Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Melanie Gömmel
Ich arbeite seit über 15 Jahren als Kommunikationsprofi und Medienstrategin, vor allem für große NGOs. Dabei habe ich immer öfter gemerkt, wie sehr sich ihre Kommunikation verengt hat: Gemeinnützigkeit, Förderlogiken und politische Angriffe zwingen viele Organisationen zu Vorsicht, selbst dann, wenn die Lage eigentlich Zuspitzung bräuchte. Gleichzeitig organisieren politische Gegner Aufmerksamkeit laut, emotional und strategisch. Für mich war das der Punkt, den Pfad bewusst zu wechseln. Heute arbeite ich bei The Goodforces, einem diskursiven Akteur, der genau die Lücke füllt, die NGOs nicht schließen können: zuspitzen, Frames verschieben und Medienlogiken nutzen – damit progressive Inhalte wieder durchdringen.
„Mich treibt an, dass progressive Politik wieder Menschen erreicht – nicht nur ihre eigene Bubble."

Büsra Sayed
Ich bin Büsra Sayed und habe CARAMELLA gegründet, eine Modest-Fashion-Marke, die in Deutschland aus nachhaltigen Stoffen produziert – vom Keller meiner Eltern hin zu einem fünfköpfigen Team mit eigenem Studio und Lager in Berlin. Als Content Creatorin, Moderatorin und Speakerin arbeite ich gegen Rassismus und Vorurteile in unserer Gesellschaft, mit Humor statt Empörung; dafür wurde ich 2026 mit dem CIVIS Medienpreis ausgezeichnet. Ich war die erste kopftuchtragende Finalistin bei Miss Germany 2026; Porträts über mich erschienen unter anderem in der Vogue und der Brigitte. Mein Anspruch ist einfach: Es zählt nicht, was auf dem Kopf ist, sondern was im Kopf ist.
„Deutschsein ist vielfältig und das müssen wir zeigen und uns dafür als Gesellschaft einsetzen."

Judith Galka
Ich bin erfahrene Programmleiterin, Organisationsentwicklerin und Führungskraft mit Expertise im Aufbau und der Leitung interdisziplinärer Projekte im Kultur-, Bildungs- und Engagementbereich. Ich arbeite gern in und an Veränderungsprozessen und verändere mich auch selbst immer mal wieder! Derzeit bin ich stellv. Fachbereichsleitung der Stadtbibliothek Spandau. Zuvor war ich als Leitung des Deutschen Engagementpreis in der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt und als Programmleitung bei der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) tätig. Zu meinen Kompetenzen gehören Kreativität, situative und kooperative Führung, schnelle Auffassungsgabe und gute Vermittlung. Ich bin eine leidenschaftliche Ermöglicherin von Wissensaustausch, Teilhabe an Gesellschaft und glaube an die Macht des lebenslangen Lernens, an die Demokratie und die Vielfalt in der Gesellschaft - trotz aller Widrigkeiten und Konflikte!
„Mich begeistert es immer wieder, wenn Menschen sich begegnen,sich zuhören, mit einer offenen Haltung neue Perspektiven kennen- wie überhauptvoneinander lernen, sich gegenseitig unterstützen und füreinander oder füretwas eintreten.“

Birger Strahl
Ich bin Kommunikationsexperte, Trainer, Coach und Apotheker. Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich damit, wie und warum Menschen handeln, was sie motiviert, Neues auszuprobieren und wie Wissenstransfer gelingt. Mein besonderer Fokus liegt heute aus dem systemisch-narrative Ansatz: Welche Erkenntnisse stecken in den Erfahrungen und Geschichten von Menschen? Wie lassen sie sich sichtbar machen und welche Chancen entstehen daraus im sozialen Kontext? Ich verstehe mich dabei als Unconsultant: Ich bringe nicht die Lösung, sondern schaffe den Raum, in dem Lösungen entstehen können.
„Kraft und Wirksamkeit entstehen durch Gemeinschaft.“

Fiona De Fontana
Ich forsche an der Universität für Bodenkultur zu sozial gerechten Transformationsprozessen und der wechselseitigen Beeinflussung von räumlichen Strukturen und partizipativ-emanzipatorischen Entfaltungsmöglichkeiten für Akteur*innen. In meiner Arbeit für Community Building bringe ich Erfahrungen aus den Bereichen Gesundheit, Aktivismus, Social Media und Eventmanagement mit – stets im Zusammenspiel mit Community Engagement und transdisziplinärer, partizipativer Wissenschaft. Meine Liebe für Struktur und transparente, nachvollziehbare Arbeitsprozesse setze ich sowohl bei der Betreuung der Arbeitsplattformen als auch bei der öffentlichen Dokumentation auf der Website und Social-Media-Kanälen von Community Building Austria ein.
„Das Vertrauen in demokratische Prozesse und Institutionen ist angeknackst. In einer immer komplexer werdenden und wirkenden Welt brauchen wir ehrliche Kooperationen, neue Bilder von Verantwortung und wertebasierter Führung.“

