„Die brennende Demokratie: Warum der Schlüssel in neuen Öffentlichkeiten liegt.”

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Desinformation, schwindende Medienvielfalt und digitale Monopoleverändern die Öffentlichkeit als zentralen Ort demokratischer Meinungsbildung –auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Debatten verlagern sich infragmentierte Räume, Vertrauen geht verloren, und immer häufiger bestimmenalgorithmische Logiken, was sichtbar wird und was nicht. Die entscheidendeFrage lautet daher: Wie können wir Öffentlichkeiten so gestalten, dass siedemokratische Teilhabe ermöglichen, statt sie zu untergraben?
Die Antwort liegt in einem neuen Politikfeld: Öffentlichkeitspolitik.Sie verbindet Infrastruktur, Medien, Bildung, Technologie und Sicherheit, umÖffentlichkeit nicht nur zu erhalten, sondern aktiv zu gestalten. Doch wiesieht die Umsetzung konkret aus? Welche Akteur*innen treiben sie voran – undwas können wir voneinander lernen, wenn es darum geht, neue öffentliche Räumefür eine lebendige Demokratie zu schaffen?
Dazu sprechen Alex Sängerlaub (futur eins) über die Notwendigkeitkollektiver Antworten auf die Krise der Öffentlichkeit, Ricardo Ramacci (StiftungMercator Schweiz) zu Medienförderung als relevanten Hebel fürÖffentlichkeitspolitik und Julia Herrnböck (UNESCO, PlattformMedienvielfalt) über internationale Ökosysteme um Öffentlichkeit und Lehren fürEuropa und den DACH-Raum.
Gemeinsam loten wir aus, welche politischen, strukturellen undkulturellen Bedingungen nötig sind, um eine zukunftsfähige demokratischeInfrastruktur zu schaffen – und wo länderspezifische Hürden sowie gemeinsameChancen liegen.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
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„Mädchen*-Power“
Die Stimmen von Mädchen sollen mehr Gehör bekommen – aber wie und wieso überhaupt? Welche Hürden und Potentiale es bei der Beteiligung von Mädchen gibt, darüber sprechen Jessy James LaFleur, Christina Purrer, Barbara Wülser.
“Who run the World? Girls!” singt Beyoncé. Aber wie nur? Mädchen* und Frauen* sind in unserer Gesellschaft noch immer stark benachteiligt. Wenn wir dies ändern wollen, müssen wir früh ansetzen und Mädchen* bei ihrer gesellschaftlichen Teilhabe unterstützen. Drei Speakerinnen stellen Initiativen aus dem DACH-Raum vor, die den Fokus genau darauf legen. Sie tragen dazu bei, dass junge Mädchen* Politik mitgestalten, über die Vergabe von Geldern entscheiden und eine lautere Stimme bekommen können. Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die erfahren möchten, welche Hürden und Potentiale es bei der Beteiligung von Mädchen* gibt und wie diese gelingen kann – und wieso diese im Speziellen gefördert werden muss. Die drei Best-Practice-Beispiele aus der Schweiz, Österreich und Deutschland liefern Ideen und eine geballte Ladung Wissen. Zum Schluss beantworten die Speakerinnen Fragen aus dem Publikum.(Der Begriff Mädchen* schließt Personen ein, die von intersektionalen Ausschlüssen und Mehrfachdiskriminierungen betroffen sind, speziell nicht heteronormativer sexueller Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten.)
„Partizipative Jugendbudgets“
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In diesem Jahr startet der Hub für demokratische Kultur. Wir stellen uns vor.
In diesem Jahr startet der Hub für demokratische Kultur (Arbeitstitel) – eine trinationale Plattform, die Vernetzung, Kooperation und gemeinsames strategisches Wirken im deutschsprachigen Raum befördert. Die Vision: Eine partizipative Demokratie, in der alle immer mitgestalten können. In dieser Veranstaltung stellen wir unsere Ideen vor.




