Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Hanna Carlsson
Ich bin außerordentliche Professorin an der Linnaeus-Universität in Schweden und koordiniere den LIS-Masterstudiengang. Ich interessiere mich für Bibliotheken als wichtige demokratische Räume und untersuche, wie sie Inklusion, Lese- und Medienkompetenz fördern. In meiner Lehre lege ich den Schwerpunkt auf Kulturpolitik, Medienkompetenz und Leseförderung und bereite die Studierenden darauf vor, sich in der komplexen Informationslandschaft von heute zurechtzufinden. In der Forschung untersuche ich die sich verändernde Rolle von Bibliotheken bei der Förderung von Demokratie, kritischem Denken und öffentlichem Engagement und betone ihre Bedeutung, die weit über das reine Buch hinausgeht.
„Mein Ziel ist es zu zeigen, warum Bibliotheken wichtig sind– nicht nur als Orte für Bücher, sondern als wichtige demokratischeInstitutionen, die das Lernen, die Alphabetisierung und das öffentlicheEngagement in einer zunehmend komplexen Welt unterstützen.“

Jessica Almeida da Costa
Ich habe Politikwissenschaften, Soziologie und Human Security in Frankfurt am Main und Aarhus studiert und mich dabei besonders mit Antifeminismus und Intersektionalität im digitalen Raum beschäftigt. Bei CEOPS bin ich insbesondere für das Lehrgangsmodul zu Desinformationen und Hassrede im Netz, Social Media und die Akquise- und Vernetzungsarbeit zuständig. Besonders der gemeinsame Austausch mit anderen Engagierten und Initiativen bestärkt mich immer wieder darin, mich für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.
„Weil wir zusammen stärker sind.“

Anna Durnová
Ich bin Professorin für Politische Soziologie an der Universität Wien und Faculty Fellow am Yale Center for Cultural Sociology. In meiner Forschung untersuche ich die Rolle von Emotionen in demokratischen Gesellschaften. Ich habe an mehreren internationalen Universitäten gelehrt und war Elise-Richter-Stipendiatin am Institut für Höhere Studien Wien. Derzeit koordiniere ich das Horizon-Europe-Projekt CIDAPE. Neben Fachpublikationen schreibe ich auch für ein breiteres Publikum – zuletzt ein Kinderbuch und ein Theaterstück. 2024 wurde ich mit dem Mattei Dogan Foundation Prize ausgezeichnet.
„Ich brenne für eine bessere Welt und eine menschenorientierte Sozialwissenschaft“

Aurel Eschmann
Ich habe Regionalstudien Asien/Afrika sowie Global Studies in Berlin, Hangzhou, Pretoria und Neu-Delhi studiert, später arbeitete ich bei der Rosa-Luxemburg Stiftung im Asienreferat. Ich beschäftige mich seit langem mit der Intersektion von Autoritarismus und Neoliberalismus, besonders mit Fokus auf Indien und China. Durch diese Arbeit habe ich einen speziellen Blick auf antiautoritäre Gegenstrategien entwickelt, der mich zum Projekt Beyond Molotovs führte.
„Die politischen Eliten sind nicht in der Lage die Krisen unserer Zeit zu lösen, sei es der Klimawandel oder Ungleichheit. Wir brauchen einen demokratischen Neuanfang, der mit mutiger Politik glaubhaft auch bei den Reichsten und Mächtigsten ansetzt, sonst droht uns der Faschismus.“

Virginie Meusburger-Cavassino
Ich arbeite seit dem Jahr 2000 im aha und baute die Nationalagentur für die EU-Jugendprogramme in Liechtenstein auf. Ich bin eine Person, die mit viel Power und Organisation an ihre Arbeit herangehe. Dass die Stimme der jungen Leuten gehört wird und dass sie mehr mitgestalten und mitentscheiden können ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich definiere mich als Europabürgerin aufgrund meines kulturellen Backgrounds und meiner Liebe zu Europa. Ich bin eine emotionale und gefühlsvolle Person, die offen für Neues ist und mit Humor durch das Leben geht.
Gemeinsam sind wir stark

