Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Adela King

Sascha Nicke
In meiner Arbeit bei der Maecenata Stiftung fokussiere ich mich u.a. auf die Untersuchung und Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa. Darüber hinaus bin ich für die Entwicklung von Strategien zur Öffentlichkeitsarbeit und Dissemination für die Maecenata Stiftung und ihre Projekte verantwortlich.
Vor meiner Tätigkeit bei der Maecenata Stiftung arbeitete ich als Research Fellow und Koordinator für wissenschaftliche Begleitungen knapp sechs Jahre lang bei d|part, einem Think Tank für politische Partizipation in Berlin. Meine historische Ausbildung vollendete ich mit einer Promotion über theoretische und historische Identitätsvorstellungen.
„Die Zivilgesellschaft bildet die demokratische Infrastruktur und erfüllt wichtige Funktionen in unserer Gesellschaft. Es braucht uns alle Demokrat*innen zusammen, um sie weiter zu verbessern und gegen die laufenden Delegitimierungsversuche zu verteidigen."

Lena Groh-Trautmann
Als Geschäftsführerin der Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. kann ich meinen sozialwissenschaftlichen Hintergrund mit strategischer Organisationsentwicklung und ihrer Praxiserfahrung in der freien, inklusiven Kinder- und Jugendarbeit sowie der politischen Jugendbildung verbinden. Die Servicestelle Jugendbeteiligung engagiert sich im Rahmen unterschiedlicher Projekte und Angebote für eine jugendgerechte und zukunftsfähige Demokratie und insbesondere für die wirksame und inklusive Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen.
„Ich erhoffe mir gemeinsames, mutiges Anpacken und wertvolle wie praktikable Impulse für unsere Demokratie. Demokratie heißt, sich einzumischen und gemeinsam Gegenwart und Zukunft zu gestalten. Mit dem Innovationsprozess wollen wir Ideen und Projekte nach vorne bringen, die dafür sorgen, dass alle wirksam mitgestalten können. Insbesondere auch Kinder und Jugendliche.“

Elisabeth (Lissy) Wohlfahrt
Ich bin seit ca. 7 Jahren in der Mehrwegwelt unterwegs und habe hier bereits Start-up, NGO und Verbandsperspektive erleben dürfen. Nebenher ist Demokratie für mich, durch verschiedene Ehrenämter, meine Arbeit mit Kommunen aber auch meine Zeit bei ProjectTogether, ein immer wichtigeres Thema geworden. Ich habe einen Kulturort mit aufgebaut und mir im Rahmen von einem Moral Ambition Circle das Ziel gesetzt, noch tiefer in die Welt der Demokratiestärkung einzutauchen und meinen Beitrag zu leisten. Daher freue ich mich sehr, beim Mitmacht-Festival 2026 dabei sein zu dürfen.
„Wir müssen uns organisieren und Kräfte bündeln, um eine möglichst große Schlagkraft zu entwickeln, viele Leute zu erreichen und keine pro-demokratischen Ressourcen zu verschwenden."

Özen Odağ
Ich bin Professorin für Psychologie an der Touro University Berlin und forsche an der Schnittstelle von Kommunikationswissenschaft und Psychologie. In meiner Arbeit untersuche ich, wie Medieninhalte auf Nutzer*innen wirken – insbesondere im Hinblick auf Identität, politische Selbstwirksamkeit, Werte und demokratische Überzeugungen. Ein zentraler Schwerpunkt meiner Forschung liegt auf Empowerment- und Demokratieperspektiven, darunter Allyship, kollektive Identität und kollektive Handlungsfähigkeit (collective action) in digitalen Öffentlichkeiten.
Besonders beschäftige ich mich mit vulnerablen und marginalisierten Gruppen mit unterschiedlichen Herkunftshintergründen und der Frage, wie demokratische Resilienz unter Bedingungen polarisierter und mediengesteuerter Kommunikation gestärkt werden kann. Ziel meiner Arbeit ist es, durch strategische Mediennutzung, evidenzbasierte Kommunikationsansätze und die gezielte Förderung von Medienkompetenz demokratische Teilhabe zu ermöglichen und Hassrede entgegenzuwirken. Zu diesen Themen habe ich umfangreich publiziert und verbinde meine wissenschaftliche Arbeit konsequent mit dem Anspruch auf gesellschaftliche Wirkung.
„Ich brenne dafür, dass demokratische Kommunikation wieder sichtbar wird – gerade dort, wo Hass, Abwertung und Schweigen zur Normalität geworden sind. Was wir hierfür gemeinsam anpacken müssen, ist kollektive Selbstwirksamkeit: junge Menschen nicht nur zu informieren, sondern sie als handlungsfähiges Wir zu stärken."

