Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Maria Mayrhofer
Ich bin Gründerin und politische Geschäftsführerin von #aufstehn, der größten zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation in Österreich. Unser ist es Ziel, zivilgesellschaftliche Partizipation entlang progressiver Themen zu fördern und gemeinsam Veränderung zu bewirken. Ich bin studierte Politologin, spezialisiert auf digitalbasierte Kampagnen und zivilgesellschaftliche Mobilisierung. Für mein Engagement wurde ich mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet, seit 2022 bin ich Obama Leader im Leadership-Programm der Obama Foundation. Meine Überzeugung: Wenn Menschen ihre Stimme erheben und sich zusammenschließen, können wir Politik mitgestalten und gesellschaftlichen Wandel bewirken. Partizipation stärkt unsere Demokratie.
„Demokratie ist weltweit unter Druck. Krisen erzeugen Frust und Ohnmacht, was autoritäre Kräfte stärkt. Wir müssen zeigen: Demokratie funktioniert, Partizipation wirkt. Koordinierte Strategien stärken Selbstwirksamkeit und beweisen, dass wir gemeinsam mehr bewegen.“

Hanna Carlsson
Ich bin außerordentliche Professorin an der Linnaeus-Universität in Schweden und koordiniere den LIS-Masterstudiengang. Ich interessiere mich für Bibliotheken als wichtige demokratische Räume und untersuche, wie sie Inklusion, Lese- und Medienkompetenz fördern. In meiner Lehre lege ich den Schwerpunkt auf Kulturpolitik, Medienkompetenz und Leseförderung und bereite die Studierenden darauf vor, sich in der komplexen Informationslandschaft von heute zurechtzufinden. In der Forschung untersuche ich die sich verändernde Rolle von Bibliotheken bei der Förderung von Demokratie, kritischem Denken und öffentlichem Engagement und betone ihre Bedeutung, die weit über das reine Buch hinausgeht.
„Mein Ziel ist es zu zeigen, warum Bibliotheken wichtig sind– nicht nur als Orte für Bücher, sondern als wichtige demokratischeInstitutionen, die das Lernen, die Alphabetisierung und das öffentlicheEngagement in einer zunehmend komplexen Welt unterstützen.“

Jessica Wulf
Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO in dem Team Gesellschaftliche Trends und Technologie. Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf Partizipationsformaten und gesellschaftlichen sowie ethischen Fragen rund um KI-Systeme. Davor habe ich bei der zivilgesellschaftlichen Organisation AlgorithmWatch gearbeitet und mich hier mit dem Thema KI-Systeme und Diskriminierung auseinandergesetzt. Ich bin Psychologin mit einem Schwerpunkt auf Arbeits- und Bildungspsychologie.
„Ein Grundverständnis von KI-Systemen - und dazu gehören auch Risiken - ist wichtig, damit wir sie sinnvoll einsetzen und verwenden können.“

Franzi von Kempis
Ich kommuniziere Komplexes: Mit klarer Haltung, strategischem Gespür und dem gezielten Einsatz von KI. Als Politik- und Kommunikationsberaterin rüste ich Unternehmen, NGOs, Verbände, Parteien und Führungskräfte für wirksame (demokratische) Kommunikation auf. Meine Überzeugung: Demokrat*innen müssen anfangen, eigene Narrative zu setzen.
Was mich dabei antreibt ist, dass wir alle lernen können, Haltung zu zeigen und schwierige Gespräche zu meistern. Dazu berate ich auch Unternehmen, die sich klar für Demokratie positionieren wollen und schreibe den Newsletter Adé AfD. Einen persönlichen Werkzeugkasten dafür, wie wir alle uns für die Demokratie, Haltung und füreinander einsetzen können.
Zuvor war ich als gelernte Journalistin u.A. Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt e.V., Chefin vom Dienst für t-online.de und Leiterin des Daimler Mobility Labs. Meine vielleicht ungewöhnlichste berufliche Entscheidung: Im Pandemiewinter 2021meinen Job zu kündigen und in Berlin ein Impfzentrum zu leiten. Bekannt bin ich außerdem auch als Meinungsmacherin: In meinem Buch „Anleitung zum Widerspruch" liefere ich Argumente gegen Vorurteile & Populismus.

