Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Isabell Kolditz
Das Körperfụnkkollektiv ist ein Zusammenschluss freier Künstler*innen, die mit performativen Formaten zum Nachdenken anregen möchten. Seit 2014 kreieren wir für Kulturinstitutionen und -veranstaltungen partizipative, auditive Vermittlungsformate. Mit unserem Repertoire sind wir auf zahlreichen Festivals, Bildungsveranstaltungen und Konferenzen vertreten, auf denen wir mit den Besucher*innen in Geschichten eintauchen, die mal unterhaltsam, mal gesellschaftskritisch oder provokant sind. Radioballett ist eine interaktive Performancekunst, die einem Smart Mob oder einer performativen Intervention gleicht. Den Teilnehmer*innen des Radioballetts wird dabei die Möglichkeit gegeben, sich selbst künstlerisch auszuprobieren, in eine andere Welt einzutauchen und sich kreativ den öffentlichen Raum anzueignen.
„In Kollektiven können wir uns mit komplexen Themen so auseinandersetzen, dass Barrieren abgebaut und Zugänge geschaffen werden. Der solidarische Austausch führt zu einer tiefen und nachhaltigen Form der Auseinandersetzung unterschiedlicher Betroffenheiten - und so zu Empathie.“

Sina Trölenberg
Ich bin studierte Geographin mit Fokus auf Umwelt- und Klimapolitik und Erfahrungen im entwicklungspolitischen Bereich. Ein nachhaltiges und gerechtes Leben für alle muss mit sinnvoller Bürger*innenbeteiligung einhergehen - und das bereits auf lokaler Ebene. Im Verein Bürgerbegehren Klimaschutz e.V. arbeite ich an der Schnittstelle von Klimathemen und Demokratiestärkung und setze mich für sozial gerechten Klimaschutz vor der Haustür ein. Hauptsächlich koordiniere ich das Projekt "Klima trifft Kommune", bei dem losbasierte Bürgerräte mit von kommunaler Seite beschlossenen Bürgerentscheiden (Ratsreferenden) verknüpft werden sollen, um Klimaschutzmaßnahmen für die Kommune zu erarbeiten und verbindlich umsetzen zu können.
„Trotz der breiten Unterstützung für Klimaschutz gibt es immer wieder kontroverse Debatten über die konkrete Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Bürger*innenräte können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Sie können komplizierte und kontroverse Themen differenziert diskutieren und qualitativ hochwertige, ambitionierte Empfehlungen erarbeiten. Doch wie stellen wir sicher, dass die Empfehlungen umgesetzt werden?“

Karin Schröder
Ich bin Sozialarbeiterin sowie seit langem vielfältig ehrenamtlich engagiert, u.a. als Kommunalpolitikerin - aktuell parteiübergreifend in mehreren Initiativen in Dortmund. Ich sehe mich als politische Sozialarbeiterin bzw. soziale Politikerin. Beruflich wie ehrenamtlich habe ich mich immer eingesetzt für niedrigschwellige Informationen und zielgruppenspezifische Teilhabe, sodass alle unsere Demokratie mitgestalten können. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist m.E. eine gute Daseinsvorsorge in allen Lebensbereichen, für deren Wiederbelebung ich mich seit langem einsetze. Seit 2018 engagiere ich mich in Dortmund für eine ethische Wirtschaftspolitik entlang der gesamten Lieferkette nach dem Modell der Gemeinwohlökonomie (GWÖ).
„Ich kämpfe für eine repräsentative Demokratie durch den systematischen Einsatz von Bürgerräten nach dem Beispiel des permanenten Bürgerdialogs in Ostbelgien. Eine weitere Herzensangelegenheit ist ein gesellschaftspolitischer Paradigmenwechsel in der Definition - und letztlich in der materiellen Bewertung - von gesellschaftspolitisch notwendiger Arbeit, beruflich wie ehrenamtlich erbracht.“

Franziska Carstensen
Seit Anfang 2025 begleite ich Faktor D im Controlling in und aus Berlin. Ich habe Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder studiert und seitdem Erfahrungen im Fördermittelmanagement im Kulturbereich gesammelt. Ich war lange in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin tätig und habe dort verschiedene Förderprogramme betreut. Gleichzeitig habe ich mich in den letzten Jahren in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Projekten für mehr Teilhabe, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit engagiert. Mit dem Festival Jenseits von Nelken und Pralinen setze ich hier seit nunmehr zehn Jahren einen besonderen Schwerpunkt. Ich freue mich mein Wissen und meine Erfahrung bei Faktor D einzubringen und damit eine zivile Mitbestimmung zu stärken und Demokratie zu fördern.
„Gemeinsames Empowerment und gelebte Kultur sind zwei verbindende Elemente und damit eine unverzichtbare (Wissens-)Grundlage für zivile Mitbestimmung und die Förderung von Demokratie. Denn Zusammenhalt und geteilte Werte sind wichtiger denn je.“

