Demokratie-Playbook

„Die brennende Demokratie: Warum der Schlüssel in neuen Öffentlichkeiten liegt”

Alexander Sängerlaub
Julia Herrnböck
Riccardo Ramacci
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Foto: Lawrence Krowdeed / via Unsplash

Desinformation, schwindende Medienvielfalt und digitale Monopole verändern die Öffentlichkeit als zentralen Ort demokratischer Meinungsbildung – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Debatten verlagern sich in fragmentierte Räume, Vertrauen geht verloren, und immer häufiger bestimmen algorithmische Logiken, was sichtbar wird und was nicht. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie können wir Öffentlichkeiten so gestalten, dass sie demokratische Teilhabe ermöglichen, statt sie zu untergraben?

Die Antwort könnte in einem neuen Politikfeld liegen: Öffentlichkeitspolitik. Sie verbindet Infrastruktur, Medien, Bildung, Technologie und Sicherheit, um Öffentlichkeit nicht nur zu erhalten, sondern aktiv zu gestalten. Doch wie sieht die Umsetzung konkret aus? Welche Akteur*innen treiben sie voran – und was können wir voneinander lernen, wenn es darum geht, neue öffentliche Räume für eine lebendige Demokratie zu schaffen?

Dazu sprechen Alex Sängerlaub (futur eins) über die Notwendigkeit kollektiver Antworten auf die Krise der Öffentlichkeit, Riccardo Ramacci (Stiftung Mercator Schweiz) zu Medienförderung als relevanten Hebel für Öffentlichkeitspolitik und Julia Herrnböck (DOSSIER, Plattform Medienvielfalt der UNESCO-Kommission AT) über internationale Strukturen um Öffentlichkeit und Lehren für Europa und den DACH-Raum.

Gemeinsam loten wir aus, welche politischen, strukturellen und kulturellen Bedingungen nötig sind, um eine zukunftsfähige demokratische Infrastruktur zu schaffen – und wo länderspezifische Hürden sowie gemeinsame Chancen liegen.

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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.

Speaker*innen

Alexander Sängerlaub

futur eins

Julia Herrnböck

DOSSIER

Riccardo Ramacci

Stiftung Mercator Schweiz

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Raus aufs Feld! Der Mitmacht-Community-Abend

Der Programmtag ist vorbei. Mitmacht noch nicht. Wir spazieren gemeinsam raus aufs Tempelhofer Feld, essen und trinken zusammen, reden weiter, lernen uns besser kennen und machen uns einen schönen Abend.

Donnerstag
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24.9.2026
18:30–21:00
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Donnerstag

Nach dem letzten Programmpunkt treffen wir uns am Campus und spazieren gemeinsam zum Tempel Garten auf dem Tempelhofer Feld.

Was dort passiert, bestimmen wir selbst: weiterreden oder abschalten, neue Leute kennenlernen oder bei den alten hängenbleiben, Ideen weiterspinnen oder sie für heute einfach mal gut sein lassen. Hauptsache, wir bleiben noch ein bisschen zusammen.

Denn zwischen all dem Denken, Diskutieren und Machen soll bei Mitmacht auch Platz für das sein, was mindestens genauso wichtig ist: eine gute Zeit miteinander.

Also: Kommt mit raus.

Für diejenigen, die direkt zum Tempel Garten kommen möchten: ab 19:00 Uhr ist für uns reserviert (Selbstzahler, nur Kartenzahlung möglich). Hier geht es zur Location: https://tempelgarten.berlin/

Bei Schlechtwetter: Wir sagen euch vor Ort, wie’s weitergeht.

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Featured Event I Wann gelingen Demokratiereformen?

Vorstellung der Studie „Demokratiereformen in der Berliner Republik“ durch Das Progressive Zentrum.

Gerade in Zeiten, in denen die Zivilgesellschaft unter Druck steht, wollen wir nicht isoliert agieren, sondern Netzwerke stärken und gegenseitig Sichtbarkeit schaffen. Deshalb verbinden wir unser Festival mit diesem Event von Das Progressive Zentrum.

