Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Cora Mantel
Ich bin Cora und bei Brand New Bundestag für den Bereich Partnerships zuständig, um das Netzwerk der Graswurzelorganisationen im Bereich der Demokratieförderung weiter auszubauen und viele Mitstreiter*innen zu finden. Über verschiedene Engagements im sozialpolitischen Bereich ist mir die Teilhabe aller Menschen an unserer Gesellschaft ein besonderes Anliegen, für das ich mich gerne einsetze.
„Wir freuen uns sehr, Teil des Innovationsprozesses von Faktor D zu sein. Als überparteiliche und unabhängige Organisation versuchen wir bei Brand New Bundestag, junge Menschen für Politik und Demokratie zu begeistern. Besonders gespannt sind wir auf den Austausch mit den anderen Organisationen und gemeinsam weitere Lösungen zu entwickeln.“
Alexander Kesselring

Melanie Widmer
Beruflich bewege ich mich an der Schnittstelle von digitaler Kommunikation, Community und Strategie. Mich interessiert, wie Inhalte Menschen erreichen, binden und zum Handeln bewegen und wie Organisationen dadurch relevanter, verständlicher und wirksamer werden.
„Demokratieförderung braucht verlässliche Information, Raum für Austausch und eine aktive Öffentlichkeit. Medien und Community-Plattformen spielen dabei eine zentrale Rolle, um demokratischen Diskurs zu ermöglichen und zu stärken."

Flurina Wäspi

Othmar Karas
Als Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments a.D. gelte ich weiterhin als einer der renommiertesten Experten für europäische Fragen. Seit Oktober 2024 leite ich als Präsident das European Forum Alpbach. Von 1999 bis 2024 war ich Abgeordneter zum Europäischen Parlament – als längstdienender österreichischer EU-Abgeordneter und einziger Österreicher, der drei Mal in das Präsidium des Europäischen Parlaments gewählt wurde. 25 Jahre war ich Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses im Europäischen Parlament. Dort wirkte ich vor allem als führender Gestalter der heute gültigen Finanzmarktregulierung. Ich war Chefverhandler für die Bankenregulierung nach der Finanzkrise 2008, für EU-Investitionsprogramme sowie für die gesamte EU-Finanzmarktaufsicht. Neben meiner europapolitischen Tätigkeit bin ich seit 1998 Präsident des Hilfswerk Österreich.
„Europa soll mutiger, geeinter und handlungsfähiger werden – für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde. Entscheidend ist, die großen Herausforderungen unserer Zeit mit europäischen Antworten zu lösen und Vertrauen in Politik und Institutionen zurückzugewinnen.“

Zahra Hashimi
Ich bin die Gründerin und Leiterin der Omid Online Schule. In Wien arbeite ich als Community-Managerin und Content-Produzentin bei Fremde werden Freunde. Ich habe Mathematik in Afghanistan studiert und eine Ausbildung zur Bürokauffrau in Wien abgeschlossen. Ich bin aktiv in den persischen Medien als Moderatorin und Show-Produzentin tätig. Ich bin Menschenrechtsaktivistin und arbeite mit mehreren Organisationen zusammen. Ich wurde im Iran geboren, habe die Schule besucht und Mathematik in Afghanistan unterrichtet und lebe seit 2015 in Österreich.
„Beteiligungsmöglichkeiten für eingewanderte Menschen sind wichtig aus mehreren Gründen. Zunächst einmal tragen sie dazu bei, die Integration zu fördern und ein Gefühl der Zugehörigkeit in der Gesellschaft zu schaffen. Des Weiteren ist die Beteiligung eingewanderter Menschen wichtig, um eine vielfältige und repräsentative Gesellschaft zu schaffen. Ihre Perspektiven und Erfahrungen bringen neue Ideen und Lösungsansätze für gemeinsame Herausforderungen hervor. Darüber hinaus stärkt die Beteiligung eingewanderter Menschen die Demokratie insgesamt, indem sie die Vielfalt der Bevölkerung widerspiegelt und sicherstellt, dass alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen an Entscheidungsprozessen teilhaben können. Insgesamt ist es ein wichtiger Schritt hin zu einer integrativen und vielfältigen Gesellschaft, die von gegenseitigem Respekt und Verständnis geprägt ist.“

