Klima-Desinformation und gezielte Diskursverschleppung sind keine Zufälle. Sie folgen einem Plan.
Begriffe und Narrative, die Klimaschutzmaßnahmen blockieren oder von der Agenda drängen, folgen verschiedenen Strategien und wandern von Blockierer*innen in Mainstream-Medien. Während Klimawandelleugnung seltener wird, wird jetzt mehr über Verantwortungsabgabe, den Verweis auf Scheinlösungen oder negative Narrative politisch Einfluss ausgeübt. Progressive Klimapolitik leidet darunter – in Deutschland, Österreich und der EU. Die Muster sind ähnlich, die Wirkung messbar.
Das KONTEXT-Institut analysiert diese Entwicklungen in Österreich seit 2023 jährlich. Die aktuellen Diskursanalysedaten zeigen: Wer die Mechanismen kennt, kann sie durchbrechen.
In diesem Workshop stellen wir Verschleppungsstrategien vor und werfen einen Blick auf die Verteilung der Diskursmacht im (österreichischen) Klimadiskurs. Daraus leiten wir Gegenstrategien ab und erarbeiten ein strategisches Instrument für Zivilgesellschaft, Medien und politische Akteur*innen, das aus der Analyse realer Diskursdynamiken abgeleitet ist. Kein Defensiv-Reflex, sondern eine Offensivstrategie: Wie kann Verschleppung entkräftet werden? Welche Kommunikationsstrategien funktionieren nachweislich? Und wie können wir sie gemeinsam stärken?
Gemeinsam entwickeln wir im Workshop konkrete Ansätze weiter: raus aus der Defensive, rein in einen konstruktiven Klimadiskurs. Dabei sammeln und diskutieren wir positive Gegenbeispiele aus der Praxis der unterschiedlichen Workshop-Teilnehmenden: Initiativen und Narrative, die wirken. Denn gegen Desinformation hilft vor allem eines: eine starke, abgestimmte Gemeinschaft, die gemeinsam die Erzählung zurückgewinnt.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Der Demokratieguide für Bibliotheken
Wir stellen den neuen Demokratieguide für Bibliotheken vor und zeigen, wie er Bibliotheken dabei unterstützt, Demokratie im Alltag erlebbar zu machen. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die Inhalte, lernen ausgewählte Formate kennen und erfahren, welche Begleitangebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung stehen.
Der neue Demokratieguide bietet Bibliotheken konkrete Anregungen, Formate und Orientierung, um ihre Rolle als Orte der Demokratie weiterzuentwickeln.
Bei der Veranstaltung stellen wir den Guide erstmals ausführlich vor: Wie ist er entstanden? Was enthält er? Und wie lässt er sich in der eigenen Bibliothek nutzen? Ausgewählte Formate werden in Kleingruppen näher vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Darüber hinaus geben wir einen Überblick über weiterführende Begleitangebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Veranstaltung bietet Raum für Fragen, Austausch und Vernetzung. Die Teilnehmenden lernen den Guide umfassend kennen und erhalten konkrete Ideen, wie sie ihn in ihrer Bibliothek einsetzen und in ihren Netzwerken bekannt machen können.
Der Demokratie-Guide für Bibliotheken wurde von Faktor D gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband, Bibliosuisse, Bibliomedia, dem Berufsverband Information Bibliothek, dem Büchereiverband Österreichs und Interbiblio entwickelt. Er vereint Beiträge von 14 Autor*innen sowie Erfahrungen und Beispiele von fast 40 Organisationen und Bibliotheken. Darüber hinaus brachten zahlreiche Expert*innen und Praxispartner*innen ihr Wissen in den Entwicklungsprozess ein.
Moderierter Slot I @wefightfirewithfire – Eine begehbare For-You-Page über rechte Strategien auf TikTok
Eine begehbare For-You-Page macht rechtsextreme Strategien auf TikTok sichtbar und lädt dazu ein, digitale Radikalisierung besser zu verstehen und gemeinsam Gegenstrategien zu entwickeln.
Fight Fire With Fire (@wefightfirewithfire) ist ein TikTok-Experiment von medialepfade.org.