Donnerstag
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24.9.2026
17:30–20:30
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Donnerstag
Vorstellung der Studie „Demokratiereformen in der Berliner Republik“ durch Das Progressive Zentrum.

Hinweis: Dieses Event ist ein Event von Das Progressive Zentrum und findet nicht auf dem Mitmacht 2026 x reCampaign-Gelände statt. Wer teilnehmen möchte, muss sich vorab für das Event anmelden. Eine Teilnahme ist erst nach Bestätigung der Anmeldung garantiert.

Gerade in Zeiten, in denen die Zivilgesellschaft unter Druck steht, wollen wir nicht isoliert agieren, sondern Netzwerke stärken und gegenseitig Sichtbarkeit schaffen. Deshalb verbinden wir Mitmacht 2026 x reCampaign mit dem Event „Wann gelingen Demokratiereformen?" von Das Progressive Zentrum. Uns ist wichtig, dass alle Teilnehmenden genau den Input bekommen, der für ihre Arbeit relevant ist, und wir ermutigen deswegen diejenigen, die mit dem Thema zu tun haben, sich für die Veranstaltung vorab anzumelden.


Im von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt Demokratiereformen in der Berliner Republik hat Das Progressive Zentrum untersucht, warum nur wenige Vorhaben für Demokratiereformen in Deutschland umgesetzt werden oder die erhoffte Wirkung erzielen. Beispiele dafür sind die wiederholten Reformen des Bundestagswahlrechts und die ausbleibende Institutionalisierung von Bürgerräten auf Bundesebene.

In ihrem Projekt hat Das Progressive Zentrum untersucht, warum das so ist – und was Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft daraus für künftige Reformvorhaben lernen können. Die abschließenden Erkenntnisse wurden in der Studie Praxishandbuch Demokratiereformen gebündelt. Die Studie werden Dr. Andreas Oldenbourg und Carl Schüppel am 24. September 2026 ab 17:30 Uhr der Öffentlichkeit vorstellen.

Anschließend folgt eine Diskussion unter anderem mit:

  • Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages a. D.
  • Dr. Irene Mihalic, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
  • Prof. Dr. Florian Grotz, Professor für Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und Projektleitung

Hier geht es zur Anmeldung.

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Der Journalismus ist tot. Lang lebe der Journalismus.

Nicht der Journalismus ist am Ende. Am Ende ist die Vorstellung, er könne einfach weitermachen wie bisher. Wie gewinnt Journalismus wieder gesellschaftliche Wirkung?

Donnerstag
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24.9.2026
17:15–18:30 Uhr
Panel
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Panel
Donnerstag

Demokratie braucht Journalismus. Aber sie braucht keinen Journalismus, der nur seine eigene Krise beschreibt.

Plattformen kontrollieren Aufmerksamkeit, Geschäftsmodelle brechen weg, Vertrauen sinkt. Gleichzeitig entstehen längst neue Ansätze: näher am Publikum, zugänglicher, konstruktiver – und mutiger in der Frage, für wen Journalismus eigentlich da ist.

Dieses Panel schaut deshalb nicht nostalgisch zurück, sondern nach vorn: Was macht Journalismus heute gesellschaftlich wirksam? Welche neuen Formen funktionieren bereits? Und was braucht es, damit aus Information Orientierung und aus Öffentlichkeit wieder demokratische Gestaltungskraft entsteht?

Die Zukunft des Journalismus entscheidet sich nicht nur in Redaktionen. Sie entscheidet sich auch in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft - überall dort, wo Regeln gesetzt, Geld verteilt und demokratische Informationsräume gestaltet werden.

Medienpartner für dieses Panel ist Table.Gemeinwohl.

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Pause

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24.9.2026
16:45–17:15 Uhr
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Eine Veranstaltung in Kooperation mit

Alexander Sängerlaub
Julia Herrnböck
Riccardo Ramacci
Portrait Alexander Sängerlaub
Portrait: Julia Herrnböck
Portrait: Riccardo Ramacci