Hannah Zacher
Ich arbeite im Überschneidungsbereich von Partizipation, Grundbildung und politischer Bildung. Ich möchte mithelfen, dass ALLE ihr Umfeld, ihren Lebensraum, ihre Gesellschaft, ihre politischen Systeme mitgestalten können. Dazu habe ich mit und für junge Menschen Teilhabemöglichkeiten auf der europäischen wie auf der lokalen Ebene organisiert. In Berlin arbeite ich nun daran, dass mehr Menschen sich in lokale Beteiligungsverfahren einbringen können. Mit dem Projekt "Leicht gemacht" habe ich meinen Fokus auf die Zielgruppe gering literalisierte Erwachsene verlagert.
„Um Demokratie zu stärken, sollten wir gemeinsam konstruktiv kritisch an ihr arbeiten. Das funktioniert meiner Ansicht nach am besten, wenn wir uns gegenseitig bestärken und im Wohlfühlen dazulernen können.“

Sophie Walker
Alle vier Jahre durfte ich in einem anderen Kulturkreis aufwachsen: In der Schweiz, Deutschland, Ägypten, Indonesien, und in den Niederlanden lernte ich einerseits den Wert von interkultureller Kollaboration kennen, und andererseits demokratische Werte zu schätzen. Studiert habe ich Game Design im BSc und MA. Seit 2019 setze ich mich im PROJEKT CH+ dafür ein, dass sich Digital Natives in der Schweiz mit Freude am demokratischen System beteiligen. Mit dem Entwicklungsstudio Mira LUX Creations arbeite ich an Lernspielen und anderen Konzeptem im Bereich spielerische Vermittlung.
„Demokratie lebt von Kollaboration und überlegtem, lösungsorientiertem Handeln. Um der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken ist es wichtig, dass verbindende und aufbauende Initiativen sichtbar sind.“

Benjamin Opratko
Ich bin aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie und kulturelle Organisation an der Leuphana Universität Lüneburg. Zuvor habe ich an der Universität Wien gearbeitet und dort u.a. das internationale Forschungsprojekt Cultures of Rejection koordiniert. Ich forsche zu den sozialen und kulturellen Bedingungen, unter denen autoritäre Politik erfolgreich ist, zu Rassismus und Populismus. Außerdem bin ich Redakteur der in Wien erscheinenden Zeitschrift Das Tagebuch.

Ondine Riesen
Ich bin Mitgründerin von Ting – einer digitalen Community, die Geld teilt, damit mehr Menschen ihre Zeit gesellschaftlich sinnvoll einsetzen können. Ich habe in Fribourg Politik, Geschichte, Menschenrechte und Demokratie studiert. Im Bundesarchiv und dem Politforum Käfigturm habe ich Erfahrungen in der Bundesverwaltung gemacht. Und als Redakteurin bei einem unabhängigen Magazin den Glauben an gesellschaftlichen Wandel verinnerlicht. Heute übersetze ich gesellschaftliche Strömungen in Geschichten, verbinde Menschen und Ideen und teste mit Ting neue Förderlogiken für eine solidarische Zukunft. Ich arbeite als Coach und setze mich für neurodivergente und feministische Sichtweisen ein.
„Alte Systeme tragen nicht mehr, neue sind noch nicht etabliert – wir stecken in einer globalen Multikrise. Wo ohne klare Orientierung autoritäre Antworten gewinnen. Demokratische Errungenschaften zu schützen heißt: gemeinsame Strategien entwickeln und ins Handeln kommen.“

Riccardo Ramacci
Ich arbeite in der Philanthropie an der Schnittstelle zwischen Medien, Demokratie und dem digitalen Strukturwandel. Als Leiter des Medienföderprogramms bei der Stiftung Mercator Schweiz beschäftige ich mich mit der Frage wie wir unser Informationsökosystem in Zukunft aussehen kann und soll, damit es einer pluralistischen Demokratie dient.
„Daran, dass vertrauenswürdige, zuverlässige Information für Alle zugänglich wird. Dies ist aus meiner Sicht die Voraussetzung für unabhängige, differenzierte Meinungsbildung und eine konstruktive, deliberative Demokratie."

