Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Leon Erlenhorst
Ich habe Philosophie, Volkswirtschaftslehrer und Internationale Beziehungen studiert. Seit meiner Uni-Zeit beschäftige ich mich mit neueren Funktionsbedingungen von Propaganda – insbesondere mit den Wechselwirkungen zwischen sozialen Netzwerken undPropaganda. Neben dem Studium habe ich bei verschiedenen Unternehmens- und Politikberatungen gearbeitet. 2024 habe ich zusammen mit Arndt Freytag von Loringhoven das Buch "Putins Angriff auf Deutschland - Propaganda,Desinformation, Cyberattacken" veröffentlicht. Heute arbeite ich als Strategy Lead bei Media Force und entwickle strategische Leitlinien, um den demokratischen Diskurs im digitalen Raum zu stärken.
„Wir müssen für die Mitte kämpfen.“

Alexandra Wudel
Ich bin Alexandra Wudel, „AI Person of the Year 2024“ und Gründerin von FemAI, einem Start-up, das sich für gerechte und verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz einsetzt. Nach meiner Zeit als Expertin für digitale Marketingstrategien hat mich die Manipulation der Trump-Wahl durch Cambridge Analytica dazu gebracht, mich der KI-Ethik zu widmen. Mit FemAI überprüfen wir bestehende Systeme und arbeiten an eigenen Anwendungen. Dabei arbeiten wir unter anderem mit großen Tech-Unternehmen wie Google und Microsoft zusammen, um sicherzustellen, dass KI inklusiv und fair gestaltet wird. Zudem setze ich mich auf EU- und UN-Ebene für KI-Richtlinien und ein feministisches KI-Design ein, das Machtstrukturen hinterfragt und Benachteiligungen abbaut.
„KI ist gekommen, um zu bleiben. Es gilt, sie jetzt mitzugestalten.“

Jessica Wulf
Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO in dem Team Gesellschaftliche Trends und Technologie. Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf Partizipationsformaten und gesellschaftlichen sowie ethischen Fragen rund um KI-Systeme. Davor habe ich bei der zivilgesellschaftlichen Organisation AlgorithmWatch gearbeitet und mich hier mit dem Thema KI-Systeme und Diskriminierung auseinandergesetzt. Ich bin Psychologin mit einem Schwerpunkt auf Arbeits- und Bildungspsychologie.
„Ein Grundverständnis von KI-Systemen - und dazu gehören auch Risiken - ist wichtig, damit wir sie sinnvoll einsetzen und verwenden können.“

Julia Pohl
Ich bewege Kampagnen zwischen Kiez und Kapitalmarkt: Als Kampagnenleiterin des erfolgreichen Berliner BaumEntscheid habe ich erlebt, wie aus lokaler Wut über fehlende Stadtbäume politische Gestaltungskraft wird. Heute arbeite ich als Campaignerin bei Finanzwende bundesweit für ein gerechteres Finanzsystem. Mich fasziniert, wie Menschen vom ersten Gespräch auf der Straße bis zur großen politischen Forderung ins Handeln kommen – und wie Kampagnen Brücken bauen: zwischen Alltag und Systemfrage, lokaler Erfahrung und bundesweiter Veränderung.
„Systemfragen müssen für alle greifbar werden, damit nicht nur Expert*innen mitreden können. Genau das ist Mitmacht: Die Erkenntnis, dass alle die Kraft haben, Veränderungen zu bewirken, ob im eigenen Kiez oder im ganzen Land.“

Florian Schwendinger
Meine Rolle trägt viele Namen: Ich selbst sehe mich als Public Entrepreneur, Transition Designer und Knowledge Broker, zuletzt arbeitete ich als Policymaker. Die Weiterentwicklung von Systemen wie der europäischen Demokratie durch kollektive Intelligenz, wissenschaftliche Erkenntnis und gesellschaftlichen Lernens treiben mich an. Im Europaparlament habe ich als Policy Adviser an europäischer Gesetzgebung (zB Roaming) und Foresight-Initiativen mitgewirkt, zuletzt in der Kommission an der Verbindung zwischen Wissenschaft, Policy und Demokratie und als Projektleiter des „Competence Framework for Innovative Policymaking“. Als Teil von LovePolitics bin ich für die Lernreise zur Politik des 21.Jahrhunderts mitverantwortlich.
„Unsere demokratischen Systeme sind im 21. Jahrhundert nur dann überlebensfähig, wenn wir sie auf Basis von Wissen und Wertschätzung füreinander weiterentwickeln. Dazu braucht es neue Wege um ‘wahrscheinliche’, ‘mögliche’ und ‘wünschenswerte’ Zukünfte zu erkennen, verbinden und zu gestalten.“