Elena Kalogeropoulos
Ich bin Juristin, Politik- und Organisationsberaterin mit Fokus auf Strategie, Digitalisierung & Diversity. Ich beschäftige sich insbesondere mit Künstlicher Intelligenz und algorithmenvermittelter Diskriminierung, innovativer Verwaltung und Organisationsentwicklung sowie intersektionaler Diversität und Führung. Als Gründerin des E K & the good lab Netzwerks interessiert mich, wie neue Technologien und systemische Ansätze genutzt werden können, um Brücken zwischen Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu schlagen.
„Wer demokratische Räume gestalten will, muss verstehen, wie digitale Infrastrukturen Zugehörigkeit ermöglichen – oder verhindern. Demokratie beginnt dort, wo wir Verantwortung sichtbar machen.“

Thomas Weltner
Ich bin Designer und Coach mit künstlerischem, grafischem und systemischem Background. Ich unterstütze spielerisch, visuell und co-kreativ in Teamentwicklung, Führung, Veränderung, Übergang, Innovation und in persönlicher Entwicklung. Ich bin leidenschaftlicher Netzwerker, Interviewer, Kunst-Kurator, Mentor und Sportler. Auf Expedition durch die Arbeitswelt – als Entdecker und Innovator im Kontext von New Work – trifft man mich immer wieder an wechselnden Orten.
„Ich brenne dafür, Menschen in ihre kreative Kraft zu bringen und dadurch Synergien freizulegen. Seien wir ehrlich: Wir alle wissen doch um unsere intuitiven und explorativen Fähigkeiten als Kinder. Diese Ressourcen sind noch immer vorhanden. Nutzen und vernetzen wir sie – zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Weltrettung: kinderleicht.“

Lea Gronenberg
Ich setze mich für eine Gesellschaft ein, in der alle mitgestalten können. Als Head of Communications bei d|part bringe ich Forschung in gesellschaftliche Debatten ein. Zudem leite ich das Citizen-Science-Projekt Co-Creating Our City, das Jugendliche und Entscheidungsträger*innen zusammenführt, um wirksame Beteiligung auf lokaler Ebene zu entwickeln. Seit über zehn Jahren engagiere ich mich in der politischen Bildung sowie Kampagnen für Gerechtigkeit, Teilhabe und Demokratie. Besonders wichtig ist mir, Räume und Formate zu schaffen, die Menschen befähigen, kritisch zu denken, sich einzubringen und in ihren Communities Wirkung zu entfalten.
„In Zeiten gesellschaftlicher Spannungen braucht Demokratie kollektive Antworten. Gemeinsam können demokratische Akteur*innen Räume schaffen, in denen Menschen ihre Stimmen einbringen und gehört werden.“

Johanna Bär
In meiner aktuellen Rolle bin ich im Bereich Verbundentwicklung bei der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin tätig und engagiere mich bei Verwaltung für Demokratie e.V.. Das reicht von der Förderung der Deeskalationskompetenz unserer Mitarbeitenden über den kollegialen Austausch zu den roten Linien unserer Arbeit bis hin zu innovativen Formaten, die Menschen zu selbstbestimmter Meinungsbildung und gesellschaftlicher Teilhabe befähigen. Mit einem Master in Kulturwissenschaften sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaft habe ich – nach Stationen in der Kulturvermittlung und -finanzierung – das Potenzial öffentlicher Bibliotheken als offene, konsumfreie Begegnungsorte für die Stadt entdeckt.
„Demokratie braucht starke, mutige Institutionen – und Menschen, die sie mitgestalten. Öffentliche Einrichtungen müssen sich frühzeitig und klar positionieren, um ihre Unabhängigkeit zu sichern und unsere Demokratie aktiv zu stärken. Das gelingt durch Räume für Austausch und gemeinsames Lernen.“

Alicia Väth
Ich habe Philosophie an der TU Berlin und Politikwissenschaften an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen studiert. Als Gründungsmitglied der Wirkungsallianz AI4Democracy e.V. suche ich Wege, wie KI zur Stärkung unserer Demokratie eingesetzt werden kann. Außerdem bin ich als Founders Associate bei Cosmonauts and Kings im Bereich KI und Innovation tätig.
„Nur gemeinsam sind wir mehr.“

