„Die brennende Demokratie: Warum der Schlüssel in neuen Öffentlichkeiten liegt”

Foto: Lawrence Krowdeed / via Unsplash
Desinformation, schwindende Medienvielfalt und digitale Monopole verändern die Öffentlichkeit als zentralen Ort demokratischer Meinungsbildung – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Debatten verlagern sich in fragmentierte Räume, Vertrauen geht verloren, und immer häufiger bestimmen algorithmische Logiken, was sichtbar wird und was nicht. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie können wir Öffentlichkeiten so gestalten, dass sie demokratische Teilhabe ermöglichen, statt sie zu untergraben?
Die Antwort könnte in einem neuen Politikfeld liegen: Öffentlichkeitspolitik. Sie verbindet Infrastruktur, Medien, Bildung, Technologie und Sicherheit, um Öffentlichkeit nicht nur zu erhalten, sondern aktiv zu gestalten. Doch wie sieht die Umsetzung konkret aus? Welche Akteur*innen treiben sie voran – und was können wir voneinander lernen, wenn es darum geht, neue öffentliche Räume für eine lebendige Demokratie zu schaffen?
Dazu sprechen Alex Sängerlaub (futur eins) über die Notwendigkeit kollektiver Antworten auf die Krise der Öffentlichkeit, Riccardo Ramacci (Stiftung Mercator Schweiz) zu Medienförderung als relevanten Hebel für Öffentlichkeitspolitik und Julia Herrnböck (DOSSIER, Plattform Medienvielfalt der UNESCO-Kommission AT) über internationale Strukturen um Öffentlichkeit und Lehren für Europa und den DACH-Raum.
Gemeinsam loten wir aus, welche politischen, strukturellen und kulturellen Bedingungen nötig sind, um eine zukunftsfähige demokratische Infrastruktur zu schaffen – und wo länderspezifische Hürden sowie gemeinsame Chancen liegen.
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Bewegbare gewinnen mit dem Race-Class-Narrativ und Organizing!
Anhand konkreter Beispiele zeigt dieser Workshop, wie Organizing und Race-Class-Narrative Brücken bauen und demokratische Handlungskraft stärken können. Mit Karla Wiegmann vom Movement Hub und Alice Hamdi von bewegungschule.
Rechtsruck, Kürzungsangriffe auf den Sozialstaat und Klimarollback? Zivilgesellschaft, Verbände, Organisationen und soziale Bewegungen brauchen neue Strategien, um Macht gegen Rechts aufzubauen. Im Movement Hub hatten wir die Chance, die letzten drei Jahre viele fantastische Projekte in ihrer Organizing- und Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten, ihnen Impulse und Perspektiven zu geben und von ihnen zu lernen. All das haben wir in unserem neuen Handbuch (Arbeitstitel: „Beyond the Base – Vorankommen mit dem Race Class Narrativ und Organizing“) zusammengefasst.
Im Workshop möchten wir euch auf eine strategische Reise mitnehmen: Wie bewegen und begeistern wir Menschen für eine demokratische Gesellschaft? Was gibt Menschen den Anstoß, sich in Nachbarschaften, Betrieben oder Kitas zu organisieren? Und welche Rolle spielt öffentliche Kommunikation dabei, ob wir Menschen jenseits der bereits aktiven progressiven Basis tatsächlich erreichen?
Dafür gehen wir nach Dresden-Johannstadt, um zu verstehen, welche Tools und Taktiken Nachbar*innen stärken, sich zusammenzuschließen. Wir sprechen darüber, warum das Werkzeug des Race-Class-Narrativs eine "Großes-Wir"-Geschichte dabei unterstützt, Brücken zu bauen. Zum Schluss der Reise zeigen wir, welchen Unterschied es macht, wenn sich Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben zusammenschließen und gemeinsam über Unterschiede hinweg Macht aufbauen.
Wie kannst du die Beziehung zu Unterstützer*innen vertiefen?
In einer schnelllebigen Aufmerksamkeitsökonomie fragt der Workshop, wie Organisationen echte Beziehungen zu Unterstützer*innen aufbauen und ihre Stimmen hörbar machen können. Mit Florian Engel von More Onion.
Wir leben in Zeiten von Reels, walled gardens und einem schnelllebigen News Cycle. Aufmerksamkeit wird in Sekunden gemessen und als zentrale Währung gehandelt. Entsprechend richten sich Budgets und Kommunikationsstrategien zunehmend auf diese kurzen Momente aus.
Dabei gerät ein zentraler Teil von Kampagnenarbeit oft in den Hintergrund: die Beziehung zu Unterstützer*innen. Genau diese Menschen sind es jedoch, deren Stimmen wir als Organisationen hörbar machen müssen.
Aber wie kann das in der Praxis gelingen? In diesem Workshop lernst du, aufbauend auf vielen Jahren Erfahrung, wie Organisationen stärker auf ihre Unterstützer*innen eingehen können und durch kreative Mitmach-Formate nachhaltige Bindung aufbauen. Unter dem Schlagwort Supporter Journeys beschäftigen sich Organisationen mit einer Team-übergreifenden Planung, bei der Unterstützer*innen im Mittelpunkt stehen.
Neben konkreten Konzepten entwickeln wir gemeinsam Ideen für deine Organisation: Wie kannst du Beziehungen vertiefen, und was kannst du deinen Unterstützer*innen im Gegenzug zurückgeben?



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