Tim Altermatt
Ich arbeite bereits seit zwei Jahren bei CATAPULT und konnte so bereits an einem frühen Punkt in das noch junge Projekt einsteigen. Ich arbeite in den Bereichen Fundraising, Learning, Monitoring und Evaluation. Die schönsten Momente finde ich, wenn ich mit Projekten zusammenkommen kann und sie von ihrer Arbeit und Erfahrungen berichten.
„Ich bin überzeugt, dass wir jungen Menschen Perspektiven und Gestaltungsäume geben müssen, wenn wir wollen, dass sie sich nachhaltig in die Gesellschaft einbringen und diese mitgestalten. Engagement und Teilhabe sind Fähigkeiten, die kultiviert und genährt, statt nur eingefordert werden müssen. Darum halte ich es für essentiell wichtig, jungen Menschen Möglichkeiten und Ressourcen zur Partizipation freizugeben.“

Felix Dietsch
Ich bin Felix Dietsch von POSITIF STUDIO und habe mich auf nachhaltige, soziale und partizipative Architektur sowie maßstabsübergreifende, interdisziplinäre Designprojekte und System Design spezialisiert. Die Arbeit im Kollektiv mit Integration aller Projektbeteiligten ist Basis meiner Arbeit – gemeinsame Visionen und kombinierte Fähigkeiten führen zu zukunftsfähigen, belastbaren und qualitativ hochwertigen Ergebnissen. Als externer Lehrbeauftragter lehre ich Industrial Design und System Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin und stehe den Programmen des Goethe Institut als Coach, Berater und Speaker zur Seite. Ausserdem organisiere ich in meiner Rolle als aktives Mitglied des SUSTAINABLE DESIGN CENTER u.a. Talk-Formate und Bildungsprojekte und setze mich so für die Sozial-Ökologische Transformation von Industrie und Gesellschaft ein.
„Als Spatial Designer setze ich mich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Lebensräume ein. Partizipation und Teilhabe sind dabei ein Schlüssel für soziale, ökologische und finanzielle Nachhaltigkeit. Ich freue mich auf die länderübergreifende Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen – nur gemeinsam lassen sich wichtige gesellschaftliche Visionen in die Realität umsetzen.“

Kathrin Klöckl
Ich bin Bibliothekarin bei den Stadt Wien - Büchereien und freischaffende Künstlerin. In meiner bibliothekarischen Tätigkeit versuche ich den Ort Bibliothek als offenen Lern- und Begegnungsort erfahrbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen Partizipation, Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung auf Augenhöhe möglich werden.
„Ich bin davon überzeugt, dass wir als Menschen nur im Miteinander wachsen. Zuzuhören und die Bereitschaft auf Augenhöhe voneinander zu lernen sind die Basis jeder Demokratie."

Caro Hammoutene
Ich bin Projektmanagerin bei Faktor D in Wien, wo ich auch technische Mathematik und Biomedical Engineering studiert habe. Als Mitgründerin von zwei Vereinen, die Brücken zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bauen, habe ich meine Leidenschaft für sozial-politisches Engagement und Partizipation entdeckt. Das hat mich zu meinem weiteren Studium in Ökonomie, Imagination und Zukunftsgestaltung geführt. Vor Faktor D war ich u.a. bei der Ludwig Boltzmann Gesellschaft für das Fortbildungsprogramm zu Partizipation in Forschung zuständig. Weiters habe ich zwei Bürger*innenräte mitumgesetzt. Ich schätze an Faktor D, dass wir Raum schenken, halten und facilitaten, um gemeinsam Zukunft zu gestalten.
„Die Zukunft entsteht nicht von allein – sie wächst mit jedem achtsamen Schritt, den wir gemeinsam gehen.“

