Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Ivo Nicholas Scherrer
Ivo interessiert sich für die Frage, wie wir als vielfältige Gesellschaft an Handlungsfähigkeit gewinnen können, um komplexe Probleme gemeinsam anpacken zu können. Beim Think-und-Do-Tank Pro Futuris ist er für die Entwicklung von Wirkungsstrategien und die Co-Leitung des Programms Pluralismus verantwortlich. Mit dem staatslabor begleitet er zudem Institutionen des öffentlichen Sektors bei der Entwicklung und Umsetzung von weitsichtigen Strategien. Ivo hat Wirtschaftspolitik und internationale Beziehungen an der Sciences Po Paris sowie an den Unis Sankt Gallen und Genf studiert. Ehrenamtlich ist Ivo im Vorstand der Klima-Innovationsallianz Meso tätig und engagiert sich im inter-religiösen Dialog.

Elena Brehm
Mein Name ist Elena Brehm und besuche die 2. Klasse des Rechtszweig der VBS Schönborngasse. Ich war Teil des DMS jugendbeirats. Da bin ich das erste Mal so richtig mit Partizipation in Berührung gekommen. Ich fands sehr spannend dass man mir zu gehört hat und so "erwachsen" umgegangen wurde. Das Thema Jugendbeteiligung ist für mich wichtig, da ich glaube dass unsere Perspektiven und Ideen wertvoll für eine vielfältigere und inklusivere Gesellschaft sind. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Welt, in der junge Menschen aktiver in politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft zu gestalten.

Daniela Ingruber
Ich bin Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen (Wien) und zudem als Evaluatorin und Moderatorin tätig. Aus Leidenschaft zum Film arbeite ich als Dramaturgin und Beraterin für Filmfestivals/Filmproduktionen. Zu meinen Lieblingstätigkeiten gehören allerdings zwei andere Bereiche: Das ist einerseits die Politische Bildung und andererseits Safety- und Security-Trainings, um NGO-Mitarbeiter*innen auf die Arbeit in Konfliktregionen vorzubereiten.Meine Forschungsschwerpunkte sind Demokratieverständnis, Partizipation, Populismus, Fake News, Dystopien sowie Konflikttransformation.
Ich lebe nach einem Motto von Bertolt Brecht: "Wer a sagt, der muß nicht b sagen. Er kann auch erkennen, daß a falsch war."

Maria Mayrhofer
Ich bin Gründerin und politische Geschäftsführerin von #aufstehn, der größten zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation in Österreich. Unser ist es Ziel, zivilgesellschaftliche Partizipation entlang progressiver Themen zu fördern und gemeinsam Veränderung zu bewirken. Ich bin studierte Politologin, spezialisiert auf digitalbasierte Kampagnen und zivilgesellschaftliche Mobilisierung. Für mein Engagement wurde ich mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet, seit 2022 bin ich Obama Leader im Leadership-Programm der Obama Foundation. Meine Überzeugung: Wenn Menschen ihre Stimme erheben und sich zusammenschließen, können wir Politik mitgestalten und gesellschaftlichen Wandel bewirken. Partizipation stärkt unsere Demokratie.
„Demokratie ist weltweit unter Druck. Krisen erzeugen Frust und Ohnmacht, was autoritäre Kräfte stärkt. Wir müssen zeigen: Demokratie funktioniert, Partizipation wirkt. Koordinierte Strategien stärken Selbstwirksamkeit und beweisen, dass wir gemeinsam mehr bewegen.“