Sheeko Ismail
Sheeko Ismail ist qualifizierte*r, Projektmanager*in, Teamer*in und Poet*in. Sheeko ist im Kulturbereich aktiv und engagiert sich vor allem in aktivistischen Kreisen Schwarzer und marginalisierter Gruppen sowie in der politischen Bildungsarbeit. Sheeko hat 2018 die Initiative Zukunft ist bunt gegründet und kuratiert seit 2020 zusammen mit einem Kollektiv aus Schwarzen Menschen die jährliche Veranstaltungsreihe Black Story Month in Bremen. Seit 2021 ist Sheeko auch Herausgeber*in der Buchreihe Look at Us! Gallerie der Schwarzen Vorbilder & Held*innen in Deutschland, welche ebenfalls in einer Kollektivarbeit entstand. Im Mai 2022 initiierte Sheeko das Projekt der ersten Schwarzen Kinderbibliothek in Deutschland und leitet diese seit Januar 2023 gemeinsam mit Maimuna Sallah in ihren eigenen Räumlichkeiten. Außerdem im Mai 2025 eröffnete Sheeko einen eigenen Book & Coffee Shop in Bremen. Sheeko benutzt keine Pronomen.
„Die Kinder strahlen übers ganze Gesicht, wenn in einem Buch jemand so aussieht wie sie.“

Kathrin Braun
Ich bin Projektmanagerin und Forscherin beim Verein Fremde werden Freunde in Wien. Dort beschäftigen wir uns mit den Themen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Fluchtgeschichte. Meine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der politischen Partizipation von Menschen mit Fluchtgeschichte und der Einbeziehung marginalisierter Gruppen in demokratische Prozesse. Damit beschäftige ich mich sowohl wissenschaftlich als auch angewandt, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.
„Viele Menschen sind von Mitgestaltung ausgeschlossen, für sie müssen wir neue Räume öffnen und gemeinsam an einer diversen Demokratie arbeiten!"

Stefan Sindelar
Aktuell bin ich Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation „Europäische Demokratie-Hauptstadt“ mit Sitz in Wien. Nach seinem Medientechnik und -design Studium startete ich meine berufliche Laufbahn in den Bereichen Journalismus, Kommunikation und IT und wechselte 2013 als Geschäftsführer des Parlamentsklubs und später der Bundespartei der Österreichischen Liberalen in die Politik. Ich verfüge über Führungsqualitäten in der Leitung gemischter und vernetzter Teams mit Schwerpunkt auf der Entwicklung bahnbrechender Produkte und dem Aufbau innovativer Organisationen, inklusive ehrenamtlicher gesellschaftlicher Engagements.
„Gesellschaftliches Engagement ist die Antwort auf zunehmende Polarisierung und weltweite antidemokratische populistische Tendenzen, verstärkt durch technologische Entwicklungen und die Algorithmen sozialer Medien, wofür es Sensibilisierung und den Aufbau neuer Fähigkeiten bei Bürger:innen braucht. Verloren gegangenes Vertrauen kann nur "von unten nach oben" wieder aufgebaut werden, durch die Schaffung von Diskursräumen, das Durchbrechen von "Blasen" und die Weiterentwicklung und Öffnung geschlossener demokratischer bzw. politischer Prozesse.“

