Vom SRH Campus aus laufen wir gemeinsam mit dir die Sonnenallee hinunter – bis hinein in die Weiße Siedlung. Mit analogen Einwegkameras, Audioaufnahmen und einem Handscanner halten wir fest, was sonst übersehen wird: Stimmen, Klänge, Spuren eines Quartiers, das oft beschrieben, aber selten gehört wird.
Wer uns unterwegs begegnet, kann spontan mitmachen. Aus den Begegnungen wird Material. Am Ende übergeben wir dieses als Handlungsempfehlung und Good-Practice-Modell an Faktor D.
Du läufst nicht durch ein Quartier – du läufst mit den Menschen, die es bewohnen. Es geht um Begegnung im Alltagsraum sowie Sichtbarkeit und eine Stimme für die, die sonst ungehört bleiben. Geführt von der Initiative artwalks.arttalks (Rhein-Neckar) gemeinsam mit vier jungen Co-Gestaltenden aus Ludwigshafen und Mannheim.
Treffpunkt für den Spaziergang ist um 10.00 Uhr vor dem Haupteingang der SRH University.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Demokratie (er)leben – Wie Sozialunternehmer*innen Demokratie fördern
Können soziale Innovationen Demokratie stärken? Ashoka zeigt, wie Sozialunternehmer*innen neue Wege für Beteiligung, Vertrauen und gesellschaftlichen Wandel entwickeln. Mit Kristina Krömer von metro polis e.V. und Yannick Fischer von Ashoka.
Ashoka ist eine globale Organisation, die rund 4.000 Gründer*innen gemeinnütziger Organisationen aus 99 Ländern unterstützt, die mit einer systemverändernden Vision arbeiten. Wir nennen sie Ashoka Fellows. Gemeinsam entwickeln und verbreiten sie innovative Ansätze, um gesellschaftliche Herausforderungen langfristig zu verändern – von Bildung und Klimaschutz über Migration bis hin zu Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.
Mit dem Participation Hub, Ashokas Leuchtturmprojekt für demokratische Innovation, haben wir in den vergangenen Jahren unsere europäische Gemeinschaft von Ashoka Fellows zusammengebracht. In Retreats, Workshops und Dialogen haben wir untersucht, wie eine starke paneuropäische Demokratie-Community aufgebaut werden kann. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche Narrative prägen Demokratie heute? Welche neuen Formen der Beteiligung entstehen? Und wie können soziale Innovationen Vertrauen, Handlungsmacht und demokratische Teilhabe stärken?
In der „Mitmacht-Session“ möchten wir zentrale Erkenntnisse aus diesem Prozess vorstellen und gemeinsam mit Ashoka Fellow Kristina Krömer ein konkretes Beispiel für soziale Innovation im Bereich Demokratiearbeit beleuchten.
Kristina hat eine Methode entwickelt, mit der das Prinzip von Bürger*innenräten in den Alltag übertragen wird und ein konstruktives, kollektives Stimmungsbild zu gesellschaftlichen Kontroversen entstehen kann.
Nach einer ersten Perspektive auf demokratische Innovationen und gesellschaftliche Trends in Europa tauchen wir tiefer in die Praxis demokratischer Beteiligung ein. Ausgehend von Kristinas Arbeit beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie erleben Bürger*innen Demokratie im Alltag, und was braucht es, damit Menschen sich tatsächlich als handlungsfähig erleben?
Ziel der Session ist es, einen offenen Raum für kollektives Lernen, Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Ansätze für demokratische Innovation in Europa zu schaffen.
@wefightfirewithfire – Eine begehbare For-You-Page über rechte Strategien auf TikTok
Eine begehbare For-You-Page macht rechtsextreme Strategien auf TikTok sichtbar und lädt dazu ein, digitale Radikalisierung besser zu verstehen und gemeinsam Gegenstrategien zu entwickeln.
Fight Fire With Fire (@wefightfirewithfire) ist ein TikTok-Experiment von medialepfade.org.