Josefa Kny
Ich forsche im betterplace lab zu (zivil-)gesellschaftlicher Resilienz, Kollaboration und Transformationsprozessen. Durch Workshops, Reflexionsimpulse und Prozessbegleitung möchte ich dazu beitragen, Veränderungslust und Handlungsspielräume in sowie zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu vergrößern. Ich habe Politikwissenschaft und Zukunftsforschung in Berlin und Stockholm studiert und in sozial-ökologischer Transformationsforschung promoviert – mit Vorliebe für praxis- und wirkungsorientierte, qualitative und transdisziplinäre Ansätze.
„Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass wir ein gutes Leben für alle erreichen. Dazu brauchen wir große soziale und ökologische Veränderungen. Dass Solidarität, Gemeinschaft und Ressourcenbewusstsein Sinn und sogar Spaß machen, will ich in die Welt tragen.“

Maria Lang
Ich bin Kommunikations- und Strategieberaterin mit eigener Agentur (klassische Kommunikationsagentur: www.knallrot.de) und begleite seit vielen Jahren Organisationen in Transformations- und Nachhaltigkeitsprozessen – von Positionierung und Narrative über Kampagnen bis zu Stakeholder-Dialog und Change-Kommunikation. Seit zwei Jahren entwickle ich mit ZOON e.V. demokratische Lern- und Erfahrungsformate für den Arbeitsraum. Mich motiviert Kommunikation, die Menschen nicht beschämt, sondern befähigt: klar, emotional anschlussfähig und faktenfest – damit aus Unsicherheit wieder Handlungsfähigkeit wird.
„Ich brenne dafür, Kommunikationsräume zu bauen, in denen Menschen wieder zuhören, widersprechen und gemeinsam handlungsfähig werden – im Arbeitsalltag wie in der Gesellschaft. Jetzt müssen wir demokratische Kommunikation vom Reagieren ins Gestalten bringen: klare, menschennahe Narrative und Formate, die Vertrauen stärken und Polarisierung die Wirkung nehmen."

Anja Kräutler
Die Wende- und Umbruchszeit der späten 1980er und frühen 1990er Jahre war für mich persönlich sehr prägend. Besonders fasziniert hat mich die Öffnung der Grenzen nach Mittel- und Osteuropa. Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politik zu studieren war für mich das naheliegendste. Dem Studium folgte eine Phase freiberuflicher NGO-Arbeit, bis ich 2006 bei der Stiftung EVZ gelandet bin. Als Fachreferentin in der „EVZ Academy“ beschäftige ich mich heute vorrangig mit Wirkungsorientierung und Co-Kreation. An dieser Aufgabe begeistert mich, gemeinsam mit Mitstreiter:innen innerhalb und im Umfeld der Stiftung neue Lösungswege zu entwickeln, wie wir die europäischen Werte im Heute und Morgen bewahren und stärken können.
„Ich lebe in einem Brandenburger Dorf, wo bei der Europawahl im Juni 44% die AfD gewählt haben. Wann, wenn nicht jetzt müssen wir alle beweisen, dass unsere Demokratie wehrhaft ist?“

Martin Schwab
„Die Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern auch die Schmiede, die unsere demokratische Zukunft formt. Beteiligung heute gestaltet die Grundlagen für morgen – lasst uns deshalb gemeinsam die Partizipation der Jugend fördern und sie verstärkt in den politischen Dialog einbringen, um so nachhaltig die Demokratie von morgen zu schaffen.“

