Mitmacht 2026

Von Wut zu Handlung: Emotionen als politische Kraft

Warum wir Wut nicht unterdrücken, sondern als Ressource nutzen sollten.

Amani Abuzahra
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SRH University Campus Berlin
SRH University Campus Berlin
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Foto: Dar Salma

Wut gilt oft als problematisch. Dabei kann sie ein wichtiger Hinweis auf Ungerechtigkeit sein. In diesem Workshop geht es darum, Wut nicht zu unterdrücken, sondern sie als politische Ressource zu verstehen und produktiv zu nutzen.

Gerade im Kontext von Rassismus und anderen Formen von Ausgrenzung wird Wut häufig delegitimiert oder kriminalisiert. Ausgehend von dieser Beobachtung erarbeiten wir gemeinsam, wie Emotionen, insbesondere Wut, in gesellschaftspolitischen Kontexten wirksam werden können. Welche Narrative dominieren derzeit? Wie können wir andere Erzählungen entwickeln, die nicht auf Angst, sondern auf Zusammenhalt und Veränderung zielen?

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Amani Abuzahra

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Demokratie erzählen ist kein Wohlfühlverein - eine wütende Keynote

Warum es höchste Zeit ist für eine gemeinsame demokratische Vision.

Demokratische Kommunikation ist kein Ersatz für nicht vorhandene Substanz. Wir müssen anfangen echte Geschichten zu erzählen. Darüber was wir füreinander in dieser Gesellschaft wollen.

Donnerstag
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24.9.2026
14:30–15:15
Keynote
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Donnerstag
Warum es höchste Zeit ist für eine gemeinsame demokratische Vision.

Was wäre, wenn Demokratie nicht stirbt, weil sie angegriffen wird, sondern weil wir aufgehört haben, von ihr zu träumen? Weil wir vergessen haben, allen und jedem voller Stolz von ihr zu erzählen?  

Während die AfD Menschen Antworten auf ihr Krisengefühl gibt, argumentieren und erklären wir Demokrat*innen ohne eine gemeinsame und klare Vision. Doch demokratische Kommunikation ist kein Ersatz für nicht vorhandene Substanz. Ein echtes demokratisches Narrativ ist eine Antwort auf die Frage: Was wollen wir füreinander in dieser Gesellschaft?  
Bezahlbare Mieten? Eine funktionierende Schule? Das sind die Geschichten, die wir endlich erzählen müssen.  

Diese Keynote ist eine Einladung - und gleichzeitig eine Forderung: Raus aus der Reaktion. Rein in die Erzählung.

Anschließend an die Keynote stellen Lara Buschmann und Lara Dederichs um 15:00 Uhr das von Faktor D entwickelte Kommunikations-Toolkit für gute Demokratiekommunikation vor, welches im Rahmen eines Skalierungsprozesses von Faktor D entstanden ist.

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ChatGPT stellt sich nicht mit Schild vor den Bundestag

Welche Relevanz haben Straßenaktionen heute noch für politischen Protest?

Straßenaktionen sind echte Orte der Begegnung. Aber wie lassen sich diese sinnvoll mit digitalen Kampagnen verbinden? Was lässt sich digital verlängern und was geht verloren?

Donnerstag
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24.9.2026
11:45–12:30
Workshop
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Donnerstag
Welche Relevanz haben Straßenaktionen heute noch für politischen Protest?

Straßenaktionen gehören zum klassischen Repertoire politischer Kampagnenarbeit: Infostände, Unterschriftensammlungen, kreative Protestformen, Aktionsbilder und Gespräche auf dem Marktplatz. Doch welche Relevanz haben sie in einer zunehmend digitalen Öffentlichkeit noch? In unserer Fishbowl diskutieren wir, welche Wirkung Initiativen und NGOs mit Straßenaktionen heute erzielen können: Sichtbarkeit, Mobilisierung, Vertrauensaufbau, Medienbilder, Engagement oder politische Zuspitzung?