Joël Pregger
Als Visionär und Macher bewege ich mich seit vielen Jahren in lernreichen Pionier- und Stabilisierungsphasen von Projekten. Aus leidenschaftlicher Überzeugung gestalte und moderiere ich Prozesse, fördere den Austausch zwischen Organisationen und Projekten, erschaffe gemeinsame physische und digitale Förder- und Experimentierplattformen. Ich wünsche mir eines Tages in einem Think und Do-Thank zu arbeiten, dass sich für mutige, solidarische und demokratische Projekte stark macht. Als nächstes möchte ich mich weiter im Bereich «partizipative Fördermittelvergabe» vertiefen.
„Ich setze mich dafür ein, dass junge Menschen in ihren Bedürfnissen und Anliegen ernst genommen werden, dass sie Vertrauensvorschüsse erhalten, damit sie ihre Lebenswelten mitgestalten können. Unsere Gesellschaft und unsere Umgebung ist auf eine Stimmenvielfalt angewiesen, damit sich möglichst gesund weiterentwickeln kann.“

Florian Wagner
Ich habe Agrarwissenschaften und Ökonomie studiert, einige Jahre in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und in der ökonomischen Forschung zur Wärmewende gearbeitet. Für die Demokratie und die ökologische Transformation setze ich mich auf verschiedene Weise ein. Meine Hoffnung liegt in der Möglichkeit der Verständigung, die ich immer wieder erlebe und auch selbst schon geschaffen habe.
„Ich finde es sehr wichtig, dass wir unseren Glauben an die Demokratie verbreiten und bei möglichst vielen Menschen ein Vertrauen stiften in die Möglichkeit der Verständigung zwischen widersprüchlichen Überzeugungen.“

Benjamin Opratko
Ich bin aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie und kulturelle Organisation an der Leuphana Universität Lüneburg. Zuvor habe ich an der Universität Wien gearbeitet und dort u.a. das internationale Forschungsprojekt Cultures of Rejection koordiniert. Ich forsche zu den sozialen und kulturellen Bedingungen, unter denen autoritäre Politik erfolgreich ist, zu Rassismus und Populismus. Außerdem bin ich Redakteur der in Wien erscheinenden Zeitschrift Das Tagebuch.

Thanina Chikhoune
Nach meinem Bachelor in Soziologie absolvierte ich einen Master in Internationaler Entwicklung, in dem ich meinen Forschungsschwerpunkt auf dekoloniale Praxen legte. Seit 2023 arbeite ich in der Projektarbeit beim Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, mit Fokus auf intersektionale Perspektiven. Meine Arbeit im Bereich Anti-Diskriminierung ermöglicht es mir, gesellschaftlichen Ohnmachtsgefühlen aktiv entgegenzuwirken.
„Im Kampf gegen antidemokratische Akteur*innen ist Zusammenhalt besonders wichtig. Sich zu vernetzen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, ist für mich essenziell, um ein respektvolles Miteinander zu fördern und gemeinsam an einer fairen Zukunft für alle zu arbeiten.“

Sheeko Ismail
Sheeko Ismail ist qualifizierte*r, Projektmanager*in, Teamer*in und Poet*in. Sheeko ist im Kulturbereich aktiv und engagiert sich vor allem in aktivistischen Kreisen Schwarzer und marginalisierter Gruppen sowie in der politischen Bildungsarbeit. Sheeko hat 2018 die Initiative Zukunft ist bunt gegründet und kuratiert seit 2020 zusammen mit einem Kollektiv aus Schwarzen Menschen die jährliche Veranstaltungsreihe Black Story Month in Bremen. Seit 2021 ist Sheeko auch Herausgeber*in der Buchreihe Look at Us! Gallerie der Schwarzen Vorbilder & Held*innen in Deutschland, welche ebenfalls in einer Kollektivarbeit entstand. Im Mai 2022 initiierte Sheeko das Projekt der ersten Schwarzen Kinderbibliothek in Deutschland und leitet diese seit Januar 2023 gemeinsam mit Maimuna Sallah in ihren eigenen Räumlichkeiten. Außerdem im Mai 2025 eröffnete Sheeko einen eigenen Book & Coffee Shop in Bremen. Sheeko benutzt keine Pronomen.
„Die Kinder strahlen übers ganze Gesicht, wenn in einem Buch jemand so aussieht wie sie.“