Gerhard Schuster
Ich bin seit über 25 Jahren für Ideen zur Weiterentwicklung und Stärkung der Demokratie aktiv. Gemeinsam mit Fragen, was ein freies Kultur- und Geistesleben bedeutet und wie konkrete solidarische Ansätze für die Wirtschaft und das Geld aussehen können, geht es mir um ein neues gesellschaftliches Gesamtbild. Ich bin Vorstandsmitglied des Vereins IG-EuroVision in Wien und des Internationalen Kulturzentrums Achberg e.V., einer zivilgesellschaftlichen Werkstatt und Wiege der modernen deutschen Demokratiebewegung. Mit dem Projekt European Public Sphere moderiere ich vielfältige Kuppelgespräche zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft im ökologischen Jahrhundert.
„Sind gemeinsame Strategien überhaupt so naheliegend? Was wären die Bedingungen dafür, dass solchermaßen gefasste Strategien dann auch ein wirkliches, also erwünschtes Ziel erreichen? Anfangen könnten wir mit tiefem Interesse an den Gedanken, Ideen und Initiativen anderer und mit einem großzügigen Unterstützen, da wo wir Gemeinsamkeit erleben.“
Alexander Kesselring

Daniela Epple
„Durch kollektive Intelligenz (neue) Ideen entwickeln und die Teilhabemöglichkeiten von Jugendlichen auf kommunaler Ebene nachhaltig stärken.“

Ruth Seliger
Ich bin Sozialwissenschafterlin und habe nach den Stationen von Psychoanalyse und Gruppendynamit meine theoretische Heimat im systemischen Denken gefunden. Als Systemische Beraterin begleite ich unterschiedliche Organisationen bei ihren oft umfassenden Veränderungen, bei der Neuasrichtung von Führung, Strategien, Strukturen und der Kultur. Dabei geht es immer um eine Neuausrichtung von Kommunikation und Kooperation. Meine Arbeitsfelder waren und sind Unternehmen, öffentliche Insitutionen, NGO's und Initiativen der Zivilgesellschaft.
„In meiner täglichen Arbeit mit Organisationen unterstütze ich dabei, Kommunikation und Koooperation im Rahmen großer Veränderungen funktional zu gestalten."

Natascha Strobl
Ich bin Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus. Seit 2014 habe ich mehrere Bücher veröffentlicht, darunter im Jahr 2021 den Beststeller „Radikalisierter Konservatismus" im Suhrkamp Verlag.
„Es braucht Antifaschismus und eine gerechte Welt."

Lena Maria Bichler
Ich arbeite als Projektmanagerin im Magistrat Linz in der Abteilung für Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU und lege dabei einen besonderen Fokus auf Innovation und Partizipation. Zu meinen Aufgaben gehören Projekten wie das Ideenwochenende „Linz hACkT“, DJ-Contests am Hauptplatz oder Demokratie-Workshops mit Schulklassen im Alten Rathaus. Außerdem betreue ich den PopUp Stores am Hauptplatz. Als Schnittstelle zwischen der Stadt Linz und den Coding Communities fördere ich den Austausch und unterstütze die Umsetzung kreativer Ideen, die zu einem zukunftsorientierten Linz beitragen.
„Abstimmungen sind essenziell, um unterrepräsentierte Gruppen sichtbar zu machen und Teilhabe für jene zu schaffen, die bislang wenig Gehör finden. So wird Vielfalt gestärkt und Chancengleichheit gefördert.“

Lou Huber-Eustachi
Ich bin ursprünglich durch meine Arbeit als Videografin in der politischen Medienbildung angekommen. Ich suche gerne nach Brüchen in Strukturen und Prozessen, produziere dabei manchmal auch selbst welche und finde es außerdem oft schwierig, beim Scrollen den Absprung zu schaffen. Mich beschäftigen Fragen rund um Solidarität und Verantwortung auf verschiedenen Ebenen und ich liebs, wenn ab und zu ein Meme genau ins Schwarze trifft. Send Memes.
„Rechte Akteur*innen nutzen Plattformmechanismen gezielt und vernetzt. Um dieser autoritären Mobilisierung wirksam entgegenzutreten, braucht es Bündnisse, echten Austausch und abgestimmte Strategien."