Marianne Schlögl
Seit 2017 verantworte ich die strategischen Partnerschaften der ERSTE Stiftung. Im Austausch mit unseren Partner:innen gestalten wir aktiv die Zukunft der Organisation, die Lösungen für die wichtigen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit sucht. Außerdem arbeitet ich daran, Räume für inspirierenden Austausch für das Netzwerk der Stiftung zu schaffen, unter anderem im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens der ERSTE Stiftung, dem Bee Day oder dem Europäischen Forum Alpbach. Gemeinsam mit dem Open Future Lab arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Forschung, Innovation und Anwendung von Ideen zur Verbesserung des Finanzlebens. Faktor D ist in meiner Arbeit eine wichtige Schnittstelle für zivilgesellschaftliche Akteure in der D-A-CH Region und öffnet ein weites Feld für Vernetzung, Lernen und gemeinsamen Einsatz.
„Die politischen Kulturen in Österreich, Deutschland und er Schweiz mögen sehr unterschiedlich sein. Mir hilft jedoch in meiner Arbeit das Vertrauen darauf, dass menschliche Bedürfnisse auf einer bestimmten Ebene nicht so verschieden sind wie wir manchmal annehmen: Verbundenheit, Zuversicht und Anerkennung sind für viele Faktoren, die ein gutes Leben ausmachen. In einer Welt, die zunehmend komplexer wird, können die Menschen und ihre Bedürfnisse der Demokratiearbeit eine Orientierung sein.“

Sara Öztürk
Ich bin Sara Öztürk, Co-Founderin von MIKRASS. Ich bringe diskriminierungssensiblen Journalismus mit gesellschaftlicher Relevanz zusammen und entwickle Formate, die wirklich bei den Communities ankommen. Im Rahmen des R&D Fellowships habe ich meine journalistische und strategische Expertise eingebracht und für die Süddeutsche Zeitung eine Community-basierte Monetarisierungsstrategie konzipiert.
Als Journalistin und Moderatorin habe ich mit TV-Reportagen, Dokumentationen und preisgekrönten TikTok-Formaten über rechte Gewalt gezielt junge Zielgruppen erreicht. In der Redaktion des ORF habe ich die Doku „Österreich: Türkei“ mit Hanno Settele begleitet. Mit CLAIM habe ich bundesweit ein klares Zeichen gegen antimuslimischen Alltagsrassismus gesetzt – für Empowerment, Sensibilisierung und Sichtbarkeit. Bei den Neuen Deutschen Organisationen habe ich Öffentlichkeitsarbeit gestaltet und die Wahlmobilisierungskampagne „Nie wieder – am 23. Februar!“ umgesetzt.
Darüber hinaus leite ich Workshops zu Hatespeech, neuen Narrativen, Öffentlichkeitsarbeit mit wenig Ressourcen für NGOs und zu TikTok-Strategien – immer mit dem Ziel, Handwerkszeug zu vermitteln, das wirklich wirkt.
„Street Credibility statt Elfenbeinturm: Demokratie braucht neue Narrative, Humor & Goldkette, mit denen rechte Erzählungen überschrieben werden."

Maria Mayrhofer
Ich bin Gründerin und politische Geschäftsführerin von #aufstehn, der größten zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation in Österreich. Unser ist es Ziel, zivilgesellschaftliche Partizipation entlang progressiver Themen zu fördern und gemeinsam Veränderung zu bewirken. Ich bin studierte Politologin, spezialisiert auf digitalbasierte Kampagnen und zivilgesellschaftliche Mobilisierung. Für mein Engagement wurde ich mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet, seit 2022 bin ich Obama Leader im Leadership-Programm der Obama Foundation. Meine Überzeugung: Wenn Menschen ihre Stimme erheben und sich zusammenschließen, können wir Politik mitgestalten und gesellschaftlichen Wandel bewirken. Partizipation stärkt unsere Demokratie.
„Demokratie ist weltweit unter Druck. Krisen erzeugen Frust und Ohnmacht, was autoritäre Kräfte stärkt. Wir müssen zeigen: Demokratie funktioniert, Partizipation wirkt. Koordinierte Strategien stärken Selbstwirksamkeit und beweisen, dass wir gemeinsam mehr bewegen.“

