Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Juliane Baruck
Was bedeutet Repräsentation und wie wird sie gelebt? Welche Ressourcen benötigt politische Teilhabe, wer kann sie sich leisten und wer nicht? Diesen Themen widme ich mich sowohl in meiner Forschung im Rahmen des Forschungsprojekts Redesigning Democratic Representation als auch in meiner Funktion als Leitung von Hallo Bundestag. In der Vergangenheit habe ich außerdem losbasierte Beteiligungsformate in Kommunen sowie Hochschulen durchgeführt, immer mit dem Fokus darauf, wie lokale Strukturen langfristig aufgebaut werden können.
„Konflikte sind wichtig, aushaltbar und fruchtbar für unsere Demokratie. Denn Demokratie geht nur in Vielfalt und kollektiv.“

Bruno Moreschi
Ich bin Postdoc, bildender Künstler und Filmemacher. Mit einem Doktor in Kunst von der Staatsuniversität von Campinas (Unicamp) und einem Aufenthalt an der Universität der Künste Helsinki, bin ich leitender Forscher am Zentrum für Kunst, Design und soziale Forschung (CAD+SR) sowie Mitglied des Projekts „Verfall ohne Trauer: Zukunft denkende Erbepraktiken“ (Riksbanken Jubileumsfond, Wallenberg-Fonds und VolkswagenStiftung). Im April 2024 habe ich ein Forschungsstipendium am Institute for Advanced Studies der Leuphana Universität (Deutschland) begonnen. Meine Untersuchungen beziehen sich auf die Dekonstruktion von Systemen und die Entschlüsselung von Verfahren und sozialen Praktiken in den Bereichen Kunst, Museen, visuelle Kultur und Technologie.

Xenia Spieß
Ich bin Xenia. Politische Kommunikation ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern eine Leidenschaft. Seit über 15 Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich, weil ich unsere freie, demokratische Gesellschaft als großes Privileg begreife. Lange lief mein Engagement parallel zur Arbeit, doch es hat sich zunehmend in meinem beruflichen Werdegang manifestiert: Kommunikation mit Purpose. Besonders geprägt haben mich zwei Stationen: meine Arbeit im Mayor’s Office of Immigrant Affairs in New York während Trumps erster Amtszeit und die Mitarbeit am UN-Bericht A/74/358 zur Bekämpfung von Antisemitismus (2019). Seit ich Kinder habe, spüre ich noch stärker, wie wertvoll Demokratie ist. Auch wenn es mir nicht liegt, laut aufzutreten, verlasse ich meine Komfortzone, um sie zu schützen – und mit meiner Expertise Menschen zu stärken, die Demokratie aktiv verteidigen wollen.
„Ich brenne dafür, es jeden Tag ein bisschen besser zu machen – und vor allem besser als Generationen vor uns. Denn Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Menschen, die sie aktiv verteidigen, sichtbar machen und weiterentwickeln. Das kann und muss jede*r von uns sein."

Lena Stelling
Seit über zehn Jahren bin ich in der politischen Bildung mit Jugendlichen tätig – meine Schwerpunkte setze ich dabei auf Jugendbeteiligung und Nachhaltigkeit. 2023 habe ich das PLING Kollektiv für politische Bildung gegründet, um in Schulen und Jugendgruppen Impulse für die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen zu setzen, Jugendpartizipation zu fördern und Demokratie erlebbar zu machen. Davor schloss ich mein Studium der Sozial- und Kommunikationswissenschaft mit einem Master der Uni Uppsala (Schweden) ab und habe ein Volontariat in einem Berliner Verlag absolviert.
„Junge Menschen möchten sich politisch beteiligen, sind aber frustriert vom System. Und Politik und Verwaltung sind offen für Jugendbeteiligung, stoßen aber ihrerseits an systemische Grenzen. Von der Mission erhoffe ich mir daher innovative Ideen, die Strukturen aufbrechen und wirklich wirksame kommunale Jugendbeteiligung ermöglichen.“