Teresa Becher
Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin für einen SPD-Abgeordneten und beschäftige mich täglich mit politischer Kommunikation, insbesondere auf Social Media. Als Sozial- und Politikwissenschaftlerin mit Fokus auf Demokratietheorien und Protestforschung lege ich großen Wert auf strategische und zielgerichtete Kommunikation. Durch meine Forschung zum digitalen Autoritarismus habe ich ein starkes Bewusstsein für gezielt verbreitete, spaltende Narrative entwickelt. Als Mitglied des Think Tanks Polis180 und Mitarbeiterin diverser NGOs habe ich diverse Kampagnen mitgestaltet, insbesondere aus der Perspektive junger Menschen. Meine Aktivismus-Erfahrung hilft mir, kommunikative Strategien so zu denken, dass sie praktisch umsetzbar sind.
„Demokratische Gesellschaften fallen auseinander – das ist gefährlich, weil Demokratie weit mehr ist als ihre Institutionen. Mit zukunftsorientierter, verbindender Kommunikation können wir mehr Verständigung ermöglichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken."

Jürg Steiner
Ich bin seit fast 40 Jahren Journalist, arbeitete sehr lange bei der Berner Zeitung (Tamedia) und in den 1990er-Jahren vorübergehend im Tessin. 2021 verliess ich Tamedia und gründete mit Marina Bolzli und Joël Widmer das lokale Online-Magazin "Hauptstadt" in Bern, das seit 2022 erscheint.

Andrina Schmid
Mit der KV-Ausbildung bei der NZZ hat alles angefangen. Seitdem bin ich nicht mehr losgekommen von der Faszination für Journalismus und die Medienwelt. Wo informieren wir uns? Wie erzählt man eine gute Geschichte? Was wird in Zukunft aus dem Journalismus? Diese und weitere Fragen haben mich dazu bewegt Kommunikation und Journalismus an der ZHAW zu studieren. Während meines Studiums bin ich dann, wegen eines LinkedIn-Posts, bei UseTheNews gelandet mit der grossen Frage: Wie motiviert man Menschen wieder mehr Nachrichten zu lesen? Und da bin ich immer noch. Seit Oktober, jetzt auch mit einem Bachelor-Diplom.

Astrid Kirchhoff
Ich bin Unconsultant bei hummingbirds.biz. Als systemisch-narrative Organisationsentwicklerin öffne ich Denk- und Resonanzräume. Mein Fokus liegt auf Story Listener & Narrative Facilitation. Ich arbeite mit Erfahrungswissen - gehe zu Menschen und höre ihnen zu. Indem sie ihre Alltagserfahrungen in ihren Erzählungen teilen, reflektieren sie ihre Erlebnisse. Damit erlangen sie Klarheit, erkennen Sinn und werden handlungsfähig. Das stärkt die emotionale Gesundheit, macht Teams resilient und beflügelt Veränderung.
„Autoritarismus gedeiht über Grenzen hinweg. Deshalb müssen wir demokratische Kräfte gerade jetzt verbinden, koordinieren und gemeinsam handeln – allein reicht nicht.“

Alicia Väth
Ich habe Philosophie an der TU Berlin und Politikwissenschaften an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen studiert. Als Gründungsmitglied der Wirkungsallianz AI4Democracy e.V. suche ich Wege, wie KI zur Stärkung unserer Demokratie eingesetzt werden kann. Außerdem bin ich als Founders Associate bei Cosmonauts and Kings im Bereich KI und Innovation tätig.
„Nur gemeinsam sind wir mehr.“