Justine Ohlhöft
Ich bewege mich theoretisch wie praktisch an der Schnittstelle von Gesellschaft, Politik, Bildung und Ästhetik und verstehe mich in einem weit gefassten Sinne als Gestalterin. Mit gemeinwohl- und sozialorientiertem Design möchte ich vor allem Momente der Politisierung und Demokratisierung anstoßen. Denn Gestaltung kann – so meine Überzeugung – einen entscheidenden Beitrag zu einem prodemokratischen Umgang mit politischen Emotionen leisten und so der Hegemonie populistischer Kollektiv- und Emotionsangebote etwas entgegensetzen.
„Liberale Demokratien leben von dem Versprechen ihrer steten Offenheit und Gestaltbarkeit. Immer wieder nach Räumen und Möglichkeiten zu suchen, dieses Versprechen spürbar und Gesellschaften tatsächlich als gestalt- und wandelbar begreifbar zu machen, ist letztlich der Antrieb meiner Arbeit."

Lorenzo Ramani
In meiner bisherigen beruflichen und akademischen Laufbahn hatte ich die Gelegenheit, mit einer Vielzahl von Menschen mit den unterschiedlichsten sozioökonomischen und kulturellen Hintergründen zusammenzuarbeiten und habe viel von, mit und durch sie gelernt. Als in den Tiroler Alpen aufgewachsener Austro-Kroate zweiter Generation habe ich am eigenen Leib erfahren, wie viel Bildung allgemein und speziell in Österreich systemisch vererbt wird. Ich interessiere mich leidenschaftlich für Bildung und Soziales und möchte diese Bereiche positiv mitgestalten. Nicht nur für die heutige Jugend, sondern hoffentlich auch für kommende Generationen.
„Als Mitglied vom Teach-for-All-Netzwerk sowie als Teilnehmer vom Love-Politics-Ausbildungsprogramm erlebe ich tagtäglich, mit welchen Herausforderungen sich junge Menschen im DACH-Raum konfrontiert sehen. Vom Innovationsprozess erwarte ich mir deshalb einen organisch entwickelten Lösungsansatz, welcher über Normen und Ländergrenzen hinweg Veränderung bewirkt.“

Clar Gallistl
Ich bin cultural policy advisor mit Schwerpunkt „Culture of Belonging“ und Risikomanagement in Kunst und Kultur. Nach Stationen unter anderem im Volkstheater Wien und im Staatssekretariat für Kunst und Kultur war ich mitverantwortlich für den Fairness-Prozess des Bundes. 2024 absolvierte ich ein Staatsstipendium bei CIISA London – dort entstand der internationale Bericht „Who is safeguarding the creative industries?“ Seit 2025 arbeite ich selbstständig in Wien: Ich entwickle Fairness-Strategien, leite Workshops, berate Institutionen und baue mit fairnessprozess.at eine Plattform für neue Arbeitskulturen im Kunst– Kulturbereich auf. Ich bin Teil internationaler Fachnetzwerke und leite die International Community of Practice bei CIISA. Gemeinsam mit Kolleg*innen gründete ich 2019 Community Building Austria – eine gemeinnützige Initiative zur Unterstützung wertebasierter, sozial und ökologisch nachhaltiger Communities.
„Antidemokratische Kräfte wissen: Politik folgt Kultur. Ob Filme, Videos, Musik oder Podcasts – unsere kulturellen Erzeugnisse prägen unser Denken, Fühlen und Handeln. Deshalb müssen wir jetzt die demokratische und diverse Kunst und Kultur jetzt stärken.“

Joerg Mitzlaff
Ich bin Diplom-Informatiker, Sozial-Unternehmer und Gründer der Petitionsplattform openPetition. Seit 2012 bin ich der Geschäftsführer der openPetition gGmbH und entwickle digitale Werkzeuge, hybride Beteiligungsformate und digitale Online-Abstimmungen.
Ich bin Mitgründer und im Vorstand von ABSTIMMUNG21 e.V., und setze mich für die Einführung der direkten Mitsprache auf Bundesebene ein. Als Mitinitiator des Demokrative Denkraums in Berlin setze ich mich für die Stärkung einer kooperativen politischen Kultur ein.
Neben meiner Arbeit bei openPetition engagiere ich mich lokal als Vorsitzender des Bürgervereins in meinem Dorf in Brandenburg und als Gemeindevertreter in meiner Gemeinde Schorfheide.
„In der Demokratie ist jede Stimme ist gleich viel Wert. Ich möchte allen Menschen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, das Zutrauen und die Gelegenheit geben, sich politisch einzumischen und politisch wirksam zu werden."