Vanessa Bieri
Ich bin die stellvertretende Bereichsleiterin Politik bei der SAJV und war letztes Jahr verantwortlich für die Stimmrechtsalter 16-Kampagne im Nationalrat. Ein prägendes Erlebnis war die Masseneinwanderungsinitiative 2014, ein halbes Jahr bevor ich abstimmen durfte. Ich fühlte mich sehr machtlos und nicht gehört, obwohl ich die Vorlage besser verstand als viele, mit denen ich darüber diskutierte. Das soll jungen Menschen zukünftig anders gehen und wer will, soll sich auch engagieren können.
„Demokratie, wie wir sie uns vorstellen ist die Partizipation von allen, denn sie beeinflusst auch die Lebensrealität von allen. Daher ist die politische Teilnahme von Jugendlichen immens wichtig, denn ihre Lebensrealität wird am längsten beeinflusst.“

Nenad Stojanović
Meine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf demokratische Innovationen und die Herausforderungen für die Demokratie in multikulturellen Gesellschaften.
Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen den Universitäten Genf und Zürich habe ich 2024 das Swiss Research Centre on Democratic Innovations gegründet. Es ist mir aber enorm wichtig, dass meine Forschung konkrete Anwendungen in der Gesellschaft findet und Debatten auslöst. Aus diesem Grund habe ich mit anderen Freund*innen aus Wissenschaft und Praxis den Verein Demoscan (www.demoscan.ch) gegründet. Sein Ziel ist es, demokratische Innovationen in der Schweiz und darüber hinaus zu entwickeln, mit einem Fokus auf deliberative Prozesse und Losverfahren.
„Mehr Demokratie wagen: Das ist meine Antwort auf die aktuelle Krise der Demokratie. Damit alle, wirklich alle! Bürger*innen mehr Kanäle für die politische Teilhabe haben.“

Ainhoa Martinelli
Ich heisse Ainhoa Martinelli, bin 20 und glaube sehr fest daran, dass eine Welt, in der alle Menschen auf Augenhöhe, in Liebe und ohne Ausbeutung miteinander zusammenleben, möglich ist. Meiner Meinung nach reicht es aber nicht, nur daran zu glauben: Eine solche Welt muss kollektiv erschaffen werden, zum Beispiel durch das Erschaffen von Räumen, die es Menschen ermöglichen, zu sich selbst und der globalen Intimität zu finden, um herauszufinden welche Rolle sie in ihrer Gemeinschaft übernehmen möchten und um gemeinsam und partizipativ radikale, tiefgreifende Lösungen zu gesellschaftlichen Herausforderungen auszuprobieren und so unsere Demokratie basisdemokratisch und dezentral zu beleben.
Neben vielem vielseitigen politischen Engagement zB bei Monda Futura, beim Klimastreik und debtforclimate oder im Haus der Bewegungen, studiere ich Sozialanthropologie und Geographie an der Uni Bern und arbeite in einem Montessori Kinderhaus, um die Menschheit, ihre Lebensgrundlagen und potentielle Ursachen der gesellschaftlichen Herausforderungen noch tiefer verstehen zu können. Letztens habe ich im Städtchen, in dem ich aufgewachsen bin, einen Ideenbrunch organisiert, ein Konzept, dass ich entwickelt habe, um nach vielen studieren und Utopieren ins Handeln zu kommen: Mit dem Ideenbrunch sollen sich die Einwohner:innen von Erlach zunehmend als politische Subjekte verstehen und mit ihren Visionen, Ideen, Projekten oder ihrer Arbeit für eine gerechte Welt, vernetzen und gemeinsam eine neue Geschichte schreiben.
„Statt in Zeiten von grossen Kluften weitere Gräben zu graben, ist es wichtiger den je, zu lernen, wie wir gewaltfrei Gemeinsamkeiten und Kompromisse finden können, um Frieden herzustellen. Frieden nicht im Sinne von Abwesenheit von Gewalt und Krieg, sondern Frieden als aktive, demokratische und transformative Praxis.“