Amina Noureddine
„Die Zukunft unserer Gesellschaft braucht die Beteiligung junger Menschen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit innovativen Beteiligungsformaten die Mission erfolgreich meistern können, junge Menschen in unserer Gesellschaft zu stärken und unser demokratisches System wieder mit Leben und Vertrauen zu füllen.“

Riccardo Ramacci
Ich arbeite in der Philanthropie an der Schnittstelle zwischen Medien, Demokratie und dem digitalen Strukturwandel. Als Leiter des Medienföderprogramms bei der Stiftung Mercator Schweiz beschäftige ich mich mit der Frage wie wir unser Informationsökosystem in Zukunft aussehen kann und soll, damit es einer pluralistischen Demokratie dient.
„Daran, dass vertrauenswürdige, zuverlässige Information für Alle zugänglich wird. Dies ist aus meiner Sicht die Voraussetzung für unabhängige, differenzierte Meinungsbildung und eine konstruktive, deliberative Demokratie."

Max Senges
Ich bin diplomierter Wirtschaftsinformatiker (Technische Hochschule Wildau), promovierter Philosoph (UOC Barcelona) und seit 2024 Gastprofessor für Lebenskunst & Entrepreneurship an der UdK Berlin. Nach der Gründung zweier EdTech-Startups und einer elfjährigen Tätigkeit bei Google, habe ich die zwei 42 Software-Entwicklerhochschulen, die ohne Professoren oder Trainer operieren, als CEO aufgebaut. Als Direktor des UdK An-Institut of Electronic Business bringe ich Expertise und Talente aus der Wissenschaft in die Praxis. Als Direktor Law as Code bei Rulemapping entwickele ich Offene Standards und ein Open Innovation Ökosystem.
„Wir sollten KI einstetzen, um unsere menschlichen Potentiale und die Potentiale unserer Gemeinschaft voll zu entfalten."

Julia Reuschenbach
Ich bin seit Dezember 2025 als Senior Lecturer für Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg tätig und forsche dort zu Parteien, Wahlen, Demokratie und politischer Kommunikation. Vorher habe ich in Bonn und Berlin Politikwissenschaft, Soziologie sowie Neuere und Neueste Geschichte studiert und war unter anderem an der Universität Bonn, in der Stiftung Berliner Mauer und an der Freien Universität Berlin tätig. Neben meiner Arbeit an der Universität bin ich Autorin im Suhrkamp Verlag, wo ich 2024 zusammen mit Korbinian Frenzel das Buch "Defekte Debatten. Warum wir als Gesellschaft besser streiten müssen" veröffentlicht habe. Außerdem bin ich Policy Fellow bei "Das Progressive Zentrum" und Co-Host des Phoenix-Politikpodcasts "Unter 3".
„Die Stärke von Wissenschaft ist auch darin begründet, wie sehr sie mit Politik und Gesellschaft in den Austausch tritt."

Robert Kalwis
Im Ehrenamt verfolge ich das Ziel, uns jungen Menschen eine Stimme zu verleihen und zu verdeutlichen, wie wertvoll diese ist. Das Verknüpfen von politischer Teilhabe, Ungleichheit und Nachhaltigkeit ist mir wichtig. In meiner Gemeinde Kronshagen habe ich den Kinder- und Jugendbeirat initiiert und "aufgezogen". 2025 plane ich zum 3. Mal die Jugendaktionskonferenz Schleswig-Holstein. Weiterhin bin ich Mandatsträger des Jugendbeirates des Bundesentwicklungs-ministeriums: Hier liegt mein Schwerpunkt auf Jugendbeteiligung im Kontext Frieden/Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung. Mein Steckenpferd ist die institutionalisierte Beteiligung, hierbei verbinde ich gleichzeitig eine jugendliche Perspektive auf konzeptionelle und praktische Arbeit.
„Meine Devise: Von Jugendlichen für Jugendliche! - Mein Ziel: Beteiligung als normativ anzusehen.“

