Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Berivan Yildiz
Ich bin Politikwissenschaftlerin und habe früh meinen Weg in die Kommunikation gefunden. Bereits während des Studiums arbeitete ich in einer PR-Agentur und vertiefte meine Text-Skills. Meine Leidenschaft für konzeptionelles Arbeiten und Kampagnen entwickelte ich in der PR bei UNICEF. Heute leite ich den Bereich Kommunikation bei der START-Stiftung, wo ich in den letzten sieben Jahren u. a. die Instagram- und TikTok-Kanäle aufgebaut habe. Zuletzt initiierte ich ein Content-Creation-Team aus START-Stipendiat:innen und entwickle mit ihnen gesellschaftspolitische Inhalte. Ich habe ein gutes Gespür für Jugendliche, Trends und kreative Ideen.
„Ohne Chancengerechtigkeit ist die Leistungsgesellschaft nur eine Lotterie. Gleiche Startbedingungen müssen der Maßstab sein – besonders für Menschen mit Migrationsbezug."

Lena Stelling
Seit über zehn Jahren bin ich in der politischen Bildung mit Jugendlichen tätig – meine Schwerpunkte setze ich dabei auf Jugendbeteiligung und Nachhaltigkeit. 2023 habe ich das PLING Kollektiv für politische Bildung gegründet, um in Schulen und Jugendgruppen Impulse für die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen zu setzen, Jugendpartizipation zu fördern und Demokratie erlebbar zu machen. Davor schloss ich mein Studium der Sozial- und Kommunikationswissenschaft mit einem Master der Uni Uppsala (Schweden) ab und habe ein Volontariat in einem Berliner Verlag absolviert.
„Junge Menschen möchten sich politisch beteiligen, sind aber frustriert vom System. Und Politik und Verwaltung sind offen für Jugendbeteiligung, stoßen aber ihrerseits an systemische Grenzen. Von der Mission erhoffe ich mir daher innovative Ideen, die Strukturen aufbrechen und wirklich wirksame kommunale Jugendbeteiligung ermöglichen.“

Carol Schafroth
Ich bin beim Faktor D Geschäftsführerin in der Schweiz. Ich habe mich bereits beim Vorprojekt ANSTOSS Demokratie engagiert, denn durch den Campus für Demokratie – den ich seit 2017 aufbauen darf – weiss ich, wie wirkungsvoll eine Koordinations- und Mobilisierungsstelle sein kann. Ich bin der Überzeugung, dass wir mehr erreichen, indem wir einander unterstützen. Ich habe Betriebswirtschaft und Soziologie in Bern und Paris studiert und mich im Bereich Corporate Social Responsibility weitergebildet. Im Anschluss war ich sowohl in For-Profit- also auch in Not-For-Profit-Organisationen und Netzwerken als Controllerin, Beraterin, Projekt Managerin, Gründerin, Geschäftsführerin oder Trainerin unterwegs.
„Wir wollen eine starke Demokratie von morgen bauen. Deshalb müssen wirdiejenigen unterstützen, die sie in Zukunft verantworten werden.“

Marie Petersohn
Ich bin Bibliothekarin im Süden Brandenburgs. Derzeit betreue ich eine Schulbibliothek eines Gymnasiums und bin zeitgleich Mitglied in der Kommission Bibliothek & Schule des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv).In meiner Arbeit vermittle ich Lese-, Informations- und Medienkompetenzen, die in einer demokratischen Gesellschaft unabdingbar sind. Mit der Kommissionsarbeit versuche ich die Rolle sowie Bedeutung von Schulbibliotheken sichtbar zu machen und diese zu stärken.

Lorenz Prager
Ich bin Geschichts- und Politikdidaktiker mit einem besonderen Fokus auf digitale Medien. Ich habe als Lehrer, Universitätsassistent und Dozent gearbeitet und bin momentan als Mitarbeiter bei Zentrum Polis und als Professor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich beschäftigt. Mein Ziel ist es, digitale Mündigkeit sowohl durch Forschung und theoretische Konzeptionen als auch durch praxisorientierte Handreichungen für Lehrkräfte zu fördern. Meine Schwerpunkte sind digitale Geschichtskultur, Digital Citizenship Education, Game Studies und Discourse Studies.
„Multiple Krisen, digitale Transformation und aktuelle geopolitische Entwicklungen erzeugen ein autoritäres Potenzial, dem wir gemeinsam begegnen müssen. Politische Bildung und kritische Medienkompetenz können einen wichtigen Beitrag zur Resilienz unserer Demokratien leisten.”