Odin Mühlenbein
Ich bin ein Enthusiast für soziale Innovation mit einer Leidenschaft für KI. Ich leite das AI Lab bei Ashoka, dem weltweit größten Netzwerk von Sozialunternehmern. Ich entwickle Anwendungen, die Ashoka effizienter machen und neue Möglichkeiten für das globale Netzwerk erschließen. Bevor KI mein Leben übernahm, half ich Führungskräften im sozialen Sektor, Strategien für den Systemwandel zu entwickeln. Ich habe mit etwa hundert führenden Sozialunternehmern aus der ganzen Welt zusammengearbeitet und alle möglichen Tools, Kurse, Podcasts, Berichte, Artikel usw. entwickelt. Manchmal tue ich das immer noch, also zögere nicht, mich zu kontaktieren. Außerdem bin ich Mitbegründer von drei sozialen Unternehmen, ehemaliger McKinsey-Berater, ausgebildeter Mediator, Möchtegern-Spieleentwickler und Schachschüler.
„Wenn man KI effektiv und verantwortungsvoll nutzen will, muss man mit der Technologie experimentieren. Man muss aufhören zu reden andfangen zu prototypisieren!“

Lorenzo Ramani
In meiner bisherigen beruflichen und akademischen Laufbahn hatte ich die Gelegenheit, mit einer Vielzahl von Menschen mit den unterschiedlichsten sozioökonomischen und kulturellen Hintergründen zusammenzuarbeiten und habe viel von, mit und durch sie gelernt. Als in den Tiroler Alpen aufgewachsener Austro-Kroate zweiter Generation habe ich am eigenen Leib erfahren, wie viel Bildung allgemein und speziell in Österreich systemisch vererbt wird. Ich interessiere mich leidenschaftlich für Bildung und Soziales und möchte diese Bereiche positiv mitgestalten. Nicht nur für die heutige Jugend, sondern hoffentlich auch für kommende Generationen.
„Als Mitglied vom Teach-for-All-Netzwerk sowie als Teilnehmer vom Love-Politics-Ausbildungsprogramm erlebe ich tagtäglich, mit welchen Herausforderungen sich junge Menschen im DACH-Raum konfrontiert sehen. Vom Innovationsprozess erwarte ich mir deshalb einen organisch entwickelten Lösungsansatz, welcher über Normen und Ländergrenzen hinweg Veränderung bewirkt.“

Nenad Stojanović
Meine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf demokratische Innovationen und die Herausforderungen für die Demokratie in multikulturellen Gesellschaften.
Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen den Universitäten Genf und Zürich habe ich 2024 das Swiss Research Centre on Democratic Innovations gegründet. Es ist mir aber enorm wichtig, dass meine Forschung konkrete Anwendungen in der Gesellschaft findet und Debatten auslöst. Aus diesem Grund habe ich mit anderen Freund*innen aus Wissenschaft und Praxis den Verein Demoscan (www.demoscan.ch) gegründet. Sein Ziel ist es, demokratische Innovationen in der Schweiz und darüber hinaus zu entwickeln, mit einem Fokus auf deliberative Prozesse und Losverfahren.
„Mehr Demokratie wagen: Das ist meine Antwort auf die aktuelle Krise der Demokratie. Damit alle, wirklich alle! Bürger*innen mehr Kanäle für die politische Teilhabe haben.“

Wencke Hertzsch
Ich bin Stadt- und Regionalplanerin (TU Berlin/TU Wien) und gestalte seit 2000 partizipative Prozesse auf unterschiedlichen Ebenen. Sechs Jahre lang habe ich zudem an TU Wien im Fachbereich Soziologie geforscht. Seit 2016 bin ich bei der Stadt Wien beschäftigt: Zunächst in der Magistratsdirektion, wo ich die strategische Verankerung von Beteiligung im Magistrat verantwortete. 2021 wechselte ich in die Abteilung Energieplanung, wo ich den Bereich Beteiligung und partizipative Demokratie aufbaute und heute das Büro für Mitwirkung leite.
„Gerade jetzt braucht es ein starkes Bündnis demokratischer Akteur*innen: Mit der Wiener Demokratie-Strategie und dem Büro für Mitwirkung vernetzt die Stadt Wien Institutionen, Zivilgesellschaft und Bezirke. So werden Ansätze abgestimmt und schaffen Verbindlichkeit für wirksame Teilhabe.“