Franziska Carstensen
Seit Anfang 2025 begleite ich Faktor D im Controlling in und aus Berlin. Ich habe Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder studiert und seitdem Erfahrungen im Fördermittelmanagement im Kulturbereich gesammelt. Ich war lange in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin tätig und habe dort verschiedene Förderprogramme betreut. Gleichzeitig habe ich mich in den letzten Jahren in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Projekten für mehr Teilhabe, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit engagiert. Mit dem Festival Jenseits von Nelken und Pralinen setze ich hier seit nunmehr zehn Jahren einen besonderen Schwerpunkt. Ich freue mich mein Wissen und meine Erfahrung bei Faktor D einzubringen und damit eine zivile Mitbestimmung zu stärken und Demokratie zu fördern.
„Gemeinsames Empowerment und gelebte Kultur sind zwei verbindende Elemente und damit eine unverzichtbare (Wissens-)Grundlage für zivile Mitbestimmung und die Förderung von Demokratie. Denn Zusammenhalt und geteilte Werte sind wichtiger denn je.“

Sina Trölenberg
Ich bin studierte Geographin mit Fokus auf Umwelt- und Klimapolitik und Erfahrungen im entwicklungspolitischen Bereich. Ein nachhaltiges und gerechtes Leben für alle muss mit sinnvoller Bürger*innenbeteiligung einhergehen - und das bereits auf lokaler Ebene. Im Verein Bürgerbegehren Klimaschutz e.V. arbeite ich an der Schnittstelle von Klimathemen und Demokratiestärkung und setze mich für sozial gerechten Klimaschutz vor der Haustür ein. Hauptsächlich koordiniere ich das Projekt "Klima trifft Kommune", bei dem losbasierte Bürgerräte mit von kommunaler Seite beschlossenen Bürgerentscheiden (Ratsreferenden) verknüpft werden sollen, um Klimaschutzmaßnahmen für die Kommune zu erarbeiten und verbindlich umsetzen zu können.
„Trotz der breiten Unterstützung für Klimaschutz gibt es immer wieder kontroverse Debatten über die konkrete Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Bürger*innenräte können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Sie können komplizierte und kontroverse Themen differenziert diskutieren und qualitativ hochwertige, ambitionierte Empfehlungen erarbeiten. Doch wie stellen wir sicher, dass die Empfehlungen umgesetzt werden?“

Marie Ringler
Ich bin Europaleiterin von Ashoka und Mitglied der Global Leadership Group einer Organisation, die weltweit über 4.000 führende Social Entrepreneurs in mehr als 90 Ländern unterstützt – mit dem Ziel: „Everyone a Changemaker“. Als Vizepräsidentin des Europäischen Forums Alpbach und ehemalige Politikerin setze ich mich heute für Systemwandel, Leadership und den Aufbau starker Ökosysteme für gesellschaftliche Innovation ein.
„Wir brauchen Menschen, die Verantwortung übernehmen und mutig Veränderung gestalten – lokal wie global und im Sinne unserer Demokratie.“

Viktoria Nedwed
Seit 2022 arbeite ich als Redakteurin im Newsroom des österreichischen Parlaments und setze mich dort intensiv mit meinem Herzensthema auseinander: Demokratie niederschwellig zu vermitteln. Davor habe ich Journalismus studiert und journalistisch gearbeitet – viele dieser Erfahrungen fließen heute in meine Arbeit ein: recherchieren, einordnen und komplexe Inhalte klar und einfach erklären.
„Demokratie heißt, Unterschiede auszuhalten und sich trotzdem auf gemeinsame Werte zu einigen. Menschenwürde, Gleichheit und Freiheit dürfen nicht zur Disposition stehen. Um diese Werte zu verteidigen, muss die Gesellschaft zusammenarbeiten.“