Luise Bublitz
Ich bin Juristin und Verfahrenskoordinatorin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. (GFF) und arbeite insbesondere zur Versammlungsfreiheit, zum Gemeinnützigkeitsrecht und zu Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft. Zuvor war ich Redakteurin beim Verfassungsblog und ehrenamtlich für den Förderverein der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte aktiv. Ich habe Jura und Politikwissenschaften studiert.

Lena Maria Bichler
Ich arbeite als Projektmanagerin im Magistrat Linz in der Abteilung für Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU und lege dabei einen besonderen Fokus auf Innovation und Partizipation. Zu meinen Aufgaben gehören Projekten wie das Ideenwochenende „Linz hACkT“, DJ-Contests am Hauptplatz oder Demokratie-Workshops mit Schulklassen im Alten Rathaus. Außerdem betreue ich den PopUp Stores am Hauptplatz. Als Schnittstelle zwischen der Stadt Linz und den Coding Communities fördere ich den Austausch und unterstütze die Umsetzung kreativer Ideen, die zu einem zukunftsorientierten Linz beitragen.
„Abstimmungen sind essenziell, um unterrepräsentierte Gruppen sichtbar zu machen und Teilhabe für jene zu schaffen, die bislang wenig Gehör finden. So wird Vielfalt gestärkt und Chancengleichheit gefördert.“

Franziska Oehmer-Pedrazzi
Ich bin Vollblut-Wissenschaflerin mit Herz und Verstand, einem Auge auf digitalen Kommunikationsprozessen und einem Ohr für soziale Anliegen. Auf der Basis meiner Forschung entwickle ich – ganz ohne erhobenen Zeigefinger – eine Handvoll Empfehlungen und Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen. Ich beteilige mich an Debatten – mit Leib und Seele.
„Um die Welt zu retten, war der Zeichentrick-Held „Captain Planet“ auf die Kraft seiner fünf Freunde, die Erde, Feuer, Wind, Wasser und Liebe beisteuerten, angewiesen. Um die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern, benötigen auch wir ein starkes Netzwerk engagierter, kreativer und mutiger Köpfe aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft.“

Tobias Stelzer
Mein Name ist Tobias Stelzer, ich bin Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Institut für Menschenrechte. Meine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Kommunikation unserer Themen via Social Media, Newsletter, Videos und Web-Texten. Derzeit eruieren wir die Möglichkeiten, die uns die KI bei der Vermittlung von Menschenrechten bieten könnte. Die Chance, erste Ideen weiterzuentwickeln hat mich deshalb sehr dazu motiviert, mich bei „STRG Depolarisierung“ zu bewerben. Bevor ich 2018 zum Institut kam, studierte ich Politikwissenschaft in Passau, München und Warschau und durfte bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und im zwei Bundestagsbüros erste Arbeitserfahrungen sammeln.
„Demokratiefeindliche Akteure spielen Menschen gegeneinander aus und stellen grundlegende Menschenrechte in Frage. Dieser Spaltung der Gesellschaft können wir nur dann effektiv entgegentreten, wenn wir zusammenarbeiten und damit von unseren unterschiedlichen Perspektiven, Kompetenzen und Ideen profitieren.“

Sarah Schneider
Ich bin Programm-Managerin bei der Körber-Stiftung im Bereich Alter und Demografie und gestalte Projekte zu Engagement und Begegnung im KörberHaus. Nach meinem Bachelor- und Masterstudium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Hamburg haben mich verschiedene Stationen immer wieder an Orte und zu Menschen geführt, für die Austausch zentral ist. Dazu gehörte auch ein Auslandsaufenthalt am Goethe-Institut in San Francisco. Aktuell baue ich in der Körber-Stiftung ein deutschlandweites Netzwerk für Dritte Orte auf, das Akteur*innen und Stakeholder miteinander verbindet und den gegenseitigen Austausch stärkt.
„Gerade in Zeiten von Polarisierung und gesellschaftlicher Verunsicherung ist es entscheidend, dass demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln. Gemeinsames Handeln zeigt: Niemand steht allein, und zusammen können wir deutlich mehr erreichen.“