Isabel Gahren
Ich bin seit 2025 Co-Geschäftsführerin des betterplace labs. Dort erforsche ich angewandt, was Zivilgesellschaft resilient im Umgang mit Krisen macht, wie gesellschaftlicher Wandel wirksam und nachhaltig gestaltet werden kann und welche Kompetenzen für gesunde Zusammenarbeit wichtig sind. Ich leite seit über mehr als zehn Jahren Projekte, konzipiere Programme und habe Erfahrung in der transsektoralen Zusammenarbeit, insbesondere in der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung transdisziplinärer und multistakeholder-orientierter Projekte mit politischen Akteuren, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
„Ich möchte mit meiner Arbeit die Zivilgesellschaft dazu befähigen, gut und gesund gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben und erforschen, welche Kompetenzen sie dafür braucht, um angesichts der Metakrise(n) handlungsfähig zu bleiben.“

Luca Piwodda
Im Jahr 2018 gründete ich meine eigene Partei die inzwischen als Partei des Forschritts (PDF) bekannt ist. Seit 2022 bin ich Vorsitzender der Kulturallianz e.V. (zur Gestaltung von Kulturveranstaltungen in Gartz) und seit 2024 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Gartz (Oder) & Mitglied des Kreistages Uckermark.
„Mut sollte die Grundlage allen politischen Handels sein. Nur so können wir eine neue politische Architektur schaffen, die fit fürs 21. Jahrhundert ist."

Nemo Kasztelan
Seit über 15 Jahren begleite ich Akteur*innen im politischen Campaigning – von Parteien bis NGOs, von Bundesbehörden zu migrantischen Selbstorganisationen. Ich bin Kommunikationspsychologe, aber auch Geschichtenerzähler. Mein Ziel: Menschen bewegen.
Seit 2025 darf ich Petitionsstarter*innen bei Change.org in ihren Anliegen empowern. Hier wird klar, das Wandel von uns allen gemacht wird.

Hannah Rüdiger
Mich beschäftigt die Frage, wie Vertrauen in Politik und ein gutes gesellschaftliches Miteinander gestärkt werden können. Mein politikwissenschaftlicher Hintergrund mit Schwerpunkt auf politischer Psychologie und Vertrauensforschung führten mich bisher zu Stationen im Stiftungsbereich und in die Public-Sector-Beratung. Bei meiner Arbeit im Projekt "Hallo Bundestag" setze ich mich als Referentin für Advocacy dafür ein, Wahlkreistage als demokratische Innovation langfristig politisch zu verankern. Dabei motiviert mich, Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen, positive Zukunftserzählungen zu entwickeln und neue Wege zu finden, um Menschen zusammenzubringen.
„Uns als Gesellschaft verbindet mehr, als uns trennt. Unterschiedliche Perspektiven bringen Demokratie voran, wenn sie zusammenkommen und mitgestalten. MITMACHT schafft Raum für Austausch, Lernen voneinander und das Entwickeln besserer Ideen."

Rabea Koss
Ich bin Expertin für Öffentlichkeitsarbeit und Bürger*innenräte bei BürgerBegehren Klimaschutz e.V. Der Verein berät seit 2008 Initiativen in Deutschland zu direktdemokratischen Instrumenten und Formen der Bürgerbeteiligung. 2021 leitete ich die Kommunikation für den ersten bundesweiten Bürgerrat Klima, bei dem 160 zufällig ausgeloste Menschen Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik erarbeiteten. Mit Klimaneustart Berlin initiierte ich 2020 die erfolgreiche Volksinitiative für einen Klimabürger*innenrat in der Hauptstadt. Vor ihrer Arbeit mit partizipativen Ansätzen in der Klimapolitik leitete sie die Kommunikationsabteilung von Little Sun, dem Solar-Kunst-Projekt des international tätigen Künstlers Olafur Eliasson.
„Klimaschutz und Demokratie funktionieren nur zusammen. Wie stellen wir sicher, dass die ökologische Transformation als gesamtgesellschaftliche Herausforderung umgesetzt wird? Wir müssen demokratische Prozesse gestalten, die alle mitnehmen. Dafür braucht es demokratische Innovationen (z.B. Bürger*innenräte) und Ideen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Gemeinsam können wir sowohl das Vertrauen in die Demokratie als auch das Bewusstsein für die Klimakrise stärken.“

