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„Vom Leerraum zum Dialograum“

Dritte Orte eröffnen Dialogräume für unsere Gesellschaft

Anne Kruse
Pascal Biedermann
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Foto: Netzwerk Zukunftsorte / kein Credit

Wo Menschen einander begegnen, entsteht Dialog. Auf guten Gesprächen basiert unsere Demokratie, daher brauchen wir mehr davon. Doch vielerorts fehlt es neben Arbeit und Familie an niederschwelligen Treffpunkten, sogenannten Dritten Orten. Gleichzeitig gibt es viele Gebäude, die leer stehen und auf eine Umnutzung warten. Was braucht es, damit daraus Dritte Orte werden, die im lokalen Leben verwurzelt sind, unterschiedliche Menschen zusammenbringen und langfristig bestehen?


Anne Kruse arbeitet beim Netzwerk Zukunftsorte an Vernetzung, Kommunikation und Wirkungsmessung. Sie bringt Erfahrung mit partizipativen Prozessen und der gemeinwohlorientierten Belebung von Leerstand auf dem Land mit. Pascal Biedermann entwickelt und leitet mit «unterdessen» und der Kantensprung AG neue Nutzungen für alte Räume. Das Gundeldinger Feld in Basel zeigt, wie sich ein ehemaliges Industrieareal schrittweise in einen vielfältigen Ort verwandeln kann. Bemerkenswert ist auch die langfristige Perspektive: Pascal Biedermann übertrug zusammen mit den anderen Gründer*innen die Nutzniessung ihrer Anteile an eine Stiftung, sodass die Erträge heute gemeinnützigen Projekten zugutekommen. Wirtschaftlicher Erfolg ist hier kein Selbstzweck, sondern dient dem gesellschaftlichen Anspruch des Ortes.


Gemeinsam erkunden wir, was Dritte Orte lebendig macht, wie sie sich lokal verankern lassen, zu tragfähigen Geschäftsmodellen werden und dabei gleichzeitig ihren offenen Charakter sichern. Zudem geben wir Einblick in das entstehende Faktor D Playbook Dritte Orte.

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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.

Speaker*innen

Anne Kruse

Netzwerk Zukunftsorte e.V.

Pascal Biedermann

Kantensprung AG / unterdessen gmbH

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„Mehr Demokratie durch KI?"

Mitmacht-Warm-Up mit Change.org: Erfahrungen aus dem Swiss National AI Dialogue und internationalen Beteiligungsprozessen

Verbinden statt spalten? Andrew Konya und Oscar Duys von Change.org zeigen am Beispiel des Swiss National AI Dialogue, wie Künstliche Intelligenz demokratische Teilhabe stärken und Menschen an der Gestaltung ihrer digitalen Zukunft beteiligen kann.

Mittwoch
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2.9.2026
17:00-18:00 Uhr
Zur Veranstaltung
Mittwoch
Mitmacht-Warm-Up mit Change.org: Erfahrungen aus dem Swiss National AI Dialogue und internationalen Beteiligungsprozessen

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln der Demokratie. Doch kann sie auch helfen, Demokratie zu stärken? Die meisten KI-Systeme werden heute von großen Unternehmen entwickelt, weit entfernt vom Alltag der Menschen, die später mit ihren Auswirkungen leben müssen. Der Swiss National AI Dialogue geht einen anderen Weg: Er bringt Bürger*innen aus der Schweiz mit den Menschen ins Gespräch, die KI entwickeln und politische Entscheidungen treffen. Dabei fließen ihre persönlichen Erfahrungen, Erwartungen und Ideen direkt in die Debatte um die Zukunft und die Gestaltung von KI ein.

Unter dem Motto „Raum für Bewegung“ fragen wir beim Demokratiefestival Mitmacht x reCampaign vom 23. bis 26. September, wo gesellschaftlicher Wandel heute möglich wird und was es dafür braucht. Als Warm-up richten wir bei der Veranstaltung am 2. September den Blick auf eine Frage, die immer wichtiger wird: Wie können wir KI für mehr demokratische Beteiligung nutzen?