Laura Dederichs
Ich bin Projektmanagerin bei Faktor D in Berlin. Die Themen Demokratie und Beteiligung begleiten mich schon lange: Als Politik- und Kulturwissenschaftlerin habe ich mich insbesondere auf die Felder der Migration und Intersektionalität konzentriert, u.a. mit einem Master in kritischer Migrationsforschung an der Universität Osnabrück. Der Wunsch nach mehr Praxisnähe führte mich nach Berlin zu einem Kinder- und Jugendhilfeträger, wo ich die strategische Neuaufstellung und Organisationsentwicklung mitgestaltete. Als Teil von Faktor D motiviert es mich sehr, so viele Menschen im DACH-Raum kennenzulernen und verbinden zu können. Ich bin davon überzeugt, unsere Demokratien durch mehr kollektives und strategisches Handeln stärken zu können – und genau da setzen wir mit Faktor D an.
„Demokratie ist ein stetig offenes Projekt im Werden. Ein Projekt, das vereinte Kräfte und Zuwendung braucht, um zu bestehen und zu wachsen. Es geht nur gemeinsam. Und besser heute als morgen.“

Sanaz Azimipour
Ich bin Sanaz Azimipour, Aktivistin und Autorin. Ich bin in mehreren Bewegungen organisiert und arbeite sowohl akademisch als auch aktivistisch zu sozialen Bewegungen, Transnationalismus und feministischer Philosophie. Ich bin eine der Mitgründerinnen der Wahlrechtskampagne "Nicht Ohne Uns - 14 Prozent". Zurzeit bin ich Stipendiatin bei der Rosa Luxemburg Stiftung und studiere sowie forsche an der Humboldt-Universität zu Berlin
„14 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Deutschland haben kein Wahlrecht und sind daher von politischer Teilhabe ausgeschlossen. Das stellt ein Demokratiedefizit und soziale Ausgrenzung dar. Recht auf politische Teilhabe muss ein Recht sein und kein Privileg.“

Fabienne Odermatt
„Ich brenne für gesellschaftlichen und persönlichen Wandel. Deshalb widme ich mich seit dem Studium der Internationalen Beziehungen und Zusammenarbeit, dem Aufbau und Ausbau von sozialen Innovationen. Dabei war mir vor allem der Fokus auf Jugendliche immer besonders wichtig (euforia, Rock your life!, Step into Action und Reatch). Seit ich selbst Kinder habe und ‚lokaler‘ lebe, habe ich auf Gemeindeebene immer wieder Initiativen gestartet um meine Gemeinde lebensfreundlicher für Jugendliche und Kinder zu machen. Auch die Methodik rund um das Thema Partizipation von Jugendlichen finde ich super spannend. Ich erhoffe mir Inspiration und die Unterstützung durch Gleichgesinnte.“

Marianne Schlögl
Seit 2017 verantworte ich die strategischen Partnerschaften der ERSTE Stiftung. Im Austausch mit unseren Partner:innen gestalten wir aktiv die Zukunft der Organisation, die Lösungen für die wichtigen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit sucht. Außerdem arbeitet ich daran, Räume für inspirierenden Austausch für das Netzwerk der Stiftung zu schaffen, unter anderem im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens der ERSTE Stiftung, dem Bee Day oder dem Europäischen Forum Alpbach. Gemeinsam mit dem Open Future Lab arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Forschung, Innovation und Anwendung von Ideen zur Verbesserung des Finanzlebens. Faktor D ist in meiner Arbeit eine wichtige Schnittstelle für zivilgesellschaftliche Akteure in der D-A-CH Region und öffnet ein weites Feld für Vernetzung, Lernen und gemeinsamen Einsatz.
„Die politischen Kulturen in Österreich, Deutschland und er Schweiz mögen sehr unterschiedlich sein. Mir hilft jedoch in meiner Arbeit das Vertrauen darauf, dass menschliche Bedürfnisse auf einer bestimmten Ebene nicht so verschieden sind wie wir manchmal annehmen: Verbundenheit, Zuversicht und Anerkennung sind für viele Faktoren, die ein gutes Leben ausmachen. In einer Welt, die zunehmend komplexer wird, können die Menschen und ihre Bedürfnisse der Demokratiearbeit eine Orientierung sein.“