Kathrin Braun
Ich bin Projektmanagerin und Forscherin beim Verein Fremde werden Freunde in Wien. Dort beschäftigen wir uns mit den Themen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Fluchtgeschichte. Meine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der politischen Partizipation von Menschen mit Fluchtgeschichte und der Einbeziehung marginalisierter Gruppen in demokratische Prozesse. Damit beschäftige ich mich sowohl wissenschaftlich als auch angewandt, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.
„Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, Menschen aus der politischen Ohnmacht zu holen!“

Alina Schütze
Ich setze mich als Beteiligungsexpertin für demokratische Teilhabe in gesellschaftlichen Transformationsprozessen ein. Mein Zugang zur Partizipation entstand über gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung – heute unterstütze ich Kommunen, Landesverwaltungen und Ministerien dabei, Beteiligung wirksam, inklusiv und strategisch zu gestalten. Besonders interessiert mich, wie digitale Werkzeuge mit analogen Formaten zusammenspielen können, um möglichst vielen Menschen eine Stimme zu geben. Bei Make.org arbeite ich außerdem an der Integration demokratischer KI in Partizipationsprozessen.
„In Zeiten großen Vertrauensverlusts in demokratische Institutionen müssen wir uns zusammentun, um dieses Vertrauen wiederherzustellen. Gesellschaftliche Transformation lebt von wirksamer Teilhabe und Kooperation – online sowie offline."

Lisa Praeg
Meine erste soziokratische Wahl in einem Verein 2015 hat mich sehr geprägt, da ich dadurch erstmals die Kraft der partizipativer Lösungsfindung erleben durfte. In den letzten 8 Jahren habe ich sowohl Unternehmen als auch Schulen in Transformationsprozessen mit Schwerpunkt auf Beteiligung begleitet. Um vor allem in Schulen Türen für MitMacht zu öffnen, habe ich 2017 die Idee der soziokratischen Klassensprecherwahl entwickelt (www.levelupdemocracy.com). Ich bin überzeugt, dass gelebtes partizipatives Leadership, persönliche Entwicklung und Kollaborationskultur für eine gerechte Machtverteilung und Mitverantwortung wesentlich sind.
„Damit wir das Tempo und die Qualität des sozialen und demokratischen Fortschritt an die rasante Entwicklung im technischen, digitalen Bereich angleichen, wenn nicht sogar übertrumpfen können!“

Alexandra Wudel
Ich bin Alexandra Wudel, „AI Person of the Year 2024“ und Gründerin von FemAI, einem Start-up, das sich für gerechte und verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz einsetzt. Nach meiner Zeit als Expertin für digitale Marketingstrategien hat mich die Manipulation der Trump-Wahl durch Cambridge Analytica dazu gebracht, mich der KI-Ethik zu widmen. Mit FemAI überprüfen wir bestehende Systeme und arbeiten an eigenen Anwendungen. Dabei arbeiten wir unter anderem mit großen Tech-Unternehmen wie Google und Microsoft zusammen, um sicherzustellen, dass KI inklusiv und fair gestaltet wird. Zudem setze ich mich auf EU- und UN-Ebene für KI-Richtlinien und ein feministisches KI-Design ein, das Machtstrukturen hinterfragt und Benachteiligungen abbaut.
„KI ist gekommen, um zu bleiben. Es gilt, sie jetzt mitzugestalten.“

