Das zunehmende Interesse an Dritten Orten basiert unter anderem auf der Idee, dass sie als demokratische Aushandlungsorte gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und der zunehmenden Vereinzelung entgegenwirken. Doch um dieses Potenzial zu entfalten, müssen Menschen dort tatsächlich in tieferen Austausch miteinander kommen. Das gestaltet sich in der Realität oft schwieriger als es klingt.
Die JoDDiD hat es sich zur Aufgabe gemacht, ästhetische und raumbezogene Materialien zu entwickeln, die genau diesem Zweck dienen: Interaktion zu politischen Themen im öffentlichen Raum zu initiieren.
Im Beitrag können nach einem kurzen Input einige der kostenlos verfügbaren Materialien kennengelernt, ausprobiert und anschließend diskutiert werden. Mit dabei sind unter anderem die Positionierungsteppiche und das Politische Speeddating. Im letzten Teil des Beitrags besteht darüber hinaus die Möglichkeit zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Corporate Democracy
Wie kann Demokratie dort gestärkt werden, wo Menschen einen Großteil ihres Lebens verbringen? Gemeinsam werden Perspektiven von Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen beleuchtet.
Die meisten Menschen verbringen einen wesentlichen Teil ihrer Lebenszeit bei der Arbeit. Schon allein deswegen haben Unternehmen immensen Einfluss auf Alltag und Lebensrealität und damit auch auf die politische Einstellung vieler Menschen.
Genau dort wollen wir ansetzen und uns gemeinsam der Frage stellen: Wie kann Demokratie im Arbeitskontext gestärkt werden – sowohl aus Arbeitgeber*innen- als auch aus Arbeitnehmer*innenperspektive?
Wie mich klassische Musik zur Demokratin gemacht hat
Andrea Bandelow verbindet klassische Musik mit Demokratiebildung und zeigt im Workshop, wie musikalische Wahrnehmung unser Potenzial als demokratische Alltagskünstler*innen stärkt.
Musik und Politik? Wieweit gibt es eine Verbindung des Künstlerischen mit dem Gesellschaftspolitischen, die über pure Effekthascherei hinausgeht? Was hat Joseph Beuys’ soziale Plastik mit einer musikalisch ausgerichteten Wahrnehmung und künstlerischer Empathie zu tun? Und wieweit ist die Beschäftigung mit klassischer Musik in ihrer Vielschichtigkeit dafür geeignet, unser Potenzial als demokratische Alltagskünstler*innen zu leben?
Anhand verschiedener Praxis- und Hörbeispiele und in interaktivem Dialog werden wir diesen Fragen gemeinsam auf den Grund gehen. Für diesen Workshop braucht es keine Vorkenntnisse. Neugier und konfrontative Offenheit reichen.
Demokratische Öffentlichkeit neu denken: Wie kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk gesellschaftlich legitimiert und kontrolliert werden?
Ein Workshop zur Frage, wie gesellschaftliche Teilhabe, Vertrauen und wirksame Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks demokratisch neu gestaltet werden können.
Dieser Workshop versteht sich ausdrücklich nicht als Anti-ÖRR-Format, sondern als konstruktive Suche nach neuen Formen demokratischer Öffentlichkeit:
• Wie kann gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden?
• Wie verhindert man institutionelle Selbstreferenz?
• Wie schafft man Vertrauen in öffentliche Medien?
• Welche Governance-Modelle könnten Polarisierung und Entfremdung entgegenwirken?
Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam mögliche Prinzipien, Chancen, Risiken, Pilotideen und Umsetzungsstrategien.
Ungewöhnliche Allianzen, die wirken: Wie Bündnisse unter Gegenwind stark werden
Anhand dreier Beispiele aus der Praxis zeigt dieser Workshop, wie wichtig es ist, unterschiedliche Partner*innen zu sammeln, um auch starkem Gegenwind standzuhalten.
Wie bauen wir Bündnisse, die unter politischem Gegenwind wirklich tragen? In diesem Gute-Praxis-Workshop zeigen wir anhand von drei Beispielen aus der Praxis, was sich in der Zusammenarbeit mit Partner*innen bewährt hat: das wachsende #böllerciao-Bündnis, die Allianz, die sich gegen die Gasbohrungen vor Borkum formiert hat, sowie der Netzwerkansatz unseres Engagementpreises.
Im Mittelpunkt steht nicht, möglichst viele ähnliche Partner*innen zu sammeln, sondern deren Unterschiede stark zu machen: Wer bringt Reichweite, wer lokale Verankerung, wer Mobilisierung? Und wie gelingt Zusammenarbeit so, dass nicht nur Kleine von Großen profitieren, sondern alle etwas einbringen und etwas zurückbekommen?
Die Teilnehmenden arbeiten mit einem einfachen Bündnis-Canvas und entwickeln direkt im Workshop eine erste Skizze für ihre eigene Allianz – konkret, übertragbar und mit einem nächsten Schritt für die Praxis.


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