Othmar Karas
Als Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments a.D. gelte ich weiterhin als einer der renommiertesten Experten für europäische Fragen. Seit Oktober 2024 leite ich als Präsident das European Forum Alpbach. Von 1999 bis 2024 war ich Abgeordneter zum Europäischen Parlament – als längstdienender österreichischer EU-Abgeordneter und einziger Österreicher, der drei Mal in das Präsidium des Europäischen Parlaments gewählt wurde. 25 Jahre war ich Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses im Europäischen Parlament. Dort wirkte ich vor allem als führender Gestalter der heute gültigen Finanzmarktregulierung. Ich war Chefverhandler für die Bankenregulierung nach der Finanzkrise 2008, für EU-Investitionsprogramme sowie für die gesamte EU-Finanzmarktaufsicht. Neben meiner europapolitischen Tätigkeit bin ich seit 1998 Präsident des Hilfswerk Österreich.
„Europa soll mutiger, geeinter und handlungsfähiger werden – für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde. Entscheidend ist, die großen Herausforderungen unserer Zeit mit europäischen Antworten zu lösen und Vertrauen in Politik und Institutionen zurückzugewinnen.“

Özge Inan
Ich bin freie Journalistin und Schriftstellerin. Zuletzt war ich Redakteurin der Wochenzeitung Der Freitag, davor kamen Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und dem ZDF Magazin Royale. Angefangen habe ich als Online-Kolumnistin für eine NGO. Als studierte Juristin beschäftige ich mich am liebsten mit Recht und Gerechtigkeit und allem dazwischen. Derzeit wohne ich in München und arbeite an meinem zweiten Roman.
„In einer Demokratie sollten Vorbehalte gegen Mächtige nicht nur akzeptiert, sondern selbstverständlich sein. Stattdessen werden sie von wohlmeinenden Diskursteilnehmern oft pauschal als populistisch abgetan. Nach dem Motto: Wenn es gegen "Die da oben" geht, kann es ja nur falsch sein. Wer profitiert davon eigentlich? Populismus wird allmählich zum Allround-Vorwurf gegen Menschen, die mit den herrschenden Verhältnissen unzufrieden sind. Dabei haben mehr als genug Gruppen mehr als genug Gründe dafür. Wer sich für diese Gruppen - und nicht nur ihre Wählerstimmen - interessiert, muss ans Eingemachte und in die inhaltliche Auseinandersetzung. Wir müssen die Suche nach der Wahrheit wieder sexy machen.“

Maximilian Hempt
Ich war viele Jahre in sozialpsychiatrischen Wohngemeinschaften als Sozialpädagoge und später als Einrichtungsleitung tätig. Seit 2019 arbeite ich als personenzentrierter Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision und bin als Team- und Fallsupervisor in Sozialeinrichtungen tätig. Ich bin nebenberuflich Lehrender für Soziale Arbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Campus Wien und halte Fortbildungen und NeuroDeeskalationstrainings im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich. Im Rahmen eines Projekts des personzentrierten Psychotherapievereins ÖGWG engagiere ich mich in der Entwicklung und Etablierung von Dialoggruppen, die Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem sicheren Rahmen miteinander in Kontakt bringen.
„Ich brenne dafür, Menschen darin zu unterstützen, den guten Grund hinter schwierigen Verhaltensweisen zu erkennen und gemeinsam hilfreiche Wege der Veränderung zu entwickeln.“

Hannah Göppert
Ich bin als Geschäftsführerin in Deutschland seit 2022 am Aufbau von Faktor D beteiligt. Ich habe Soziologie und Politikwissenschaften studiert und bin seit sechs Jahren bei der Initiative Offene Gesellschaft, wo ich Projekte für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt initiiere und umsetze. Zuvor war ich in der politischen Bildung, Forschung und Politikberatung tätig, u.a. bei Engagement Global, der Humboldt-Universität und adelphi. Der gemeinsame Nenner meiner beruflichen Stationen war immer die Stärkung von sozialer Gerechtigkeit, demokratischer Teilhabe und Partizipation. Bei Faktor D motiviert mich die Verzahnung gesellschaftlicher Debatten mit konkreter Wirkung on the ground.
„Stellt euch vor, wie sich Wirkung vervielfachen lässt, wenn sich wichtige Akteur*innen eines Feldes an einem Tisch versammeln. Wenn sie Wissen austauschen und Strategien entwickeln. Und wenn sie Lösungen dann konsequent umsetzen.“

