„Herzlich Willkommen bei Mitmacht 2025!“
Gemeinsamer Start in das Festival

Foto: Getty Images via Unsplash
Das Mitmacht-Festival startet mit einem Soft-Opening am Mittwochnachmittag. Bei Kaffee und Kuchen gibt es ein gemütliches Ankommen und erstes Kennenlernen der Festival-Teilnehmenden. Von dem Faktor D-Team erhaltet ihr am Check-in Desk alle notwendigen Informationen und Materialien für die kommenden Tage.
Um ungefähr 15:00 Uhr startet Isabell Kolditz vom Körperfunkkollektiv mit dem „Wohlstandsparadox“. Das Stück hinterfragt in Form eines Radioballetts, wie Reichtum und Armut in einem wohlhabenden Land definiert und wahrgenommen werden. Es regt dazu an, über gesellschaftliche Wertvorstellungen und die ungleiche Verteilung von Wohlstand nachzudenken. Bitte nehmt dafür euer Handy und Kopfhörer mit. Parallel dazu gibt es beim Karlsplatz bei Schönwetter eine gemeinsame kreative Straßenaktion, wo wir den (Karls-)Platz der Demokratie gestalten.
Um 16:00 Uhr startet das Pub-Quiz „Kollektive Intelligenz“. Die Teilnehmer*innen treten gegen KI-Bots an und müssen erraten, welche politischen Zitate echt und welche von der KI erfunden sind. Das Spiel möchte auf spielerische Weise Bewusstsein für Fehlinformation, Medienwandel und demokratische Diskurse schaffen.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
ChatGPT stellt sich nicht mit Schild vor den Bundestag
Straßenaktionen sind echte Orte der Begegnung. Aber wie lassen sich diese sinnvoll mit digitalen Kampagnen verbinden? Was lässt sich digital verlängern, und was geht verloren? Mit Julia Pohl und Sarah Mohamed von Finanzwende e.V.
Straßenaktionen gehören zum klassischen Repertoire politischer Kampagnenarbeit: Infostände, Unterschriftensammlungen, kreative Protestformen, Aktionsbilder und Gespräche auf dem Marktplatz. Doch welche Relevanz haben sie in einer zunehmend digitalen Öffentlichkeit noch?
In unserer Fishbowl diskutieren wir, welche Wirkung Initiativen und NGOs mit Straßenaktionen heute erzielen können: Sichtbarkeit, Mobilisierung, Vertrauensaufbau, Medienbilder, Engagement oder politische Zuspitzung?
Dabei fragen wir, wie Straßenaktionen zu echten Orten der Begegnung werden können – nicht nur Bühne für Botschaften, sondern Räume für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Handeln. Außerdem schauen wir darauf, wie sich analoge Aktionen sinnvoll mit digitalen Kampagnen verbinden lassen: Was lässt sich online verlängern, übersetzen oder verstärken? Wo entstehen neue Zugänge und wo geht wiederrum etwas verloren?
Der Beitrag lädt Kampagnenmacher*innen, Aktivist*innen und Interessierte ein, Erfahrungen zu teilen, blinde Flecken zu benennen und gemeinsam Kriterien für wirksame Straßenaktionen im digitalen Zeitalter zu entwickeln.
Abstimmen neu denken mit Civic Tech für direkte Demokratie
Die Schweiz hat direkte Demokratie, doch viele Bürger*innen fühlen sich trotzdem ausgeschlossen. Dieser Workshop gibt Einblicke in die Praxis digitaler Partizipation. Mit Maurice Lanz von Plural.
Die Schweiz gilt als Musterland der direkten Demokratie. Dennoch fühlen sich viele Bürger*innen bei Abstimmungen überfordert, nicht informiert genug oder schlicht ausgeschlossen. Dabei fehlt es nicht an Willen – es fehlt an Infrastruktur.
Plural ist eine Schweizer Civic-Tech-Plattform, die direkte Demokratie neu denkt: Bürger*innen bringen Ideen ein, diskutieren sie gemeinsam und formen daraus politische Vorstöße, die in den formalen Prozess eingehen.
In diesem Workshop zeigen wir, was wir in der Praxis gelernt haben: Welche Design- und Technologieentscheidungen wirklich funktionieren, um digitale Partizipation für alle zugänglich zu machen. Die Teilnehmenden probieren Plural live aus, reflektieren gemeinsam Erfolgsfaktoren und entwickeln übertragbare Prinzipien für ihre eigenen Kontexte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Angry Twitter Bird & entblößte Justitia: Wie Bilder Politik bewegen
Bilder bewegen, was Fakten nicht schaffen. Aber wie übersetzt man komplexe Themen in Emotionen? Und was macht ein Bild politisch so wirksam, dass Elon Musk persönlich reagiert? Mit Jenny Brunner von HateAid.
„See you in court, Elon." – Mit einem Angry Twitter Bird zum Prozessauftakt wegen Antisemitismus auf Twitter/X schafften wir es bis in den Guardian, und Elon Musk reagierte höchstpersönlich.
Bilder bewegen, was Fakten nicht schaffen – und dieser Workshop zeigt, wie. Am Beispiel von drei Kampagnen: Ein böser Twitter-Vogel, der internationale Aufmerksamkeit auf eine Klage gegen einen Tech-Konzern lenkte. Eine Abrissbirne vor dem Bundestag, die zeigte, wie digitale Gewalt unsere Demokratie bedroht und gleichzeitig trockene Studienzahlen spürbar machte. Und eine entblößte, verpixelte Justitia-Statue, die aufzeigte, worum es bei digitaler Gewalt wirklich geht: Würde, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit.
Drei Themen, drei Formate, drei Strategien und ein gemeinsames Ziel: Bilder schaffen, die hängen bleiben und Druck erzeugen, wo er gebraucht wird.
Im Workshop diskutieren wir: Was macht ein Bild politisch wirksam? Wie übersetzt man komplexe Themen in Emotionen, ohne zu vereinfachen? Und wie können wir diese Strategien gemeinsam weiterdenken?


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