Dabei fragen wir, wie Straßenaktionen zu echten Orten der Begegnung werden können – nicht nur Bühne für Botschaften, sondern Räume für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Handeln. Außerdem schauen wir darauf, wie sich analoge Aktionen sinnvoll mit digitalen Kampagnen verbinden lassen: Was lässt sich online verlängern, übersetzen oder verstärken? Wo entstehen neue Zugänge und wo geht wiederrum etwas verloren?

Der Beitrag lädt Kampagnenmacher*innen, Aktivist*innen und Interessierte ein, Erfahrungen zu teilen, blinde Flecken zu benennen und gemeinsam Kriterien für wirksame Straßenaktionen im digitalen Zeitalter zu entwickeln.

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Abstimmen neu denken mit Civic Tech für direkte Demokratie

Wie digitale Partizipation für alle zugänglich gemacht werden kann.

Die Schweiz hat direkte Demokratie, doch viele Bürger*innen fühlen sich trotzdem ausgeschlossen. Dieser Workshop gibt Einblicke in die Praxis digitaler Partizipation.

Donnerstag
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24.9.2026
11:45–13:00
Workshop
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Donnerstag
Wie digitale Partizipation für alle zugänglich gemacht werden kann.

Die Schweiz gilt als Musterland der direkten Demokratie. Dennoch fühlen sich viele Bürger*innen bei Abstimmungen überfordert, nicht informiert genug oder schlicht ausgeschlossen. Dabei fehlt es nicht an Willen, es fehlt an Infrastruktur.

Plural ist eine Schweizer Civic-Tech-Plattform, die direkte Demokratie neu denkt: Bürger*innen bringen Ideen ein, diskutieren sie gemeinsam und formen daraus politische Vorstöße, die in den formalen Prozess eingehen.

In diesem Workshop zeigen wir, was wir in der Praxis gelernt haben: Welche Design- und Technologieentscheidungen wirklich funktionieren, um digitale Partizipation für alle zugänglich zu machen. Die Teilnehmenden probieren Plural live aus, reflektieren gemeinsam Erfolgsfaktoren und entwickeln übertragbare Prinzipien für ihre eigenen Kontexte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

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Angry Twitter-Bird & entblößte Justitia: Wie Bilder Politik bewegen

Drei Kampagnen zeigen, worum es bei digitaler Gewalt wirklich geht.

Bilder bewegen, was Fakten nicht schaffen. Aber wie übersetzt man komplexe Themen in Emotionen? Und was macht ein Bild politisch so wirksam, dass Elon Musk persönlich reagiert?

Donnerstag
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24.9.2026
11:45–13:00
Workshop
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Donnerstag
Drei Kampagnen zeigen, worum es bei digitaler Gewalt wirklich geht.

„See you in court, Elon." – Mit einem Angry Twitter-Bird zum Prozessauftakt wegen Antisemitismus auf Twitter/X schafften wir es bis in den Guardian und Elon Musk reagierte höchstpersönlich.

Bilder bewegen, was Fakten nicht schaffen und dieser Workshop zeigt, wie. Am Beispiel von drei Kampagnen: Ein böser Twitter-Vogel, der internationale Aufmerksamkeit auf eine Klage gegen einen Tech-Konzern lenkte. Eine Abrissbirne vor dem Bundestag, die zeigte, wie digitale Gewalt unsere Demokratie bedroht und gleichzeitig trockene Studienzahlen spürbar machte. Und eine entblößte, verpixelte Justitia-Statue, die aufzeigte, worum es bei digitaler Gewalt wirklich geht: Würde, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit.

Drei Themen, drei Formate, drei Strategien und ein gemeinsames Ziel: Bilder schaffen, die hängen bleiben und Druck erzeugen, wo er gebraucht wird.

Im Workshop diskutieren wir: Was macht ein Bild politisch wirksam? Wie übersetzt man komplexe Themen in Emotionen, ohne zu vereinfachen? Und wie können wir diese Strategien gemeinsam weiterdenken?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

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Amani Abuzahra
Portrait Amani Abuzahra