Bernhard Csengel
Seit über 18 Jahren arbeite ich an der Schnittstelle von Aktivismus, Campaigning und politischer Kommunikation. Meine beruflichen Stationen waren neben zivilgesellschaftlichen Bewegungen, GLOBAL 2000/Friends of the Earth, Amnesty International Austria sowie PR- und Kampagnenagenturen in Wien. In meiner Laufbahn durfte ich über 40 Kampagnen in unterschiedlichen Funktionen mitgestalten und mehr als 35 Kampagnen zu Menschenrechts- und Umweltthemen koordinieren. Neben Lehrtätigkeiten an der Universität Wien gebe ich heute als Berater mein Wissen an Organisationen und Social Enterprises weiter und begleite sie dabei, ihre Kommunikation und Strategie so zu gestalten, dass sie Menschen begeistern und bewegen.
„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich bewegen. Unsere Aufgabe ist es, die richtigen Angebote zu schaffen, damit sich so viele wie möglich engagieren und ihre gesellschaftliche Macht nutzen können."

Ravena Hengst
Ich bin Kommunikationsdesignerin und Leiterin von Studio Ravena Hengst und Gründerin der Designinitiative „Design Democracy“. Mit dem Projekt setzen wir uns dafür ein, Design als Werkzeug gesellschaftlicher Mitgestaltung zu begreifen. Die Idee hierfür entstand während meines Designstudium in Darmstadt. Ich wollte zeigen, dass visuelle Kommunikation weit mehr kann, als nur Schönes zu gestalten – sie kann Haltung zeigen und Menschen motivieren. Mit Design Democracy möchten wir Gestalter*innen ermutigen, ihre Kreativität für Demokratie, Gleichberechtigung und Vielfalt einzusetzen und so Widerstand zu radikalen Meinungen auf Social Media sichtbar zu machen.
„Wir stehen an einem Kipppunkt, der dazu führen könnte, dass autoritäre Machthabende Europa zurück zu Fehlern der Vergangenheit führen. Das darf nicht passieren.“

Anna-Katharina Friedrich
Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentlicher Baustein gesellschaftlicher Teilhabe. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, dass sich alle Menschen einbringen können, die das möchten. Dieser Leitsatz begleitet mich in meiner Arbeit als Freiwilligenkoordinatorin in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen ebenso wie bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Als Expertin für Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt habe ich mehrere Förderprogramme geleitet. Aktuell verantworte ich das Projekt „Schutz und Prävention im Ehrenamt“ (SPE). Da Engagierte zunehmend Anfeindungen und Gewalt erleben, stärken wir mit SPE Schutzstrukturen, senken Hürden und sichern gleichberechtigte Teilhabe.
„Demokratie steht unter Druck, Ehrenamtliche erleben Anfeindungen. Bündnisse schaffen Schutz, indem sie Ressourcen bündeln und Wirkung entfalten – damit Engagement sicher bleibt und Beteiligung überall möglich ist.“

Luisa Galli
Als ich vor fünf Jahren mit 13 zur Schulsprecherin gewählt wurde, war das der Anfang meines Engagements. Es folgten Stationen wie der Vorsitz im Kinder- und Jugendbeirat in Kiel, die Mitarbeit im BMBFSFJ im ,,Bündnis für die junge Generation’‘ sowie dem Kinderschutzbund. Parallel dazu wuchs mein Wille zur gremienunabhängigen Arbeit. Heute stehe ich regelmäßig auf Bühnen wie der TINCON und anderen Festivals, spreche darüber, dass selbst alltägliche Orte wie Schulklos politisch sind, gebe Workshops zur Demokratieförderung und arbeite als politische Essayistin, um junge Menschen zu ermutigen, sich als Gestalter*innen zu begreifen. Besonders jetzt brauchen wir mehr junge Menschen, die Selbstwirksamkeit erfahren und für sie setze ich mich ein.
„Solange Demokratie kein Mindestalter hat, werde ich mich weiterhin täglich dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche sie nicht nur erklärt bekommen, sondern nahbar erleben. Denn da ich selbst diese ungehörte Perspektive kenne, versuche ich Räume zu gestalten, in denen junge Menschen Politik selbstwirksam erfahren können."

