„Panel: Mut zur Hoffnung“
Wie aus Zuversicht demokratische Kraft wird

Foto: Allison Saeng via Unsplash
Krisen unserer Zeit erzeugen Angst, Wut und Ohnmacht – Emotionen, die von antidemokratischen Kräften gezielt als Treibstoff genutzt werden. Während sie mit starken Gefühlen mobilisieren, bleiben demokratische Akteur*innen hingegen meist reaktiv und nutzen das Potenzial (positiver) Emotionen kaum strategisch. Das Panel liefert konkrete Antworten: Was wäre, wenn wir wieder pro-demokratische Zukunftsbilder entwerfen und daraus neue Hoffnung schöpfen? Wenn wir anerkennen, dass Demokratie und Emotionen untrennbar verbunden sind – und dass gerade Hoffnung Orientierung gibt, langfristig bindet und kollektive Handlungsfähigkeit stärkt? Und wie lässt sich Emotionalisierung bewusst als demokratische Kraft nutzen – für eine Kultur der Hoffnung statt der Angst?
Im Fokus steht die Analyse politischer Emotionen und demokratischer Diskurse. Wir teilen Erfahrungen aus zivilgesellschaftlicher Mobilisierung und fragen, wie Hoffnung in gesellschaftliche Transformation übersetzt werden kann – in Sprache, Narrativen und Kampagnen. Dahinter steht die Idee einer demokratischen Emotionskultur, die zeigt: Gefühle können Demokratie stark machen.
Das Panel wir moderiert von Florian Schmidt (Austria Presse Agentur).
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
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„Hauptsache zusammen. Und jetzt?“
Zusammenarbeit klingt gut – ist aber anspruchsvoll. Wir sprechen darüber, was Kollaboration als Haltung wirklich ausmacht und was es braucht, damit sie funktioniert.
Ob Demokratie unter Druck, Klimakrise oder soziale Spaltung: Die Herausforderungen unserer Zeit sind zu komplex, um sie allein oder nebeneinander zu bearbeiten. Hier ist Zusammenarbeit gefragt. Doch was unterscheidet echte Kollaboration von klassischer Kooperation? Und warum scheitert sie so oft, obwohl alle „eigentlich das Gleiche wollen“?
In dieser Online-Veranstaltung sprechen Isabel Gahren und Josefa Kny über Kollaboration als Haltung. Dabei geht es um mehr als nur eine bloße Aufgabenverteilung. Es geht darum, Wissen, Ressourcen und Perspektiven verschiedener Menschen, Organisationen und Netzwerke so zu verbinden, dass wirklich Neues entsteht – Bewegungen und Lösungen, die mehr sind als die Summe ihrer Teile.
Auf Basis langjähriger Erfahrungen hat das betterplace lab einen Leitfaden für gelingende Kollaboration entwickelt. Er zeigt, welche Bedingungen Zusammenarbeit wirklich wirksam machen – und wo typische Fallstricke liegen.
Gemeinsam erforschen wir, welche Herausforderungen euch in der Zusammenarbeit rund um Demokratiethemen begegnen und wie wir mit ihnen besser umgehen können.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Demokratie nicht allein retten wollen – sondern gemeinsam, strategisch und mit einem realistischen Blick auf das, was Zusammenarbeit heute braucht.
„Macht der Emotionen – zwischen Freude und Flow“
Gefühle bewegen Politik – doch nicht jedes gute Gefühl bedeutet Gutes. Dr. Josef Merk und Elena Allendörfer zeigen, wie Emotionen wirken, täuschen und verbinden können.
Gefühle sind überall – in Wahlkämpfen, in Protesten, in den sozialen Medien. Sie treiben uns an, bringen uns zusammen oder gegeneinander auf. Doch was passiert, wenn wir sie nicht nur spüren, sondern wirklich verstehen wollen?
In der Online-Veranstaltung „Macht der Emotionen – zwischen Freude und Flow“ geht es darum, wie Gefühle in Demokratie und Engagement wirken – und warum sie oft widersprüchlich sind. Freude, Stolz oder Macht können Menschen verbinden, aber auch blenden. Wie erkennen wir, wann Emotionen uns tragen – und wann sie uns verführen?