Gesa Feldhusen
„Durch Diskussionen mit anderen kläre ich gerne Detailfragen bei großen Herausforderungen, so erhoffe mir im Innovationsprozess, viel von den anderen Teilnehmer*innen zu lernen. Mich persönlich beschäftigt die Frage: wie digitale Teilhabe, verbunden mit intersektionalem Feminismus, die politische Handlungsfähigkeit junger Menschen stärken kann.“

Henrike Arlt
Ich gestalte Lernräume mit und für Menschen in der öffentlichen Verwaltung, in denen Zukunft gemeinsam erfahrbar wird. Mich interessiert, wie wir das rationale Denken öffentlicher Institutionen mit transformativem Gestaltungswillen verbinden – ohne die Anschlussfähigkeit an den Arbeitsalltag zu verlieren. Als Lerndesignerin entwickle ich Formate, die Reflexion, Handlungssicherheit und demokratische Teilhabe stärken. Verwaltung ist für mich zentrale Infrastruktur – sie bildet die Brücke zwischen Staat und Gesellschaft, dort, wo Teilhabe konkret wird. Ich möchte Räume schaffen, in denen Menschen neue Routinen erproben, ihre Rollen hinterfragen und Verwaltung als lebendigen Teil demokratischer Gesellschaft erleben.
„Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Übungsfeld – gerade in der Verwaltung. Sie zeigt sich im Alltag, wo Entscheidungen getroffen, Routinen hinterfragt und Widerspruch geäußert werden. Dafür brauchen wir Räume, die Irritationen aushalten und neue Handlungsmöglichkeiten erproben.“

Dario Wellinger
Ich arbeite als Dozent und Projektleiter am Zentrum für Verwaltungsmanagement in Forschung, Dienstleistung und Lehre. Meine Forschungsschwerpunkte liegen auf Miliz- und Freiwilligentätigkeit, Nachwuchsförderung sowie der Kommunikation öffentlicher Organisationen. Seit meiner Jugend bin ich politisch aktiv und kenne aus erster Hand die Herausforderungen, junge Menschen für ein Engagement zu gewinnen. Mein Wunsch ist es, dass die Wertschätzung für lokales politisches Engagement wieder zunimmt, damit sich mehr Menschen vorstellen können, sich vor Ort einzubringen.

Rebekka Dober
Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von YEP, einem mehrfach prämierten Sozialunternehmen, das inklusive Partizipationsprozesse aufsetzt, um die Stimme der Jugend in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einzubringen und die Generationen wieder zu verbinden. In den letzten fünf Jahren hat YEP über 300 solcher Beteiligungsprozesse umgesetzt und hat die größte Reichweite unter jungen Menschen in ganz Österreich. Dazu zählen u.a. bedeutende Projekte wie die Beteiligung Jugendlicher am offiziellen Lehrplan Österreichs im Auftrag des BMBWF und die größte Finanzbildungsstudie des Landes. Für meine Arbeit wurde ich 2022 als internationale Ashoka Fellow ausgezeichnet und in die Liste der Top 100 Social Entrepreneurs aufgenommen.
„Wir wollen, dass junge Menschen wieder an die Demokratie glauben können und verstehen: Ich bin ein Teil davon und ich kann etwas verändern.“

Kathrin Braun
Ich bin Projektmanagerin und Forscherin beim Verein Fremde werden Freunde in Wien. Dort beschäftigen wir uns mit den Themen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Fluchtgeschichte. Meine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der politischen Partizipation von Menschen mit Fluchtgeschichte und der Einbeziehung marginalisierter Gruppen in demokratische Prozesse. Damit beschäftige ich mich sowohl wissenschaftlich als auch angewandt, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.
„Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, Menschen aus der politischen Ohnmacht zu holen!“