Michael Matheis
Der Drang neue Technologien zu durchdringen, aber auch deren gesellschaftliche Wechselwirkung zu verstehen, kam nicht zuletzt in meiner Studienwahl, der so verschiedenen wie verbindenden Fächer Informatik und Philosophie, zum Ausdruck. Frühe praktische Erfahrungen in der professionellen Softwarentwicklung schon zu Schulzeiten nährten einerseits mein Interesse an den theoretischen Grundlagen und ermöglichten mir andererseits mich schon während des Studiums als Unternehmensgründer zu versuchen. Mittlerweile stelle ich als Freelancer mein Können und Wissen anderen zur Verfügung, habe aber gleichzeitig, meinem ungemindertem Drang entsprechend, stets einen Blick auf die größeren technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
„Um dem Zerfasern unserer Gesellschaft in widersprüchliche Realitäten etwas entgegen zu setzen, brauchen wir neue Mittel und Wege uns darauf zu verständigen was wirklich ist. Da die Wirklichkeit meist schwer verkäuflich ist, sind alle gefragt, die aus Überzeugung bereit sind auch mal vom Weg des geringsten Widerstandes abzuweichen.“

Caroline Schmüser
Die Meinungsfreiheit gilt als einer der Grundsätze von Demokratie. Doch auch in demokratischen Staaten kann nicht jeder Mensch seine Stimme in gleicher Weise erheben: Diskriminierung schafft verschiedene Formen von (oft unsichtbaren) Barrieren. In meiner journalistischen Arbeit möchte ich dazu beitragen, solche Barrieren abzubauen: Als Redakteurin beim basisdemokratisch organisierten Wiener Medienkollektiv "Unter Palmen", Trainerin für Medienkompetenz an Schulen oder Co-Organisatorin von Schreibwerkstätten für mehr Diversität im Musik- und Kulturjournalismus.
„Die Ergebnisse der EU-Wahl zeigen: Rechte Stimmen in Europa erstarken. Demokratische Akteur*innen müssen eine gemeinsame Sprache finden, um menschenfeindlichen Parolen entschieden wie produktiv entgegenzustehen.“

Lisa Jaspers
Ich bin Gründerin des Fair Fashion Labels FOLKDAYS und Co-Initiatorin des Unlearn Business Lab. Außerdem habe ich die Initiative #fairbylaw gestartet, die sich für ein deutsches Lieferkettengesetz eingesetzt hat. Gemeinsam mit Naomi Ryland habe ich das Buch “Starting a Revolution – was wir von Unternehmerinnen über die Zukunft der Arbeitswelt lernen können“ geschrieben und das Buch "Unlearn Patriarchy" herausgegeben. In diesem Buch stammt das Kapitel „Unlearn Kapitalismus“ von mir. Mein neuestes Buch "Radical Transformation – Wie das Wissen über Gefühle die Welt verändern kann" ist gerade erschienen. Ich lebe mit meinem Mann und unseren zwei Kindern in Berlin.
„Wenn wir uns eine Veränderung in der Welt wünschen, müssen wir diese Veränderung auch in uns selbst vollziehen. Deshalb erforsche und erlerne ich in unterschiedlichen Gruppen, wie wir die Veränderung im Alltag auch in unserer Arbeit leben können und welche Wissens- und Verhaltensgrundlagen wir dafür brauchen."

Tizian Rupp
Ich habe Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst und Internationale Beziehung an der Central European University studiert. Dieses Interesse an Text (aber nicht nur Text) und Politik ist es auch, was meine Arbeit als Redakteur bei der Gewerkschaft GPA antreibt. Davor war ich beim STANDARD tätig.
„Gerechtigkeit, die gesehen, gespürt und gelebt werden kann!"