Dazu sprechen wir mit Andrew Konya, President of Deliberations bei Change.org. Er hat KI bereits in Beteiligungsprozessen und internationalen Verhandlungen eingesetzt und berichtet, welche Chancen die Technologie für politische Teilhabe und demokratische Innovation bietet. Anschließend wirft Oscar Duys, Senior Software Engineer bei Change.org, einen Blick hinter die Kulissen des Swiss National AI Dialogue und zeigt, wie KI Menschen über Sprach-, Kantons- und Lebensweltgrenzen hinweg miteinander ins Gespräch bringen kann.

Gemeinsam diskutieren wir, wo KI demokratische Prozesse stärken kann, wo ihre Grenzen liegen und wie wir ihre Entwicklung aktiv mitgestalten können. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die digitale Teilhabe und KI für die Demokratie zusammendenken wollen, aber auch an jene, die dem Ganzen skeptisch gegenüberstehen.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Über Zoom können deutsche Untertitel zugeschaltet werden.

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„Demokratie-Guide für Bibliotheken im Praxistest: Einblicke, Austausch, Feedback“

Guide kennenlernen, Formate diskutieren, Feedback einbringen.

Guide kennenlernen, Formate diskutieren, Feedback einbringen: Gemeinsam mit Bibliotheken schärfen wir den Demokratie-Guide für die Praxis.

Dienstag
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23.6.2026
16:00-18:00 Uhr
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Dienstag
Guide kennenlernen, Formate diskutieren, Feedback einbringen.

Bibliotheken sind weit mehr als Orte der Ausleihe. Sie sind offene Räume, in denen Menschen zusammenkommen, Informationen einordnen, Perspektiven austauschen und Teilhabe erleben können. Gerade deshalb haben Bibliotheken ein großes Potenzial für die Stärkung gelebter Demokratie.

Der Demokratie-Guide für Bibliotheken macht dieses Potenzial sichtbar und praktisch nutzbar. Der Guide bündelt Wissen, Tipps und Formate über 40 Organisationen und 13 Autor*innen aus 5 Länder. Er unterstützt Bibliotheken dabei, ihre demokratische Rolle weiterzuentwickeln – konkret und umsetzbar.

In dieser zweistündigen Online-Veranstaltung stellen wir die Beta-Version des Guides erstmals vor. Mit dabei sind mehrere Autor*innen sowie viele Organisationen, die eigene Formate und Perspektiven beigesteuert haben. Nach einer Einführung in den Guide öffnen wir den Raum für Austausch in Kleingruppen: Dort können Teilnehmende einzelne Themen, Formate und Fragen vertiefen, Erfahrungen teilen und Rückmeldungen einbringen.

Besonders wichtig ist uns: Der Guide soll nicht am Schreibtisch entstehen, sondern gemeinsam mit jenen, die ihn später nutzen. Deshalb erhalten alle Teilnehmenden im Nachgang die Beta-Version als PDF. Bis Mitte Juli können sie Feedback geben, Hinweise ergänzen und mithelfen, den Guide noch hilfreicher zu machen. Soweit möglich, fließen diese Rückmeldungen in die finale Version ein.

Der Event richtet sich an Bibliotheken sowie an Akteur*innen, die mit Bibliotheken zusammenarbeiten. Wer wissen möchte, wie Bibliotheken als demokratische Orte gestärkt werden können, welche Formate bereits funktionieren und worauf es in der Umsetzung ankommt, ist hier genau richtig.

Der Bibliotheks-Guide wird von Faktor D in Partnerschaft mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv), Berufsverband Information Bibliothek, Interbiblio, Bibliosuisse, Büchereiverband Österreich und Bibliomedia Deutschschweiz erstellt. Über 50 Autor:innen und Organisationen aus Bibliotheken, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben mit eigenen Beiträgen daran mitgewirkt.

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„Die brennende Demokratie: Warum der Schlüssel in neuen Öffentlichkeiten liegt”

Demokratie braucht Öffentlichkeit. Doch Plattformlogiken, Desinformation und Medienkrisen verändern sie grundlegend. Wie gestalten wir also neue öffentliche Räume? Über Öffentlichkeitspolitik und demokratische Infrastruktur im DACH-Raum.