Christina Purrer
Ich bin Christina Purrer und arbeite als Projektmanagerin bei der Hil-Foundation in Wien. Die Stiftung ermöglicht jungen Menschen, an der Vergabe philanthropischer Unterstützungsgelder teilzuhaben. Ich leite die Programme Mädchenbeirat und Bubenbeirat, in denen junge Beirät*innen jährlich über die Verteilung von 50.000 € an gendersensible, partizipative Jugendprojekte entscheiden. Seit 2022 bringe ich meine Erfahrungen aus der partizipativen Arbeit mit Jugendlichen auch bei der Sinnbildungsstiftung ein, wo ich als Programmleiterin der Youth Experts tätig bin. Diesen Jugendbeirat habe ich erfolgreich mitaufgebaut – er berät die Stiftung in Bildungsfragen und wirkt an der Vergabe von Fördermitteln mit.
„Es ist mir ein großes Anliegen, dass Menschen, die selten gehört werden, eine Stimme bekommen und an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilhaben können. Mädchen und jungen Frauen wird in unserer Gesellschaft leider immer noch zu wenig zugetraut. Ich freue mich, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, Mädchen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken.“

Jessica Wulf
Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO in dem Team Gesellschaftliche Trends und Technologie. Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf Partizipationsformaten und gesellschaftlichen sowie ethischen Fragen rund um KI-Systeme. Davor habe ich bei der zivilgesellschaftlichen Organisation AlgorithmWatch gearbeitet und mich hier mit dem Thema KI-Systeme und Diskriminierung auseinandergesetzt. Ich bin Psychologin mit einem Schwerpunkt auf Arbeits- und Bildungspsychologie.
„Ein Grundverständnis von KI-Systemen - und dazu gehören auch Risiken - ist wichtig, damit wir sie sinnvoll einsetzen und verwenden können.“

Pascal Müller-Scheiwiller
Mich fasziniert die Frage, wie und wo gesellschaftliche Entscheidungen getroffen werden – und wie wir sie besser gestalten können. Dieses Interesse hat schon mein Politikwissenschaftsstudium in Zürich geprägt. In der Unternehmensberatung und als Kampagnenleiter bei einer Volksinitiative habe ich erlebt, wie wichtig die richtigen Methoden sind, um Orientierung zu schaffen. Aus dieser Erfahrung habe ich Expedition Zukunft mitgegründet – aus der Überzeugung, dass wir die Praxis der Demokratie weiterentwickeln müssen. Aufgewachsen in Frankreich und der Schweiz, kenne ich den Reiz unterschiedlicher politischer Systeme. Inspiration finde ich im Austausch mit Freund*innen und Gästen – beim Kochen und in der Vielfalt der Weine im Glas.
„Gerade jetzt braucht es Schwarmintelligenz: Wenn Akteur*innen ihre Kräfte bündeln, entsteht Raum für gemeinsames Lernen, Vertrauen und neue Formen der Politik – und damit die Kraft, Demokratie zu stärken, wo sie weltweit unter Druck gerät.“

Julia Schiller-Günter
Nach dem Abitur Erfahrungen als Kulturmanagerin, vor allem für Tanzkompanien und Stiftungen (Berlin, Toronto und New York). Anschliessend Grundstudium Kunstgeschichte (Berlin), Master of Arts Policy and Management (Freiburg und London). Kommunikationsberaterin mit Schwerpunkt Corporate Social Responsibility und Sponsoring sowie politische Interessensvertretung.
„Menschen zusammenbringen. Brücken bauen. Bühnen bereiten. Konflikte schlichten."

Iz Paehr
Hi, ich bin Iz Paehr. Als Designer*in arbeite ich an Projekten, in denen Gestaltung, Programmierung und Fragestellungen nach Zugängen/Access zusammenkommen. Meine oft kollaborativen Arbeiten teile ich in Form von Ausstellungen, Games, Vorträgen und Workshops, zum Beispiel der Sonic Acts Biennale (NL), dem Kansas City Art Institute (US), dem CCCB (ES) und dem Künstlerhaus Bethanien (DE). Studiert habe ich bis 2017 Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Neue Medien an der Kunsthochschule Kassel. Am meisten freue ich mich im Projekt auf den interdisziplinären Austausch und die gemeinsame Ideenentwicklung.
„In einer Zeit vieler Krisen ist es wichtig, sich auf die Grundwerte demokratischen Handelns zu berufen und zu fragen, welche Ausschlüsse auch in Demokratien fortbestehen. Durch die Zusammenarbeit demokratischer Akteur*innen können wir daran etwas verändern.“

