Zum Auftakt von Mitmacht richten wir den Blick auf die Machtfrage – im Gespräch, im Erleben und in persönlichen Geschichten. Ausgangspunkt ist eine Beobachtung, die viele teilen: Erschöpfung, Fragmentierung und das Gefühl, permanent in der Defensive zu sein während autoritäre Kräfte strategisch, emotional und organisiert auftreten. Wir möchten deshalb den Fokus darauf legen, was uns Zuversicht gibt, welche Macht jede*r von uns bereits hat und wie daraus gemeinsame Handlungsmacht wird.
MdB Lars Castellucci setzt zu Beginn des Abends einen politischen Impuls über Zuversicht als politische Ressource und die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können.
Anschließend geht es für uns alle raus aus dem Zuhörmodus: Radikale Töchter bringen uns mit einem politischen Speed-Dating miteinander ins Gespräch. Denn Mitmacht beginnt nicht erst im Workshop am nächsten Morgen. Es beginnt direkt dort, wo Menschen einander begegnen, Energie entsteht und aus „man müsste mal“ ein „lass uns machen“ wird.
Demokratische Macht heißt dementsprechend auch, dass wir die Wirklichkeit mitgestalten können und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Jolanda Spiess, Büsra Sayed und Josef Adugna, drei Personen aus drei unterschiedlichen Bereichen, erzählen in je sieben Minuten von persönlichen Momenten des Wirksamwerdens: Was gab den Ausschlag? Wodurch wurde plötzlich etwas möglich? Und wann war klar: Hier bewegt sich wirklich etwas?
Nach den Erzählungen schaut Susanne Nasr vom Business Council for Democracy in einer Austauschrunde mit den drei Beitragenden nochmal genauer hin und fragt: Welche Hebel, Ressourcen und Beziehungen haben für sie den Unterschied gemacht? Und wie können wir daraus kollektive Strategien entwickeln, mit denen wir gemeinsam mehr bewegen?
Zum Abschluss des Abends sind wir alle nochmal gefragt. Gemeinsam mit den Radikalen Töchtern werden wir lernen, dass Mut ein Muskel ist, den wir trainieren können und, wie das geht. Für einen gemeinsamen, mutigen Einstieg ins Festival.
Dazwischen und danach gilt: Leute kennenlernen, weiterreden, essen, lachen, Ideen spinnen und vielleicht schon die ersten gemeinsamen Pläne schmieden. Denn Mitmacht ist Arbeitsraum, Begegnungsraum und Fest zugleich.
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