Astrid Kirchhoff
Ich bin Unconsultant bei hummingbirds.biz. Als systemisch-narrative Organisationsentwicklerin öffne ich Denk- und Resonanzräume. Mein Fokus liegt auf Story Listener & Narrative Facilitation. Ich arbeite mit Erfahrungswissen - gehe zu Menschen und höre ihnen zu. Indem sie ihre Alltagserfahrungen in ihren Erzählungen teilen, reflektieren sie ihre Erlebnisse. Damit erlangen sie Klarheit, erkennen Sinn und werden handlungsfähig. Das stärkt die emotionale Gesundheit, macht Teams resilient und beflügelt Veränderung.
„Autoritarismus gedeiht über Grenzen hinweg. Deshalb müssen wir demokratische Kräfte gerade jetzt verbinden, koordinieren und gemeinsam handeln – allein reicht nicht.“

Isabel Gahren
Ich bin seit 2025 Co-Geschäftsführerin des betterplace labs. Dort erforsche ich angewandt, was Zivilgesellschaft resilient im Umgang mit Krisen macht, wie gesellschaftlicher Wandel wirksam und nachhaltig gestaltet werden kann und welche Kompetenzen für gesunde Zusammenarbeit wichtig sind. Ich leite seit über mehr als zehn Jahren Projekte, konzipiere Programme und habe Erfahrung in der transsektoralen Zusammenarbeit, insbesondere in der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung transdisziplinärer und multistakeholder-orientierter Projekte mit politischen Akteuren, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
„Ich möchte mit meiner Arbeit die Zivilgesellschaft dazu befähigen, gut und gesund gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben und erforschen, welche Kompetenzen sie dafür braucht, um angesichts der Metakrise(n) handlungsfähig zu bleiben.“

Nina Wienkoop
Ich bin Protest- und Demokratieforscherin, aber auch Kuratorin, Autorin, Trainerin, Beraterin und politische Bildnerin. Aktuell arbeite ich als Wissenschaftlerin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg für Public Management und bin Vorstandsmitglied am Institut für Protest- und Bewegungsforschung in Berlin. Meine Leidenschaft sind Fragen der Transformation für eine Gesellschaft, in der Vielfalt, Toleranz, Kollaboration und Zusammenhalt gelebt werden. Meine Expertise dreht sich um kollektive Handlungsmacht, Zukünfte der Demokratie, Protest und Staatstransformation. Menschen miteinander zu verbinden, wissenschaftliches Wissen anders zu vermitteln und Menschen zum Wandel zu motivieren sind meine Superkräfte.
„Mitmacht ist die Folge dessen, was Hannah Arendt als "zweite Geburt" bezeichnete – den Moment, in dem wir realisieren, dass wir uns aktiv in die Welt einschalten können. In dem wir geboren werden als politisches Subjekt im Wissen unserer Handlungsmacht."

Martin Schwab
„Die Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern auch die Schmiede, die unsere demokratische Zukunft formt. Beteiligung heute gestaltet die Grundlagen für morgen – lasst uns deshalb gemeinsam die Partizipation der Jugend fördern und sie verstärkt in den politischen Dialog einbringen, um so nachhaltig die Demokratie von morgen zu schaffen.“

Anton Hartmann
Ich bin Content-Creator, Host mit Schwerpunkt auf gesellschaftspolitische Themen und Student der internationalen und europäischen Governance. Ich entwickle Social-Media-Konzepte für Museen und Medienhäuser, immer auf der Suche danach, wie man Geschichten erzählen kann, die für ein junges Publikum von Bedeutung sind.
„Ich brenne dafür, Politik wieder über Menschen verständlich zu machen"

Ioannis Theocharis
Durch mein Studium der Biomedizintechnik habe ich ein tiefes Verständnis für dynamische Prozesse, Rückkopplungsschleifen und Schwellenwerte in Systemen entwickelt. Ich war in der Lage, eine probabilistische Perspektive auf Phänomene anzuwenden und erkannte, dass Schwellenwerte einen qualitativen Unterschied in der Art und Weise machen können, wie sich Systeme reproduzieren. Während der Wirtschaftskrise in Griechenland habe ich versucht, meine Ingenieursperspektive anzuwenden, um die Situation zu verstehen. Ich merkte jedoch schnell, dass das Paradigma, das ich benutzte, mich nicht vollständig darauf vorbereitete, sozio-technische Wirtschaftssysteme zu verstehen. Diese Erkenntnis führte mich zu einem weiterführenden Studium der Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten ökologische und politische Ökonomie, wo ich lernte, die Grenzen von Win-Win-Erzählungen zu erkennen. Ich erkannte auch, dass strukturelle Perspektiven allein nicht ausreichen, um Demokratien zu verstehen. In der nächsten Phase meiner akademischen Laufbahn in den Sozialwissenschaften wandte ich transdisziplinäre Ansätze an und nutzte Methoden der Zukunftsforschung, um die mentalen Infrastrukturen von Individuen zu untersuchen, die die Pfadabhängigkeit von Systemen aufrechterhalten.
„Die Ergebnisse der Europawahlen zeigen, dass sehr viele Menschen nicht bereit sind zu akzeptieren, dass wir uns in einer multiplen Krise befinden und sich der autoritären Stabilisierung des Status quo zuwenden. Der Status quo kann aber nicht mehr garantiert werden, weil er Teil des Problems ist. Wenn es uns nicht gelingt, widerständige, transformative und emanzipatorische Mehrheiten zu bilden, werden wir in die Spirale der autoritären Paranoia geraten.“