Sara Boy
Innerhalb der Milchjugend bin ich für die Administration und das Community Management zuständig. Nebst meiner Festanstellung engagiere ich mich aber auch ehrenamtlich im Verein, beispielsweise als Teil des Kommunikationteams des im September jährlich stattfindende lila. queer festivals der Milchjugend. Ebenfalls bin ich als Leitung und Moderatorin für den monatlich erscheinenden Podcast "Radiomilch" zuständig.mDie Milchjugend hat mein Leben immer positiv beeinflusst und mich ständig dazu motiviert, ich selbst zu sein und mich für die queere Community auf verschiedensten Ebenen zu engagieren.
„Innerhalb der queeren Community und in der Milchjugend sind Jugendbewegungen und -proteste massgebend. Bis eine vollkommene Gleichstellung aller Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten geschaffen ist, werde ich weiterhin motiviert sein, mich für die Community einzusetzen!“

Abdu Mohammed Andu
Mein heutiges Engagement beim Eritreischen Medienbund Schweiz ist geprägt von meiner Zeit in Eritrea: Während das Land zunehmend repressiver wurde, war ich als Chefredakteur dreier Regionen im staatlichen Informationsministerium tätig. Gleichzeitig war ich als regionaler Vertreter des Jugendverbandbüros aktiv und organisierte ehrenamtlich politische Diskussionsforen, Sprachkurse und kulturelle Veranstaltungen für junge Berufstätige. Ziel war es, trotz staatlicher Überwachung Räume für politisches Bewusstsein, Teilhabe und informelle Bildung zu schaffen – bis das nicht mehr möglich war. Diese Erfahrung prägt meine Überzeugung: Demokratie muss von allen gelernt und gelebt werden – durch Bildung, Selbstorganisation und mutige Dialoge.
„Demokratie verteidigen heißt heute, die Erfahrungen und Bedürfnisse der postmigrantischen Gesellschaft mitzudenken. Das gelingt nur, wenn demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln und Strategien in gemeinsamen Bündnissen abstimmen.“

Özen Odağ
Ich bin Professorin für Psychologie an der Touro University Berlin und forsche an der Schnittstelle von Kommunikationswissenschaft und Psychologie. In meiner Arbeit untersuche ich, wie Medieninhalte auf Nutzer*innen wirken – insbesondere im Hinblick auf Identität, politische Selbstwirksamkeit, Werte und demokratische Überzeugungen. Ein zentraler Schwerpunkt meiner Forschung liegt auf Empowerment- und Demokratieperspektiven, darunter Allyship, kollektive Identität und kollektive Handlungsfähigkeit (collective action) in digitalen Öffentlichkeiten.
Besonders beschäftige ich mich mit vulnerablen und marginalisierten Gruppen mit unterschiedlichen Herkunftshintergründen und der Frage, wie demokratische Resilienz unter Bedingungen polarisierter und mediengesteuerter Kommunikation gestärkt werden kann. Ziel meiner Arbeit ist es, durch strategische Mediennutzung, evidenzbasierte Kommunikationsansätze und die gezielte Förderung von Medienkompetenz demokratische Teilhabe zu ermöglichen und Hassrede entgegenzuwirken. Zu diesen Themen habe ich umfangreich publiziert und verbinde meine wissenschaftliche Arbeit konsequent mit dem Anspruch auf gesellschaftliche Wirkung.
„Ich brenne dafür, dass demokratische Kommunikation wieder sichtbar wird – gerade dort, wo Hass, Abwertung und Schweigen zur Normalität geworden sind. Was wir hierfür gemeinsam anpacken müssen, ist kollektive Selbstwirksamkeit: junge Menschen nicht nur zu informieren, sondern sie als handlungsfähiges Wir zu stärken."