Kaiya Marrin Reisch
Ich habe im schönen Bonn und in Tel Aviv Kulturanthropologie und vergleichende Religionswissenschaft mit Fokus auf Radikalisierung und Identität studiert. Neben meinem Studium engagiere ich mich schon seit 2016 gemeinnützigen Organisationen, die sich für BIldungsgerechtigkeit in Schulen einsetzen. Im Rahmen dessen habe ich vor allem vor Ort in der Schule sowie mit der Presse zusammengearbeitet.
Bei CEOPS bin ich seit diesem Jahr hauptamtlich dabei und seit 2022 ehrenamtlich im Engagement gegen Hass im Netz. Bei CEOPS gefällt mir der diskriminierungskritische und demokratische Ansatz besonders gut sowie das Netzwerken und der Austausch mit anderen wichtigen Präventionsprojekten. In meiner Freizeit engagiere ich mich nachwievor für gesellschaftliche und soziale Gerechtigkeit und veranstalte Diskussionsforen. Zur Entspannung und Entschleunigung findet man mich beim Sport, Musizieren oder Kreativschreiben.
„Extreme Meinungen, die eine Gefahr für unser demokratisches Zusammenleben darstellen, sind vor allem in den sozialen Medien oft sehr laut. Um dem entgegenzuwirken und zu zeigen, dass die eindeutige Mehrheit unserer Gesellschaft immer noch an demokratischen Grundwerten festhält, ist es wichtig als demokratische Akteur*innen zusammenzuhalten, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.“

Ilka Haederle
Ich bin Germanistin und Literaturwissenschaftlerin. Seit 2023 arbeite ich in der Stadtbibliothek Spandau, davor war ich im Goethe-Institut Barcelona und Instituto Cervantes Berlin tätig. Sprache(n), Kommunikation und kultureller Austausch haben mich seit jeher fasziniert. Seit 2015 arbeite ich auch als Autorin, Übersetzerin und Trainerin mit Einfacher Sprache. In der Bibliothek biete ich Führungen für gering literalisierte Menschen und Deutschlerner*innen an. Unsere Demokratie-Tafel ist ein niedrigschwelliges Mitmach-Angebot, das wir vor Wahlen oder zu anderen Anlässen im Eingangsbereich aufstellen. Damit zeigen wir: Deine Meinung ist uns wichtig.
„Bibliotheken sind ein offener Ort für Menschen unterschiedlichen Alters, sozialer und kultureller Herkunft. So stelle ich mir demokratisches Miteinander vor: Laut, widersprüchlich, streitbar und lebendig."

Linda Simon
Mit wissenschaftlichen Hintergrund im Bereich Internationale Entwicklung und Sozialwirtschaft waren meine beruflichen Stationen meist an der Schnittstelle zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Die Aktivierung und Potentialentfaltung von jungen Menschen stand dabei meist Mittelpunkt meines beruflichen Wirkens. Nach meinem Engagement in der Bildungspolitik, Interessensvertretung von Menschen mit Behinderungen und im Tierschutz, setze ich mich nun seit 3,5 Jahren als Geschäftsführerin von YEP dafür ein, dass junge Menschen in Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft Gehör finden.
„Wir müssen jungen Menschen das Gefühl geben, dass sie etwas verändern können und ihre Stimme zählt. Das stärkt nicht nur ihre eigene Selbstwirksamkeit, sondern auch unsere Demokratie.“

Jasmin Leuze
Ich bin Jasmin Leuze und leite seit Juli 2021 die Bibliothek Zug (CH). Nach meinem Masterstudium in Bibliotheks- und Medienmanagement an der HdM in Stuttgart (D) und Kulturmanagement in der Schweiz war ich unter anderem bei der ekz.bibliotheksservice GmbH beschäftigt, als Projektleiterin bei Bibliotheca AG und als Bibliotheksbeauftragte im Kanton Aargau tätig. Mein Fokus in der Bibliothek Zug liegt auf der strategisch-organisatorischen Weiterentwicklung der Bibliothek. Immer mit dem Ziel, gemeinsam mit "meinem" Team für die Zuger Bevölkerung, relevante Vermittlungs- und Veranstaltungsangeboten sowie kund*innenfreundlichen Bibliotheksservice anbieten zu können. In Zeiten des technologischen und gesellschaftlichen Wandels sehe ich Bibliotheken als zentrale Orte der Begegnung, des Austauschs und der Bildung. Chancengleichheit und Partizipation zu fördern ist mir ein zentrales Anliegen – als Beitrag zu einer lebendigen, demokratischen Gesellschaft.
„Menschen stehen für mich im Zentrum – ob als Teammitglieder oder als Kund*innen. Mit langjähriger Berufs- und Führungserfahrung setze ich mich dafür ein, Bibliotheksangebote gemeinsam mit meinem Team zielgerichtet zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. Mein Anspruch ist es, die Bibliothek als unverzichtbare Bildungs- und Kulturinstitution zu positionieren.“