Ein Jahr lang haben wir durch die strategische Verwendung von Hooks, Sounds und erzählerischen Brüchen mit den Logiken der Plattform gespielt. Das sind dieselben Mechanismen, mit denen auch rechtsextreme Online-Akteur*innen Reichweite erzielen. Wir setzen sie ein, um sie offenzulegen und für demokratische Kommunikation umzudeuten.
Die begehbare Installation übersetzt dieses Experiment in einen erfahrbaren Raum. Besucher*innen treten in eine räumliche For-You-Page ein, in der die Grenzen zwischen Original und demokratischem Gegenimpuls wahrnehmbar werden. Offene Stationen machen die Projektarbeit, redaktionelle Prozesse und Herausforderungen nachvollziehbar. An einer Reflexionswand sammeln sich über die Festivaltage hinweg die Eindrücke der Besucher*innen.
In zwei moderierten Gesprächen dekonstruieren wir gemeinsam einzelne Videos und sprechen über mögliche Adaptionen für die eigene Kommunikationsarbeit. Die offene Frage, die wir mitbringen: Kann man Feuer wirklich mit Feuer bekämpfen?
Mini-Ting: ein Vertrauensexperiment mit Geld
Ein Vertrauensexperiment zu Geld, Bedarf und demokratischer Teilhabe.
Mini-Ting ist eine Installation und ein Vertrauensexperiment in Echtzeit.
Ein offener Geldtopf mitten im Festivalgeschehen: Ab 2 EUR kann jede und jeder mitmachen. Wer Bedarf oder Lust hat, nimmt heraus, was er oder sie braucht. Bis 250 EUR pro Person und Tag – keine Jury, keine Begründung. Nur eine Notiz, wofür.
Diese Notizen sind ein Teil des Experiments. Sie zeigen, ob Vertrauen trägt, und wofür Menschen Geld brauchen.
Was hier sichtbar wird, ist auch eine demokratische Frage: Wem trauen wir zu, Geld sinnvoll zu verwenden? Wer entscheidet, was Bedarf ist? Was passiert, wenn Umverteilung nicht über Institutionen, sondern von Mensch zu Mensch läuft?
Aus früheren Durchläufen wissen wir: Es entstehen Momente der Irritation, der Überraschung, manchmal gibt es Tränen. Wir vertrauen dem Geld oft stärker als unseren Mitmenschen. Mini-Ting dreht das spielerisch um.
Es gibt zwei Modi:
Selbsterklärend: Die Installation steht offen zugänglich, mit Spielregeln und einer Box für Wünsche und Rückmeldungen.
Betreut: Wir sind vor Ort, geben Anstoß, beobachten und kommen mit den Mitmachenden ins Gespräch.
@wefightfirewithfire – Eine begehbare For-You-Page über rechte Strategien auf TikTok
Eine begehbare For-You-Page macht rechtsextreme Strategien auf TikTok sichtbar und lädt dazu ein, digitale Radikalisierung besser zu verstehen und gemeinsam Gegenstrategien zu entwickeln.
Fight Fire With Fire (@wefightfirewithfire) ist ein TikTok-Experiment von medialepfade.org.
Ein Jahr lang haben wir durch die strategische Verwendung von Hooks, Sounds und erzählerischen Brüchen mit den Logiken der Plattform gespielt. Das sind dieselben Mechanismen, mit denen auch rechtsextreme Online-Akteur*innen Reichweite erzielen. Wir setzen sie ein, um sie offenzulegen und für demokratische Kommunikation umzudeuten.
Die begehbare Installation übersetzt dieses Experiment in einen erfahrbaren Raum. Besucher*innen treten in eine räumliche For-You-Page ein, in der die Grenzen zwischen Original und demokratischem Gegenimpuls wahrnehmbar werden. Offene Stationen machen die Projektarbeit, redaktionelle Prozesse und Herausforderungen nachvollziehbar. An einer Reflexionswand sammeln sich über die Festivaltage hinweg die Eindrücke der Besucher*innen.
In zwei moderierten Gesprächen dekonstruieren wir gemeinsam einzelne Videos und sprechen über mögliche Adaptionen für die eigene Kommunikationsarbeit. Die offene Frage, die wir mitbringen: Kann man Feuer wirklich mit Feuer bekämpfen?
Moderierter Slot: Samstag, 11:00–11:30 Uhr
Eine Veranstaltung in Kooperation mit





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