Cesy Leonard
Ich bin Aktionskünstlerin und Gründerin von Radikale Töchter. Bis 2019 war ich Teil des künstlerischen Teams des Zentrums für Politische Schönheit und entwickelte politische Multimedia-Interventionen, die internationale Aufmerksamkeit erregten. Mein Fokus liegt auf dem politischen Empowerment durch Kunst.
Meine künstlerischen Wurzeln liegen in der Stuttgarter Hip-Hop-Szene: Zunächst als Graffiti-Artist, später als Rapperin prägte ich eine Ästhetik, die Subkultur, Provokation und gesellschaftliche Haltung verbindet. Diese Liebe zum Genre-Mix prägt mein Schaffen bis heute. An der Berliner Fritz-Kirchhoff-Schule »Der Kreis« studierte ich Schauspiel und arbeitete anschließend in Film, Fernsehen und Theater. Die Erfahrung, häufig klischeehafte Frauenrollen spielen zu müssen, motivierte mich, eigene Visionen als Regisseurin und Aktionskünstlerin umzusetzen. Ich gewinne Preise, wie beispielsweise den Web Video Award 2021 für meinen Film „Schuld – die Barbarei Europas". Mein Film „Montags Tanzen" wird 2015 unter anderem auf dem Max-Ophüls Filmfestival gezeigt.
Mit Radikale Töchter schaffe ich Räume, in denen politisches Handeln neu gedacht wird. An der Schnittstelle von Kunst, Design, Politik und Bildung setze ich kreative Impulse für gesellschaftlichen Wandel. Mein Ansatz verbindet ästhetische Strategien mit aktivistischen Methoden, um Menschen zu ermutigen, selbst politisch aktiv zu werden. Ich bin Work-in-progress Feministin und Mutter von drei Kindern. Meine Arbeit steht für radikale Kreativität und die Kraft der Kunst, gesellschaftliche Veränderung anzustoßen.
„Jeder Mensch kann politisch wirksam sein. Denn nicht die Wut ist unser Feind, sondern die Gleichgültigkeit."

Anne Kruse
Ich gestalte partizipative Prozesse, stärke Gemeinschaften und setze mich für eine sozial-ökologische Transformation von Stadt und Land ein. Besonders interessiert mich, wie wir ländliche Räume zukunftsfähig und gemeinwohlorientiert entwickeln können – zum Beispiel durch die Aktivierung von Leerstand, die Förderung von Sozialunternehmen oder den Aufbau Dritter Orte. Aktuell bin ich als Netzwerkerin und Projektleiterin im Netzwerk Zukunftsorte tätig.

Ian Banerjee

Laura Zenklusen
Nach dem Studium der Politikwissenschaften, motiviert durch den Glauben an die Demokratie und Wichtigkeit der politische Bildung, engagiere ich mich intensiv in der Arbeit mit jungen Menschen. Es freut mich stets, mit Mitmenschen über Demokratie-Kompetenzen zu diskutieren und reflektieren.
„Es ist wichtig, dass sich demokratische Akteur*innen stärker auf gemeinsame Strategien konzentrieren, weil nur durch vereinte Anstrengungen der Schutz demokratischer Werte effektiv angegangen und bewältigt werden kann.“

Erich Brechbühl
Ich bin ein in Luzern ansässiger Grafiker und vor allem bekannt für meine vielfältigen Plakatentwürfe – mein bevorzugtes grafisches Ausdrucksmittel.
Nach einer Typografenlehre ging ich zu Niklaus Troxler als Grafiker in die Lehre und eröffnete schließlich 2003 mein eigenes Studio Mixer in Luzern. 2009 war ich Mitbegründer des Weltformat Graphic Design Festivals in Luzern und startete 2012 das regelmäßige Austauschtreffen für Grafikdesigner namens Show & Tell.
Für meine Plakate erhielt ich zahlreiche internationale Auszeichnungen und bin seit 2007 Mitglied der Alliance Graphique Internationale (AGI).

