„Demokratie braucht Räume: Beteiligung als politische Praxis“
Wie aus Ideen konkrete Orte für Teilhabe und Mitgestaltung entstehen

Foto: Die Rederei, Benjamin Jenak/Oliver Killig
Demokratie lebt vom Mitmachen – doch dafür braucht es Orte, an denen Menschen sich begegnen, einbringen und gemeinsam gestalten. Genau hier setzen die Projekte „Orte der Demokratie“ und das „Erfahrungs- und Beteiligungsnetzwerk Bürgerbeteiligung“ an: Sie schaffen Raum für politische Teilhabe, stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und fördern konkrete Vorhaben, in denen Mitbestimmung erlebbar wird. Das kann ein Chor, ein altes Postamt, Mitmachgarten oder eine Dorfbibliothek sein.
In dieser Session erfahrt ihr, warum solche Begegnungsräume besonders auf kommunaler Ebene notwendig sind, wie sie entstehen – und welche politischen Rahmenbedingungen es dafür braucht. Praxisbeispiele zeigen, wie verschiedene Zielgruppen in Beteiligungsprozesse eingebunden werden. Ideal für alle, die Beteiligung nicht nur denken, sondern aktiv gestalten wollen.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
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Gestalten vor Ort - wie gestalte ich einen Aufbruch?
Eine gemeinsame Diskussion darüber, welche Politikansätze im ländlichen Raum funktionieren und wie wir dies gemeinsam weiterdenken können.
Luca Piwodda ist ehrenamtlicher Bürgermeister in seiner Heimatstadt Gartz (Oder) im Nordosten Brandenburgs. Er startet viele neue Beteiligungsmodelle wie Bürgersprechstunden, Kaffeeklatsch oder digitale Wochenberichte sowie seine eigene Partei, die Partei des Fortschritts (PdF). Damit gestaltet er eine Blaupause für neue Politikansätze, gerade für den ländlichen Raum.
In seinem Workshop spricht er darüber, wie Gestaltung vor Ort heute funktionieren kann und wie man einen Aufbruch gestaltet. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird diskutiert, reflektiert und daraus werden neue Ideen entwickelt.
(K)ein Gegen-Playbook? Solidarische Netzwerke verteidigen zivilgesellschaftliche Handlungsräume
Wie rechtsautoritäre Strategien zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume einschränken, und was solidarische Netzwerke ihnen entgegensetzen können.
Das rechtsautoritäre Playbook ist aus vielen anderen Ländern bekannt und sehr wirksam: Durch Diffamierung, Defunding, Desinformation und Delegitimierung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen sorgen Populist*innen von Rechtsaußen dafür, dass die Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Organisationen, vor allem jene mit klarer politischer Haltung, immer stärker eingeschränkt werden.
In dieser Fishbowl werfen wir einen Blick auf die zugrunde liegenden Dynamiken und analysieren, welche Strategien wir diesem abgekarteten Spiel wirksam entgegensetzen können. Betroffene zivilgesellschaftliche Perspektiven treffen auf wissenschaftliche und juristische Einordnung aus dem deutschsprachigen Raum.
Das Format lädt dazu ein, eigene Erfahrungen, Fragen und Ansätze direkt in das Gespräch einzubringen. Ziel ist eine lokale und globale Einordnung der Entwicklungen sowie die Erarbeitung erster Handlungsansätze zum Schutz zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume. Dabei behalten wir aktuelle politische Ereignisse im Blick, analysieren Erfolge und Rückschläge der vergangenen Jahre und überlegen gemeinsam, wie wir noch besser voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können.
Die Fishbowl findet in Partnerschaft mit der Allianz "Rechtssicherheit für politische Willensbildung" statt.



