„Macht der Emotionen – zwischen Freude und Flow“
Wenn Motivation ansteckt (und Flow nicht nur im Yoga passiert)

Gefühle sind überall – in Wahlkämpfen, in Protesten, in den sozialen Medien. Sie treiben uns an, bringen uns zusammen oder gegeneinander auf. Doch was passiert, wenn wir sie nicht nur spüren, sondern wirklich verstehen wollen?
In der Online-Veranstaltung „Macht der Emotionen – zwischen Freude und Flow“ geht es darum, wie Gefühle in Demokratie und Engagement wirken – und warum sie oft widersprüchlich sind. Freude, Stolz oder Macht können Menschen verbinden, aber auch blenden. Wie erkennen wir, wann Emotionen uns tragen – und wann sie uns verführen?
Der Psychologe Dr. Josef Merk erklärt, was in uns passiert, wenn Gefühle motivieren – und warum sich auch trügerische Emotionen „richtig“ anfühlen können. Er zeigt, wie wir unsere inneren Reaktionen besser wahrnehmen, einordnen und nutzen können, ohne uns von ihnen treiben zu lassen. Elena Allendörfer, Leitung Kampagnen und Strategin für gesellschaftliches Engagement, bringt die Perspektive aus der Praxis ein: Wie lassen sich Emotionen in Bewegung übersetzen, ohne sie auszubeuten? Wie kann Begeisterung nachhaltig wirken und Menschen für etwas gewinnen? Sie zeigt, wie positive Energie in gemeinsames Handeln übersetzt werden kann – ohne Manipulation, mit Haltung und Humor.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Menschen bewegen wollen: in der Bildungsarbeit, im Campaigning, in Organisationen oder Initiativen. Sie lädt dazu ein, Emotionen nicht zu fürchten – sondern als kluge, lebendige Kraft für Demokratie zu entdecken.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
Weitere Veranstaltungen von Faktor D
Der unterschätzte Ort: Warum Demokratie Bibliotheken braucht
Bibliotheken sind öffentliche Räume, die Menschen zusammenbringen und genau deswegen bergen sie ungenutztes Potenzial für Demokratiearbeit. Dieser Workshop zeigt, wie das geändert werden kann. Mit Isabell Kolditz und Wouter Bernhardt von der Initiative Offene Gesellschaft e.V.
Wenn es um Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Begegnung geht, steht die Bibliothek selten ganz oben auf der Liste. Zu Unrecht.
Bibliotheken sind öffentliche Räume, die Menschen zusammenbringen, Wissen zugänglich machen und Austausch ermöglichen. Sie sind niedrigschwellig, werden von vielen Menschen als vertrauenswürdig wahrgenommen und sind oft genau dort präsent, wo andere demokratische Infrastrukturen fehlen. Trotzdem sind sie für viele Initiativen, Kampagnen und Veranstaltungsplanende selten die erste Wahl.
Das wollen wir ändern! Anhand konkreter Praxisbeispiele erarbeiten wir, wie Bibliotheken für demokratische Arbeit eingebunden werden können. Der Workshop verbindet dabei Inspiration mit Handwerkszeug: Die Teilnehmenden lernen Bibliotheken als wirkungsvolle Verbündete kennen, entwickeln eigene Anwendungsideen und nehmen konkrete Ansätze für ihre zukünftigen Veranstaltungen, Beteiligungsformate und Aktionen mit.
„Im Krisenstab“ Handlungsfähigkeit im Speed-Format
In diesem Praxisworkshop bilden wir mehrere Krisenstäbe, die auf ein demokratiefeindliches Bedrohungsszenario reagieren müssen – und trainieren dabei unsere Handlungsfähigkeit. Mit Manuel Wischnewski vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V.
Zivilgesellschaft und Staat müssen sich krisenfest machen. Schwierige, manchmal schier unmögliche Entscheidungen müssen in rasender Geschwindigkeit getroffen werden. Und obwohl wir viele sinnvolle Antworten sogar kennen, fällt es uns schwer, ins Handeln zu kommen.
In diesem Praxisworkshop bilden wir mehrere Krisenstäbe, die auf ein realistisches demokratiefeindliches Bedrohungsszenario reagieren müssen. Im konkreten Tun erfahren wir, wovon Handlungsfähigkeit in Drucksituationen abhängt – und was sie stärkt.
Anfang 2026 hat der Deutsche Volkshochschul-Verband das Projekt vhs: demokratiestark aufgelegt. Ein Ziel des Projekts ist es, die über 800 Volkshochschulen des Landes dabei zu unterstützen, ihre Resilienz gegenüber demokratiefeindlichen Kräften weiter auszubauen. So wappnet sich das größte Weiterbildungsnetzwerk Deutschlands strategisch für kommende Herausforderungen.
Aus dieser konkreten Projektpraxis heraus ist der Workshop entwickelt worden. Er richtet sich an alle, die die Themen Resilienz und Handlungsfähigkeit in der Strategie und Praxis ihrer Organisation verankern wollen.
Gemeinsam den Angriffen auf die Zivilgesellschaft etwas entgegensetzen
In diesem Workshop lernen Teilnehmende, wie ZGOs eigene Inhalte weiter und effektiver verbreiten und dadurch ein positives Bild der Zivilgesellschaft in die Gesellschaft tragen können. Mit Sascha Nicke von der Maecenata Stiftung.
Die Zivilgesellschaft bildet die demokratische Infrastruktur einer Gesellschaft, im DACH-Raum genauso wie in anderen europäischen Staaten und darüber hinaus. Sie steht gegenwärtig jedoch massiv unter Druck: vor allem, weil sie Angriffen und Einschüchterungen von antidemokratischen Akteur*innen ausgesetzt und seit Beginn des Jahres 2025 mit einer Delegitimierungskampagne konfrontiert ist. Diese hat durch die Übernahme falscher Vorwürfe aus dem rechtsextremen Spektrum durch demokratische Akteur*innen eine neue gesamtgesellschaftliche Dimension erreicht.
Das Hauptziel des Workshops ist es, Strategien zu entwickeln, wie ZGOs eigene Inhalte über ihre Bubble hinweg verbreiten und damit eigene Narrative sowie ein positives Bild von der Zivilgesellschaft in die Gesellschaft tragen können.


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