„Wir feiern Mitmacht und Mitwirkung“
Die große Abschlussparty in der Brunnenpassage
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Foto: Jason Leung via Unsplash
Am 21. November laden das Büro für Mitwirkung der Stadt Wien und Faktor D herzlich zur großen Abschlussparty des Mitmacht Festivals 2025 und der Europäischen Demokratiehauptstadt 2024/25 ein! Gemeinsam wollen wir feiern, zurückblicken und nach vorne schauen. Dich erwartet eine musikalische Performance von Teilnehmenden des Jugendprojekts „Demokratie, was geht?“. In ihren Texten spiegeln sich persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Fragen und politische Themen. Die Performance ist ein kraftvolles Statement, in dem marginalisierte Perspektiven Gehör finden. Bei Musik und Drinks gibt es die Gelegenheit, Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen zu treffen, die sich für Demokratie, Teilhabe und Mitgestaltung einsetzen und interessieren.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
„Bibliotheken als demokratische Orte“
Bibliotheken sind unschätzbar wichtige öffentliche Orte. Daher müssen wir sie als starke demokratische Partnerinnen vor Ort endlich stärker einbinden, fordern Judith Galka (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt) und Karlheinz Boss (KUS Netzwerk Österreich).
In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen gewinnen Räume für politische Bildung und demokratische Auseinandersetzungen an Bedeutung. Bibliotheken sind mehr als nur Wissensspeicher – sie fördern kritische Auseinandersetzungen, den gesellschaftlichen Austausch und bieten in Städten oft einen der wenigen konsumfreien Begegnungsräume. Auf dem Land sind sie häufig die letzten öffentlich zugänglichen Orte.
Judith Galka, ehemalige Programmleiterin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, und Karlheinz Boss vom KUS-Netzwerk aus Österreich, rufen dazu auf, Bibliotheken als demokratische Partnerinnen vor Ort stärker einzubinden und die immensen Kooperationspotentiale zu nutzen. Insbesondere lokale Demokratieprojekte sollten jetzt die Kraft von Bibliotheken als offene, partizipative und reichweitenstarke Demokratieräume ernst nehmen und für ihre Arbeit nutzen. Gemeinsam blicken wir auf konkrete Anknüpfungspunkte und Erfolgsgeschichten.
„Lasst es raus“
Immer schön sachlich bleiben? Keine so gute Strategie gegen Populismus, findet Johannes Hillje. Der Politik- und Kommunikationsberater fordert eine „neue demokratische Emotionskultur.“
Wir befinden uns in polarisierten, krisengeprägten Zeiten. Diskursräume sind zunehmend emotional aufgeladen, eine hitzige Debatte jagt die nächste. Nachvollziehbar, denn Politik und politische Aushandlungen sind unmittelbar mit Gefühlen verbunden. Es geht um Überzeugungen, um Werte und den Wunsch nach Veränderung. Und antidemokratische Kräfte beherrschen diese emotionale Klaviatur perfekt: Sie schüren Ängste, fachen Wut an und locken mit gefühligen Hoffnungsbotschaften. Unter den demokratischen Akteur*innen gilt das Emotionale dagegen oft als unseriös.
Dabei ist das nüchtern Technokratische vielleicht keine so erfolgversprechende Strategie gegen spaltende Rhetorik des Populismus – findet zumindest Johannes Hillje. Der Politik- und Kommunikationsberater hat mit seinem neuen Buch „Mehr Emotionen wagen“ gerade ein Plädoyer dafür vorgelegt, dass wir selbst erlernen sollten, Gefühle und Demokratie zusammenzudenken und zu nutzen. Es braucht nicht weniger als eine „neue demokratische Emotionskultur.“ Johannes Hillje schreibt Bücher und kommentiert als Experte regelmäßig zu politischen Themen in Print und Fernsehen, u.a. für Der Spiegel, die tagesthemen und The Guardian.
„Völlig losgelöst“
Das Projekt „Los jetzt!“ organisiert Workshops, in denen ehemalige Teilnehmende von Jugend-Bürger*innenräten aus der Praxis berichten. So wollen sie andere für losbasierte Beteiligungsformate begeistern.
Erfahrungen teilen und andere begeistern: Das wollen die Macher*innen von „LOS jetzt“ erreichen.Im Projekt erarbeiten ehemalige jugendliche Bürger*innenräte kreative Ansätze, wie Entscheidungsträger*innen (z.B. Kommunalpolitiker*innen, Behördenmitglieder) für losbasierte Beteiligungsformate begeistert werden können. Dafür entwickeln sie beispielweise ein Bürger*innenrats-Planspiel.Im Rahmen dieser Veranstaltung laden wir Interessierte herzlich ein, gemeinsam über Ansätze für den breiten und vermehrten Einsatz von Bürger*innenräten zu diskutieren. Ein kurzer Input der Organisatoren sowie Erfahrungsberichte zweier Teilnehmenden dienen uns dabei als Grundlage.Das Projekt “LOS jetzt” ist im ersten Innovationsprozess von Faktor D entstanden und wird von Pro Futuris, dem Think+Do Tank der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft und von Mehr Demokratie e.V. in Deutschland geleitet.
„Jugend gestaltet Zukunft“
Wir stellen die „Academy“ vor: Das High-Impact-Programm unterstützt Jugendliche aus dem DACH-Raum dabei, Partizipation für andere Jugendliche zugänglich zu machen.
„It’s about us, don’t do it without us.“ – Wie kann Jugendbeteiligung zum gelebten Recht für alle werden? In dieser Veranstaltung stellen wir die YEP Academy vor, ein High-Impact-Programm, das Jugendliche aus dem DACH-Raum dabei unterstützt, Partizipation für andere Jugendliche zugänglich zu machen. Ziel ist es, Demokratiebildung und Beteiligungskompetenz zu stärken und jungen Menschen die Werkzeuge an die Hand zu geben, um Beteiligung auch für andere Jugendliche zu ermöglichen. So wird Jugendbeteiligung vom Privileg der Wenigen zum Recht für alle. Neben Einblicken in das Programm möchten wir mit den Teilnehmenden erforschen, welche erfolgreichen Strategien der Jugendbeteiligung sich daraus ableiten lassen und wie man diese in die breite Anwendung bringen kann. Die Veranstaltung richtet sich an Jugendliche, an Multiplikator*innen sowie an alle, die sich für innovative Beteiligungsprozesse interessieren.



