„LOS jetzt! Bürger*innenräte wollen Demokratie fördern“
Neue Beteiligungsimpulse aus dem DACH-Raum und ein Kartenspiel

Foto: Dimitri Brooks und Jos Schmid
Wie können junge Menschen ihre Erfahrungen aus Bürger*innenräten weitertragen und andere dafür begeistern? Das Projekt „LOS jetzt“ zeigt, wie ehemalige Teilnehmende aus der Schweiz, Deutschland und Österreich neue Ideen der Vermittlung entwickelt haben. Ihr Ziel: das Losverfahren in ihrer Peer-Group und gegenüber Entscheidungsträger*innen sichtbarer zu machen. Entstanden ist ein Kartenspiel, das zentrale Elemente von Demokratie und Bürger*innenräten spielerisch vermittelt.
In diesem Beitrag testet ihr das Kartenspiel und tauscht euch mit jungen Beteiligten aus. Im gemeinsamen Dialog entwickelt ihr Ideen: Wie kann ein Alumninetzwerk wachsen? Wie können spielerische Ansätze neue Beteiligungsformate fördern? Und was können wir alle von jungen Demokraten*innen lernen?
Achtung
Aufzeichnung

00:00
/
00:00
Zum Nachlesen
Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
[Cancelled] Demokratie erzählen ist kein Wohlfühlverein! Eine wütende Keynote
Demokratische Kommunikation ist kein Ersatz für nicht vorhandene Substanz. Wir müssen anfangen, echte Geschichten zu erzählen: darüber, was wir füreinander in dieser Gesellschaft wollen.
Was wäre, wenn Demokratie nicht stirbt, weil sie angegriffen wird – sondern weil wir aufgehört haben, von ihr zu träumen? Weil wir vergessen haben, allen und jedem voller Stolz von ihr zu erzählen?
Während die AfD Menschen Antworten auf ihr Krisengefühl gibt, argumentieren und erklären wir Demokrat*innen ohne eine gemeinsame und klare Vision. Doch demokratische Kommunikation ist kein Ersatz für nicht vorhandene Substanz. Ein echtes demokratisches Narrativ ist eine Antwort auf die Frage: Was wollen wir füreinander in dieser Gesellschaft? Bezahlbare Mieten? Eine funktionierende Schule? Das sind die Geschichten, die wir endlich erzählen müssen.
Diese Keynote ist eine Einladung – und gleichzeitig eine Forderung: Raus aus der Reaktion! Rein in die Erzählung!
Anschließend an die Keynote stellen Lara Buschmann und Laura Dederichs um 15:00 Uhr das von Faktor D entwickelte Kommunikations-Toolkit für gute Demokratiekommunikation vor, welches im Rahmen eines Skalierungsprozesses von Faktor D entstanden ist.
Wie organisiere ich eine deutschlandweite Bewegung? Eine Toolbox.
Die PRÜF-Bewegung mobilisiert bundesweit für ein AfD-Verbotsverfahren. Aber warum funktioniert die Kampagne so gut, und was können wir daraus lernen? Mit Gregor Hackmack von innn.it e.V..
Die PRÜF-Bewegung hat eine Forderung: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“ Dafür organisiert ein Kollektiv aus Aktivist*innen und Comedians regelmäßige PRÜF-Demos in den deutschen Landeshauptstädten. Begleitet wird die Bewegung durch eine entsprechende Petition auf innn.it und einem über innn.it organisierten Crowdfunding. Darüber sind bereits mehr als 600.000 EUR in Kleinspenden eingeworben worden.
Laura Lo Zito, Regisseurin, Autorin und PRÜF-Initiatorin, sowie Gregor Hackmack, Vorstand und Mitgründer von innn.it, teilen die Hacks und Erfolgsrezepte der Kampagne.
Bewegungsmacht durch Kampagnen. Drei neue Werkzeuge für Mobilisierung
Warum bewegen manche Kampagnen Menschen zum Handeln und andere nicht? Mit praxistauglichen Werkzeugen zu einer wirksamen Mobilisierung und Kommunikation.
Wir alle kennen das Gefühl: Die Kampagne ist durchdacht, die Botschaften stimmen, das Team gibt alles. Und trotzdem bewegt sich wenig. Menschen liken, aber sie kommen dann doch nicht zu Aktionen. Sie teilen, aber sie handeln nicht. Woran liegt das?
In diesem Workshop versuchen wir dieser Frage gemeinsam auf den Grund zu gehen. Wir sehen uns an, was Mobilisierung von Information unterscheidet, und warum manche Kampagnen Menschen wirklich in Bewegung bringen, während andere nur wenig Aufmerksamkeit gewinnen.
Dafür diskutieren wir konkrete Werkzeuge, die wir direkt auf unsere eigene Praxis anwenden: Mit dem Ökosystem-Mapping machen wir sichtbar, wer in unserem Themenfeld welche Rolle spielt, und wo strategische Lücken klaffen. Mit dem Verhaltensdesign prüfen wir, ob unsere Kommunikation auf Information oder auf Beziehung setzt, und was wir daran ändern können. Und mit einem Prebunking-Ansatz erarbeiten wir, wie wir unsere Communities gegen Desinformation stärken können, bevor sie zuschlägt.
Für jedes Werkzeug nehmen wir uns Zeit, teilen unsere Erfahrungen und Expertisen im Workshop. Dabei bleiben wir nicht theoretisch, sondern schaffen ein klares Bild unseres Kampagnenökosystems und entwickeln konkrete Ideen, die wir in unsere Kommunikation und Strategie umsetzen können.



.avif)