Thomas Weltner
Ich bin Designer und Coach mit künstlerischem, grafischem und systemischem Background. Ich unterstütze spielerisch, visuell und co-kreativ in Teamentwicklung, Führung, Veränderung, Übergang, Innovation und in persönlicher Entwicklung. Ich bin leidenschaftlicher Netzwerker, Interviewer, Kunst-Kurator, Mentor und Sportler. Auf Expedition durch die Arbeitswelt – als Entdecker und Innovator im Kontext von New Work – trifft man mich immer wieder an wechselnden Orten.
„Ich brenne dafür, Menschen in ihre kreative Kraft zu bringen und dadurch Synergien freizulegen. Seien wir ehrlich: Wir alle wissen doch um unsere intuitiven und explorativen Fähigkeiten als Kinder. Diese Ressourcen sind noch immer vorhanden. Nutzen und vernetzen wir sie – zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Weltrettung: kinderleicht.“

Vera Schmitt
An der TU Berlin bin ich Forschungsgruppenleiterin der XplaiNLP Gruppe, die sich auf maschinelles Lernen zur Identifikation von Desinformationsnarrativen konzentriert. Transparenz und Erklärbarkeit sind zentrale Prinzipien unserer Arbeit. In mehreren Projekten (news-polygraph, VeraXtract, FakeXplain) untersuchen wir, wie KI sowohl ExpertInnen als auch Laien dabei unterstützen kann, Desinformation zu erkennen und nachvollziehen zu können.
„Desinformation ist für uns eine spannende Herausforderung – nicht nur, um ihre Erkennung durch Künstliche Intelligenz zu verbessern, sondern auch, um tiefere Einblicke in die sozialen Auswirkungen und Mechanismen der Informationsverarbeitung- und Verbreitung zu gewinnen.“

Marlen Nebelung
Ich bin Marlen Nebelung, Psychologin, Gesundheitswissenschaftlerin und Mitgründerin von "Zuhören Berlin - gehört dazu". Beruflich begleite ich Menschen, Teams und Organisationen in gesunder, nachhaltiger Führung, Kooperation und Entwicklung; ehrenamtlich schaffe ich mit Pop-up-Zuhöraktionen Räume, in denen Menschen ohne Bewertung, Erwartung und Unterbrechung gehört werden. Mich bewegt, wie Zuhören Vertrauen, Selbstwirksamkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt – und damit eine demokratische Kultur im Alltag erfahrbar macht und stärkt. Unser Impuls lädt ein, Zuhören als zivilgesellschaftliche Praxis neu zu entdecken.
„Demokratie wächst dort, wo Menschen sich gehört fühlen, Spannungen aushalten lernen – und gemeinsam erleben: Wir können etwas bewegen."

Naemi Sander
Ich bin als Literaturwissenschaftlerin, Literaturvermittlerin und Bibliothekarin mit Schwerpunkt auf Lese- und Sprachförderung für alle sowie Kinder- und Jugendliteratur tätig. Nach meinen Studien (Deutsch, Psychologie und Philosophie für Lehramt, Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien) arbeite ich seit 2019 in der Stadtbibliothek Dornbirn und bin zudem als Referentin für Lese- und Sprachförderung sowie als Ausbildnerin für Bibliothekar:innen auf Bundesebene tätig. Meine Arbeit umfasst Projekt- und Konzeptentwicklung, Vorträge und Workshops im In- und Ausland sowie Publikationen zu Leseförderung, Bibliotheken als demokratische Räume, Nachhaltigkeit und gendersensible Vermittlung.
„Sprache ist Basis für Lernen. Ich möchte, dass alle die Möglichkeit zu Bildung und Mitsprache haben - unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter..."

Tong-Jin Smith
Ich bin promovierte Politikwissenschaftlerin und Journalistin. Seit 2014 lehre ich an Berliner Hochschulen und habe 2019 das Center for Media and Information Literacy (CeMIL) an der FU Berlin mitgegründet. Ebenfalls seit 2019 bin ich Professorin für Journalismus an der Media University of Applied Sciences Berlin. Seit 2025 verantworte ich zudem bei futur eins e.V. Bildungsthemen. Meine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: Medienmündigkeit, alternative Medien, digitale Transformation von Journalismus und Demokratie.
„Mein Herz gehört vor allem der jungen Generation, daher kämpfe ich für gerechte Bildung, zukunftsfähigen Journalismus und eine starke Demokratie."

Fabio Paulitti
Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Dialog als Fundament demokratischer Prozesse sind Kernanliegen, welche ich seit meiner Universitätszeit aktiv zu unterstützen versuche. In den vergangenen Jahren habe ich mich beruflich und privat in der Stärkung demokratischer Prozesse und partizipativer Teilhabe an politischen Prozessen in der internationalen Zusammenarbeit in Jordanien, Ägypten und Zimbabwe spezialisiert. Währenddessen habe ich mit Freunden den Verein Deliberatio gegründet, der durch die Stärkung gesamtgesellschaftlicher Empathie durch eine digitale Lehrplattform nachhaltig der Polarisierung im gesellschaftlichen Diskurs entgegenwirken soll. Wir und ich sind offen für Projektideen und freuen uns auf den Austausch!
Ein Zitat einer Freundin aus Tunesien: „Mitreden alleine bringt nichts, wir müssen auch miteinander reden können."

