheidend wird, ob aus vielen guten Ansätzen mehr gemeinsame Handlungsfähigkeit entsteht.
Zum Auftakt von Mitmacht richten wir den Blick auf die Machtfrage – im Gespräch, im Erleben und in persönlichen Geschichten. Ausgangspunkt ist eine Beobachtung, die viele teilen: Erschöpfung, Fragmentierung und das Gefühl, permanent in der Defensive zu sein während autoritäre Kräfte strategisch, emotional und organisiert auftreten. Wir möchten deshalb den Fokus darauf legen, was uns Zuversicht gibt, welche Macht jede*r von uns bereits hat und wie daraus gemeinsame Handlungsmacht wird.
MdB Lars Castellucci setzt zu Beginn des Abends einen politischen Impuls über Zuversicht als politische Ressource und die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können.
Anschließend geht es für uns alle raus aus dem Zuhörmodus: Die Radikalen Töchter bringen uns mit einem politischen Speed-Dating miteinander ins Gespräch. Denn Mitmacht beginnt nicht erst im Workshop am nächsten Morgen. Es beginnt direkt dort, wo Menschen einander begegnen, Energie entsteht und aus „man müsste mal“ ein „lass uns machen“ wird.
Demokratische Macht heißt dementsprechend auch, dass wir die Wirklichkeit mitgestalten können und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Jolanda Spiess, Büsra Sayed und Josef Adugna, drei Personen aus drei unterschiedlichen Bereichen, erzählen in je sieben Minuten von persönlichen Momenten des Wirksamwerdens: Was gab den Ausschlag? Wodurch wurde plötzlich etwas möglich? Und wann war klar: Hier bewegt sich wirklich etwas?
Nach den Erzählungen schaut Susanne Nasr vom Business Council for Democracy in einer Austauschrunde mit den drei Beitragenden nochmal genauer hin und fragt: Welche Hebel, Ressourcen und Beziehungen haben für sie den Unterschied gemacht? Und wie können wir daraus kollektive Strategien entwickeln, mit denen wir gemeinsam mehr bewegen?
Zum Abschluss des Abends sind wir alle nochmal gefragt. Gemeinsam mit den Radikalen Töchtern werden wir lernen, dass Mut ein Muskel ist, den wir trainieren können und, wie das geht. Für einen gemeinsamen, mutigen Einstieg ins Festival.
Dazwischen und danach gilt: Leute kennenlernen, weiterreden, essen, lachen, Ideen spinnen und vielleicht schon die ersten gemeinsamen Pläne schmieden. Denn Mitmacht ist Arbeitsraum, Begegnungsraum und Fest zugleich.