Tim Ficht
Ich beschäftige mich täglich mit den Zukünften unserer Zeit. An der Universität für angewandte Kunst studiere ich spekulatives Design und bin stets auf der Suche nach demokratischen Antworten. In meinem Studium versuche ich, die verschiedenen Zukünfte durch verschiedene Medien greifbarer und erfahrbarer zu machen. Außerdem bin ich Aktivist und nutze meine Zeit für Themen, die uns alle betreffen: Demokratie, öffentliche Gesundheit und einige mehr. Die meiste Erfahrung habe ich dabei im Rahmen unseres Aufklärungsvereins „HPV Impfung jetzt!” gesammelt – wir haben uns erfolgreich für einen kostenlosen Zugang zur Krebsprävention in Österreich eingesetzt.

Zoe Zehetner
Nach meinem Studium der Internationalen Entwicklung und verschiedenen Ausbildungen wie z.B. Art of Hosting hat es mich wieder auf das Land gezogen. Hier arbeite ich nun mit großer Begeisterung als Prozessbegleiterin im Bereich der Jugendbeteiligung. Junge Menschen dabei zu unterstützen Selbstwirksamkeit zu erfahren ist mir dabei ein großes Anliegen.
„Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, welche kreativen und großartigen neuen Wege entstehen können, wenn Menschen sich zusammenschließen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

Vera Schmitt
An der TU Berlin bin ich Forschungsgruppenleiterin der XplaiNLP Gruppe, die sich auf maschinelles Lernen zur Identifikation von Desinformationsnarrativen konzentriert. Transparenz und Erklärbarkeit sind zentrale Prinzipien unserer Arbeit. In mehreren Projekten (news-polygraph, VeraXtract, FakeXplain) untersuchen wir, wie KI sowohl ExpertInnen als auch Laien dabei unterstützen kann, Desinformation zu erkennen und nachvollziehen zu können.
„Desinformation ist für uns eine spannende Herausforderung – nicht nur, um ihre Erkennung durch Künstliche Intelligenz zu verbessern, sondern auch, um tiefere Einblicke in die sozialen Auswirkungen und Mechanismen der Informationsverarbeitung- und Verbreitung zu gewinnen.“

Özge Inan
Ich bin freie Journalistin und Schriftstellerin. Zuletzt war ich Redakteurin der Wochenzeitung Der Freitag, davor kamen Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und dem ZDF Magazin Royale. Angefangen habe ich als Online-Kolumnistin für eine NGO. Als studierte Juristin beschäftige ich mich am liebsten mit Recht und Gerechtigkeit und allem dazwischen. Derzeit wohne ich in München und arbeite an meinem zweiten Roman.
„In einer Demokratie sollten Vorbehalte gegen Mächtige nicht nur akzeptiert, sondern selbstverständlich sein. Stattdessen werden sie von wohlmeinenden Diskursteilnehmern oft pauschal als populistisch abgetan. Nach dem Motto: Wenn es gegen "Die da oben" geht, kann es ja nur falsch sein. Wer profitiert davon eigentlich? Populismus wird allmählich zum Allround-Vorwurf gegen Menschen, die mit den herrschenden Verhältnissen unzufrieden sind. Dabei haben mehr als genug Gruppen mehr als genug Gründe dafür. Wer sich für diese Gruppen - und nicht nur ihre Wählerstimmen - interessiert, muss ans Eingemachte und in die inhaltliche Auseinandersetzung. Wir müssen die Suche nach der Wahrheit wieder sexy machen.“

Stephanie Steyrer
Als Sozialarbeiterin, Aktivistin, Künstlerin und prozessbegleitende Moderatorin fasziniert mich die Kunst, Räume zu gestalten, in denen Verbindung entsteht und Neues möglich wird. In den letzten Jahren habe ich unter anderem im Feld der Jugendpartizipation gearbeitet, Integrationsprozesse mit Ehrenamtlichen und geflüchteten Politiker*innen begleitet sowie Bürger*innenbeteiligungsprozessen wie Bürger*innenräte organisiert und moderiert. Außerdem habe ich verschiedene (Online-)Kurse und Verbindungsräume konzipiert und begleitet – unter anderem zu Community Building & Empowerment mit partizipativem Budgetprozess sowie im Bereich sozialökologischer Regionalentwicklung.
„Demokratisches Miteinander ist unsere Chance, Lebendigkeit und Schönheit im Miteinander zu erleben. Es lohnt sich, uns darauf einzulassen. “