Fiona Schärer
Ich arbeite als Junior-Projektleiterin bei Pro Futuris in den Bereichen Teilhabe und neue Narrative, unter anderem in den Projekten «Los jetzt» und «Unternehmen für Demokratie». Dabei interessiert mich, wie Losverfahren genutzt werden können, um Teilhabe zu stärken, und welche Verantwortung verschiedenste Akteur*innen für unsere Demokratie tragen. Mein Studium der Sozialanthropologie und Sozialwissenschaften mit Fokus auf postkoloniale Perspektiven, Migration und Repräsentation prägt meinen Blick darauf, wie gesellschaftliche Erzählungen entstehen, sich widerspiegeln und einander teils auch widersprechen. Zuvor war ich in der Kulturvermittlung und im Video-Journalismus tätig – stets mit dem Ziel, unterschiedlichen Perspektiven zuzuhören und vielfältige Lebensrealitäten sichtbar zu machen.
„Neue Narrative und deliberative Formate sollen dazu beitragen, dass unterschiedliche Stimmen Gehör finden und Teilhabe für möglichst viele Menschen erfahrbar wird.“

Virginie Meusburger-Cavassino
Ich arbeite seit dem Jahr 2000 im aha und baute die Nationalagentur für die EU-Jugendprogramme in Liechtenstein auf. Ich bin eine Person, die mit viel Power und Organisation an ihre Arbeit herangehe. Dass die Stimme der jungen Leuten gehört wird und dass sie mehr mitgestalten und mitentscheiden können ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich definiere mich als Europabürgerin aufgrund meines kulturellen Backgrounds und meiner Liebe zu Europa. Ich bin eine emotionale und gefühlsvolle Person, die offen für Neues ist und mit Humor durch das Leben geht.
Gemeinsam sind wir stark

Marion Knöpfel
Ich habe als Praktikantin des Polit-Forums Bern damit begonnen, mich mit politischer Bildung auseinanderzusetzen. Seitdem engagiere ich mich als Vorstandsmitglied bei der Demokrative und habe in diesem Rahmen auch Module in Schulklassen durchgeführt und neue Module entwickelt. Dies hat meine Überzeugung gestärkt, dass politische Bildung für unsere Demokratie essentiell ist und entsprechend im Lernplan mehr Platz benötigen würde. Ich freue mich auf den Austausch!
„Wir erleben in Europa das Erstarken reaktiver, rechter Kräfte, die den demokratischen Rechtsstaat in Frage stellen. Nur gemeinsam können wir dieser Entwicklung etwas entgegensetzen und die demokratischen Kräfte stärken.“

Christina Krakovsky
Seit 2019 arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin und PhD-Studentin am Institute for Comparative Media and Communication Studies (ÖAW/Universität Klagenfurt), seit 2020 in der Arbeitsgruppe Media Accountability & Media Change. Dort bin ich unter anderem an den Horizon-2020-Projekten DIACOMET und MEDIADELCOM beteiligt. Von 2023 bis 2024 leitete ich das Projekt „Partizipativer Journalismus aus Wien: Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie“ (MA7, Stadt Wien) und wirkte in diesem Zusammenhang an der Entwicklung des Forschungsschwerpunkts „Gendered and intersectional perspectives on media change“ am CMC mit. Meine Dissertation verfasse ich am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Klagenfurt zum Thema „Skandalisierte Kunst. Werte- und Normdebatten in österreichischen Massenmedien von 1968 bis 1988“. Zuvor war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Franz Vranitzky Chair for European Studies an der Universität Wien. Bis 2023 arbeitete ich außerdem als freie Journalistin für das Geschichtsfeuilleton Zeitreisen der ehemaligen Wiener Zeitung.
„Ich schließe mich dem an, was Lola Olufemi in ihrer breiten, gesellschaftlichen Analyse zu Feminismus schreibt: „Feminism is a political project about what could be. It’s always looking forward, invested in futures we can’t quite grasp yet. It’s a way of wishing, hoping, aiming at everything that has been deemed impossible. It’s a task that has to be approached seriously.” Lola Olufemi – Feminism, interrupted. Disrupting Power."

