„Nachrichtenmüdigkeit. Diagnose & Therapie“
Wie wir die Lust auf Nachrichten zurückgewinnen – Erkenntnisse und Ideen im Dialog

Foto: Vuk Burgic (via Unsplash)
Immer mehr Menschen wenden sich von klassischen Nachrichtenmedien ab – sei es aus Überforderung, Langeweile oder Frustration. Diese „Nachrichtenmüdigkeit“ betrifft nicht nur das Publikum, sondern auch Medienhäuser, Politik und Bildung. Was steckt dahinter, und wie lässt sich das Vertrauen in den Journalismus wiederherstellen?
Prof. Dr. Mark Eisenegger (FÖG, Universität Zürich) eröffnet die Veranstaltung mit einem Einblick in aktuelle Studien zur Nachrichtenmüdigkeit im deutschsprachigen Raum. In der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchten Prof. Dr. Anna Jobin (Präsidentin Eidgenössische Medienkommission), Andrina Schmid (Use the News), Jürg Steiner (hauptstadt.be) und Pascal Nufer (SRG), welche Strategien von Medien, Politik und Bildung umgesetzt werden können, um das Publikum wieder für Nachrichten zu gewinnen.
Für alle, die sich für Journalismus, Medienwandel und gesellschaftliche Kommunikation begeistern, bietet die Veranstaltung spannende Einblicke. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Projekt „NewsMaker“ kennenzulernen. Es ist im zweiten Innovationsprozess von Faktor D als Antwort auf die Nachrichtenmüdigkeit entstanden.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem MILEVA INSTITUT für Digitales und Gesellschaft, dem Museum für Kommunikation Bern und Faktor D. Sie wurde moderiert von Frziska Oehmer-Pedrazzi und Stefano Pedrazzi.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Mark Eisenegger
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Bewegbare gewinnen mit dem Race-Class-Narrativ und Organizing!
Anhand konkreter Beispiele zeigt dieser Workshop, wie Organizing und Race-Class-Narrative Brücken bauen und demokratische Handlungskraft stärken können. Mit Karla Wiegmann vom Movement Hub und Alice Hamdi von bewegungschule.
Rechtsruck, Kürzungsangriffe auf den Sozialstaat und Klimarollback? Zivilgesellschaft, Verbände, Organisationen und soziale Bewegungen brauchen neue Strategien, um Macht gegen Rechts aufzubauen. Im Movement Hub hatten wir die Chance, die letzten drei Jahre viele fantastische Projekte in ihrer Organizing- und Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten, ihnen Impulse und Perspektiven zu geben und von ihnen zu lernen. All das haben wir in unserem neuen Handbuch (Arbeitstitel: „Beyond the Base – Vorankommen mit dem Race Class Narrativ und Organizing“) zusammengefasst.
Im Workshop möchten wir euch auf eine strategische Reise mitnehmen: Wie bewegen und begeistern wir Menschen für eine demokratische Gesellschaft? Was gibt Menschen den Anstoß, sich in Nachbarschaften, Betrieben oder Kitas zu organisieren? Und welche Rolle spielt öffentliche Kommunikation dabei, ob wir Menschen jenseits der bereits aktiven progressiven Basis tatsächlich erreichen?
Dafür gehen wir nach Dresden-Johannstadt, um zu verstehen, welche Tools und Taktiken Nachbar*innen stärken, sich zusammenzuschließen. Wir sprechen darüber, warum das Werkzeug des Race-Class-Narrativs eine "Großes-Wir"-Geschichte dabei unterstützt, Brücken zu bauen. Zum Schluss der Reise zeigen wir, welchen Unterschied es macht, wenn sich Menschen zum ersten Mal in ihrem Leben zusammenschließen und gemeinsam über Unterschiede hinweg Macht aufbauen.
Wie kannst du die Beziehung zu Unterstützer*innen vertiefen?
In einer schnelllebigen Aufmerksamkeitsökonomie fragt der Workshop, wie Organisationen echte Beziehungen zu Unterstützer*innen aufbauen und ihre Stimmen hörbar machen können. Mit Florian Engel von More Onion.
Wir leben in Zeiten von Reels, walled gardens und einem schnelllebigen News Cycle. Aufmerksamkeit wird in Sekunden gemessen und als zentrale Währung gehandelt. Entsprechend richten sich Budgets und Kommunikationsstrategien zunehmend auf diese kurzen Momente aus.
Dabei gerät ein zentraler Teil von Kampagnenarbeit oft in den Hintergrund: die Beziehung zu Unterstützer*innen. Genau diese Menschen sind es jedoch, deren Stimmen wir als Organisationen hörbar machen müssen.
Aber wie kann das in der Praxis gelingen? In diesem Workshop lernst du, aufbauend auf vielen Jahren Erfahrung, wie Organisationen stärker auf ihre Unterstützer*innen eingehen können und durch kreative Mitmach-Formate nachhaltige Bindung aufbauen. Unter dem Schlagwort Supporter Journeys beschäftigen sich Organisationen mit einer Team-übergreifenden Planung, bei der Unterstützer*innen im Mittelpunkt stehen.
Neben konkreten Konzepten entwickeln wir gemeinsam Ideen für deine Organisation: Wie kannst du Beziehungen vertiefen, und was kannst du deinen Unterstützer*innen im Gegenzug zurückgeben?







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