Ein Jahr lang haben wir durch die strategische Verwendung von Hooks, Sounds und erzählerischen Brüchen mit den Logiken der Plattform gespielt. Das sind dieselben Mechanismen, mit denen auch rechtsextreme Online-Akteur*innen Reichweite erzielen. Wir setzen sie ein, um sie offenzulegen und für demokratische Kommunikation umzudeuten.
Die begehbare Installation übersetzt dieses Experiment in einen erfahrbaren Raum. Besucher*innen treten in eine räumliche For-You-Page ein, in der die Grenzen zwischen Original und demokratischem Gegenimpuls wahrnehmbar werden. Offene Stationen machen die Projektarbeit, redaktionelle Prozesse und Herausforderungen nachvollziehbar. An einer Reflexionswand sammeln sich über die Festivaltage hinweg die Eindrücke der Besucher*innen.
In zwei moderierten Gesprächen dekonstruieren wir gemeinsam einzelne Videos und sprechen über mögliche Adaptionen für die eigene Kommunikationsarbeit. Die offene Frage, die wir mitbringen: Kann man Feuer wirklich mit Feuer bekämpfen?
Demokratie retten durch Lobbying – How to lobby für NGOs
Lobbying ist kein Hexenwerk. Dieser Workshop zeigt, wie gemeinwohlorientierte Organisationen ihre Interessen wirkungsvoll vertreten und Gesetzgebungsprozesse besser verstehen. Mit Inga Karten und Rebecca-Paulina Prausner von Lobby for Impact.
Demokratie lebt davon, dass möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen im politischen Prozess gehört und ihre Interessen berücksichtigt werden.
Wie können gemeinwohlorientierte Organisationen ihre Interessen wirkungsvoll gegenüber der Politik vertreten?
Lobbying ist weder Hexenwerk noch dunkle Hinterzimmermagie. Auch ohne goldenes Adressbuch und Riesenbudget kann man Einfluss auf Gesetzgebungsprozesse nehmen.
Eine erfolgreiche Interessenvertretung hängt von der Frage ab: „Wann muss ich mit wem mit welchen Argumenten sprechen?“ In diesem Workshop schauen wir auf den Gesetzgebungsprozess und identifizieren die richtigen Ansprechpersonen für die verschiedenen Stadien. Außerdem geht es um die Frage, wie sich zielgerichtete Botschaften und Argumente formulieren lassen, um Gehör zu finden.
Die Plattformisierung der Demokratie – zwischen Risikoanalyse und Gestaltungsperspektive
Anhand von Erkenntnissen der SRH-Science-Talk-Reihe werden in diesem Workshop kollektive Strategien für die Stärkung demokratischer Öffentlichkeit abgeleitet.
Wie verändert die Plattformisierung politischer Kommunikation demokratische Prozesse? Welche Narrative über digitale Öffentlichkeit greifen zu kurz – und welche Perspektiven fehlen bislang? Welche Rolle spielen Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft bei der Entwicklung neuer Diskursräume?
In diesem Workshop werden die zentralen Erkenntnisse aus der SRH-Science-Talk-Reihe „Medien, Meinungsfreiheit und Demokratie – Ein Verhältnis auf dem Prüfstand“ vorgestellt und für die strategische Arbeit demokratischer Akteur*innen nutzbar gemacht.
Ziel ist es, die im Rahmen der SRH Science Talks entwickelten Perspektiven zu verdichten und gemeinsam mit den Teilnehmenden des Mitmacht-Festivals zu reflektieren, welche kollektiven Strategien sich daraus für die Stärkung demokratischer Öffentlichkeit ableiten lassen.
Der Programmpunkt ist somit ein kuratierter Impulsraum, der bestehende Diskussionen bündelt, in den strategischen Austausch des Mitmacht-Netzwerks einspeist und damit unmittelbar zum Ziel beiträgt, demokratische Kräfte schneller, resilienter und wirksamer zu vernetzen.

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