Katharina Wyss-Schley
Als Brückenbauerin und Mentorin, Achtsamkeitscoach und Designerin im Bildungsfeld begleite ich den Kulturwandel. Ein ganzheitlicher Ansatz in der gesamten Bildungskette liegt mir am Herzen. Die SDGs, IDGs, Gesundheitsprävention sowie die Positive Psychologie stehen im Fokus. Meine Motivation: Die Verkörperung vom ICH zum WIR, vom EGO zum ECO – für eine zukunftsfähige Gesellschaft, für das Aufblühen und Wohlergehen vom Menschen und unserem Planeten Erde.
„Demokratiebildung ist in der gesamten Bildungskette systemisch dringlichst zu stärken. Dafür stehe ich.“

Kristina Krömer
Ich habe Politikwissenschaft und Friedens-/Konfliktforschung in Marburg studiert, ein Ladenkollektiv für dekonstruktivistische Mode in Dresden gegründet, einen Panzer eingestrickt, ein Hausprojekt mitgegründet und aufgebaut und danach "metro_polis – Rollender Demokratie-Rat in der Bahn" gegründet. Seitdem sitze ich viel in Straßenbahnen und bringe Fahrgäste zu kontroversen Themen in konstruktives Nachdenken über Lösungen, die uns als Gesellschaft helfen, anstatt zu schaden.
„Wir müssen selbst leben, was wir für die Gesellschaft fordern: Gemeinschaft anstatt Abgrenzung, Kooperation anstatt Kampf!"

Evelyn Hemmer
Ich bin Innovationsmanagerin und unterstütze Journalist*innen, Medienschaffende und Kreative bei der Umsetzung von innovativen Ideen. Ich habe im deutschsprachigen Raum eine einzigartige Medienförderung (Wiener Medieninitiative) aufgebaut und über 200 Projekte begleitet. Bei Hashtag Media kümmere ich mich ums Projektmanagement und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.

Josefa Kny
Ich forsche im betterplace lab zu (zivil-)gesellschaftlicher Resilienz, Kollaboration und Transformationsprozessen. Durch Workshops, Reflexionsimpulse und Prozessbegleitung möchte ich dazu beitragen, Veränderungslust und Handlungsspielräume in sowie zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu vergrößern. Ich habe Politikwissenschaft und Zukunftsforschung in Berlin und Stockholm studiert und in sozial-ökologischer Transformationsforschung promoviert – mit Vorliebe für praxis- und wirkungsorientierte, qualitative und transdisziplinäre Ansätze.
„Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass wir ein gutes Leben für alle erreichen. Dazu brauchen wir große soziale und ökologische Veränderungen. Dass Solidarität, Gemeinschaft und Ressourcenbewusstsein Sinn und sogar Spaß machen, will ich in die Welt tragen.“

Christian Fischer
Ich arbeite an der Schnittstelle von Gesellschaft, politischer Teilhabe und Kunst. Vor, während und nach meinem Masterstudium in Art in Public Spheres habe ich partizipative Reallabore konzipiert und geleitet. Dort entwickelten Menschen aus der Dominanzgesellschaft gemeinsam mit marginalisierten Gruppen – im Sinne einer kunstbasierten sozialen Praxis – öffentlich Zukunftsbilder inszenierten. Als Co-Geschäftsleiter des Eritreischen Medienbunds Schweiz verantworte ich unter anderem das Projekt „Demokratie leben“. Mich motivieren soziale und künstlerische Transformationsprozesse und die Frage, wie durch Kollaboration und Intervention neue Zugänge und Teilhabe entstehen können.
„Demokratie verteidigen heißt heute, die Erfahrungen und Bedürfnisse der postmigrantischen Gesellschaft mitzudenken. Das gelingt nur, wenn demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln und Strategien in gemeinsamen Bündnissen abstimmen.“