Konstantinos Gkantinas
Ich komme ursprünglich aus Griechenland, lebe aber inzwischen seit über zwanzig Jahren in Berlin. Aktuell bin ich bei Amaro Drom e.V., einer interkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma, als Bildungsreferent tätig und setzte mich für eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Rom*nja und Sinti*zze in unserer Gesellschaft ein.
„Ich bin sehr gespannt auf die Vernetzung und den Austausch und freue mich sehr, Teil des Innovationsprozess zu sein.“

Ada Diagne
Ich habe am Juridicum Wien Rechtswissenschaften studiert und das Studium 2019 abgeschlossen. Seit Jänner 2023 arbeite ich bei ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Hass im Netz. Von Jänner 2023 bis Dezember 2024 war ich beim EU-Projekt "SafeNet" tätig – insbesondere für das Monitoring und Melden von Hasskommentaren auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. Seit Beginn des Jahres arbeite ich am Projekt "Web@ngels 3.0" mit, das sich auf Gegenrede von Hasskommentaren fokussiert. Dabei kooperieren wir mit DER STANDARD. Meine Interessen liegen in der Prävention und Bekämpfung von Online-Delikten sowie in der Aufklärungsarbeit im Bereich (Anti-)Rassismus.
„In einer Zeit wachsender Online-Hetze ist es wichtig, dass demokratische Akteur*innen gemeinsam dagegenhalten. Der digitale Raum soll für alle Personen ein sicherer Raum bleiben. In einer Demokratie ist jede Stimme wichtig – vor allem jene von marginalisierten Gruppen.“

Laura Zenklusen
Nach dem Studium der Politikwissenschaften, motiviert durch den Glauben an die Demokratie und Wichtigkeit der politische Bildung, engagiere ich mich intensiv in der Arbeit mit jungen Menschen. Es freut mich stets, mit Mitmenschen über Demokratie-Kompetenzen zu diskutieren und reflektieren.
„Es ist wichtig, dass sich demokratische Akteur*innen stärker auf gemeinsame Strategien konzentrieren, weil nur durch vereinte Anstrengungen der Schutz demokratischer Werte effektiv angegangen und bewältigt werden kann.“

Anna-Katharina Friedrich
Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentlicher Baustein gesellschaftlicher Teilhabe. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, dass sich alle Menschen einbringen können, die das möchten. Dieser Leitsatz begleitet mich in meiner Arbeit als Freiwilligenkoordinatorin in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen ebenso wie bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Als Expertin für Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt habe ich mehrere Förderprogramme geleitet. Aktuell verantworte ich das Projekt „Schutz und Prävention im Ehrenamt“ (SPE). Da Engagierte zunehmend Anfeindungen und Gewalt erleben, stärken wir mit SPE Schutzstrukturen, senken Hürden und sichern gleichberechtigte Teilhabe.
„Demokratie steht unter Druck, Ehrenamtliche erleben Anfeindungen. Bündnisse schaffen Schutz, indem sie Ressourcen bündeln und Wirkung entfalten – damit Engagement sicher bleibt und Beteiligung überall möglich ist.“