Claudia Röder
Ich arbeite für Movetia, die Schweizer Agentur für Austausch und Mobilität im Bildungsbereich. Mit den Förderprogrammen für die Jugendarbeit unterstützen wir grenzüberschreitende Projekte, z.B. Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen oder Empowerment von und für Jugendliche.
„Als Schweizer Agentur für Austausch und Mobilität unterstützen wir Jugendbeteiligungsprojekte durch grenzüberschreitende Projektförderung, sei es für Fachpersonen-Ausbildungen oder partizipative Jugendprojekte. Im Innovationsprozess freuen wir uns auf die Vernetzung mit europäischen Partner*innen und bieten gerne Informationen für interessierte Schweizer Organisationen!“

Elena Kalogeropoulos
Ich bin Juristin, Politik- und Organisationsberaterin mit Fokus auf Strategie, Digitalisierung & Diversity. Ich beschäftige sich insbesondere mit Künstlicher Intelligenz und algorithmenvermittelter Diskriminierung, innovativer Verwaltung und Organisationsentwicklung sowie intersektionaler Diversität und Führung. Als Gründerin des E K & the good lab Netzwerks interessiert mich, wie neue Technologien und systemische Ansätze genutzt werden können, um Brücken zwischen Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu schlagen.
„Wer demokratische Räume gestalten will, muss verstehen, wie digitale Infrastrukturen Zugehörigkeit ermöglichen – oder verhindern. Demokratie beginnt dort, wo wir Verantwortung sichtbar machen.“

Birger Strahl
Ich bin Kommunikationsexperte, Trainer, Coach und Apotheker. Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich damit, wie und warum Menschen handeln, was sie motiviert, Neues auszuprobieren und wie Wissenstransfer gelingt. Mein besonderer Fokus liegt heute aus dem systemisch-narrative Ansatz: Welche Erkenntnisse stecken in den Erfahrungen und Geschichten von Menschen? Wie lassen sie sich sichtbar machen und welche Chancen entstehen daraus im sozialen Kontext? Ich verstehe mich dabei als Unconsultant: Ich bringe nicht die Lösung, sondern schaffe den Raum, in dem Lösungen entstehen können.
„Kraft und Wirksamkeit entstehen durch Gemeinschaft.“

Odin Mühlenbein
Ich bin ein Enthusiast für soziale Innovation mit einer Leidenschaft für KI. Ich leite das AI Lab bei Ashoka, dem weltweit größten Netzwerk von Sozialunternehmern. Ich entwickle Anwendungen, die Ashoka effizienter machen und neue Möglichkeiten für das globale Netzwerk erschließen. Bevor KI mein Leben übernahm, half ich Führungskräften im sozialen Sektor, Strategien für den Systemwandel zu entwickeln. Ich habe mit etwa hundert führenden Sozialunternehmern aus der ganzen Welt zusammengearbeitet und alle möglichen Tools, Kurse, Podcasts, Berichte, Artikel usw. entwickelt. Manchmal tue ich das immer noch, also zögere nicht, mich zu kontaktieren. Außerdem bin ich Mitbegründer von drei sozialen Unternehmen, ehemaliger McKinsey-Berater, ausgebildeter Mediator, Möchtegern-Spieleentwickler und Schachschüler.
„Wenn man KI effektiv und verantwortungsvoll nutzen will, muss man mit der Technologie experimentieren. Man muss aufhören zu reden andfangen zu prototypisieren!“

Carlo Kosok
Seit sechs Jahren arbeite ich bei KickIn! und engagiere ich mich für einen Fußball, der für alle offen ist und in dem Mitbestimmung gelebt wird. Als Experte für Inklusion, Diversität und digitale Barrierefreiheit setze ich mich dafür ein, dass Menschen gleichberechtigt teilhaben können - auch im digitalen Raum.
Fußball und seine Fankultur sind wichtige gesellschaftliche Räume, in denen Menschen zusammenkommen, Verantwortung übernehmen und demokratische Werte wie Teilhabe, Respekt und Solidarität erfahren.
Seit fünf Jahren bin ich zudem ehrenamtlicher Vorsitzender eines Sportvereins. Vereine sind Orte gelebter Demokratie: Hier wird diskutiert, entschieden und gemeinsam gestaltet. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern stoßen wir regelmäßig Kampagnen und Aktionen zu Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt an.
„Chancengerechtigkeit bedeutet für mich: Zugang zu Informationen und die Möglichkeit, gehört zu werden und mitzugestalten."