Franziska Carstensen
Seit Anfang 2025 begleite ich Faktor D im Controlling in und aus Berlin. Ich habe Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder studiert und seitdem Erfahrungen im Fördermittelmanagement im Kulturbereich gesammelt. Ich war lange in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin tätig und habe dort verschiedene Förderprogramme betreut. Gleichzeitig habe ich mich in den letzten Jahren in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Projekten für mehr Teilhabe, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit engagiert. Mit dem Festival Jenseits von Nelken und Pralinen setze ich hier seit nunmehr zehn Jahren einen besonderen Schwerpunkt. Ich freue mich mein Wissen und meine Erfahrung bei Faktor D einzubringen und damit eine zivile Mitbestimmung zu stärken und Demokratie zu fördern.
„Gemeinsames Empowerment und gelebte Kultur sind zwei verbindende Elemente und damit eine unverzichtbare (Wissens-)Grundlage für zivile Mitbestimmung und die Förderung von Demokratie. Denn Zusammenhalt und geteilte Werte sind wichtiger denn je.“
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Felix Bähr
Ich bin Online-Fundraising-Spezialist mit Schwerpunkt auf digitaler Spendendengewinnung, CRM-Strukturen und automatisierten Donor Journeys. In meiner aktuellen Tätigkeit bei CORRECTIV sowie in früheren Stationen verantwortete ich den Aufbau und die Integration komplexer Daten- und Kommunikationssysteme sowie die Entwicklung datengetriebener Donor-Journeys. Mein fachlicher Fokus liegt auf wachstumsorientiertem Online Fundraising, das neue Zielgruppen über relevante digitale Kanäle erreicht und nachhaltig zu langfristigen Spendendenbeziehungen führt. Neben der operativen Umsetzung automatisierter Fundraising-Strecken verfüge ich über umfangreiche Erfahrung in der Schulung von Teams und Kund*innen.
„There is no other way."

Björn Krass Koenitz
Ich leite das Innovationslabor der SRH University Berlin und verbinde dabei Lehre, Gründungsförderung und den Aufbau von Netzwerken zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Vertrauensdozent begleite ich Studierende in herausfordernden Situationen und vermittle besonders bei interkulturellen Fragestellungen. In meiner Lehre im Studiengang Management in der Kreativindustrie stehen Praxisnähe, Kommunikation und unternehmerisches Denken im Mittelpunkt. Mich motiviert es, Menschen zusammenzubringen, Potenziale zu fördern und Ideen in nachhaltige Projekte zu überführen.
„Demokratie lebt vom Wettbewerb der Ideen, nicht von der Zersplitterung ihrer Verteidiger. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung braucht es starke Netzwerke, abgestimmtes Handeln und den gemeinsamen Willen, demokratische Werte sichtbar und wirksam zu vertreten."

Aline Quinche
Von jungen Menschen für junge Menschen – diesem Grundsatz begegnete ich schon als Jugendliche in der Pfadfinderbewegung, wo ich schon früh Verantwortung übernehmen durfte und noch immer aktiv bin. Dieser Grundsatz gilt aber auch für die politische Bildung. Viele Jugendliche und junge Erwachsene gelten als politikverdrossen – bei der Demokrative versuchen wir ihr Interesse an der demokratischen Teilhabe zu entflammen. Politisch interessierte und engagierte junge Erwachsene begegnen im Rahmen spielbasierter Workshops anderen Jugendlichen auf Augenhöhe und finden so einen ganz neuen Zugang zu ihren Lebensrealitäten. Die Wertschätzung für Demokratie und politische Partizipation, welche mir aus dem politikwissenschaftlichen Diskurs mitgegeben wurde, kann ich im Rahmen dieser Workshops weitergeben und dabei Stück für Stück zu einer demokratischen Jugend beitragen. Neben der Workshopleitung darf ich als Projektmitarbeiterin bei der Demokrative an neuen Inhalten mitarbeiten und Angebote weiterentwickeln.
„Das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile. Wenn demokratische Akteur*innen ihre Strategien aufeinander abstimmen, addieren sie nicht nur ihre Kräfte, sie vervielfachen sie. Diese Synergien und die gebündelte Kraft vieler einzelner demokratischer Akteuer*innen sind besonders jetzt unabdingbar. Nur so gelingt es, den anti-demokratisch und autoritären Tendenzen unserer Zeit zu begegnen und demokratische Kultur und Lebensweisen zu fördern."