Katja Jäger
Ich habe mich der Mitgestaltung von Demokratie in einer digitalen Welt verschrieben. Im betterplace lab habe ich verschiedene Kompetenzbildungsprogramme verantwortet, zu Desinformation geforscht und zuletzt als Geschäftsführerin gewirkt. Als Aufsichtsrätin der wechange eG begleite ich Good Tech-Lösungen, bei AI4Democracy lotet sie Potentiale von Künstlicher Intelligenz für die Demokratie aus.
„Die Welt ist zu komplex, als dass wir Herausforderungen im Silo lösen können, wir brauchen vernetztes Denken und Wirken. Echte Kollaboration bedeutet für mich, sich selbst und die institutionelle Agenda zu reflektieren und Wirkungsallianzen zu schmieden, die der Sache dienen.“

Dr. Laura Dornheim
Ich bin IT-Referentin und Chief Digital Officer (CDO) der Stadt München. Außerdem bin ich diplomierte Wirtschaftsinformatikerin und habe im Bereich Gender Studies promoviert. Ich verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der digitalen Branche und genieße Anerkennung auch als Feministin und politisch engagierte Persönlichkeit. Als IT-Referentin und als CDO setze ich mich neben der Digitalisierung für die Verwaltung insbesondere für die Digitale Teilhabe aller Bürger*innen in München sowie für die Verbesserung der Bildungs-IT in der Stadt ein.
„Die öffentliche Verwaltung ist das Rückgrat unseres Rechtstaats. Hier zu digitalisieren, macht einfach wirklich Sinn, denn eine moderne und leistungsfähige Verwaltung stärkt das Vertrauen von Bürger*innen in den Staat."

Ronja Lamberty
Ich bin zuständig für Kommunikation und Kampagnenarbeit bei Faktor D. Aus der Überzeugung heraus, dass wir gemeinsam mehr bewirken können, möchte ich dazu beitragen, Allianzen zwischen demokratischen Akteur*innen zu bauen sowie Wissen und Erfahrungen zugänglich zu machen. Ich habe Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation in Berlin studiert und lange in den Bereichen Wissenschaftskommunikation, Journalismus, Eventmanagement und Plastikrecycling gearbeitet. Mein transdisziplinäres Wissen möchte ich bei Faktor D einbringen, um Demokratiearbeit im DACH-Raum sichtbarer zu machen und Menschen dafür zu begeistern.
„Unsere Demokratie ist keine starre Entität. Demokratie bedeutet gelebte, individuelle Geschichten. Genau diese müssen wir finden und erzählen, um Menschen für das Thema zu begeistern, sie miteinander zu vernetzen und unsere Demokratie nachhaltig zu stärken.“

Andrew Konya
Ich bin President of Deliberations bei Change.org. Hier leite ich unsere Bemühungen, zivilgesellschaftliche Infrastruktur aufzubauen, die es der Öffentlichkeit ermöglicht, zu deliberieren, gemeinsame Grundlagen zu finden und geteilten öffentlichen Willen in Handeln umzusetzen. Zuvor war ich Mitgründer von Remesh, dessen Technologie Friedensdialoge der Vereinten Nationen und weitere Prozesse unterstützt hat. Mein Lebenswerk konzentriert sich darauf, KI und kollektive Deliberation zu nutzen, um Menschen mehr Einfluss auf ihre gemeinsame Zukunft zu geben.

Hanna Gleiß
2017 habe ich Das NETTZ als Projekt im betterplace lab aufgebaut und 2022 daraus eine gGmbH gegründet, die ich als Co-Geschäftsführerin leite. Meine Leidenschaft ist Vernetzung und politische Arbeit. Ich habe Politikwissenschaft in Berlin und Paris studiert. Während des Studiums arbeitete ich u.a. im Bundestag, im Radio und an der Universität. Bei der Robert Bosch Stiftung begleitete ich acht Jahre lang gemeinnützige Projekte im Bereich Völkerverständigung. Faktor D unterstütze ich seit dem Beginn.
„Die Herausforderungen unserer Welt sind so gewaltig, dass wir nur eine Chance haben, wenn wir die Probleme gemeinsam anpacken! Synergien finden und nutzen ist essentiell, wenn wir unsere Demokratie und die Zivilgesellschaft stärken wollen!“