Felix Hüppi
Ich bin seit vielen Jahren im Bibliothekswesen aktiv, habe da schon verschiedene Positionen innegehabt und bei verschiedensten Institutionen mitgearbeitet. Öffentliche Bibliotheken sind mein Herzensanliegen und ich setze mich für diese in verschiedenster Form ein. Damit ich dazwischen den Kopf durchlüften kann, habe ich oft ein Velo dabei und kenne deshalb die Velorouten aus vielen Städten zurück nach Zürich.
„Die Gesellschaft braucht niederschwellige Orte, wo Begegnung, Weiterbildung, Integration und Austausch möglich sind. Das wollen Bibliotheken bieten.“

Stefanie Kruse
Ich bin Freelance-Designerin für digitale Produkte, spezialisiert auf Nachhaltigkeit und Inklusion. Ich unterstütze vor allem Impact Startups und nachhaltige Marken dabei, verantwortungsvolle digitale Produkte zu entwickeln. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Tech-Branche, unter anderem bei OTTO, MOIA und LichtBlick, bringe ich eine ganzheitliche Sicht in die Produktentwicklung ein. Ein besonderes Anliegen ist es mir, das Thema digitale Nachhaltigkeit in der Design- und Tech-Community zu verbreiten. Dies tue ich durch Vorträge und Workshops. Aktuell liegt mein Fokus auch auf dem verantwortungsvollen Umgang mit KI.
„Wir brauchen eine diverse Gemeinschaft von Akteur*innen um die Grundlagen unserer Demokratie stärken und ihre Zukunft sichern. Nur gemeinsam können wir verschiedene Perspektiven verstehen und Lösungen finden, die uns als Gesellschaft weiterbringen.“

Laura Dederichs
Ich bin Projektmanagerin bei Faktor D in Berlin. Die Themen Demokratie und Beteiligung begleiten mich schon lange: Als Politik- und Kulturwissenschaftlerin habe ich mich insbesondere auf die Felder der Migration und Intersektionalität konzentriert, u.a. mit einem Master in kritischer Migrationsforschung an der Universität Osnabrück. Der Wunsch nach mehr Praxisnähe führte mich nach Berlin zu einem Kinder- und Jugendhilfeträger, wo ich die strategische Neuaufstellung und Organisationsentwicklung mitgestaltete. Als Teil von Faktor D motiviert es mich sehr, so viele Menschen im DACH-Raum kennenzulernen und verbinden zu können. Ich bin davon überzeugt, unsere Demokratien durch mehr kollektives und strategisches Handeln stärken zu können – und genau da setzen wir mit Faktor D an.
„Demokratie ist ein stetig offenes Projekt im Werden. Ein Projekt, das vereinte Kräfte und Zuwendung braucht, um zu bestehen und zu wachsen. Es geht nur gemeinsam. Und besser heute als morgen.“

Laila Knotek
Seit über zwei Jahren begleite ich die "Migrant*innensession beider Basel", ein Projekt des Vereins Mitstimme. Dabei setze ich mich für die politische Partizipation und Bildung von Menschen mit Migrationsbiografie ein. Zuvor habe ich bei der kantonalen Integrationsfachstelle Basel-Stadt ein wissenschaftliches Praktikum absolviert. Mitgestaltung und Mitsprache sind für mich von zentraler Bedeutung, weil sie die individuelle Entfaltung in einer Demokratie ermöglichen und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für eine sozial nachhaltige Gesellschaft leisten.

Jenny Brunner
Ob Angry Twitter-Bird oder Abrissbirne vor dem Bundestag: Als politische Campaignerin setze ich mich auf Bundes- und EU-Ebene für ein gerechtes Internet für alle ein. Aus komplexen Themen erschaffe ich mit Aktionen und Kampagnen Bilder und Geschichten, die Menschen und Entscheidungsträger*innen bewegen.
„Tech-Konzerne ignorieren unsere Regeln, schaden den Menschen und verdienen dabei Milliarden. Der Wille, das zu ändern, ist groß – trotzdem gelingt es uns bisher nicht. Es braucht Kampagnen, die verbinden, Bilder und Mehrheiten erschaffen, statt Bubbles bestätigen.“

Caroline Paulick-Thiel
Ich bin eine strategische Designerin mit umfangreichen Erfahrungen in der Konzeption und Leitung demokratisierender Prozesse im Kontext sozial-digital-ökologischer Transformationen. Seit 2015 bin ich Direktorin von politicsfortomorrow.eu, einer überparteilichen Initiative, die den öffentlichen Wandel fördert und mit politisch-administrativen Institutionen von der lokalen bis zur höchsten Bundesebene in Deutschland zusammenarbeitet. Das aktuelle Leuchtturmprojekt 10x100.cc adressiert die Zeit zwischen 2022 und 2025 als entscheidenden Interventionsraum, um lernzentrierte Managementansätze zu etablieren, damit ab sofort parallel notwendige Upgrades für eine #earth4all effektiver koordiniert werden können.
„In einer Zeit tiefgreifender sozial-digital-ökologischer Umbrüche ist es essentiell, gemeinsame Strategien zu priorisieren, die es vielen Menschen gleichzeitig ermöglichen, transformatives Handeln zu koordinieren. Nur so können wir die Herausforderungen der Gegenwart meistern und sicherzustellen, dass demokratische Prozesse in komplexen, unsicheren und volatilen Zukünften handlungsfähig werden.“