Silvan Groher
Ich liebe es, zu vernetzen, radikale Ideen umzusetzen und Menschen zu motivieren, ihr Tun zu hinterfragen. Mein Feingefühl habe ich als Feinmechaniker gelernt, meine Projektleitungskompetenzen in der Biotech-Branche entwickelt und meine Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten beim Gründen diverser Firmen, Agenturen, Vereine, Volksinitiativen und Politkampagnen geschärft. Ich setze mich mit voller Energie für eine ökonomisch gerechtere Welt ein.
„Demokratie ist die Mutter des Konsenses – aber nur, wenn wir zuhören, statt zu urteilen. Sie braucht ein Update, um auf Krisen schnell und präzise reagieren zu können. Echter Dialog und gegenseitiges Vertrauen im Miteinander statt übereinander sind der Schlüssel dazu.“

Sanaz Azimipour
Ich bin Sanaz Azimipour, Aktivistin und Autorin. Ich bin in mehreren Bewegungen organisiert und arbeite sowohl akademisch als auch aktivistisch zu sozialen Bewegungen, Transnationalismus und feministischer Philosophie. Ich bin eine der Mitgründerinnen der Wahlrechtskampagne "Nicht Ohne Uns - 14 Prozent". Zurzeit bin ich Stipendiatin bei der Rosa Luxemburg Stiftung und studiere sowie forsche an der Humboldt-Universität zu Berlin
„14 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Deutschland haben kein Wahlrecht und sind daher von politischer Teilhabe ausgeschlossen. Das stellt ein Demokratiedefizit und soziale Ausgrenzung dar. Recht auf politische Teilhabe muss ein Recht sein und kein Privileg.“

Ondine Riesen
Ich bin Mitgründerin von Ting – einer digitalen Community, die Geld teilt, damit mehr Menschen ihre Zeit gesellschaftlich sinnvoll einsetzen können. Ich habe in Fribourg Politik, Geschichte, Menschenrechte und Demokratie studiert. Im Bundesarchiv und dem Politforum Käfigturm habe ich Erfahrungen in der Bundesverwaltung gemacht. Und als Redakteurin bei einem unabhängigen Magazin den Glauben an gesellschaftlichen Wandel verinnerlicht. Heute übersetze ich gesellschaftliche Strömungen in Geschichten, verbinde Menschen und Ideen und teste mit Ting neue Förderlogiken für eine solidarische Zukunft. Ich arbeite als Coach und setze mich für neurodivergente und feministische Sichtweisen ein.
„Alte Systeme tragen nicht mehr, neue sind noch nicht etabliert – wir stecken in einer globalen Multikrise. Wo ohne klare Orientierung autoritäre Antworten gewinnen. Demokratische Errungenschaften zu schützen heißt: gemeinsame Strategien entwickeln und ins Handeln kommen.“

Lorenz Prager
Ich bin Geschichts- und Politikdidaktiker mit einem besonderen Fokus auf digitale Medien. Ich habe als Lehrer, Universitätsassistent und Dozent gearbeitet und bin momentan als Mitarbeiter bei Zentrum Polis und als Professor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich beschäftigt. Mein Ziel ist es, digitale Mündigkeit sowohl durch Forschung und theoretische Konzeptionen als auch durch praxisorientierte Handreichungen für Lehrkräfte zu fördern. Meine Schwerpunkte sind digitale Geschichtskultur, Digital Citizenship Education, Game Studies und Discourse Studies.
„Multiple Krisen, digitale Transformation und aktuelle geopolitische Entwicklungen erzeugen ein autoritäres Potenzial, dem wir gemeinsam begegnen müssen. Politische Bildung und kritische Medienkompetenz können einen wichtigen Beitrag zur Resilienz unserer Demokratien leisten.”