Kathrin Hartmann
Seit 2013 bin ich stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin des Bereichs Projekt und Programme des Deutschen Bibliotheksverbands. Ich freue mich, mit meiner Arbeit ein wenig zu Bildunggerechtigkeit und kulturellen Teilhabechancen beitragen zu können.
„Bibliotheken sichern das Grundrecht auf Informationsfreiheit. Als öffentliche, nichtkommerzielle Dritte Orte bieten sie Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkünfte die Möglichkeit zu Bildung, Begegnung und Austausch. Damit gehören sie zur grundlegenden Infrastrukur einer demokratischen Gesellschaft. Es motiviert mich sehr, mich täglich für bestmögliche Bibliotheken für alle Menschen in Deutschland einzusetzen."

Aurélie Karadjov
Ich arbeite als Projektmanagerin bei Faktor D im Berliner Büro. Hier konzentriere ich mich besonders auf die strategische Weiterentwicklung unserer Veranstaltungsformate, die Programmplanung des Mitmacht Demokratiefestivals und den Aufbau unserer DACH-Community. Als Sozialwissenschaftlerin führte mich mein Weg von der kulturellen Vermittlungsarbeit hin zur politischen Bildung und Demokratieförderung. Beim Jacques Delors Centre, der Stiftung Mercator Deutschland und der Hertie-Stiftung arbeitete ich an der Schnittstelle von strategischer Kommunikation, Netzwerkaufbau und partizipativer Bildungsarbeit. Diese Erfahrungen setze ich bei Faktor D ein, um die Vernetzung demokratischer Akteur*innen im DACH-Raum gezielt mit zu stärken.
„Die komplexen Herausforderungen für unserer Demokratien lassen sich nicht mehr isoliert lösen – sie verlangen Mut zur Zusammenarbeit über Disziplinen, Kontexte und Grenzen hinweg.“

Dominik Schneider
Nach 15 Jahren als Marketing Executive bei Unilever, Coca-Cola und L’Oréal arbeite ich heute als Speaker und Berater an Themen zu Leadership und Kulturwandel. Mein Schwerpunkt liegt auf der Reflexion von Männlichkeitsbildern in Unternehmen, Male Allyship und der Schaffung diskriminierungsfreier Arbeitskulturen.
Ich lebe und arbeite in Berlin.
„Führung endet nicht an der Unternehmenstür. Wer Verantwortung trägt, muss Haltung zeigen, auch für unsere Demokratie.“

Agnes Scharnetzky
Seit 2021 bin ich als Projektkoordinatorin und Beraterin an der John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie. Politische Bildung gestalte ich –vor allem in Sachsen– bereits seit 2004 in verschiedenen Rollen und Kontexten: Als Beraterin mit politikdidaktischem Fokus, als Wissenschaftlerin und Dozentin an der Professur für Politische Bildung der TU Dresden, in der Zivilgesellschaft etwa bei der Aktion Zivilcourage e.V. in Pirna oder dem Politikmuseum e.V., in NS-Gedenkstätten und in der Jugendarbeit, unter anderem bei den Bayerischen und Sächsischen Landesjugendringen. Mein Anspruch ist eine politische Bildung, die Aushandlungsprozesse ermöglicht und demokratischen Lerngelegenheiten eröffnet.
„Demokratiefeind*innen agieren geschlossen und orchestriert. Pluralismus und Diskurse dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Deshalb braucht es Bündnisse: Wir müssen Stärken und Gemeinsamkeiten nutzen und Kontroversen zukunftsorientiert austragen. Wir können viel voneinander und miteinander lernen.“

