Wie können demokratische Parteien zusammenfinden, um eine AfD-Regierungsbeteiligung zu verhindern und wie kann das Vertrauen dafür gelegt werden? In diesem Workshop bringen wir einen Erfahrungsbericht eines neuen Ansatzes sowie unsere eigenen strategischen Erkenntnisse zu überparteilichen Austauschformaten mit.
Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnten die politischen Mehrheiten grundlegend verändern. Wenn klassische Koalitionen nicht mehr möglich sind, braucht es neue Formen der Zusammenarbeit – bis hin zu tolerierten Minderheitsregierungen. Doch inhaltliche Differenzen, Unvereinbarkeitsbeschlüsse und tiefes gegenseitiges Misstrauen machen solche Lösungen schwer.
Gute Politik braucht deshalb mehr als starke Positionen: Sie braucht belastbare Beziehungen zwischen Menschen, die Verantwortung tragen – auch über die bisher üblichen politischen Lager hinweg. Genau daran arbeiten wir mit den Zukunftsdialogen. Weit vor den Wahlen haben wir in mehreren Formaten politische Entscheidungsträger*innen demokratischer Parteien in geschützten, überparteilichen Räumen zusammengebracht.
In unserem Workshop wollen wir unsere Erfahrungen aus diesem Projekt teilen und mit Euch gemeinsam diskutieren: Was braucht es, damit sich Parteilogik für einen Moment zurückstellen lässt? Wie kann Vertrauen auch über Parteigrenzen hinweg geschaffen werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, diese Ideen für zukünftige Wahlen weiterzuentwickeln?
Achtung
Aufzeichnung

00:00
/
00:00
Zum Nachlesen
Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Von Wut zu Handlung: Emotionen als politische Kraft
In diesem Workshop wird gemeinsam erarbeitet, welche Relevanz Emotionen in gesellschaftspolitischen Kontexten haben, und wie sie Wirksamkeit entfalten können.
Wut gilt oft als problematisch. Dabei kann sie ein wichtiger Hinweis auf Ungerechtigkeit sein. In diesem Workshop geht es darum, Wut nicht zu unterdrücken, sondern sie als politische Ressource zu verstehen und produktiv zu nutzen.
Gerade im Kontext von Rassismus und anderen Formen von Ausgrenzung wird Wut häufig delegitimiert oder kriminalisiert. Ausgehend von dieser Beobachtung erarbeiten wir gemeinsam, wie Emotionen, insbesondere Wut, in gesellschaftspolitischen Kontexten wirksam werden können. Welche Narrative dominieren derzeit? Wie können wir andere Erzählungen entwickeln, die nicht auf Angst, sondern auf Zusammenhalt und Veränderung zielen?
Wem gehören die Worte? Demokratie, Meinungsfreiheit und der Kampf um unsere Öffentlichkeit
Doch wie sprechen wir darüber so, dass Menschen diesen Wert verstehen und unterstützen? Eine Strategie-Session für alle, die die demokratische Informationsgesellschaft mitgestalten - durch Medien, Plattformen, Kommunikation, Forschung, Medienbildung oder Politik.
Öffentlichkeit ist die Grundlage demokratischer Aushandlung – und zugleich hart umkämpft: durch Plattformlogiken, Desinformation, schwindendes Vertrauen und eine zunehmend fragmentierte Medienlandschaft. Wer sie verteidigen will, braucht gute Argumente und eine Erzählung, die trägt.
In dieser Strategierunde entwickeln wir gemeinsam die Grundlage für ein Argumentarium rund um Öffentlichkeit und Informationsgesellschaft. Welche Überzeugungen zu demokratischer Öffentlichkeit teilen wir? Wie und wem erzählen wir diese? Wo kommt es zu Missverständnissen? Und wie können wir Menschen zu Multiplikator*innen eines demokratischen Verständnisses von Öffentlichkeit machen – von der Minister*in bis zur nachrichtenmüden Social-Media-User*in?
Die Session findet statt im Rahmen der Allianz für Öffentlichkeit von Faktor D. Gehostet wird sie vom Institute for Strategic Dialogue in Kooperation mit betterplace lab und der Allianz für die resiliente Informationsgesellschaft.
Diese Strategierunde richtet sich an Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag mit den Themen Meinungsfreiheit, Informationsgesellschaft und Öffentlichkeiten konkret zu tun haben.
Dritte Orte erzählen: Welche Narrative schaffen Verständnis, Unterstützung und Wirkung?
Dritte Orte stärken Demokratie und Zusammenhalt – aber wie lässt sich ihre Wirkung so erzählen, dass es ankommt? Eine Strategie-Session für Betreiber*innen, Fördernde und Expert*innen Dritter Orte zu Botschaften, die wirklich überzeugen.
Dritte Orte sind Räume der Begegnung, des Austauschs und gelebter Demokratie. Für viele Menschen und Entscheidungsträger*innen bleibt ihr Wert jedoch abstrakt – zu selten wird er in gute Geschichten übersetzt und oft erreichen die Botschaften vor allem die, die ohnehin schon überzeugt sind.
In dieser Strategie-Session arbeiten wir daran, das zu ändern. Gemeinsam mit Dorothea Kerrutt von der Körber-Stiftung, Host des Roundtable Dritte Orte, und mit Leon Erlenhorst von der Kampagnenagentur Media Force diskutieren wir: Welche Bilder, Geschichten und Narrative machen den Wert Dritter Orte auch für Menschen greifbar, die noch nicht überzeugt sind – Fördernde, Kommunen, Politik, breite Öffentlichkeit? Wie lässt sich das Abstrakte (gesellschaftliche Infrastruktur, Demokratieraum, Zusammenhalt) so erzählen, dass es im Alltag wiedererkannt wird?
Ausgangspunkt ist der Erfahrungsschatz der Teilnehmenden selbst: Was hat in der eigenen Kommunikationsarbeit funktioniert, was nicht? Daraus entwickeln wir gemeinsam Botschaften und Erzählansätze, die über die eigene Bubble hinaus wirken – damit einzelne gute Beispiele zu einer gemeinsamen, überzeugenden Erzählung für Dritte Orte werden.
Diese Strategierunde richtet sich an Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag mit dem Thema Dritte Orte konkret zu tun haben.
.png)


.avif)
.png)
.png)