Tommy Vi
Ich bin Tommy und bin Pressesprecher bei Youth Lead the Change Germany e.V. Unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender, setzte ich mich bundesweit mit dem Verein für kommunale Jugendhaushalte ein - und das schon erfolgreich in mehreren Kommunen.Ich unterstütze den Verein insbesondere in seiner strategischen Außenkommunikation gegenüber Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Ich möchte alle an einen Tisch holen, denn ich bin überzeugt, dass wir diese Vision nur gemeinsam verwirklichen können.
„Ich setze mich dafür ein, dass kommunale Entscheidungsträger*innen Kinder und Jugendliche nicht nur ernst nehmen, sondern ihnen echte Gestaltungsmacht in lokalen Entscheidungsprozessen ermöglichen.“

Mirjam Kirschner
In der aktuellen Kampagne "Reclaim TikTok" versuchen wir bereits, eine Bewegung entgegen rechts auf TikTok aufzubauen. Durch die eigenen Erfahrungen von Hass und Bedrohungen ist es mir sehr wichtig, Feindbilder in digitalen Räumen abzubauen. In einer Summer School habe ich mich u.a. mit Plattformen als Mittel für Proteste, Gefahren von KI und demokratiegefährdenden Prozesse wie durch die Verbreitung von Fehlinformationen in digitalen Räumen auseinandergesetzt. Ich glaube, für den Prozess und die Challenge, Feindbilder abzubauen, sehr interdisziplinäre, groß denkende Perspektiven mitbringen zu können.
„Ich bin stolz darauf, Teil einer vielfältigen, demokratischen Bewegung zu sein, die rechte Kräfte übertrumpft und ein Leben für alle im Einklang mit der Natur schafft. Ich bin mir sicher, dass Empowerment der Zivilgesellschaft und die Stärkung demokratischer Akteure aktuelle Gefahren wie die Klima- und Biodiversitätskrise, die Zunahme von Fehlinformationen v.a. auch durch KI und Kriege bewältigen können.“

Noomi Anyanwu
Ich bin Aktivistin und Vorsitzende von Black Voices Austria, den Verein, den ich 2020 mitgegründet habe. Ich habe meinen Bachelor in Afrikawissenschaften in Wien abgeschlossen und studiere aktuell Human Rights and Diplomacy im Master an der Universität in Stirling, Schottland. Seit meinem 15. Lebensjahr bin ich bereits politisch aktiv in Form von Workshops, österreichweiten Kampagnen in Jugendorganisationen, Schulzeitung oder aktuell meinem Online Aktivismus als @thisisnoomi. Außerdem trete ich als Trainerin und Beraterin zum Thema Anti-Rassismus für Organisationen oder in der Erwachsenenbildung auf. Meine letzte Publikation als Autorin und Herausgeberin war mit dem Rassismus Ratgeber „War das jetzt rassistisch?“ ein großer Erfolg.
„Politisch aktiv geworden bin ich, weil mir in der Schule nie gepasst hat, wie die Hierarchie zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen ausgesehen hat. Ich hab meine eigene Schulzeitung gegründet, um unzensiert Perspektiven der Schüler*innen darzustellen. Meinungen marginalisierter Menschen zu repräsentieren und gegen Diskriminierung aufstehen - das treibt mich immer noch an.“

Walburga Fröhlich
Ich bin Co-Founder und CEO des Sozialunternehmens capito und habe Sozialarbeit und Sozialmanagement studiert. Mich beschäftigt, dass immer mehr Menschen in unserem Land immer weniger Teilhabe-Chancen für sich sehen. Ich bin davon überzeugt, dass eine verständliche, transparente Sprache ein Schlüssel für aktiv gelebte Demokratie ist. Nur, wenn wir uns verständigen können, können wir auch gemeinsam nach Lösungen suchen und gemeinsam gestalten.
Deshalb arbeite ich schon seit mehr als 20 Jahren mit meinem Team daran, Informationen leichter verständlich zu machen, bzw. Unternehmen und Behörden für besser verständliche Kommunikation zu unterstützen. KI ist für uns ein wichtiges Werkzeug, um breitenwirksam zu werden.
„Demokratie bedeutet für mich unser Gemeinwesen gemeinsam zu gestalten. Dazu gehören Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Entscheidungsmacht. Damit Menschen gute Entscheidungen für sich und für andere treffen können, müssen sie gut informiert sein und sich im Frieden mit sich selbst fühlen. Für mich ist Demokratie nicht etwas, das man "schützen" muss, sondern etwas, das man aktiv lebt und wofür ich mich gerne einsetzen will.“

