„Zwischen Ohnmacht, Angst und Panik“
Was hindert uns eigentlich daran, gemeinsam die Demokratie zu retten?

Fotos: Mario Sudy Fotografie, Susanne Horak
Wut, Angst oder Ohnmacht prägen nicht nur unser persönliches Erleben, sondern auch die Stabilität unserer Demokratie. In Zeiten überlagernder Krisen wächst der Wunsch nach Sicherheit – und mit ihm die Gefahr gesellschaftlicher Spaltung. Der Therapeut Maximilian Hempt und die Demokratie- und Kriegsforscherin Daniela Ingruber zeigen uns Strategien, um Emotionen als politische Realität anzuerkennen, statt sie zu verdrängen, und kollektive Traumata bewusst zu bearbeiten, statt sie unbewusst weiterzutragen.
Sie zeigen, wie wir sichere Räume schaffen, in denen Austausch, Vertrauen und gemeinsame Reflexion möglich werden. Diese Räume sind keine Rückzugsorte, sondern Teil einer aktiven Strategie für demokratische Resilienz: Wer emotionale Prozesse versteht, kann Konflikte besser gestalten und solidarische Antworten auf Unsicherheit finden.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Demokratiearbeit, Bildung oder gesellschaftliches Engagement traumainformiert und strategisch weiterdenken wollen.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Gestalten vor Ort - wie gestalte ich einen Aufbruch?
Eine gemeinsame Diskussion darüber, welche Politikansätze im ländlichen Raum funktionieren und wie wir dies gemeinsam weiterdenken können.
Luca Piwodda ist ehrenamtlicher Bürgermeister in seiner Heimatstadt Gartz (Oder) im Nordosten Brandenburgs. Er startet viele neue Beteiligungsmodelle wie Bürgersprechstunden, Kaffeeklatsch oder digitale Wochenberichte sowie seine eigene Partei, die Partei des Fortschritts (PdF). Damit gestaltet er eine Blaupause für neue Politikansätze, gerade für den ländlichen Raum.
In seinem Workshop spricht er darüber, wie Gestaltung vor Ort heute funktionieren kann und wie man einen Aufbruch gestaltet. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird diskutiert, reflektiert und daraus werden neue Ideen entwickelt.
(K)ein Gegen-Playbook? Solidarische Netzwerke verteidigen zivilgesellschaftliche Handlungsräume
Wie rechtsautoritäre Strategien zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume einschränken, und was solidarische Netzwerke ihnen entgegensetzen können.
Das rechtsautoritäre Playbook ist aus vielen anderen Ländern bekannt und sehr wirksam: Durch Diffamierung, Defunding, Desinformation und Delegitimierung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen sorgen Populist*innen von Rechtsaußen dafür, dass die Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Organisationen, vor allem jene mit klarer politischer Haltung, immer stärker eingeschränkt werden.
In dieser Fishbowl werfen wir einen Blick auf die zugrunde liegenden Dynamiken und analysieren, welche Strategien wir diesem abgekarteten Spiel wirksam entgegensetzen können. Betroffene zivilgesellschaftliche Perspektiven treffen auf wissenschaftliche und juristische Einordnung aus dem deutschsprachigen Raum.
Das Format lädt dazu ein, eigene Erfahrungen, Fragen und Ansätze direkt in das Gespräch einzubringen. Ziel ist eine lokale und globale Einordnung der Entwicklungen sowie die Erarbeitung erster Handlungsansätze zum Schutz zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume. Dabei behalten wir aktuelle politische Ereignisse im Blick, analysieren Erfolge und Rückschläge der vergangenen Jahre und überlegen gemeinsam, wie wir noch besser voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können.
Die Fishbowl findet in Partnerschaft mit der Allianz "Rechtssicherheit für politische Willensbildung" statt.



