„Ting – ein Fonds für Demokratie“
Community-Geld als zivilgesellschaftlicher Katalysator

Foto: Juri Seger
Wer sich gesellschaftlich einbringen will, braucht nicht nur Mut und Ideen, sondern auch Zeit, Spielraum und Sicherheit. Wie kann gemeinschaftlich geteiltes Geld, demokratisches Handeln ermöglichen? Genau hier setzt Ting an: Die Online-Community zahlt monatlich freiwillige Beiträge in einen solidarischen Fonds ein. Dieses Vermögen wird an diejenigen Mitglieder verteilt, die sich im Sinne der SDGs (Sustainable Development Goals) für soziale, ökologische oder gesellschaftliche Anliegen engagieren.
Ting ist mehr als ein Umverteilungsinstrument. Es wirkt als zivilgesellschaftlicher Katalysator, der Beteiligung erleichtert und kollektives Handeln fördert. Die Community entscheidet gemeinsam, welche Vorhaben unterstützt, werden: demokratisch, transparent, unbürokratisch. In 75 Minuten erfahrt ihr, wie das Modell funktioniert, welche Erfahrungen Ting damit gemacht hat – und welche beispielhaften Vorhaben bereits gefördert wurden.
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Die Inputs aus der Veranstaltung in Artikelform.
Speaker*innen
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Gestalten vor Ort - wie gestalte ich einen Aufbruch?
Eine gemeinsame Diskussion darüber, welche Politikansätze im ländlichen Raum funktionieren und wie wir dies gemeinsam weiterdenken können.
Luca Piwodda ist ehrenamtlicher Bürgermeister in seiner Heimatstadt Gartz (Oder) im Nordosten Brandenburgs. Er startet viele neue Beteiligungsmodelle wie Bürgersprechstunden, Kaffeeklatsch oder digitale Wochenberichte sowie seine eigene Partei, die Partei des Fortschritts (PdF). Damit gestaltet er eine Blaupause für neue Politikansätze, gerade für den ländlichen Raum.
In seinem Workshop spricht er darüber, wie Gestaltung vor Ort heute funktionieren kann und wie man einen Aufbruch gestaltet. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird diskutiert, reflektiert und daraus werden neue Ideen entwickelt.
(K)ein Gegen-Playbook? Solidarische Netzwerke verteidigen zivilgesellschaftliche Handlungsräume
Wie rechtsautoritäre Strategien zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume einschränken, und was solidarische Netzwerke ihnen entgegensetzen können.
Das rechtsautoritäre Playbook ist aus vielen anderen Ländern bekannt und sehr wirksam: Durch Diffamierung, Defunding, Desinformation und Delegitimierung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen sorgen Populist*innen von Rechtsaußen dafür, dass die Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Organisationen, vor allem jene mit klarer politischer Haltung, immer stärker eingeschränkt werden.
In dieser Fishbowl werfen wir einen Blick auf die zugrunde liegenden Dynamiken und analysieren, welche Strategien wir diesem abgekarteten Spiel wirksam entgegensetzen können. Betroffene zivilgesellschaftliche Perspektiven treffen auf wissenschaftliche und juristische Einordnung aus dem deutschsprachigen Raum.
Das Format lädt dazu ein, eigene Erfahrungen, Fragen und Ansätze direkt in das Gespräch einzubringen. Ziel ist eine lokale und globale Einordnung der Entwicklungen sowie die Erarbeitung erster Handlungsansätze zum Schutz zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume. Dabei behalten wir aktuelle politische Ereignisse im Blick, analysieren Erfolge und Rückschläge der vergangenen Jahre und überlegen gemeinsam, wie wir noch besser voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können.
Die Fishbowl findet in Partnerschaft mit der Allianz "Rechtssicherheit für politische Willensbildung" statt.