Katja Meier
Als gebürtige Sächsin haben mich die politischen Herausforderungen in Ostdeutschland früh geprägt und mir gezeigt, wie wichtig starke demokratische Strukturen und Beteiligung sind. Ich war mehrere Jahre als Justiz- und Demokratieministerin tätig. In dieser Zeit habe ich Bürger*innenräte auf den Weg gebracht, neue Beteiligungsformate gestärkt und Räume für Austausch geschaffen – besonders in ländlichen Regionen Sachsens. Heute bin ich wieder Abgeordnete im Sächsischen Landtag. Mein Einsatz für eine lebendige Demokratie geht weiter, aktuell mit einem Gesetzentwurf, der verbindliche Bürgerbeteiligung möglich machen soll.
„Nur durch gemeinsames Handeln, eine klare Haltung und abgestimmte Strategien können demokratische Akteur*innen wirksam auf aktuelle Herausforderungen reagieren und unsere Gesellschaft gegen autoritäre Tendenzen verteidigen.“

Christian Pöltl-Dienst
Als Gründer von PolEdu, Vorstandsmitglied der Demokratiestiftung und Lektor an der Universität Wien engagiere ich mich für innovative Formate der politischen Bildung. Beruflich arbeite ich derzeit als Referent für politische Bildung und Medienbildung bei der Arbeiterkammer Wien und bringe meine Erfahrung aus Schule, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Projekten ein. Mein Schwerpunkt liegt auf Demokratie, Chancen-Fairness und gesellschaftlichem Dialog – getragen von der Motivation, junge Menschen zu stärken und Demokratie zukunftsfähig zu gestalten.
„In Zeiten wachsender Polarisierung ist es zentral, dass demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln. Nur durch abgestimmte Strategien können sie Desinformation wirksam begegnen, Teilhabe stärken und junge Menschen für Demokratie begeistern.“

Dr. Laura Dornheim
Ich bin IT-Referentin und Chief Digital Officer (CDO) der Stadt München. Außerdem bin ich diplomierte Wirtschaftsinformatikerin und habe im Bereich Gender Studies promoviert. Ich verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der digitalen Branche und genieße Anerkennung auch als Feministin und politisch engagierte Persönlichkeit. Als IT-Referentin und als CDO setze ich mich neben der Digitalisierung für die Verwaltung insbesondere für die Digitale Teilhabe aller Bürger*innen in München sowie für die Verbesserung der Bildungs-IT in der Stadt ein.
„Die öffentliche Verwaltung ist das Rückgrat unseres Rechtstaats. Hier zu digitalisieren, macht einfach wirklich Sinn, denn eine moderne und leistungsfähige Verwaltung stärkt das Vertrauen von Bürger*innen in den Staat."

Andrea Laura Bonk
Seit 2023 verantworteich die Bereiche Strategie und Kommunikation der DFL Stiftung – der Stiftung aus dem deutschen Profifußball – und widme mich unter anderem den Themen Demokratiestärkung und Wertevermittlung durch Social Media. Zuvor war ich sieben Jahre lang im Sportmarketing für den Internationalen Sportvermarkter Infront sowie Workwearhersteller Engelbert Strauss tätig.
„Aus dem Sport wissen wir: Gewinnen können wir nur im Team. Um die pro-demokratische Mehrheit sichtbar zu machen und Ressourcen effizient zu nutzen, sind Allianzen daher unverzichtbar.“

Stephanie Steyrer
Als Sozialarbeiterin, Aktivistin, Künstlerin und prozessbegleitende Moderatorin fasziniert mich die Kunst, Räume zu gestalten, in denen Verbindung entsteht und Neues möglich wird. In den letzten Jahren habe ich unter anderem im Feld der Jugendpartizipation gearbeitet, Integrationsprozesse mit Ehrenamtlichen und geflüchteten Politiker*innen begleitet sowie Bürger*innenbeteiligungsprozessen wie Bürger*innenräte organisiert und moderiert. Außerdem habe ich verschiedene (Online-)Kurse und Verbindungsräume konzipiert und begleitet – unter anderem zu Community Building & Empowerment mit partizipativem Budgetprozess sowie im Bereich sozialökologischer Regionalentwicklung.
„Demokratisches Miteinander ist unsere Chance, Lebendigkeit und Schönheit im Miteinander zu erleben. Es lohnt sich, uns darauf einzulassen. “