Luisa Jabs
Mein Name ist Luisa und ich bin Historikerin mit einem Schwerpunkt auf deutsch-deutscher Zeitgeschichte, insbesondere der DDR-Geschichte. Im letzten Jahr habe ich im Kulturbereich gearbeitet und eine Literaturtagung zum Thema Förderung organisiert. Nebenbei schreibe ich als freie Journalistin für den Zeit Verlag und andere. Aktuell arbeite ich bei der Gesellschaft für eine gute Zukunft als Projektleiterin für Frei und Gleich, die Menschenrechtsinitiative der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dabei kann ich meinem Fokus auf Freiheit, Bottom-Up-(Demokratie)arbeit und lebensnahen Geschichten nachkommen. In einem Bereich zu arbeiten, der andere Menschen dazu inspirieren soll, sich selbst für Menschenrechte stark zu machen, motiviert mich jeden Tag.
„Menschenrechte stehen weltweit und auch hier in Deutschland enorm unter Druck. Menschen werden angefeindet, ausgeschlossen, bedroht, etc. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Akteur:innen sich besser vernetzen, voneinander lernen und sich gemeinsam stark machen.“

Stephanie Steyrer
Als Sozialarbeiterin, Aktivistin, Künstlerin und prozessbegleitende Moderatorin fasziniert mich die Kunst, Räume zu gestalten, in denen Verbindung entsteht und Neues möglich wird. In den letzten Jahren habe ich unter anderem im Feld der Jugendpartizipation gearbeitet, Integrationsprozesse mit Ehrenamtlichen und geflüchteten Politiker*innen begleitet sowie Bürger*innenbeteiligungsprozessen wie Bürger*innenräte organisiert und moderiert. Außerdem habe ich verschiedene (Online-)Kurse und Verbindungsräume konzipiert und begleitet – unter anderem zu Community Building & Empowerment mit partizipativem Budgetprozess sowie im Bereich sozialökologischer Regionalentwicklung.
„Demokratisches Miteinander ist unsere Chance, Lebendigkeit und Schönheit im Miteinander zu erleben. Es lohnt sich, uns darauf einzulassen. “

Clara Porák
Ich lebe in Wien und arbeite für „andererseits“, ein preisgekröntes Magazin für Behinderung und Gesellschaft, bei dem Journalist:innen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiten. Ich habe Bildungswissenschaften, Germanistik und Internationale Entwicklung studiert und als Journalistin für Medien wie SZ, Die Zeit oder den Falter gearbeitet. Als Aktivistin bin ich in der queer-feministischen Bewegung engagiert.
„Ich glaube, dass wir bessere Systeme verdienen und dass wir die nur gemeinsam aufbauen können. Dafür versuche ich mich jeden Tag einzusetzen."

Gesa Feldhusen
„Durch Diskussionen mit anderen kläre ich gerne Detailfragen bei großen Herausforderungen, so erhoffe mir im Innovationsprozess, viel von den anderen Teilnehmer*innen zu lernen. Mich persönlich beschäftigt die Frage: wie digitale Teilhabe, verbunden mit intersektionalem Feminismus, die politische Handlungsfähigkeit junger Menschen stärken kann.“

Felix Hüppi
Ich bin seit vielen Jahren im Bibliothekswesen aktiv, habe da schon verschiedene Positionen innegehabt und bei verschiedensten Institutionen mitgearbeitet. Öffentliche Bibliotheken sind mein Herzensanliegen und ich setze mich für diese in verschiedenster Form ein. Damit ich dazwischen den Kopf durchlüften kann, habe ich oft ein Velo dabei und kenne deshalb die Velorouten aus vielen Städten zurück nach Zürich.
„Die Gesellschaft braucht niederschwellige Orte, wo Begegnung, Weiterbildung, Integration und Austausch möglich sind. Das wollen Bibliotheken bieten.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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