Flora Bachmann
Ich habe am Juridicum Wien Rechtswissenschaften studiert und 2019 abgeschlossen. Seit 2023 arbeite ich bei ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit mit dem Schwerpunkt Hass im Netz. Von Jänner 2023 bis Dezember 2024 war ich im EU-Projekt "SafeNet" tätig, insbesondere für das Monitoring und Melden von Hasskommentaren auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. Seit Beginn des Jahres arbeite ich im Projekt "Web@ngels 3.0" mit, das sich auf Gegenrede zu Hasskommentaren konzentriert und in Kooperation mit DER STANDARD umgesetzt wird. Meine Interessen liegen in der Prävention und Bekämpfung von Online-Delikten sowie in der Aufklärungsarbeit im Bereich (Anti-)Rassismus.
„Das Superwahljahr in Österreich hat gezeigt, wie sehr Polarisierung und Politikverdrossenheit unsere Demokratie gefährden. Gerade jetzt braucht es eine engagierte Zivilgesellschaft: Partizipation wirkt, stärkt demokratische Werte und macht uns widerstandsfähiger gegen autoritäre Tendenzen.“

Stephanie Cox
Ich bin Geschäftsführerin von Ashoka Österreich. Bevor ich die Leitung übernommen habe, habe ich den Bereich für die nächste Generation von Changemakern in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein aufgebaut. Seit meinem Einstieg 2022 bringe ich meine Erfahrung als Sozialunternehmerin, Politikerin und Community-Builderin ein, um Menschen zu befähigen, sich selbst als Changemaker zu identifizieren und Brücken zwischen Sektoren, Generationen und Regionen zu bauen. Ich bin in mehreren Beiräten und Aufsichtsgremien aktiv, unter anderem im Vorstand von Austrian Startups. Zuvor habe ich TEDxDonauinsel und Chancen:reich mitbegründet, war Abgeordnete im österreichischen Parlament und habe danach Sozialunternehmen und öffentliche Institutionen in Strategie und Innovation beraten.
„Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen können nur gemeinsam gelöst werden. Durch abgestimmte Strategien steigern wir unsere Wirkung, stärken Partizipation und fördern inklusive, resiliente demokratische Prozesse.“

Luise Ogrisek
Ich bin Kindergartenpädagogin, Schauspielerin, ganzheitliche Coaching und Organisationsentwicklerin. Ich begleite Einzelpersonen, Teams und Organisationen bei der Weiterentwicklung, und zwar in partizipativen Prozessen (u.a. mit Soziokratie, Dragon Dreaming, systemischer Coaching, künstlerischen Methoden).
„Mit Freude entwickeln, Lust an der Vielfalt, Partizipation und Gleichwertigkeit ermöglichen, gemeinsame, erstrebenswerte Visionen entwickeln und umsetzen, das Thema Geld enttabuisieren -> Verteilungsgerechtigkeit, regenerative, enkel*innentaugliche Lebens- und Wirtschaftsweisen etablieren.“

Lena Stelling
Seit über zehn Jahren bin ich in der politischen Bildung mit Jugendlichen tätig – meine Schwerpunkte setze ich dabei auf Jugendbeteiligung und Nachhaltigkeit. 2023 habe ich das PLING Kollektiv für politische Bildung gegründet, um in Schulen und Jugendgruppen Impulse für die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen zu setzen, Jugendpartizipation zu fördern und Demokratie erlebbar zu machen. Davor schloss ich mein Studium der Sozial- und Kommunikationswissenschaft mit einem Master der Uni Uppsala (Schweden) ab und habe ein Volontariat in einem Berliner Verlag absolviert.
„Junge Menschen möchten sich politisch beteiligen, sind aber frustriert vom System. Und Politik und Verwaltung sind offen für Jugendbeteiligung, stoßen aber ihrerseits an systemische Grenzen. Von der Mission erhoffe ich mir daher innovative Ideen, die Strukturen aufbrechen und wirklich wirksame kommunale Jugendbeteiligung ermöglichen.“