Jasmin Leuze
Ich bin Jasmin Leuze und leite seit Juli 2021 die Bibliothek Zug (CH). Nach meinem Masterstudium in Bibliotheks- und Medienmanagement an der HdM in Stuttgart (D) und Kulturmanagement in der Schweiz war ich unter anderem bei der ekz.bibliotheksservice GmbH beschäftigt, als Projektleiterin bei Bibliotheca AG und als Bibliotheksbeauftragte im Kanton Aargau tätig. Mein Fokus in der Bibliothek Zug liegt auf der strategisch-organisatorischen Weiterentwicklung der Bibliothek. Immer mit dem Ziel, gemeinsam mit "meinem" Team für die Zuger Bevölkerung, relevante Vermittlungs- und Veranstaltungsangeboten sowie kund*innenfreundlichen Bibliotheksservice anbieten zu können. In Zeiten des technologischen und gesellschaftlichen Wandels sehe ich Bibliotheken als zentrale Orte der Begegnung, des Austauschs und der Bildung. Chancengleichheit und Partizipation zu fördern ist mir ein zentrales Anliegen – als Beitrag zu einer lebendigen, demokratischen Gesellschaft.
„Menschen stehen für mich im Zentrum – ob als Teammitglieder oder als Kund*innen. Mit langjähriger Berufs- und Führungserfahrung setze ich mich dafür ein, Bibliotheksangebote gemeinsam mit meinem Team zielgerichtet zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. Mein Anspruch ist es, die Bibliothek als unverzichtbare Bildungs- und Kulturinstitution zu positionieren.“

Arun Chaudhary
I work at the intersection of art and politics, crafting compelling content and building powerful messages.
After being a key member of Barack Obama's New Media team during the 2008 campaign, I became the first Official White House Videographer, a position created for me at the beginning of the Obama administration. I traveled extensively with the President, capturing public events and behind-the-scenes moments, as well as producing and packaging presidential tapings for the internet and broadcast television. My team and I set a new standard in documenting history, delivering crucial images to the public from the road in real time. I am the creator and architect of "West Wing Week," the first-ever online video diary of the White House.
After departing from the White House, I went on to help craft Senator Bernie Sanders' game-changing 2016 presidential campaign as Creative Director. In 2020, I moved to Berlin with my family to focus on counter-programming the far right globally and to work more closely on international elections and campaigns.

Daniela Epple
„Durch kollektive Intelligenz (neue) Ideen entwickeln und die Teilhabemöglichkeiten von Jugendlichen auf kommunaler Ebene nachhaltig stärken.“

Eneas Prawdzic
Ich bin Theaterschaffender aus der Schweiz. Als Künstlerischer Leiter des Theater- und Gesellschaftsprojekts Proberaum Zukunft verantworte ich künstlerisch forschende Projekte, die potenziell zukünftige Ereignisse vorwegnehmen und sie im Hier und Heute erproben. Überzeugt von der „normativen Kraft des Faktischen" kreieren wir von PRZ täuschend echte Debattenräume, in denen sich Politiker*innen, Expert*innen sowie das Publikum in der Rolle des Souveräns wiederfinden und aufgefordert sind, zu handeln. Ich verstehe das Theater als Reflexions- und Möglichkeitsraum, in dem – wider die desillusionierende Gegenwart – erstrebenswerte Zukünfte erprobt werden können. Von 2019 bis 2025 arbeitete ich als Hausdramaturg am Theater Neumarkt in Zürich. Davor studierte ich Soziologie an der Universität Zürich und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste und war als politischer Sekretär und Kampagnenleiter tätig. Meine jüngste Regiearbeit Violenza 2025 in Co-Regie mit Michiel Vandevelde und Pankaj Tiwari (Premiere beim steirischen herbst '25) wurde 2026 in Hamburg zu den Lessingtagen eingeladen und am Thalia Theater gezeigt. Die Salzburger Nachrichten beschrieben die Inszenierung über den weltweiten Rechtsrutsch als „ein starkes, phasenweise kaum erträgliches Mahnstück".
„Wenn die Parlamente zu Theatern werden, müssen die Theater zu Parlamenten werden."

Florian Wagner
Ich habe Agrarwissenschaften und Ökonomie studiert, einige Jahre in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und in der ökonomischen Forschung zur Wärmewende gearbeitet. Für die Demokratie und die ökologische Transformation setze ich mich auf verschiedene Weise ein. Meine Hoffnung liegt in der Möglichkeit der Verständigung, die ich immer wieder erlebe und auch selbst schon geschaffen habe.
„Ich finde es sehr wichtig, dass wir unseren Glauben an die Demokratie verbreiten und bei möglichst vielen Menschen ein Vertrauen stiften in die Möglichkeit der Verständigung zwischen widersprüchlichen Überzeugungen.“
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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