Mitmacht 2026

Wenn zwei sich streiten, freut sich die AfD?

Wie demokratische Parteien zusammenfinden können. Ein Erfahrungsbericht eines neuen überparteilichen Austauschformats.

Cora Mantel
Lena Bickel
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SRH University Campus Berlin
SRH University Campus Berlin
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Foto Lena: Lea Zangerl

Wie können demokratische Parteien zusammenfinden, um eine AfD-Regierungsbeteiligung zu verhindern und wie kann das Vertrauen dafür gelegt werden? In diesem Workshop bringen wir einen Erfahrungsbericht eines neuen Ansatzes sowie unsere eigenen strategischen Erkenntnisse zu überparteilichen Austauschformaten mit.

Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnten die politischen Mehrheiten grundlegend verändern. Wenn klassische Koalitionen nicht mehr möglich sind, braucht es neue Formen der Zusammenarbeit – bis hin zu tolerierten Minderheitsregierungen. Doch inhaltliche Differenzen, Unvereinbarkeitsbeschlüsse und tiefes gegenseitiges Misstrauen machen solche Lösungen schwer.

Gute Politik braucht deshalb mehr als starke Positionen: Sie braucht belastbare Beziehungen zwischen Menschen, die Verantwortung tragen – auch über die bisher üblichen politischen Lager hinweg. Genau daran arbeiten wir mit den Zukunftsdialogen. Weit vor den Wahlen haben wir in mehreren Formaten politische Entscheidungsträger*innen demokratischer Parteien in geschützten, überparteilichen Räumen zusammengebracht.

In unserem Workshop wollen wir unsere Erfahrungen aus diesem Projekt teilen und mit Euch gemeinsam diskutieren: Was braucht es, damit sich Parteilogik für einen Moment zurückstellen lässt? Wie kann Vertrauen auch über Parteigrenzen hinweg geschaffen werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, diese Ideen für zukünftige Wahlen weiterzuentwickeln?

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Cora Mantel

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Lena Bickel

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Dritte Orte erzählen: Welche Narrative schaffen Verständnis, Unterstützung und Wirkung?

Dritte Orte stärken Demokratie und Zusammenhalt – aber wie lässt sich ihre Wirkung so erzählen, dass es ankommt? Eine Strategie-Session für Betreiber*innen, Fördernde und Expert*innen Dritter Orte zu Botschaften, die wirklich überzeugen.

Freitag
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25.9.2026
11:45–13:00 Uhr
Labs
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Labs
Freitag

Dritte Orte sind Räume der Begegnung, des Austauschs und gelebter Demokratie. Für viele Menschen und Entscheidungsträger*innen bleibt ihr Wert jedoch abstrakt – zu selten wird er in gute Geschichten übersetzt und oft erreichen die Botschaften vor allem die, die ohnehin schon überzeugt sind.

In dieser Strategie-Session arbeiten wir daran, das zu ändern. Gemeinsam mit Dorothea Kerrutt von der Körber-Stiftung, Host des Roundtable Dritte Orte, und mit Leon Erlenhorst von der Kampagnenagentur Media Force diskutieren wir: Welche Bilder, Geschichten und Narrative machen den Wert Dritter Orte auch für Menschen greifbar, die noch nicht überzeugt sind – Fördernde, Kommunen, Politik, breite Öffentlichkeit? Wie lässt sich das Abstrakte (gesellschaftliche Infrastruktur, Demokratieraum, Zusammenhalt) so erzählen, dass es im Alltag wiedererkannt wird?

Ausgangspunkt ist der Erfahrungsschatz der Teilnehmenden selbst: Was hat in der eigenen Kommunikationsarbeit funktioniert, was nicht? Daraus entwickeln wir gemeinsam Botschaften und Erzählansätze, die über die eigene Bubble hinaus wirken – damit einzelne gute Beispiele zu einer gemeinsamen, überzeugenden Erzählung für Dritte Orte werden.

Diese Strategierunde richtet sich insbesondere an Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag mit dem Thema konkret zu tun haben.

Aufzeichnung verfügbar

Mehr Beteiligung asap

Lasst uns gemeinsam strategisch überlegen, was relevant ist, um unsere Demokratien durch mehr Beteiligung aufs nächste Level zu bringen. Sowohl was die Methoden selbst als auch mögliche Wege der Institutionalisierung betrifft.

