„Weiterentwicklung der Europäischen Bürger*innenjury“
Im Diskurs mit European Capital of Democracy

Foto: ECoD
Polarisierung, digitale Echokammern und schwindendes Vertrauen in Institutionen fordern die Demokratie heraus. Ein Gegenentwurf ist die Europäische Bürger*innenjury – ein Netzwerk engagierter Menschen, das jährlich entscheidet, welche Stadt zur Europäischen Demokratiehauptstadt wird. Damit setzt die Jury Impulse für Zusammenhalt, Frieden und europäische Werte. Jurymitglieder stärken in kostenlosen Trainings ihre Kompetenzen in Demokratiearbeit und Bürger*innenbeteiligung, während neue Beteiligungsformate wie Umfragen oder Crowdsourcing-Kampagnen erprobt werden.Im Diskurs mit Adela King von der European Capital of Democracy geht es darum, wie die Jury funktioniert, welchen Mehrwert sie für die europäische Demokratie schafft und wie sie weiterentwickelt werden kann. Gemeinsam diskutiert ihr: Welche Hindernisse erschweren die Beteiligung? Welche Potenziale sind noch ungenutzt? Und welche Anreize braucht es, damit Bürger*innenjurys dauerhaft attraktiv bleiben?
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Corporate Democracy
Wie kann Demokratie dort gestärkt werden, wo Menschen einen Großteil ihres Lebens verbringen? Gemeinsam werden Perspektiven von Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen beleuchtet. Mit Vera Illini und Lissy Wohlfahrt von Critical Friends gGmbH.
In diesem Workshop nehmen wir zwei Perspektiven ein und erarbeiten gemeinsam sowohl Maßnahmen wie Unternehmen Demokratie stärken können und was Mitarbeitende in Organisationen dazu beitragen können. Ein ganz besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Rolle von NGOs. Was wünschen sich diese von Unternehmen und anders herum? Der Workshop soll dazu dienen eure Expertise zu nutzen, um demokratiestärkende Maßnahmen in den Unternehmenskontext zu bringen. Ziel ist es nach dem Workshop die Ergebnisse mithilfe einer Kommunikationsstrategie Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich also nicht nur um eine bloße Denkübung, sondern erfüllt wirklich auch einen Zweck.
Wie mich klassische Musik zur Demokratin gemacht hat
Andrea Bandelow verbindet klassische Musik mit Demokratiebildung und zeigt im Workshop, wie musikalische Wahrnehmung unser Potenzial als demokratische Alltagskünstler*innen stärkt.
Musik und Politik? Wieweit gibt es eine Verbindung des Künstlerischen mit dem Gesellschaftspolitischen, die über pure Effekthascherei hinausgeht? Was hat Joseph Beuys’ soziale Plastik mit einer musikalisch ausgerichteten Wahrnehmung und künstlerischer Empathie zu tun? Und wieweit ist die Beschäftigung mit klassischer Musik in ihrer Vielschichtigkeit dafür geeignet, unser Potenzial als demokratische Alltagskünstler*innen zu leben?
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Demokratische Öffentlichkeit neu denken: Wie kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk gesellschaftlich legitimiert und kontrolliert werden?
Ein Workshop zur Frage, wie gesellschaftliche Teilhabe, Vertrauen und wirksame Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks demokratisch neu gestaltet werden können. Mit Karl-Jürgen Hanßmann von Mehr Demokratie e.V..
Dieser Workshop versteht sich ausdrücklich nicht als Anti-ÖRR-Format, sondern als konstruktive Suche nach neuen Formen demokratischer Öffentlichkeit:
• Wie kann gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden?
• Wie verhindert man institutionelle Selbstreferenz?
• Wie schafft man Vertrauen in öffentliche Medien?
• Welche Governance-Modelle könnten Polarisierung und Entfremdung entgegenwirken?
Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam mögliche Prinzipien, Chancen, Risiken, Pilotideen und Umsetzungsstrategien.
Ungewöhnliche Allianzen, die wirken: Wie Bündnisse unter Gegenwind stark werden
Anhand dreier Beispiele aus der Praxis zeigt dieser Workshop, wie wichtig es ist, unterschiedliche Partner*innen zu sammeln, um auch starkem Gegenwind standzuhalten. Mit Ann-Katrin Bohmüller und Maike Mehlis von Deutsche Umwelthilfe.
Wie bauen wir Bündnisse, die unter politischem Gegenwind wirklich tragen? In diesem Gute-Praxis-Workshop zeigen wir anhand von drei Beispielen aus der Praxis, was sich in der Zusammenarbeit mit Partner*innen bewährt hat: das wachsende #böllerciao-Bündnis, die Allianz, die sich gegen die Gasbohrungen vor Borkum formiert hat, sowie der Netzwerkansatz unseres Engagementpreises.
Im Mittelpunkt steht nicht, möglichst viele ähnliche Partner*innen zu sammeln, sondern deren Unterschiede stark zu machen: Wer bringt Reichweite, wer lokale Verankerung, wer Mobilisierung? Und wie gelingt Zusammenarbeit so, dass nicht nur Kleine von Großen profitieren, sondern alle etwas einbringen und etwas zurückbekommen?
Die Teilnehmenden arbeiten mit einem einfachen Bündnis-Canvas und entwickeln direkt im Workshop eine erste Skizze für ihre eigene Allianz – konkret, übertragbar und mit einem nächsten Schritt für die Praxis.

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