Julia Weber
Ich arbeite seit mehr als 15 Jahren mit Leidenschaft im NGO Bereich in verschiedensten Menschenrechtsprojekten. Momentan beschäftigt mich Jugendpartizipation und Klimagerechtigkeit sehr stark.
„Ich möchte mit meiner täglichen Arbeit Stück für Stück einen Beitrag zu globaler Gerechtigkeit leisten.“

Noomi Anyanwu
Ich bin Aktivistin und Vorsitzende von Black Voices Austria, den Verein, den ich 2020 mitgegründet habe. Ich habe meinen Bachelor in Afrikawissenschaften in Wien abgeschlossen und studiere aktuell Human Rights and Diplomacy im Master an der Universität in Stirling, Schottland. Seit meinem 15. Lebensjahr bin ich bereits politisch aktiv in Form von Workshops, österreichweiten Kampagnen in Jugendorganisationen, Schulzeitung oder aktuell meinem Online Aktivismus als @thisisnoomi. Außerdem trete ich als Trainerin und Beraterin zum Thema Anti-Rassismus für Organisationen oder in der Erwachsenenbildung auf. Meine letzte Publikation als Autorin und Herausgeberin war mit dem Rassismus Ratgeber „War das jetzt rassistisch?“ ein großer Erfolg.
„Politisch aktiv geworden bin ich, weil mir in der Schule nie gepasst hat, wie die Hierarchie zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen ausgesehen hat. Ich hab meine eigene Schulzeitung gegründet, um unzensiert Perspektiven der Schüler*innen darzustellen. Meinungen marginalisierter Menschen zu repräsentieren und gegen Diskriminierung aufstehen - das treibt mich immer noch an.“

Paolo Marioni
Ich bringe Menschen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln, die wirklich zählen.Ich bin Co-Founder von Expedition Zukunft, einem Impact-Startup, das Politik neu denkt, indem es Zusammenarbeit über Parteien- und Sektorengrenzen hinweg stärkt.Ich brenne dafür, Systeme neu zu denken, Prozesse zu gestalten, die Zusammenarbeit fördern, und mutige Ideen in konkrete Wirkung zu verwandeln.

Antje Scheidler
Bei der Robert Bosch Stiftung verantworte ich als Teamleiterin die Themen Demokratie und Ungleichheit im Fördergebiet Globale Fragen. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Demokratiekompetenzen und innovative Formate der Bürgerbeteiligung sowie die umfassende Teilhabe von Menschen, die von Ungleichheiten betroffen sind.
„Auch wenn die Sorge um unsere Demokratie gerade allerorten spür- und hörbar ist, mich stimmt die Zivilgesellschaft optimistisch. Über viele Jahre gewachsen, mit Leidenschaft, Expertise und Kreativität bei der Sache! Sie wirkt auch wie ein Magnet, wenn es darum geht, Menschen Wege ins Engagement aufzuzeigen und sie einzubeziehen.“

Karlheinz Boss
Beruf & Bildung sind immer wiederkehrende Stationen meines Berufslebens – beginnend als Werkzeugmechanikerlehrling und Ausbilder in der Industrie, dem Studium der Pädagogik und Philosophie, der anschließenden Mitarbeit in Projekten der Erwachsenenbildung und back to the roots im Lehrlingswesen. Mit der Konzeption und Umgestaltung einer Berufsschulbibliothek in das "ZIP – Zentrum für Information & Partizipation" im Jahre 2022 haben sich meine Schwerpunkte beim Verein KUS-Netzwerk zunehmend auf die Themen gesellschaftliche Teilhabe und Demokratie fokussiert. Hier schaffen wir Räume und Möglichkeiten, in denen Lehrlinge sich einbringen und ihre Zukunft aktiv mitgestalten können.
„Wir brennen und rennen dafür, Lehrlinge für demokratische Wertezu begeistern und sie zu ermutigen, ihre Stimme zu nutzen. Die Demokratie wirdnicht mit einem Kreuz am Wahlzettel in der Wahlurne begraben, sondern lebt vomtäglichen Miteinander und Mitgestalten aller Menschen in einer Gesellschaft.“