Der Psychologe Dr. Josef Merk erklärt, was in uns passiert, wenn Gefühle motivieren – und warum sich auch trügerische Emotionen „richtig“ anfühlen können. Er zeigt, wie wir unsere inneren Reaktionen besser wahrnehmen, einordnen und nutzen können, ohne uns von ihnen treiben zu lassen. Elena Allendörfer, Leitung Kampagnen und Strategin für gesellschaftliches Engagement, bringt die Perspektive aus der Praxis ein: Wie lassen sich Emotionen in Bewegung übersetzen, ohne sie auszubeuten? Wie kann Begeisterung nachhaltig wirken und Menschen für etwas gewinnen? Sie zeigt, wie positive Energie in gemeinsames Handeln übersetzt werden kann – ohne Manipulation, mit Haltung und Humor.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Menschen bewegen wollen: in der Bildungsarbeit, im Campaigning, in Organisationen oder Initiativen. Sie lädt dazu ein, Emotionen nicht zu fürchten – sondern als kluge, lebendige Kraft für Demokratie zu entdecken.
„Nachrichtenmüdigkeit. Diagnose & Therapie“
Immer mehr Menschen schalten ab: Warum macht uns Nachrichtenkonsum müde – und wie lässt sich das ändern? Expert*innen diskutieren Ursachen und Wege aus der Müdigkeit.
Immer mehr Menschen wenden sich von klassischen Nachrichtenmedien ab – sei es aus Überforderung, Langeweile oder Frustration. Diese „Nachrichtenmüdigkeit“ betrifft nicht nur das Publikum, sondern auch Medienhäuser, Politik und Bildung. Was steckt dahinter, und wie lässt sich das Vertrauen in den Journalismus wiederherstellen?
Prof. Dr. Mark Eisenegger (FÖG, Universität Zürich) eröffnet die Veranstaltung mit einem Einblick in aktuelle Studien zur Nachrichtenmüdigkeit im deutschsprachigen Raum. In der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchten Prof. Dr. Anna Jobin (Präsidentin Eidgenössische Medienkommission), Andrina Schmid (Use the News), Jürg Steiner (hauptstadt.be) und Pascal Nufer (SRG), welche Strategien von Medien, Politik und Bildung umgesetzt werden können, um das Publikum wieder für Nachrichten zu gewinnen.
Für alle, die sich für Journalismus, Medienwandel und gesellschaftliche Kommunikation begeistern, bietet die Veranstaltung spannende Einblicke. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Projekt „NewsMaker“ kennenzulernen. Es ist im zweiten Innovationsprozess von Faktor D als Antwort auf die Nachrichtenmüdigkeit entstanden.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem MILEVA INSTITUT für Digitales und Gesellschaft, dem Museum für Kommunikation Bern und Faktor D. Sie wurde moderiert von Frziska Oehmer-Pedrazzi und Stefano Pedrazzi.
„Zwischen Ohnmacht, Angst und Panik“
Maximilian Hempt und Daniela Ingruber zeigen, was hinter diesen Emotionen steht, wie wir sichere Räume schaffen und dadurch demokratische Resilienz fördern können.
Wut, Angst oder Ohnmacht prägen nicht nur unser persönliches Erleben, sondern auch die Stabilität unserer Demokratie. In Zeiten überlagernder Krisen wächst der Wunsch nach Sicherheit – und mit ihm die Gefahr gesellschaftlicher Spaltung. Der Therapeut Maximilian Hempt und die Demokratie- und Kriegsforscherin Daniela Ingruber zeigen uns Strategien, um Emotionen als politische Realität anzuerkennen, statt sie zu verdrängen, und kollektive Traumata bewusst zu bearbeiten, statt sie unbewusst weiterzutragen.
Sie zeigen, wie wir sichere Räume schaffen, in denen Austausch, Vertrauen und gemeinsame Reflexion möglich werden. Diese Räume sind keine Rückzugsorte, sondern Teil einer aktiven Strategie für demokratische Resilienz: Wer emotionale Prozesse versteht, kann Konflikte besser gestalten und solidarische Antworten auf Unsicherheit finden.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Demokratiearbeit, Bildung oder gesellschaftliches Engagement traumainformiert und strategisch weiterdenken wollen.