Max Bohm
Ich bin bei Faktor D Geschäftsführer in Berlin. Wir brauchen ein Update, das Demokratien resilienter macht und sie gleichzeitig in die Lage versetzt sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Daran arbeiten wir bei Faktor D(emokratie): Wir entwickeln gemeinsam mit Akteursgruppen Strategien, um Demokratie besser zu machen. Denn wir sind überzeugt, die Herausforderungen sind so groß, dass wir sie nur gemeinsam lösen können. Solche kollektiven Transformationsprozesse bestimmen auch meinen bisherigen Werdegang: Erst im Soziologiestudium, dann im Change-Management einer Unternehmensberatung, einem Behavioral-Change-Start-up zum Thema Energieeffizienz und der Politikberatung.
„Vieles, was wir für gegeben gehalten haben befindet sich aktuell imWandel. Mich interessiert die Frage, wie möglichst viele Menschen diesen Wandelmitgestalten können, statt einige wenige.“

Florian Schwendinger
Meine Rolle trägt viele Namen: Ich selbst sehe mich als Public Entrepreneur, Transition Designer und Knowledge Broker, zuletzt arbeitete ich als Policymaker. Die Weiterentwicklung von Systemen wie der europäischen Demokratie durch kollektive Intelligenz, wissenschaftliche Erkenntnis und gesellschaftlichen Lernens treiben mich an. Im Europaparlament habe ich als Policy Adviser an europäischer Gesetzgebung (zB Roaming) und Foresight-Initiativen mitgewirkt, zuletzt in der Kommission an der Verbindung zwischen Wissenschaft, Policy und Demokratie und als Projektleiter des „Competence Framework for Innovative Policymaking“. Als Teil von LovePolitics bin ich für die Lernreise zur Politik des 21.Jahrhunderts mitverantwortlich.
„Unsere demokratischen Systeme sind im 21. Jahrhundert nur dann überlebensfähig, wenn wir sie auf Basis von Wissen und Wertschätzung füreinander weiterentwickeln. Dazu braucht es neue Wege um ‘wahrscheinliche’, ‘mögliche’ und ‘wünschenswerte’ Zukünfte zu erkennen, verbinden und zu gestalten.“

Josefine Paul
„Die Partizipation junger Menschen ist entscheidend für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Im Innovationsprozess freue ich mich auf den aktiven Austausch zwischen den verschiedenen Akteur*innen. Dabei wünsche ich mir die gemeinsamen Synergien zu nutzen, um Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen zu fördern und voranzutreiben.“

Denis Sorie
Menschen und ihren Rechten gilt mein gesellschaftliches Engagement – ob als Aktivist bei Amnesty International, als Campaigner bei AlgorithmWatch CH oder als Hobbyphilosoph am Rheinufer. Die Frage nach der nachhaltigen Verwirklichung einer gerechten, demokratischen und inklusiven Gesellschaft treibt mich an – und manchmal auch um.
„In geopolitisch instabilen Zeiten wie diesen liegt es umso mehr in unserer Verantwortung, nicht nur entschieden menschenverachtenden Politiken entgegenzutreten, sondern auch gemeinsame Visionen zu entwerfen, wie wir ein gutes Leben für alle verwirklichen können.“

Martin Schwab
„Die Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern auch die Schmiede, die unsere demokratische Zukunft formt. Beteiligung heute gestaltet die Grundlagen für morgen – lasst uns deshalb gemeinsam die Partizipation der Jugend fördern und sie verstärkt in den politischen Dialog einbringen, um so nachhaltig die Demokratie von morgen zu schaffen.“