Mittwoch
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22.4.2026
16:00-17:30 Uhr
Zur Veranstaltung
Mittwoch

Desinformation, schwindende Medienvielfalt und digitale Monopole verändern die Öffentlichkeit als zentralen Ort demokratischer Meinungsbildung – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Debatten verlagern sich in fragmentierte Räume, Vertrauen geht verloren, und immer häufiger bestimmen algorithmische Logiken, was sichtbar wird und was nicht. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie können wir Öffentlichkeiten so gestalten, dass sie demokratische Teilhabe ermöglichen, statt sie zu untergraben?

Die Antwort könnte in einem neuen Politikfeld liegen: Öffentlichkeitspolitik. Sie verbindet Infrastruktur, Medien, Bildung, Technologie und Sicherheit, um Öffentlichkeit nicht nur zu erhalten, sondern aktiv zu gestalten. Doch wie sieht die Umsetzung konkret aus? Welche Akteur*innen treiben sie voran – und was können wir voneinander lernen, wenn es darum geht, neue öffentliche Räume für eine lebendige Demokratie zu schaffen?

Dazu sprechen Alex Sängerlaub (futur eins) über die Notwendigkeit kollektiver Antworten auf die Krise der Öffentlichkeit, Riccardo Ramacci (Stiftung Mercator Schweiz) zu Medienförderung als relevanten Hebel für Öffentlichkeitspolitik und Julia Herrnböck (DOSSIER, Plattform Medienvielfalt der UNESCO-Kommission AT) über internationale Strukturen um Öffentlichkeit und Lehren für Europa und den DACH-Raum.

Gemeinsam loten wir aus, welche politischen, strukturellen und kulturellen Bedingungen nötig sind, um eine zukunftsfähige demokratische Infrastruktur zu schaffen – und wo länderspezifische Hürden sowie gemeinsame Chancen liegen.

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„Hauptsache zusammen. Und jetzt?“

Über Kollaboration als Haltung in Zeiten demokratischer Krisen

Zusammenarbeit klingt gut – ist aber anspruchsvoll. Wir sprechen darüber, was Kollaboration als Haltung wirklich ausmacht und was es braucht, damit sie funktioniert.

Mittwoch
,
18.3.2026
16:00–17:15 Uhr
Input
Zur Veranstaltung
Input
Mittwoch
Über Kollaboration als Haltung in Zeiten demokratischer Krisen

Ob Demokratie unter Druck, Klimakrise oder soziale Spaltung: Die Herausforderungen unserer Zeit sind zu komplex, um sie allein oder nebeneinander zu bearbeiten. Hier ist Zusammenarbeit gefragt. Doch was unterscheidet echte Kollaboration von klassischer Kooperation? Und warum scheitert sie so oft, obwohl alle „eigentlich das Gleiche wollen“?

In dieser Online-Veranstaltung sprechen Isabel Gahren und Josefa Kny über Kollaboration als Haltung. Dabei geht es um mehr als nur eine bloße Aufgabenverteilung. Es geht darum, Wissen, Ressourcen und Perspektiven verschiedener Menschen, Organisationen und Netzwerke so zu verbinden, dass wirklich Neues entsteht – Bewegungen und Lösungen, die mehr sind als die Summe ihrer Teile.

Auf Basis langjähriger Erfahrungen hat das betterplace lab einen Leitfaden für gelingende Kollaboration entwickelt. Er zeigt, welche Bedingungen Zusammenarbeit wirklich wirksam machen – und wo typische Fallstricke liegen.

Gemeinsam erforschen wir, welche Herausforderungen euch in der Zusammenarbeit rund um Demokratiethemen begegnen und wie wir mit ihnen besser umgehen können.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Demokratie nicht allein retten wollen – sondern gemeinsam, strategisch und mit einem realistischen Blick auf das, was Zusammenarbeit heute braucht.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

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Portrait Anne Kruse
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