Emilija Ilić
Ich bin Projektmanagerin mit journalistischem Schwerpunkt in Wien. Mein Bachelorstudium in Medienmanagement habe ich 2024 abgeschlossen, worauf direkt der Master in Journalismus und Neue Medien folgte. Als freie Journalistin habe ich in unterschiedlichen Medien publiziert, am liebsten Online und in Bewegtbild, unter anderem bei biber Magazin, die chefredaktion, KurierTV oder der Wiener Zeitung. Meine Schwerpunktthemen liegen bei dabei auf Gesellschaft, Diversität und Jugend. In meinen (Moderations-)tätigkeiten ist es mir besonders wichtig, Raum für Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen. Zwei Projekte, in denen das gelungen ist, waren der „Gute Rat für Rückverteilung” und der „Klimarat der Hochschulen“ in Österreich. Demokratie braucht Kommunikation auf Augenhöhe – deshalb freue ich mich, bei Faktor D einen Beitrag dazu zu leisten.
„Demokratische Diskurse gelingen nur dann, wenn alle mitsprechen können – wenn wir sie verständlich machen und jenen zuhören, deren Stimmen oft ungehört bleiben.“

Björn Krass Koenitz
Ich leite das Innovationslabor der SRH University Berlin und verbinde dabei Lehre, Gründungsförderung und den Aufbau von Netzwerken zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft. Als Vertrauensdozent begleite ich Studierende in herausfordernden Situationen und vermittle besonders bei interkulturellen Fragestellungen. In meiner Lehre im Studiengang Management in der Kreativindustrie stehen Praxisnähe, Kommunikation und unternehmerisches Denken im Mittelpunkt. Mich motiviert es, Menschen zusammenzubringen, Potenziale zu fördern und Ideen in nachhaltige Projekte zu überführen.
„Demokratie lebt vom Wettbewerb der Ideen, nicht von der Zersplitterung ihrer Verteidiger. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung braucht es starke Netzwerke, abgestimmtes Handeln und den gemeinsamen Willen, demokratische Werte sichtbar und wirksam zu vertreten."

Dr. Rupert Graf Strachwitz
Ich bin Politikwissenschaftler und Historiker. Mein Berufsweg begann in einer großen internationalen humanitären Organisation. 1989 gründete ich eine auf den gemeinnützigen Bereich spezialisierte Beratungsgesellschaft und leitete sie bis 2011. 1997 gründete ich das Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft als außeruniversitäre sozial- und geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtung und 2010 die Maecenata Stiftung als Trägerin des Instituts und weiterer Programme. Heute bin ich Senior Strategic Advisor der Stiftung. Meine Forschungsschwerpunkte sind neben dem Stiftungswesen die Rahmenbedingungen der Zivilgesellschaft und ihre Rolle in der offenen demokratischen Gesellschaft, die Zivilgesellschaft im interkulturellen Dialog, der Nexus Zivilgesellschaft-Kirchen und seit dem letzten Jahr auch die Rolle der Zivilgesellschaft in der Sicherheitspolitik. Meine Leidenschaft gehört der europäischen Einigung. Ich lehre an der Universität Münster und der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin, bin mit der Praxis durch langjährige Beratungstätigkeit und die Mitwirkung in Gremien verbunden und habe rund 1.000 Publikationen vorgelegt.
„Wir müssen die Resilienz der offenen Gesellschaft stärken, in der Menschen- und Bürgerrechte, die Herrschaft des Rechts, die Demokratie und die kulturellen Traditionen die prägenden Prinzipien bilden. Dafür brauchen wir eine starke und unabhängige Zivilgesellschaft – und diese braucht eine gute, theoretische Fundierung."

