Viele Menschen setzen enorme Ressourcen – Zeit, Wissen und Geld – für eine resiliente Demokratie ein. Doch angesichts der aktuellen Herausforderungen reicht ein Nebeneinander nicht mehr aus. Wir müssen uns ernsthaft fragen: Wie entfalten wir mit unseren demokratischen Innovationen gemeinsam mehr Wirkung? Was will die bessere demokratische Zukunft von uns – uznd welche Praktiken braucht es jetzt in welcher Form?
Dafür haben wir mit der Demokrative von openPetition dieses Jahr einen Experimentierraum mit Demokratie-Praktikerinnen und -Praktikern aus ganz Deutschland geschaffen. Im Move Democracy Camp haben wir Menschen zusammengebracht, die Begegnungsformate umsetzen, Protest ermöglichen, Community Organizing betreiben, Kampagnen organisieren und Beteiligung vor Ort und digital gestalten – bottom-up und top-down.
In diesem Labor haben wir radikal ehrlich gefragt: Woran scheitern wir bisher? Was lernen wir aus Fehlern und Erfolgen? Und wie können auch scheinbar gegensätzliche Strategien und Praktiken im Zusammenspiel ihr Potenzial noch stärker entfalten?
Beim Mitmacht-Festival öffnen wir die Türen und berichten direkt von den Ergebnissen, harten Learnings und ersten konkreten Synergieprojekten aus unserem Experimentierraum. In Kleingruppen widmen wir uns den brennenden Fragen, die aus unserem Labor hervorgegangen sind: Welches Format braucht es jetzt, das unterschiedlichste Demokratiepraktiken für neue Schlagkraft zusammenbringt? Wie bauen wir eine gemeinsame Bibliothek der Praxis, statt das Rad immer wieder neu zu erfinden? Wie sehen solidarische Finanzierungsstrukturen abseits von Wettbewerbslogiken und wie sieht gelebte Solidarität zwischen unseren Ansätzen konkret aus?
Diskutiert mit uns die Learnings, denkt Kooperationen für euren Bereich weiter und bringt sie direkt selbstorganisiert in die Umsetzung!
Achtung
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
(K)ein Gegen-Playbook? Solidarische Netzwerke verteidigen zivilgesellschaftliche Handlungsräume
Wie rechtsautoritäre Strategien zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume einschränken, und was solidarische Netzwerke ihnen entgegensetzen können.
Das rechtsautoritäre Playbook ist aus vielen anderen Ländern bekannt und sehr wirksam: Durch Diffamierung, Defunding, Desinformation und Delegitimierung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen sorgen Populist*innen von Rechtsaußen dafür, dass die Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Organisationen, vor allem jene mit klarer politischer Haltung, immer stärker eingeschränkt werden.
In dieser Fishbowl werfen wir einen Blick auf die zugrunde liegenden Dynamiken und analysieren, welche Strategien wir diesem abgekarteten Spiel wirksam entgegensetzen können. Betroffene zivilgesellschaftliche Perspektiven treffen auf wissenschaftliche und juristische Einordnung aus dem deutschsprachigen Raum.
Das Format lädt dazu ein, eigene Erfahrungen, Fragen und Ansätze direkt in das Gespräch einzubringen. Ziel ist eine lokale und globale Einordnung der Entwicklungen sowie die Erarbeitung erster Handlungsansätze zum Schutz zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume. Dabei behalten wir aktuelle politische Ereignisse im Blick, analysieren Erfolge und Rückschläge der vergangenen Jahre und überlegen gemeinsam, wie wir noch besser voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können.
Anschlussfähig kommunizieren: ein Toolkit für Demokrat*innen
Statt Debatten zu gewinnen, geht es darum, die eigene Zielgruppe zu kennen und zu erreichen. Faktor D teilt Erkenntnisse aus dem Kommunikations-Toolkit für Demokrat*innen.
In einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen strategisch gut aufgestellt sind, arbeiten Demokrat*innen oft defensiv, empört oder erklärend. Doch in der Kommunikationsarbeit geht es nicht darum, Debatten zu gewinnen, sondern seine Zielgruppe zu kennen und tatsächlich zu erreichen.
Wir teilen Erkenntnisse aus dem aktuell entstehenden Kommunikations-Toolkit von Faktor D und wenden sie mit den Teilnehmenden direkt auf eigene Themen an. Was sind die anschlussfähigen Geschichten, die wir gleich morgen über die Demokratie erzählen wollen?
Demokratie im digitalen Raum: spielen, träumen, reflektieren
Mit einem Würfelspiel erkunden die Teilnehmenden digitale Räume, entwickeln Geschichten über Demokratie und reflektieren Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten.
Wie erleben wir Demokratie im digitalen Raum – und welche Kräfte prägen den digitalen Raum? In diesem Workshop nähern wir uns dieser Frage spielerisch.
Mit dem Würfelspiel Demodice schreiben die Teilnehmenden in Kleingruppen digitale Märchen mit Herausforderungen, guten und bösen Kräften und einem Ausweg. Was zunächst leicht klingt, führt ins Herz politischer Bildung: Im Debriefing übertragen wir die Geschichten auf die Realität und fragen, was demokratische Handlungsfähigkeit im digitalen Kontext bedeutet.
Der Workshop zeigt, wie spielbasiertes Lernen auch komplexe demokratiepolitische Fragen zugänglich macht, und lädt ein, die Methode auf die eigene Praxis zu übertragen. Er richtet sich an alle, die Ansätze für Demokratiebildung im digitalen Raum suchen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit


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