Sunčana Laketa
Ich bin Humangeographin und Psychologin und arbeite an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichem und zivilgesellschaftlichem Engagement. Im Zentrum meiner Arbeit stehen gesellschaftliche Fragmentierungsprozesse, die Zugehörigkeit und Ausgrenzung strukturieren. Ich habe mich intensiv mit Fragen von Diskriminierung beschäftigt – sowohl in Städten auf dem Balkan, die aufgrund widersprüchlicher ethnonationaler Politik tief gespalten sind, als auch in zunehmend polarisierten postmigrantischen Gesellschaften Westeuropas. Als Projektleiterin, Dozentin und Forscherin frage ich stets: Welche Narrative dominieren? Welche Wissensformen bleiben unsichtbar? Und wie können wir kollektive Prozesse gestalten, um alternative Perspektiven zu eröffnen?
„Gerade jetzt, da Diskriminierung, Polarisierung und Backlash gegen Vielfalt zunehmen, brauchen wir Räume zum Lernen und Handeln – um gleichberechtigte Teilhabe in unseren postmigrantischen Gesellschaften zu stärken.“

Emily Poel
Ich bin Embodiment-Praktikerin, Trainerin und Beraterin und lebe in Berlin. Seit über fünfzehn Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Lernen, Denken, Kreativität und Handlungsfähigkeit im Körper verankert sind. In meiner Arbeit begleite ich Menschen dabei, ihre eigenen Erfahrungen als Ausgangspunkt für Lernen, Reflexion und Veränderung zu nutzen. Mein aktueller Schwerpunkt liegt auf verkörpertem Lernen, Bildungswandel und der Frage, wie wir individuelle und gesellschaftliche Herausforderungen bewusster gestalten können. Gemeinsam mit Prof. Guy Claxton habe ich das Buch „Bodies of Learning: How Embodiment Science Transforms Education“ (Routledge, 2026) geschrieben, das Erkenntnisse der Embodiment-Forschung mit praktischen Ansätzen für Bildung verbindet.
„Demokratie lebt von Beziehungen, Vertrauen und gemeinsamer Handlungsfähigkeit. Gerade in Zeiten von Unsicherheit und Polarisierung braucht es Räume, in denen Menschen miteinander in Kontakt kommen, Unterschiede aushalten, voneinander lernen und gemeinsam neue Möglichkeiten des Handelns entdecken können."

Alberta Sinani
Ich bin Projektmanagerin bei Fremde Werden Freunde, sowie Künstlerin. Hier verbinde ich meine interdisziplinäre Praxis aus Politikwissenschaft, Social Design und Community Psychology, um demokratische Teilhabe, soziale Inklusion und die Stimmen von Menschen mit Migrationsbiografien sowie ihr gesellschaftliches Well-Being zu stärken.
„Menschen mit Flucht- & Migrationserfahrung haben die Macht, ihr eigenes Umfeld nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. Dafür brauchen sie gerechten Zugang zu Ressourcen sowie vertrauensstiftende Orte und Beziehungen als Grundbausteine von Partizipation und Demokratie!"

Serkan Ünsal
Ich bin politischer Trainer, Referent und Medienbildner bei medialepfade.org und koordiniere dort die Projekte „CiviLink – Beratungsstelle für mehr Demokratie auf Plattformen" und „Fight Fire With Fire". Meine Arbeitsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von sozialer Gerechtigkeit, Empowerment und Diversitätsentwicklung – ich entwickle Trainings und Formate, die diese Themen für unterschiedliche Zielgruppen erfahrbar machen. Mich treibt die Frage um, wie politische Bildung dort ankommen kann, wo junge Menschen tatsächlich Zeit verbringen, und wie wir antidemokratischen Online-Strategien wirkungsvoll begegnen.
„Demokratie ist kein statisches System, sondern ein Prozess, den wir aktiv mitgestalten. Es braucht digitale Räume, in denen Menschen sich ausprobieren und die sie sich kritisch aneignen können. Es braucht politische Bildung, die Energie gibt statt zu ermüden, für eine Gesellschaft, die mitdenkt und mitmacht."