Milena Glimbovski
Als Gründerin von Original Unverpackt habe ich erlebt, wie viel eine kleine Gruppe Menschen bewegen kann, wenn sie konsequent an einer Idee arbeitet. Das sehe ich auch bei BerlinZusammen, einer überparteilichen Kampagne für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026. Ich engagiere ich mich dort ehrenamtlich in den Bereichen Mobilisierung und Kommunikation. Mit der Stadtvereinbarung und wissenschaftlich belegten Haustürgesprächen testen wir ein neues Modell politischen Campaignings, und erleben, dass es von Berliner*innen und demokratischen Parteien angenommen wird.
„Es ist leichter, Autoritarismus zu verhindern, als in ihm zu leben. Deshalb müssen wir jetzt alle unsere Energie darauf verwenden, die Demokratie aufrechtzuerhalten."

Maria Mayrhofer
Ich bin Gründerin und politische Geschäftsführerin von #aufstehn, der größten zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation in Österreich. Unser ist es Ziel, zivilgesellschaftliche Partizipation entlang progressiver Themen zu fördern und gemeinsam Veränderung zu bewirken. Ich bin studierte Politologin, spezialisiert auf digitalbasierte Kampagnen und zivilgesellschaftliche Mobilisierung. Für mein Engagement wurde ich mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet, seit 2022 bin ich Obama Leader im Leadership-Programm der Obama Foundation. Meine Überzeugung: Wenn Menschen ihre Stimme erheben und sich zusammenschließen, können wir Politik mitgestalten und gesellschaftlichen Wandel bewirken. Partizipation stärkt unsere Demokratie.
„Demokratie ist weltweit unter Druck. Krisen erzeugen Frust und Ohnmacht, was autoritäre Kräfte stärkt. Wir müssen zeigen: Demokratie funktioniert, Partizipation wirkt. Koordinierte Strategien stärken Selbstwirksamkeit und beweisen, dass wir gemeinsam mehr bewegen.“

Wouter Bernhardt
Ich leite das Projekt Tag der Offenen Gesellschaft und sehe mich selbst als Mutmacher für eine offene und vielfältige Gesellschaft.
„Wer hat dann Bock allein am Tisch zu sitzen?“

Fabian Berger
Ich baue und pflege Netzwerke im Kontext globaler Gerechtigkeit. Dafür agiere ich langatmig kooperativ, suche und biete Anknüpfungspunkte und Verbundenheit, baue Brücken und ko-kreiere Infrastrukturen für fürsorgliche Zukünfte. Der Begriff "Metakrise" erklärt und verbindet für mich am sinnhaftesten, die Probleme und Ungerechtigkeiten die ich sehe. Und ich sehe aktuell keinen grundlegenderen Hebel für positive Energien und Wege, um die Metakrise zu verdauen, als die Entwicklung und Umsetzung einer neuen kollektiven Kulturpraxis: Verbundenheit ohne Ausgrenzung / Belonging without Othering.Um kollektive Kulturpraxen entwickeln, erproben und verbreiten zu können, setze ich meine Energie dafür ein, Netzwerke aus Menschen und Kreisen zu bilden, die diese Ziele teilen. Ich wünsche mir, dass sich mit der Zeit, viele Netzwerke zu Öko-Systemen verweben und ihre Energien strategisch synchronisieren, um in gemeinsame Zukünfte zu reisen.#Mitmacht verstehe ich als einen besonderen Knotenpunkt für so ein Ökosystem! Deshalb bringe ich gerne meine (Reise-)Erfahrungen mit problemorientierten Designansätzen und narrativen Methoden, meine Kontakte und Ressourcen in dieses Netzwerk ein, um weiter miteinander zu lernen, kollektive Praxis zu kultivieren und gute Erfahrungen und Erkenntnisse zu verbreiten, um weitere Netzwerke zu erreichen und dafür zu begeistern, das Öko-System weiter zu weben.
„Wofür ich brenne jeden Tag? MITMACHT natürlich! ;-) #OtheringWithoutBelonging #AllWeWantIsEarth #AllHandsOnDeck“