Stephanie Behrens
Der Fokus meiner Arbeit ist Beteiligung auf allen Ebenen und für alle jungen Menschen zu ermöglichen. Als Teamleitung für die Kinder- und Jugendmigrationsarbeit konnte ich vielfältige Projekte zur Beteiligung und Empowerment in Kommune, Schule und Jugendverbandsarbeit initiieren. Diese Erfahrungen haben mich dazu geführt, inklusive und ganzheitliche Beteiligungskonzepte zu entwickeln und in Schulen, Bildungsregionen sowie (inter-)nationalen Netzwerken umzusetzen. Als Referentin für Kinder- und Jugendbeteiligung des Kreises Rendsburg-Eckernförde kann ich alle diese wichtigen Puzzleteile für gute Beteiligung und Stärkung der Demokratie in die tägliche Arbeit der Kommunen vor Ort einbringen und gemeinsam Handwerkszeug für die Praxis von ehrenamtlicher Politik, Verwaltung und Jugendarbeit erarbeiten.
„Unsere Gesellschaft driftet immer weiter auseinander, dabei ist es wichtig, dass wir die Power der verschiedensten Perspektiven bündeln, um gemeinsam neue Visionen für unsere Zukunft zu entwickeln.“

Walburga Fröhlich
Ich bin Co-Founder und CEO des Sozialunternehmens capito und habe Sozialarbeit und Sozialmanagement studiert. Mich beschäftigt, dass immer mehr Menschen in unserem Land immer weniger Teilhabe-Chancen für sich sehen. Ich bin davon überzeugt, dass eine verständliche, transparente Sprache ein Schlüssel für aktiv gelebte Demokratie ist. Nur, wenn wir uns verständigen können, können wir auch gemeinsam nach Lösungen suchen und gemeinsam gestalten.
Deshalb arbeite ich schon seit mehr als 20 Jahren mit meinem Team daran, Informationen leichter verständlich zu machen, bzw. Unternehmen und Behörden für besser verständliche Kommunikation zu unterstützen. KI ist für uns ein wichtiges Werkzeug, um breitenwirksam zu werden.
„Demokratie bedeutet für mich unser Gemeinwesen gemeinsam zu gestalten. Dazu gehören Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Entscheidungsmacht. Damit Menschen gute Entscheidungen für sich und für andere treffen können, müssen sie gut informiert sein und sich im Frieden mit sich selbst fühlen. Für mich ist Demokratie nicht etwas, das man "schützen" muss, sondern etwas, das man aktiv lebt und wofür ich mich gerne einsetzen will.“

Pascal Müller-Scheiwiller
Mich fasziniert die Frage, wie und wo gesellschaftliche Entscheidungen getroffen werden – und wie wir sie besser gestalten können. Dieses Interesse hat schon mein Politikwissenschaftsstudium in Zürich geprägt. In der Unternehmensberatung und als Kampagnenleiter bei einer Volksinitiative habe ich erlebt, wie wichtig die richtigen Methoden sind, um Orientierung zu schaffen. Aus dieser Erfahrung habe ich Expedition Zukunft mitgegründet – aus der Überzeugung, dass wir die Praxis der Demokratie weiterentwickeln müssen. Aufgewachsen in Frankreich und der Schweiz, kenne ich den Reiz unterschiedlicher politischer Systeme. Inspiration finde ich im Austausch mit Freund*innen und Gästen – beim Kochen und in der Vielfalt der Weine im Glas.
„Gerade jetzt braucht es Schwarmintelligenz: Wenn Akteur*innen ihre Kräfte bündeln, entsteht Raum für gemeinsames Lernen, Vertrauen und neue Formen der Politik – und damit die Kraft, Demokratie zu stärken, wo sie weltweit unter Druck gerät.“

Sanaz Azimipour
Ich bin Sanaz Azimipour, Aktivistin und Autorin. Ich bin in mehreren Bewegungen organisiert und arbeite sowohl akademisch als auch aktivistisch zu sozialen Bewegungen, Transnationalismus und feministischer Philosophie. Ich bin eine der Mitgründerinnen der Wahlrechtskampagne "Nicht Ohne Uns - 14 Prozent". Zurzeit bin ich Stipendiatin bei der Rosa Luxemburg Stiftung und studiere sowie forsche an der Humboldt-Universität zu Berlin
„14 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Deutschland haben kein Wahlrecht und sind daher von politischer Teilhabe ausgeschlossen. Das stellt ein Demokratiedefizit und soziale Ausgrenzung dar. Recht auf politische Teilhabe muss ein Recht sein und kein Privileg.“