Felix Hüppi
Ich bin seit vielen Jahren im Bibliothekswesen aktiv, habe da schon verschiedene Positionen innegehabt und bei verschiedensten Institutionen mitgearbeitet. Öffentliche Bibliotheken sind mein Herzensanliegen und ich setze mich für diese in verschiedenster Form ein. Damit ich dazwischen den Kopf durchlüften kann, habe ich oft ein Velo dabei und kenne deshalb die Velorouten aus vielen Städten zurück nach Zürich.
„Die Gesellschaft braucht niederschwellige Orte, wo Begegnung, Weiterbildung, Integration und Austausch möglich sind. Das wollen Bibliotheken bieten.“

Anna Durnová
Ich bin Professorin für Politische Soziologie an der Universität Wien und Faculty Fellow am Yale Center for Cultural Sociology. In meiner Forschung untersuche ich die Rolle von Emotionen in demokratischen Gesellschaften. Ich habe an mehreren internationalen Universitäten gelehrt und war Elise-Richter-Stipendiatin am Institut für Höhere Studien Wien. Derzeit koordiniere ich das Horizon-Europe-Projekt CIDAPE. Neben Fachpublikationen schreibe ich auch für ein breiteres Publikum – zuletzt ein Kinderbuch und ein Theaterstück. 2024 wurde ich mit dem Mattei Dogan Foundation Prize ausgezeichnet.
„Ich brenne für eine bessere Welt und eine menschenorientierte Sozialwissenschaft“

Christian Stiegler
Mit meiner Arbeit setze ich mich für eine verantwortungsvolle, ethische und nachhaltige technologische Zukunft ein. Als Professor für Medien an Universitäten in Großbritannien und Deutschland habe ich mehrere Bücher zu digitalen Medien und digitalen Kulturen veröffentlicht. Ich habe interdisziplinäre Forschungsprojekte geleitet und globale karitative Kampagnen initiiert, wie etwa #bravehood mit Künstler:innen wie Coldplay, Nick Cave und Kylie Minogue. In meiner Rolle als Direktor von Guiding Light, einer Organisation für den ethischen und nachhaltigen Einsatz von Technologien, stehe ich für die Demokratisierung von Technologien und einen offenen, inklusiven und diversen Zugang zu technologischer Bildung und digitalen Kompetenzen.

Kübra Gümüşay
Ich bin Autorin des Bestsellers „Sprache & Sein“ sowie Initiatorin zahlreicher preisgekrönter Kampagnen und Vereine. Ich bin Fellow am The New Institute in Hamburg und Moderatorin der Gesprächsreihe „Utopia Talks“ am Thalia Theater. Aktuell erforsche ich alternative Zukünfte, reale Utopien und die Politik der Imaginationen.
„Wir dürfen den Glauben an eine friedlichere und gerechtere Welt nicht verlieren.“

Joerg Mitzlaff
Ich bin Diplom-Informatiker, Sozial-Unternehmer und Gründer der Petitionsplattform openPetition. Seit 2012 bin ich der Geschäftsführer der openPetition gGmbH und entwickle digitale Werkzeuge, hybride Beteiligungsformate und digitale Online-Abstimmungen.
Ich bin Mitgründer und im Vorstand von ABSTIMMUNG21 e.V., und setze mich für die Einführung der direkten Mitsprache auf Bundesebene ein. Als Mitinitiator des Demokrative Denkraums in Berlin setze ich mich für die Stärkung einer kooperativen politischen Kultur ein.
Neben meiner Arbeit bei openPetition engagiere ich mich lokal als Vorsitzender des Bürgervereins in meinem Dorf in Brandenburg und als Gemeindevertreter in meiner Gemeinde Schorfheide.
„In der Demokratie ist jede Stimme gleich viel Wert. Ich möchte allen Menschen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, das Zutrauen und die Gelegenheit geben, sich politisch einzumischen und politisch wirksam zu werden."
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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