Norbert Stute
Ich bin Gründer und Leiter von Bessere Welt Info und von Beruf Facharzt für Hämatologie.Bessere Welt Info ist eine gemeinnützige Online-Enzyklopädie für eine bessere Welt mit informativen Texten und sorgfältig ausgewählten Links.Sie bietet eine kollaborative Plattform für die Zivilgesellschaft und Demokratie mit 750.000 Links auf Deutsch und Englisch. Als solche empfiehlt sie sich als ein wichtiger Teil des Demokratie-Playbooks. Experten, NGOs und Aktivisten sind eingeladen, ihr Wissen und ihre Ressourcen zu teilen.
„Bessere Welt Info ausbauen und bekannter machen – Wissen teilen und Synergien nutzen für eine bessere Welt. Frieden, Umwelt, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit stehen dabei neben Bildung und Politik im Mittelpunkt.“

Josefine Paul
„Die Partizipation junger Menschen ist entscheidend für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Im Innovationsprozess freue ich mich auf den aktiven Austausch zwischen den verschiedenen Akteur*innen. Dabei wünsche ich mir die gemeinsamen Synergien zu nutzen, um Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen zu fördern und voranzutreiben.“

Stefanie Kruse
Ich bin Freelance-Designerin für digitale Produkte, spezialisiert auf Nachhaltigkeit und Inklusion. Ich unterstütze vor allem Impact Startups und nachhaltige Marken dabei, verantwortungsvolle digitale Produkte zu entwickeln. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Tech-Branche, unter anderem bei OTTO, MOIA und LichtBlick, bringe ich eine ganzheitliche Sicht in die Produktentwicklung ein. Ein besonderes Anliegen ist es mir, das Thema digitale Nachhaltigkeit in der Design- und Tech-Community zu verbreiten. Dies tue ich durch Vorträge und Workshops. Aktuell liegt mein Fokus auch auf dem verantwortungsvollen Umgang mit KI.
„Wir brauchen eine diverse Gemeinschaft von Akteur*innen um die Grundlagen unserer Demokratie stärken und ihre Zukunft sichern. Nur gemeinsam können wir verschiedene Perspektiven verstehen und Lösungen finden, die uns als Gesellschaft weiterbringen.“

Gregor Hackmack
Ich bin Mitgründer und Vorstand von abgeordnetenwatch.de sowie der Petitionsplattform innn.it. Außerdem bin ich Autor des Buches „Demokratie einfach machen – Ein Update für die Politik“.
abgeordnetenwatch.de wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Engagementpreis (2011), dem Democracy Award (2013) und dem Otto-Brenner-Preis (2016).
Ich setze mich leidenschaftlich für direkte Demokratie und politische Transparenz ein und war maßgeblich an den Hamburger Volksinitiativen zur Verbindlichkeit von Volksentscheiden, zur Änderung des Wahlrechts und zur Einführung eines Transparenzgesetzes beteiligt.
Als geschäftsführender Vorstand von innn.it unterstütze ich derzeit aktiv die bundesweite Petition zur Prüfung eines AfD-Verbots, die bereits rund 1,2 Millionen Unterschriften gesammelt hat.
„Für eine funktionierende Demokratie brauchen wir Transparenz und Bürger*innenbeteiligung."