Nora Kiefer
Ich bin Demokratieaktivistin, Dialogfan und (Zweck)Optimistin. Mit dem Civic-Tech-Startup Make.org nutze ich KI und digitale Technologien, um hunderttausende Menschen zu großen gesellschaftlichen Fragen online zu beteiligen, Konsens zu finden und der zunehmenden Polarisierung unserer Gesellschaft etwas entgegenzusetzen. Viele Jahre habe ich innovative Dialogformate zwischen afrikanischen Ländern und Deutschland initiiert und geleitet. Zuvor war ich einige Zeit in der Forschung tätig. Seit jeher setze ich mich für eine gerechtere Gesellschaft ein: mit jahrelangen Trainings für Jugendliche auf Hauptschulen; der Kreation von inklusiven Räumen, wie ein Welcome & Learning Centre für geflüchtete Menschen und Kunstprojekten mit obdachlosen Personen.
„Die Gesellschaft triftet immer weiter auseinander - in Deutschland, Europa und weltweit. Zunehmend misstrauen Menschen den Medien, ihren Institutionen und Politiker:innen. Fakten und Wahrheit wird immer mehr verhandelbar bzw. subjektiv. Daher müssen wir heute, mehr denn je, im Dialog bleiben, Konsens finden und uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren - von denen gibt es mehr als viele glauben. Im Fokus sollte hier die Frage stehen: Worauf können wir uns als Gesellschaft einigen? Moderne Technologien ermöglichen uns mittlerweile Bürger:innen überall zu erreichen und es gibt viele Methodiken hier konstruktiv Gemeinsamkeiten zu finden und diese zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen. Lasst uns Technologie und AI für die Demokratie nutzen! #AI4Democracy“

Felix Dietsch
Ich bin Felix Dietsch von POSITIF STUDIO und habe mich auf nachhaltige, soziale und partizipative Architektur sowie maßstabsübergreifende, interdisziplinäre Designprojekte und System Design spezialisiert. Die Arbeit im Kollektiv mit Integration aller Projektbeteiligten ist Basis meiner Arbeit – gemeinsame Visionen und kombinierte Fähigkeiten führen zu zukunftsfähigen, belastbaren und qualitativ hochwertigen Ergebnissen. Als externer Lehrbeauftragter lehre ich Industrial Design und System Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin und stehe den Programmen des Goethe Institut als Coach, Berater und Speaker zur Seite. Ausserdem organisiere ich in meiner Rolle als aktives Mitglied des SUSTAINABLE DESIGN CENTER u.a. Talk-Formate und Bildungsprojekte und setze mich so für die Sozial-Ökologische Transformation von Industrie und Gesellschaft ein.
„Als Spatial Designer setze ich mich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Lebensräume ein. Partizipation und Teilhabe sind dabei ein Schlüssel für soziale, ökologische und finanzielle Nachhaltigkeit. Ich freue mich auf die länderübergreifende Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen – nur gemeinsam lassen sich wichtige gesellschaftliche Visionen in die Realität umsetzen.“

Josefa Kny
Ich forsche im betterplace lab zu (zivil-)gesellschaftlicher Resilienz, Kollaboration und Transformationsprozessen. Durch Workshops, Reflexionsimpulse und Prozessbegleitung möchte ich dazu beitragen, Veränderungslust und Handlungsspielräume in sowie zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu vergrößern. Ich habe Politikwissenschaft und Zukunftsforschung in Berlin und Stockholm studiert und in sozial-ökologischer Transformationsforschung promoviert – mit Vorliebe für praxis- und wirkungsorientierte, qualitative und transdisziplinäre Ansätze.
„Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass wir ein gutes Leben für alle erreichen. Dazu brauchen wir große soziale und ökologische Veränderungen. Dass Solidarität, Gemeinschaft und Ressourcenbewusstsein Sinn und sogar Spaß machen, will ich in die Welt tragen.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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