Tamara Wintereder
Nach meinem Studium der Kommunikationswissenschaft hat es mich nach Vorarlberg ins Büro für Zukunftsfragen verschlagen. Hier wurde mein Feuer für die Beteiligung von Menschen entfacht. Seit dem beschäftigt mich die Frage wie Beteiligung, vor allem von jungen Menschen, gelingen kann. Geprägt durch Art of Hosting und meinem Hintergrund im Improtheater arbeite ich gerne mit kreativen Methoden und übe mich immer wieder im Gastgeberin sein.
„Mit den immer gleichen Herangehensweisen werden wir die immer gleichen Antworten bekommen. Warum wagen wir nicht mal etwas Neues und stürzen uns mutig ins Unbekannte?“

Isabell Kolditz
Das Körperfụnkkollektiv ist ein Zusammenschluss freier Künstler*innen, die mit performativen Formaten zum Nachdenken anregen möchten. Seit 2014 kreieren wir für Kulturinstitutionen und -veranstaltungen partizipative, auditive Vermittlungsformate. Mit unserem Repertoire sind wir auf zahlreichen Festivals, Bildungsveranstaltungen und Konferenzen vertreten, auf denen wir mit den Besucher*innen in Geschichten eintauchen, die mal unterhaltsam, mal gesellschaftskritisch oder provokant sind. Radioballett ist eine interaktive Performancekunst, die einem Smart Mob oder einer performativen Intervention gleicht. Den Teilnehmer*innen des Radioballetts wird dabei die Möglichkeit gegeben, sich selbst künstlerisch auszuprobieren, in eine andere Welt einzutauchen und sich kreativ den öffentlichen Raum anzueignen.
„In Kollektiven können wir uns mit komplexen Themen so auseinandersetzen, dass Barrieren abgebaut und Zugänge geschaffen werden. Der solidarische Austausch führt zu einer tiefen und nachhaltigen Form der Auseinandersetzung unterschiedlicher Betroffenheiten - und so zu Empathie.“

Flora Bachmann
Ich bin Senior Campaignerin bei #aufstehn und entwickle Kampagnen, die Menschen verbinden und Veränderung bewirken. Als Leiterin der Petitionsplattform mein.aufstehn.at begleite ich engagierte Bürger*innen und Initiativen aus ganz Österreich dabei, ihre Anliegen sichtbar zu machen und Gehör zu verschaffen. Feministischer Aktivismus für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit sind mein persönlicher Antrieb. Mein Studium der Internationalen Betriebswirtschaft und Gender Studies haben mir strategisches Denken und ein feines Gespür für gesellschaftliche Zusammenhänge vermittelt. Ich bin überzeugt: Gemeinsam können wir Politik bewegen und unsere Gesellschaft nachhaltig verändern.
„Das Superwahljahr in Österreich hat gezeigt, wie sehr Polarisierung und Politikverdrossenheit unsere Demokratie gefährden. Gerade jetzt braucht es eine engagierte Zivilgesellschaft: Partizipation wirkt, stärkt demokratische Werte und macht uns widerstandsfähiger gegen autoritäre Tendenzen.“

Katharina Jeschke
Als Kulturmanagerin bewege ich mich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kultur, Medien, Impact und Innovation – ob als Generalsekretärin des IMZ – International Music + Media Centre oder als Start-up-Gründerin von Content.Agent, einer Demokratisierungsplattform für den Filmlizenzhandel. Heute liegt mein Fokus auf Strategie, internationale Zusammenarbeit und Social Impact durch Kunst und Kultur. Besonders wichtig sind für mich Dialog, Diversität und Demokratie. Mit der Initiative „Runde & Eckige Tische“ schaffen wir Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven auf Augenhöhe zusammenkommen, erzählt und gehört werden – und so Schritt für Schritt gesellschaftliche Spaltungen überwunden werden können.
„In Zeiten wachsender Polarisierung stärkt gemeinsames Handeln demokratischer Akteur*innen Vertrauen, Sichtbarkeit und Wirkung. Durch abgestimmte Strategien entsteht mehr Schlagkraft, um Demokratie resilient, vielfältig und zukunftsfähig zu gestalten.”