Jürgen Czernohorszky
Ich engagiere mich seit vielen Jahren politisch in Wien für eine soziale, nachhaltige und gerechte Stadt. Als Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal arbeite ich daran, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen, die Demokratie zu stärken und die Stadtverwaltung fit für die Zukunft zu gestalten. Zudem setze ich mich für Integration, Chancengleichheit in der Bildung und ein solidarisches Miteinander ein.
„Wichtig ist, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen - und eine Stadt zu gestalten, die für alle lebenswert bleibt: leistbar, solidarisch und gerecht.“

Jutta Jerlich
Ich erwecke leidenschaftlich gern Ideen zum Leben. Als Expertin für kreatives Denken und kollaborative Lernräume schaffe ich Umgebungen, in denen Menschen Neues wagen und mutig denken. Feedback beschreibt meine Herangehensweise als unkonventionell, empathisch und inspirierend. Für mich gibt es keine Misserfolge – nur Erkenntnisse aus Experimenten. Diese Haltung prägt meine Arbeit als Lektorin an der TU Wien, Start-up-Mentorin und Experience Designerin. Nachhaltigkeit verstehe ich menschlich: als Lernen, Wachsen und Mut zum Ausprobieren. Mit Erfahrung aus drei Jahrzehnten und Zusammenarbeit mit Menschen aus über 30 Ländern nutze ich Vielfalt als Quelle für Innovation und Wandel.
„In einer Welt, die sich ständig verändert, wird Zusammenarbeit zur Voraussetzung – der Alleingang hat ausgedient. Wo Menschen gemeinsam experimentieren, Denkmuster hinterfragen und aus (un)erwarteten Ergebnissen lernen, entsteht Neues.“

Ondine Riesen
Ich bin Mitgründerin von Ting – einer digitalen Community, die Geld teilt, damit mehr Menschen ihre Zeit gesellschaftlich sinnvoll einsetzen können. Ich habe in Fribourg Politik, Geschichte, Menschenrechte und Demokratie studiert. Im Bundesarchiv und dem Politforum Käfigturm habe ich Erfahrungen in der Bundesverwaltung gemacht. Und als Redakteurin bei einem unabhängigen Magazin den Glauben an gesellschaftlichen Wandel verinnerlicht. Heute übersetze ich gesellschaftliche Strömungen in Geschichten, verbinde Menschen und Ideen und teste mit Ting neue Förderlogiken für eine solidarische Zukunft. Ich arbeite als Coach und setze mich für neurodivergente und feministische Sichtweisen ein.
„Alte Systeme tragen nicht mehr, neue sind noch nicht etabliert – wir stecken in einer globalen Multikrise. Wo ohne klare Orientierung autoritäre Antworten gewinnen. Demokratische Errungenschaften zu schützen heißt: gemeinsame Strategien entwickeln und ins Handeln kommen.“

Maja Kos
Mein beruflicher Weg verbindet Sprache, Literatur, Projektarbeit mit gesellschaftlichem und internationalem Engagement. Im NGO-Sektor habe ich Projekte zu Jugendbeteiligung, Diversität, Inklusion und partizipativer Entwicklung geleitet und an der Entstehung des Balkannetzwerks für lokale Demokratie mitgewirkt. Besonders prägend war meine Arbeit auf internationaler Ebene, wo ich Trainings zu Dialog, Zusammenarbeit und Friedensarbeit durchgeführt habe. Mich motiviert die Überzeugung, dass Menschen durch Teilhabe, Wissen und Dialog Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Heute leite ich die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek in Hoyerswerda, wo ich meine Leidenschaft für Literatur mit strategischer Entwicklung und Teamführung verbinde.Mich prägt zudem die tiefe Überzeugung, dass Dialog und Partizipation zentrale Grundlagen für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft sind.
„Ich setze mich dafür ein, partizipative Planungsprozesse als universelles Prinzip zu stärken – in dem Verständnis, dass die Einbindung der von Entscheidungen betroffenen Menschen zu besseren, nachhaltigeren Ergebnissen führt. Städte und Systeme sollten an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sein, und genau dies ermöglicht partizipative Planung in Verbindung mit offener Dialogkultur."
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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