Astrid Kirchhoff
Ich bin Unconsultant bei hummingbirds.biz. Als systemisch-narrative Organisationsentwicklerin öffne ich Denk- und Resonanzräume. Mein Fokus liegt auf Story Listener & Narrative Facilitation. Ich arbeite mit Erfahrungswissen - gehe zu Menschen und höre ihnen zu. Indem sie ihre Alltagserfahrungen in ihren Erzählungen teilen, reflektieren sie ihre Erlebnisse. Damit erlangen sie Klarheit, erkennen Sinn und werden handlungsfähig. Das stärkt die emotionale Gesundheit, macht Teams resilient und beflügelt Veränderung.
„Autoritarismus gedeiht über Grenzen hinweg. Deshalb müssen wir demokratische Kräfte gerade jetzt verbinden, koordinieren und gemeinsam handeln – allein reicht nicht.“

Pascal Nufer
Seit rund 25 Jahren arbeite ich im Journalismus, über 15 Jahre davon berichtete ich aus Asien als Korrespondent für diverse Medien wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) oder die Deutsche Welle (DW) mit Stationen in Bangkok und Shanghai. Seit 2020 lebe ich wieder in der Schweiz, arbeite als freischaffender Journalist, Autor, Referent, Reiseleiter und doziere am Institut für Angewandte Medienwissenschaften der ZHAW praktischen Journalismus. In einem Teilzeitmandat betreue ich bei der SRG Projekte zur Förderung der Nachrichtenkompetenz. In meiner Freizeit engagiere ich mich für den Erhalt eines innovativen Bioladens in unserem Quartier in Winterthur.
„Wahre Worte wirken, unwahre leider auch. Im Zeitalter von Desinformation braucht's einen starken Journalismus und eine Gesellschaft, die dessen Wert für die Demokratie erkennt. Wer den Journalismus stärkt, stärkt die Demokratie."

Tobias Zucali
Ich bin Designer, Softwareentwickler und Trainer. Meine Interessen und beruflichen Tätigkeitsfelder liegen an der Schnittstelle von Menschen, Design und Technologie. Die Leidenschaft, die optimale Lösung zu finden, zieht sich durch alle meine Aktivitäten, egal, ob es sich um Prozesse, Formate, Software, Räume oder Handwerk handelt. 2023 habe ich gemeinsam mit Martin Hochreiter mkrz lab, unsere Tu- und Denkwerkstatt gegründet. Dort gestalten wir Formate, in denen „Making“ als Werkzeug für Kreativität, Zusammenarbeit und Innovation erlebbar wird.
„Gemeinsame positive Zukunftserzählungen zu entwickeln ist entscheidend. Sie schaffen die Grundlage für Bewegung und Initiative in diese Richtungen.“

Luisa Jabs
Mein Name ist Luisa und ich bin Historikerin mit einem Schwerpunkt auf deutsch-deutscher Zeitgeschichte, insbesondere der DDR-Geschichte. Im letzten Jahr habe ich im Kulturbereich gearbeitet und eine Literaturtagung zum Thema Förderung organisiert. Nebenbei schreibe ich als freie Journalistin für den Zeit Verlag und andere. Aktuell arbeite ich bei der Gesellschaft für eine gute Zukunft als Projektleiterin für Frei und Gleich, die Menschenrechtsinitiative der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dabei kann ich meinem Fokus auf Freiheit, Bottom-Up-(Demokratie)arbeit und lebensnahen Geschichten nachkommen. In einem Bereich zu arbeiten, der andere Menschen dazu inspirieren soll, sich selbst für Menschenrechte stark zu machen, motiviert mich jeden Tag.
„Menschenrechte stehen weltweit und auch hier in Deutschland enorm unter Druck. Menschen werden angefeindet, ausgeschlossen, bedroht, etc. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Akteur:innen sich besser vernetzen, voneinander lernen und sich gemeinsam stark machen.“