Lara Buschmann
Ich bin Strategieberaterin, Speakerin und Aktivistin. In meiner Beratung unterstütze ich Organisationen, Teams und Führungskräfte dabei, gute Entscheidungen zu treffen und Wandel wirksam zu gestalten. Als Keynote-Speakerin bringe ich komplexe Themen auf den Punkt und mache Mut zum Handeln. Als Aktivistin und Gründerin setze ich selbst um, was mir wichtig ist und bringe Menschen zusammen, um gemeinsam Großes zu erreichen. Dazu gehören die Gründung einer Community und das Zusammenbringen von Expert*innen und Gestalter*innen zur gemeinsamen Erarbeitung einer Strategie zur Rettung der Demokratie.
„Es gibt keine Zufälle, es fällt einem zu, was fällig ist."

Tommy Vi
Ich bin Tommy und bin Pressesprecher bei Youth Lead the Change Germany e.V. Unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender, setzte ich mich bundesweit mit dem Verein für kommunale Jugendhaushalte ein - und das schon erfolgreich in mehreren Kommunen.Ich unterstütze den Verein insbesondere in seiner strategischen Außenkommunikation gegenüber Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Ich möchte alle an einen Tisch holen, denn ich bin überzeugt, dass wir diese Vision nur gemeinsam verwirklichen können.
„Ich setze mich dafür ein, dass kommunale Entscheidungsträger*innen Kinder und Jugendliche nicht nur ernst nehmen, sondern ihnen echte Gestaltungsmacht in lokalen Entscheidungsprozessen ermöglichen.“

Henrike Arlt
Ich gestalte Lernräume mit und für Menschen in der öffentlichen Verwaltung, in denen Zukunft gemeinsam erfahrbar wird. Mich interessiert, wie wir das rationale Denken öffentlicher Institutionen mit transformativem Gestaltungswillen verbinden – ohne die Anschlussfähigkeit an den Arbeitsalltag zu verlieren. Als Lerndesignerin entwickle ich Formate, die Reflexion, Handlungssicherheit und demokratische Teilhabe stärken. Verwaltung ist für mich zentrale Infrastruktur – sie bildet die Brücke zwischen Staat und Gesellschaft, dort, wo Teilhabe konkret wird. Ich möchte Räume schaffen, in denen Menschen neue Routinen erproben, ihre Rollen hinterfragen und Verwaltung als lebendigen Teil demokratischer Gesellschaft erleben.
„Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Übungsfeld – gerade in der Verwaltung. Sie zeigt sich im Alltag, wo Entscheidungen getroffen, Routinen hinterfragt und Widerspruch geäußert werden. Dafür brauchen wir Räume, die Irritationen aushalten und neue Handlungsmöglichkeiten erproben.“

Stephanie Cox
Ich bin Geschäftsführerin von Ashoka Österreich. Bevor ich die Leitung übernommen habe, habe ich den Bereich für die nächste Generation von Changemakern in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein aufgebaut. Seit meinem Einstieg 2022 bringe ich meine Erfahrung als Sozialunternehmerin, Politikerin und Community-Builderin ein, um Menschen zu befähigen, sich selbst als Changemaker zu identifizieren und Brücken zwischen Sektoren, Generationen und Regionen zu bauen. Ich bin in mehreren Beiräten und Aufsichtsgremien aktiv, unter anderem im Vorstand von Austrian Startups. Zuvor habe ich TEDxDonauinsel und Chancen:reich mitbegründet, war Abgeordnete im österreichischen Parlament und habe danach Sozialunternehmen und öffentliche Institutionen in Strategie und Innovation beraten.
„Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen können nur gemeinsam gelöst werden. Durch abgestimmte Strategien steigern wir unsere Wirkung, stärken Partizipation und fördern inklusive, resiliente demokratische Prozesse.“

Christiane Gutzmann
Ich arbeite seit 20 Jahren in der Kreativbranche und bin Gründerin eines eigenen Unternehmens, Entwicklerin vieler kreativer & sozialer Projektinitiativen. Mein Ausdruck ist in Form freier Kunst. Durchweg mit Gespür & Empathie für unterschiedlichste Menschen. Mit diesem Kompetenzmix entwickle ich mit Menschen, Teams & Organisationen neue Perspektiven, kreative Lösungen und Strategien bei Herausforderungen und begleite sie bei Veränderungsprozessen bis hin zur Umsetzung. Alles für nachhaltige Wirksamkeit.
„Wir müssen die Wirksamkeit von Menschen, Teams und Organisationen stärken, sie mit sich selbst und anderen verbinden, neue Denkräume, Perspektiven und Konzepte schaffen und mit Tatendrang sowie unseren Fähigkeiten demokratisches Denken und Handeln fördern."