Alexander Sängerlaub
Ich bin Gründer und Geschäftsführender Vorstand (alias Zukunftsminister) von futur eins, einem Berliner Think & Do Tank für die demokratische Öffentlichkeit. Mit meiner Expertise begleite ich andere Organisationen strategisch über längere Zeiträume, etwa 2024-2025 die Allianz für die resiliente Informationsgesellschaft im betterplace lab. 2024 habe ich gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung die Sendung “Fake Train” mit Rezo konzipiert. Von 2021 bis 2023 kehrte ich als “Programmleiter Zukunft des Journalismus” für das Bonn Institute zum Konstruktiven Journalismus zurück. 2021 unterstützte ich reset.tech und deren Analysen und Kampagnen gegen Desinformation im Bundestagswahlkampf.
„Entscheidend ist, wie sich die Utopie einer informierten Gesellschaft ganzheitlich erreichen lässt – und welche Antworten dafür zählen.“

Kai Schächtele
Ich bin Journalist und wirke bei Mehr Demokratie daran mit, Menschen über die Grenzen der eigenen Perspektiven hinaus in Verbindung zu bringen. Diese Arbeit ist das Ergebnis von zehn Jahren Kommunikation zu den ökologischen und sozialen Krisen der Gegenwart, unter anderem mit dem Bühnenformat vollehalle. In dieser Zeit habe ich die Erfahrung gemacht: Es hat keinen Sinn, allein auf der Grundlage von Fakten und Argumenten zu gemeinsamen Lösungen kommen zu wollen. Was es braucht, sind die Fähigkeit und die Bereitschaft, einen uncommon ground zu öffnen: einen Raum, in dem viele unterschiedliche Perspektiven und Positionen zusammenkommen und so Lösungen möglich werden, die vorher von keinem einzelnen Standpunkt aus sichtbar gewesen wären.
„Mit der Demokratie ist es wie mit dem Fahrradfahren – sobald man aufhört, sich zu bewegen, fällt sie um."

Ann-Katrin Bohmüller
Ich bin Campaignerin und Expertin für strategische Kommunikation mit langjähriger Erfahrung in politischem Campaigning und zivilgesellschaftlicher Interessenvertretung. Als Leiterin Kampagnen bei Deutsche Umwelthilfe (DUH) verantworte ich die Entwicklung und Umsetzung bundesweiter Kampagnen zu Umwelt- und Verbraucherschutzthemen. Meine Arbeit verbindet klassisches Campaigning mit daten- und digitalgestützten Ansätzen sowie innovativen Formaten der Mobilisierung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Aufbau tragfähiger Netzwerke und Bündnisse. Ich bin überzeugt, dass eine starke Zivilgesellschaft gerade in der aktuellen Zeit ein wichtiges Schutzschild für Demokratie ist.
„Eine vernetzte Zivilgesellschaft und starke Bündnisse sind entscheidend, um Demokratie zu schützen und gesellschaftliche Veränderungen möglich zu machen."

Julia Herrnböck
Ich bin Journalistin und arbeite bei der gemeinnützigen Redaktion Dossier mit Sitz in Wien. Zehn Jahre lang habe ich mich im Vorstand von Reporter ohne Grenzen für Pressefreiheit in Österreich und Osteuropa engagiert. Seit 2024 bin ich bei der Initiative Plattform Medienvielfalt der Österreichischen UNESCO-Kommission tätig.
Ich habe unter anderem für den Standard, die Taz, die NZZ und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel geschrieben und war Host der Podcast-Serie „Ganz offen gesagt“. 2021 habe ich an der Universität Wien zum Thema veränderte Arbeitsbedingungen im investigativen Journalismus promoviert und war auch bei den Salzburger Nachrichten als Chefin vom Dienst tätig.
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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