
In diesem Jahr startet der Hub für demokratische Kultur (Arbeitstitel) – eine trinationale Plattform, die Vernetzung, Kooperation und gemeinsames strategisches Wirken im deutschsprachigen Raum befördert. Die Vision: Eine partizipative Demokratie, in der alle immer mitgestalten können. In dieser Veranstaltung stellen wir unsere Ideen vor.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
„Glaubst du noch oder checkst du schon?“
Kann man denn noch irgendwem trauen? Wir fragen, wie wir im KI-Zeitalter mit Desinformation umgehen müssen. Wie schützt uns der Staat vor Fake News? Und was können wir von Taiwan lernen?
Kann man denn noch irgendwem trauen? Im KI-Zeitalter ist die Frage, wie wir mit Desinformation umgehen müssen, drängender denn je. Wie schützt uns der Staat vor Fake News und was können wir von Taiwan lernen? Welche (falschen) Informationen schwirren auf Social Media herum und wie beeinflussen sie junge Menschen? Und schließlich: Kann uns KI in diesem Wirrwarr von wahr und falsch weiterhelfen? Unsere Expertinnen aus Deutschland und Österreich geben Antworten: Charlotte Freihse von der Bertelsmann Stiftung beleuchtet die Rolle des Staates im DACH-Raum und erklärt, welche Maßnahmen gegen Desinformation ergriffen werden können. Evelyn Hemmer und Lisa-Marie Gotsche vom Digitalverlag Hashtag Media kennen die täglichen Herausforderungen mit Fake News auf TikTok und tauchen mit uns in das populistische Rabbit Hole ein. Zum Abschluss gibt uns Vera Schmitt von der Technischen Universität Berlin einen Einblick in KI-Tools und zeigt Möglichkeiten auf, wie sich Desinformation mit KI erkennen lässt.
„Er ist weiß, männlich und aus Amerika“
Wäre KI ein Mensch, wäre sie wohl ein weißer Mann mit ziemlich vielen Vorurteilen. Wir beleuchten, wie sich diese Problematik in der echten Welt auszeichnet, wer eigentlich hinter dem Training von KI steckt und wie Wege aus der Diskriminierung aussehen.
Wäre KI ein Mensch, wäre sie wohl ein weißer, amerikanischer Mann mit ziemlich vielen Vorurteilen. Und das ist ein Problem. Denn auf dieser einseitigen Grundlage werden heute immer mehr Entscheidungen getroffen und Meinungen geprägt. Welche Auswirkungen hat diese Realität? Wer steht eigentlich hinter den Trainings von KI? Und unter welchen Bedingungen finden diese statt? Zusammen mit dem Forscher, Künstler und Filmemacher Bruno Moreschi werden wir einen Blick auf die Entstehung von KI-generierten Inhalten werfen und in einem Mini-Workshop selbst erleben, wie Bilder und damit Wahrheiten geschaffen werden. Doch wie können Wege aus einer einseitigen, diskriminierenden KI aussehen? Wie können wir sie bewusst und sinnvoll einsetzen? Diese Perspektive wird Jessica Wulf, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO, einbringen. Sie hat vorher bei AlgorithmWatch gearbeitet und beschäftigt sich nun mit Partizipationsformaten und gesellschaftlichen sowie ethischen Fragen rund um KI-Systeme.
„Unheil oder Geil“
Das Potenzial von KI, unsere Demokratien umfassend zu verändern, ist groß. Aber in welchem Sinne wird dieses Potenzial genutzt werden? Herausforderungen und Potentiale beleuchten wir mit Odin Mühlenbein, dem Leiter des AI Labs bei Ashoka.
Das Potenzial von KI, unsere Demokratien umfassend zu verändern, ist groß. Aber in welchem Sinne wird dieses Potenzial genutzt werden? Und wie einfach ist es eigentlich, mit den neu entstehenden Technologien einen Schaden anzurichten? Wie können wir andersherum positiv auf die Veränderungen einwirken? Und welche Werkzeuge helfen dabei? Wir wollen uns mit der Kraft von KI auseinandersetzen und die Chancen von Künstlicher Intelligenz für eine starke Demokratie in den Blick nehmen. Odin Mühlenbein ist Enthusiast für soziale Innovation und KI sowie Leiter des AI Labs bei Ashoka, dem weltweit größten Netzwerk sozialer Unternehmer. Er beantwortet unsere Fragen, macht uns sichtbar, wie einfach es „die Bösen“ haben und zeigt uns Tools, mit denen wir effizient an unseren demokratischen Zielen weiterarbeiten können.
„Wieso ist Populismus Pop?“
Trump, Meloni, Orbán – sie sind beliebt, sie sind erfolgreich, sie sind Popstars der Politik. Populistische Figuren feiern allerorts Wahlsiege und kapern Diskurse. Höchste Zeit also, dass wir uns mit ihnen und ihrer Wirkungsmacht auseinandersetzen.
Populismus ist allgegenwärtig. Überall schießen populistische Figuren aus dem Boden und genießen neben großer Aufmerksamkeit auch immer häufiger große Zustimmung. Kurz gesprochen: Populismus ist Pop!Aber warum ist das so? Wer lässt sich schnell von populistischem Sprech überzeugen? Und muss Populismus mit seinen eigenen Waffen bekämpft werden? Wir fragen den österreichischen Soziologen Benjamin Opratko, wie sich der Populismus in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausprägt. Danach ordnet einer der bekanntesten Vertreter der progressiven Schweizer Männerbewegung, Markus Theunert, für uns ein, wieso speziell Männer eine Affinität zu autoritären populistischen Figuren haben, und wie wir diese Dynamiken durchschauen und durchkreuzen können. Die deutsche Autorin und Journalistin Özge İnan hinterfragt schließlich die harte Kante gegen alles, was mit Populismus beschimpft wird. Sie plädiert: „Wir müssen die Suche nach der Wahrheit wieder sexy machen!“Danach ist Raum für eine offene Diskussion mit den Sprecher*innen. Willkommen sind alle, die sich in einer vertieften Form mit der Popularität des Populismus speziell im DACH-Raum beschäftigen wollen.