Freitag
,
25.9.2026
11:45–13:15 Uhr
Labs
Zur Veranstaltung
Labs
Freitag

Das Problem bei Beteiligung ist nicht, dass es an Know-how fehlt, sondern dass gute Beteiligung noch zu wenig eingefordert, vorausgesetzt und strukturell abgesichert wird.

In dieser Strategie-Session überlegen wir gemeinsam strategisch, was relevant ist, um unsere Demokratien durch mehr Beteiligung aufs nächste Level zu bringen.
Gemeinsam mit Caro Hammoutene, Co-Geschäftsführerin von KOMMA – Gemeinsam Medienvielfalt gestalten, und Linda Simon, Geschäftsführerin YEP – Stimme der Jugend, schauen wir uns dafür sowohl die Methoden selbst als auch mögliche Wege der Institutionalisierung an.

Wie können wir gemeinsame Ziele effizienter und effektiver erreichen? Wo lohnt es sich, Allianzen zu schmieden? Wo sind wir bereits Pionier*innen und können einander unterstützen? Und welche Good Practices gibt es für Institutionalisierung?  

Diese Strategierunde richtet sich an Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag mit dem Thema Beteiligung konkret zu tun haben.

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Die Wahlen sind entschieden. Und jetzt?

Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Was die Landtagswahlen in Ostdeutschland für demokratische Kultur und Zivilgesellschaft vor Ort bedeuten, und welche Fragen daraus für demokratische Kräfte im gesamten deutschsprachigen Raum entstehen.

Freitag
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25.9.2026
11:45–13:00
Panel
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Panel
Freitag
Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind entschieden. Doch was bedeuten die neuen politischen Kräfteverhältnisse für die demokratische Kultur und Zivilgesellschaft vor Ort und darüber hinaus?

In dieser Fishbowl diskutiert Christine Bohmann, Chefredakteurin des MDR, gemeinsam mit Vertreter*innen aus politischer Bildung, Wahlforschung und einer lokalen Initiative, welche Veränderungen sich abzeichnen und was jetzt strategisch wichtig wird.

Wie lassen sich demokratische Handlungsspielräume sichern, gesellschaftlicher Zusammenhalt stärken und demokratische Institutionen auch in schwierigen Zeiten resilient halten? Und welche Erfahrungen aus Ostdeutschland sind auch für demokratische Kräfte in Österreich, der Schweiz und anderen Teilen Deutschlands relevant?

Neben Julia Reuschenbach und Christin Bohmann ist auch Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für Politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, vor Ort. Weitere Speaker*innen veröffentlichen wir im Laufe der kommenden Wochen.

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Mini-Ting: ein Vertrauensexperiment mit Geld

Geben ist leicht. Nehmen ist die eigentliche Kunst.

Ein Vertrauensexperiment zu Geld, Bedarf und demokratischer Teilhabe.

Freitag
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25.9.2026
11:15–17:30
Kunst & Kultur
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Kunst & Kultur
Freitag
Geben ist leicht. Nehmen ist die eigentliche Kunst.

Mini-Ting ist eine Installation und ein Vertrauensexperiment in Echtzeit.

Ein offener Geldtopf mitten im Festivalgeschehen: Ab 2 EUR kann jede und jeder mitmachen. Wer Bedarf oder Lust hat, nimmt heraus, was er oder sie braucht. Bis 250 EUR pro Person und Tag – keine Jury, keine Begründung. Nur eine Notiz, wofür.

Diese Notizen sind ein Teil des Experiments. Sie zeigen, ob Vertrauen trägt, und wofür Menschen Geld brauchen.

Was hier sichtbar wird, ist auch eine demokratische Frage: Wem trauen wir zu, Geld sinnvoll zu verwenden? Wer entscheidet, was Bedarf ist? Was passiert, wenn Umverteilung nicht über Institutionen, sondern von Mensch zu Mensch läuft?

Aus früheren Durchläufen wissen wir: Es entstehen Momente der Irritation, der Überraschung, manchmal gibt es Tränen. Wir vertrauen dem Geld oft stärker als unseren Mitmenschen. Mini-Ting dreht das spielerisch um.

Es gibt zwei Modi:

Selbsterklärend: Die Installation steht offen zugänglich, mit Spielregeln und einer Box für Wünsche und Rückmeldungen.

Betreut: Wir sind vor Ort, geben Anstoß, beobachten und kommen mit den Mitmachenden ins Gespräch.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

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