Carlo Kosok
Seit sechs Jahren arbeite ich bei KickIn! und engagiere ich mich für einen Fußball, der für alle offen ist und in dem Mitbestimmung gelebt wird. Als Experte für Inklusion, Diversität und digitale Barrierefreiheit setze ich mich dafür ein, dass Menschen gleichberechtigt teilhaben können - auch im digitalen Raum.
Fußball und seine Fankultur sind wichtige gesellschaftliche Räume, in denen Menschen zusammenkommen, Verantwortung übernehmen und demokratische Werte wie Teilhabe, Respekt und Solidarität erfahren.
Seit fünf Jahren bin ich zudem ehrenamtlicher Vorsitzender eines Sportvereins. Vereine sind Orte gelebter Demokratie: Hier wird diskutiert, entschieden und gemeinsam gestaltet. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern stoßen wir regelmäßig Kampagnen und Aktionen zu Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt an.
„Chancengerechtigkeit bedeutet für mich: Zugang zu Informationen und die Möglichkeit, gehört zu werden und mitzugestalten."

Renee van Bavel
Meine Kunst ist eine Brücke zwischen unsere Gesellschaft und die Kunstwelt – immer hoffnungsvoll, zuversichtlich und auf die Zukunft gerichtet.I
Ich bin die in Berlin lebende niederländische Künstlerin Renee van Bavel und beschäftige mich in meiner multidisziplinären Kunst mit Frieden, Freiheit, Demokratie und menschlicher Verbundenheit. Mit immersiven Arbeiten schaffe ich Räume, in denen Menschen diese Themen unmittelbar und auf persönliche Weise erfahren können.
„Mit Kunst die Welt zu bewegen – Menschen zu berühren, neue Perspektiven zu schaffen und die Welt jeden Tag ein kleines Stück schöner zu machen."

Tamara Ehs
Ich arbeite als Politikwissenschafterin und Demokratieberaterin, bin Gründerin von Ehs & Fils Democracy Consulting und berate derzeit u.a. die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung der Landesregierung Baden-Württemberg und die European Association for Local Democracy in Brüssel. Die akademische Grundlage hierzu bilden zahlreiche Forschungsaufträge, aktuell bin ich Fellow an der Academy of International Affairs in Bonn und forsche zum Thema "Urban Diplomacy for Safeguarding Democracy." Ich studierte Politik-, Kommunikations- und Rechtswissenschaften an der Universität Wien, Sciences Po Lille und European Academy of Legal Theory Brüssel. Ich engagiere mich gerne in der politischen Erwachsenenbildung, insbesondere im Rahmen der von mir co-konzipierten "Demokratie Repaircafés". Meine Veröffentlichungen befassen sich mit den sozioökonomischen Fragen von Demokratie und Verfassung, sowie mit den Gefahren der Autokratisierung. Für meine Arbeit erhielt ich zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Ludo Hartmann-Preis der Volkshochschulen und den Wissenschaftspreis des Österreichischen Parlaments.

Inga Gertmann
Bei More in Common arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis: In Trainings, Vorträgen oder mit Publikationen und Arbeitsmaterialien unterstützen wir unsere Partner aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Medien bei der praktischen Anwendung unserer Gesellschaftsforschung. Dabei begeistert mich die Bandbreite der gesellschaftlichen Themen sowie die zukunftsgerichtete Zusammenarbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen und Institutionen. Zuvor habe ich als Beraterin für die öffentliche Verwaltung sowie für die Organisation Teach First Deutschland mit Jugendlichen an einer Schule in herausforderndem Umfeld gearbeitet.
„Viele Menschen wollen in der Demokratie leben, fühlen sich aber nicht gut vertreten. Sie wünschen sich mehr Mitgestaltung. Demokratische Akteur*innen müssen das ernst nehmen und Zukunftsbilder entwerfen, die Menschen binden und Vertrauen in Gesellschaft stärken.“

Rikola Lüttgenau
Seit 1992 arbeite ich in der Gedenkstätte Buchewnald. Seitdem begleitet mich die Auseinandersetzung mit Rechtsextremist:innen. Und seit 2015 mit deren parlamentarischem Arm.
„Viele menschen glauben, sie könnten ein "unpolitisches" Leben führen. Doch die Achtung der Menschenrechte durchzieht überall unseren Alltag.“
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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