Elmar Luger
Als Leiter der Jugendkoordination beim Amt der Stadt Dornbirn und Geschäftsführer der Dornbirner Jugendwerkstätten im Vorarlberg liegt mir die Jugend und deren politische und gesellschaftliche Mitarbeit am Herzen. Seit über 30 Jahren setze ich mich in dieser Rolle für mehr Mitbestimmung und Jugendfreundlichkeit in Dornbirn ein.
„Der Innovationsprozess ist eine gute Möglichkeit, sein eigenes Handeln und die eigenen Projekte mit nationalen und internationalen Fachleuten zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Netzwerke stärken das eigene Tun, ausgetauschtes Wissen und Erfahrungen stärken die Community und bringen einen weiter. Insgesamt ist der Innovationsprozess ein wichtiger Mosaikstein, der unsere Demokratie, die aktuell stark unter Druck ist, stärken soll.“

Dario Wellinger
Ich arbeite als Dozent und Projektleiter am Zentrum für Verwaltungsmanagement in Forschung, Dienstleistung und Lehre. Meine Forschungsschwerpunkte liegen auf Miliz- und Freiwilligentätigkeit, Nachwuchsförderung sowie der Kommunikation öffentlicher Organisationen. Seit meiner Jugend bin ich politisch aktiv und kenne aus erster Hand die Herausforderungen, junge Menschen für ein Engagement zu gewinnen. Mein Wunsch ist es, dass die Wertschätzung für lokales politisches Engagement wieder zunimmt, damit sich mehr Menschen vorstellen können, sich vor Ort einzubringen.

Michael Matheis
Der Drang neue Technologien zu durchdringen, aber auch deren gesellschaftliche Wechselwirkung zu verstehen, kam nicht zuletzt in meiner Studienwahl, der so verschiedenen wie verbindenden Fächer Informatik und Philosophie, zum Ausdruck. Frühe praktische Erfahrungen in der professionellen Softwarentwicklung schon zu Schulzeiten nährten einerseits mein Interesse an den theoretischen Grundlagen und ermöglichten mir andererseits mich schon während des Studiums als Unternehmensgründer zu versuchen. Mittlerweile stelle ich als Freelancer mein Können und Wissen anderen zur Verfügung, habe aber gleichzeitig, meinem ungemindertem Drang entsprechend, stets einen Blick auf die größeren technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
„Um dem Zerfasern unserer Gesellschaft in widersprüchliche Realitäten etwas entgegen zu setzen, brauchen wir neue Mittel und Wege uns darauf zu verständigen was wirklich ist. Da die Wirklichkeit meist schwer verkäuflich ist, sind alle gefragt, die aus Überzeugung bereit sind auch mal vom Weg des geringsten Widerstandes abzuweichen.“

Silvan Groher
Ich liebe es, zu vernetzen, radikale Ideen umzusetzen und Menschen zu motivieren, ihr Tun zu hinterfragen. Mein Feingefühl habe ich als Feinmechaniker gelernt, meine Projektleitungskompetenzen in der Biotech-Branche entwickelt und meine Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten beim Gründen diverser Firmen, Agenturen, Vereine, Volksinitiativen und Politkampagnen geschärft. Ich setze mich mit voller Energie für eine ökonomisch gerechtere Welt ein.
„Demokratie ist die Mutter des Konsenses – aber nur, wenn wir zuhören, statt zu urteilen. Sie braucht ein Update, um auf Krisen schnell und präzise reagieren zu können. Echter Dialog und gegenseitiges Vertrauen im Miteinander statt übereinander sind der Schlüssel dazu.“

Linda Simon
Mit wissenschaftlichen Hintergrund im Bereich Internationale Entwicklung und Sozialwirtschaft waren meine beruflichen Stationen meist an der Schnittstelle zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Die Aktivierung und Potentialentfaltung von jungen Menschen stand dabei meist Mittelpunkt meines beruflichen Wirkens. Nach meinem Engagement in der Bildungspolitik, Interessensvertretung von Menschen mit Behinderungen und im Tierschutz, setze ich mich nun seit 3,5 Jahren als Geschäftsführerin von YEP dafür ein, dass junge Menschen in Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft Gehör finden.
„Wir müssen jungen Menschen das Gefühl geben, dass sie etwas verändern können und ihre Stimme zählt. Das stärkt nicht nur ihre eigene Selbstwirksamkeit, sondern auch unsere Demokratie.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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