„In guter Gesellschaft?“
Algorithmen und Depolarisierung

Polarisierung und Algorithmen, zwei Worte in aller Munde. Doch was haben sie miteinander zu tun? Kurz gesagt: Polarisierung belebt Demokratie, aber zu viel davon führt zu Hass und Spaltung. Im Internet wird diese Dynamik verstärkt. Gemeinsam mit Expert*innen schauen wir genauer hin: Wir beleuchten das Phänomen Polarisierung und diskutieren, wie Algorithmen schon heute zur Spaltung der Gesellschaft beitragen. Und schließlich wollen wir herausfinden, welche Potentiale und Strategien es gibt, damit Technologien zu Werkzeugen für Zusammenhalt, Ambiguitätstoleranz und Dialog werden. Die Abendveranstaltung auf dem Mitmacht-Festival ist der Auftakt der neuen „Staffel“ der Faktor D-Veranstaltungsreihe „Im Diskurs“ rund um unsere Mission „STRG Depolarisierung“.Moderation: Hannah Göppert (Faktor D)
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Nataliia Sokolovska
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Corporate Democracy
Wie kann Demokratie dort gestärkt werden, wo Menschen einen Großteil ihres Lebens verbringen? Gemeinsam werden Perspektiven von Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen beleuchtet. Mit Vera Illini und Lissy Wohlfahrt von Critical Friends gGmbH.
Die meisten Menschen verbringen einen wesentlichen Teil ihrer Lebenszeit bei der Arbeit. Schon allein deswegen haben Unternehmen immensen Einfluss auf Alltag und Lebensrealität und damit auch auf die politische Einstellung vieler Menschen.
Genau dort wollen wir ansetzen und uns gemeinsam der Frage stellen: Wie kann Demokratie im Arbeitskontext gestärkt werden – sowohl aus Arbeitgeber*innen- als auch aus Arbeitnehmer*innenperspektive?
Wie mich klassische Musik zur Demokratin gemacht hat
Andrea Bandelow verbindet klassische Musik mit Demokratiebildung und zeigt im Workshop, wie musikalische Wahrnehmung unser Potenzial als demokratische Alltagskünstler*innen stärkt.
Musik und Politik? Wieweit gibt es eine Verbindung des Künstlerischen mit dem Gesellschaftspolitischen, die über pure Effekthascherei hinausgeht? Was hat Joseph Beuys’ soziale Plastik mit einer musikalisch ausgerichteten Wahrnehmung und künstlerischer Empathie zu tun? Und wieweit ist die Beschäftigung mit klassischer Musik in ihrer Vielschichtigkeit dafür geeignet, unser Potenzial als demokratische Alltagskünstler*innen zu leben?
Anhand verschiedener Praxis- und Hörbeispiele und in interaktivem Dialog werden wir diesen Fragen gemeinsam auf den Grund gehen. Für diesen Workshop braucht es keine Vorkenntnisse. Neugier und konfrontative Offenheit reichen.
Demokratische Öffentlichkeit neu denken: Wie kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk gesellschaftlich legitimiert und kontrolliert werden?
Ein Workshop zur Frage, wie gesellschaftliche Teilhabe, Vertrauen und wirksame Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks demokratisch neu gestaltet werden können. Mit Karl-Jürgen Hanßmann von Mehr Demokratie e.V..
Dieser Workshop versteht sich ausdrücklich nicht als Anti-ÖRR-Format, sondern als konstruktive Suche nach neuen Formen demokratischer Öffentlichkeit:
• Wie kann gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden?
• Wie verhindert man institutionelle Selbstreferenz?
• Wie schafft man Vertrauen in öffentliche Medien?
• Welche Governance-Modelle könnten Polarisierung und Entfremdung entgegenwirken?
Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam mögliche Prinzipien, Chancen, Risiken, Pilotideen und Umsetzungsstrategien.
Ungewöhnliche Allianzen, die wirken: Wie Bündnisse unter Gegenwind stark werden
Anhand dreier Beispiele aus der Praxis zeigt dieser Workshop, wie wichtig es ist, unterschiedliche Partner*innen zu sammeln, um auch starkem Gegenwind standzuhalten. Mit Ann-Katrin Bohmüller und Maike Mehlis von Deutsche Umwelthilfe.
Wie bauen wir Bündnisse, die unter politischem Gegenwind wirklich tragen? In diesem Gute-Praxis-Workshop zeigen wir anhand von drei Beispielen aus der Praxis, was sich in der Zusammenarbeit mit Partner*innen bewährt hat: das wachsende #böllerciao-Bündnis, die Allianz, die sich gegen die Gasbohrungen vor Borkum formiert hat, sowie der Netzwerkansatz unseres Engagementpreises.
Im Mittelpunkt steht nicht, möglichst viele ähnliche Partner*innen zu sammeln, sondern deren Unterschiede stark zu machen: Wer bringt Reichweite, wer lokale Verankerung, wer Mobilisierung? Und wie gelingt Zusammenarbeit so, dass nicht nur Kleine von Großen profitieren, sondern alle etwas einbringen und etwas zurückbekommen?
Die Teilnehmenden arbeiten mit einem einfachen Bündnis-Canvas und entwickeln direkt im Workshop eine erste Skizze für ihre eigene Allianz – konkret, übertragbar und mit einem nächsten Schritt für die Praxis.



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