Fabienne Odermatt
„Ich brenne für gesellschaftlichen und persönlichen Wandel. Deshalb widme ich mich seit dem Studium der Internationalen Beziehungen und Zusammenarbeit, dem Aufbau und Ausbau von sozialen Innovationen. Dabei war mir vor allem der Fokus auf Jugendliche immer besonders wichtig (euforia, Rock your life!, Step into Action und Reatch). Seit ich selbst Kinder habe und ‚lokaler‘ lebe, habe ich auf Gemeindeebene immer wieder Initiativen gestartet um meine Gemeinde lebensfreundlicher für Jugendliche und Kinder zu machen. Auch die Methodik rund um das Thema Partizipation von Jugendlichen finde ich super spannend. Ich erhoffe mir Inspiration und die Unterstützung durch Gleichgesinnte.“

Sara Öztürk
Ich bin Sara Öztürk, Co-Founderin von MIKRASS. Ich bringe diskriminierungssensiblen Journalismus mit gesellschaftlicher Relevanz zusammen und entwickle Formate, die wirklich bei den Communities ankommen. Im Rahmen des R&D Fellowships habe ich meine journalistische und strategische Expertise eingebracht und für die Süddeutsche Zeitung eine Community-basierte Monetarisierungsstrategie konzipiert.
Als Journalistin und Moderatorin habe ich mit TV-Reportagen, Dokumentationen und preisgekrönten TikTok-Formaten über rechte Gewalt gezielt junge Zielgruppen erreicht. In der Redaktion des ORF habe ich die Doku „Österreich: Türkei“ mit Hanno Settele begleitet. Mit CLAIM habe ich bundesweit ein klares Zeichen gegen antimuslimischen Alltagsrassismus gesetzt – für Empowerment, Sensibilisierung und Sichtbarkeit. Bei den Neuen Deutschen Organisationen habe ich Öffentlichkeitsarbeit gestaltet und die Wahlmobilisierungskampagne „Nie wieder – am 23. Februar!“ umgesetzt.
Darüber hinaus leite ich Workshops zu Hatespeech, neuen Narrativen, Öffentlichkeitsarbeit mit wenig Ressourcen für NGOs und zu TikTok-Strategien – immer mit dem Ziel, Handwerkszeug zu vermitteln, das wirklich wirkt.
„Street Credibility statt Elfenbeinturm: Demokratie braucht neue Narrative, Humor & Goldkette, mit denen rechte Erzählungen überschrieben werden."

Isabel Gahren
Wenn ich nicht gerade Workshops für die Radikalen Töchter gebe, leite ich Projekte im betterplace lab mit Fokus auf Feminismus, Resilienz, Collective Impact und Wellbeing. Darin erforsche ich angewandt, welche Kompetenzen Individuen und Organisationen der Zivilgesellschaft benötigen, um angesichts der Metakrise handlungsfähig zu bleiben. Davor habe ich in Hamburg Politik und Ethnologie (B.A.) und in Barcelona Dokumentarfilm (M.A.) studiert und für den Sender arte Magazinbeiträge für die Sendungen Tracks, Metropolis und Chick gedreht, Organisationen in ihrer Transformation begleitet, selbst eine gegründet (Future Challenges), singe leidenschaftlich gern Karaoke, und ansonsten dreht sich bei mir alles um meine Tochter.

Pascal Nufer
Seit rund 25 Jahren arbeite ich im Journalismus, über 15 Jahre davon berichtete ich aus Asien als Korrespondent für diverse Medien wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) oder die Deutsche Welle (DW) mit Stationen in Bangkok und Shanghai. Seit 2020 lebe ich wieder in der Schweiz, arbeite als freischaffender Journalist, Autor, Referent, Reiseleiter und doziere am Institut für Angewandte Medienwissenschaften der ZHAW praktischen Journalismus. In einem Teilzeitmandat betreue ich bei der SRG Projekte zur Förderung der Nachrichtenkompetenz. In meiner Freizeit engagiere ich mich für den Erhalt eines innovativen Bioladens in unserem Quartier in Winterthur.
„Wahre Worte wirken, unwahre leider auch. Im Zeitalter von Desinformation braucht's einen starken Journalismus und eine Gesellschaft, die dessen Wert für die Demokratie erkennt. Wer den Journalismus stärkt, stärkt die Demokratie."
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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