Katharina Jeschke
Als Kulturmanagerin bewege ich mich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kultur, Medien, Impact und Innovation – ob als Generalsekretärin des IMZ – International Music + Media Centre oder als Start-up-Gründerin von Content.Agent, einer Demokratisierungsplattform für den Filmlizenzhandel. Heute liegt mein Fokus auf Strategie, internationale Zusammenarbeit und Social Impact durch Kunst und Kultur. Besonders wichtig sind für mich Dialog, Diversität und Demokratie. Mit der Initiative „Runde & Eckige Tische“ schaffen wir Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven auf Augenhöhe zusammenkommen, erzählt und gehört werden – und so Schritt für Schritt gesellschaftliche Spaltungen überwunden werden können.
„In Zeiten wachsender Polarisierung stärkt gemeinsames Handeln demokratischer Akteur*innen Vertrauen, Sichtbarkeit und Wirkung. Durch abgestimmte Strategien entsteht mehr Schlagkraft, um Demokratie resilient, vielfältig und zukunftsfähig zu gestalten.”

Tobias Spöri
Ich bin promovierter Politikwissenschaftler und derzeit Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien sowie Senior Research Fellow beim Think Tank d|part in Berlin. Zuvor war ich als Research Fellow beim German Marshall Fund of the United States und als Scholar am Institut für Höhere Studien in Wien tätig. In meiner Forschung konzentriere ich mich auf die Transformation der Demokratie und politische Beteiligung.
„Es ist wichtig, weil die Demokratie aktuell so gefährdet ist wie noch nie, und demokratische Akteur*innen ihre Kräfte und Anstrengungen bündeln müssen.“

Nina-Kathrin Wienkoop
Ich bin promovierte Politikwissenschaftlerin und Ethnologin. Als Vorstandsmitglied am Institut für Protest- und Bewegungsforschung und assoziiert am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung beschäftige ich mich intensiv mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Zuvor leitete ich dort ein Forschungsprojekt zu Jugend und Engagement. Derzeit bin ich Co-Leiterin der Ideen.Werk.Stadt in Hamburg, wo ich mich mit Fragen der Transformation und Innovation in der Verwaltung auseinandersetze. Zudem publiziere, berate, forsche und lehre ich zu Themen wie Jugend und Engagement, Protest, soziale Bewegungen, Demokratiebildung und Gen Z.

Rabea Koss
Ich bin Expertin für Öffentlichkeitsarbeit und Bürger*innenräte bei BürgerBegehren Klimaschutz e.V. Der Verein berät seit 2008 Initiativen in Deutschland zu direktdemokratischen Instrumenten und Formen der Bürgerbeteiligung. 2021 leitete ich die Kommunikation für den ersten bundesweiten Bürgerrat Klima, bei dem 160 zufällig ausgeloste Menschen Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik erarbeiteten. Mit Klimaneustart Berlin initiierte ich 2020 die erfolgreiche Volksinitiative für einen Klimabürger*innenrat in der Hauptstadt. Vor ihrer Arbeit mit partizipativen Ansätzen in der Klimapolitik leitete sie die Kommunikationsabteilung von Little Sun, dem Solar-Kunst-Projekt des international tätigen Künstlers Olafur Eliasson.
„Klimaschutz und Demokratie funktionieren nur zusammen. Wie stellen wir sicher, dass die ökologische Transformation als gesamtgesellschaftliche Herausforderung umgesetzt wird? Wir müssen demokratische Prozesse gestalten, die alle mitnehmen. Dafür braucht es demokratische Innovationen (z.B. Bürger*innenräte) und Ideen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Gemeinsam können wir sowohl das Vertrauen in die Demokratie als auch das Bewusstsein für die Klimakrise stärken.“

Martin Schwab
„Die Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern auch die Schmiede, die unsere demokratische Zukunft formt. Beteiligung heute gestaltet die Grundlagen für morgen – lasst uns deshalb gemeinsam die Partizipation der Jugend fördern und sie verstärkt in den politischen Dialog einbringen, um so nachhaltig die Demokratie von morgen zu schaffen.“

Jessica Almeida da Costa
Ich habe Politikwissenschaften, Soziologie und Human Security in Frankfurt am Main und Aarhus studiert und mich dabei besonders mit Antifeminismus und Intersektionalität im digitalen Raum beschäftigt. Bei CEOPS bin ich insbesondere für das Lehrgangsmodul zu Desinformationen und Hassrede im Netz, Social Media und die Akquise- und Vernetzungsarbeit zuständig. Besonders der gemeinsame Austausch mit anderen Engagierten und Initiativen bestärkt mich immer wieder darin, mich für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.
„Weil wir zusammen stärker sind.“

Konstantinos Gkantinas
Ich komme ursprünglich aus Griechenland, lebe aber inzwischen seit über zwanzig Jahren in Berlin. Aktuell bin ich bei Amaro Drom e.V., einer interkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma, als Bildungsreferent tätig und setzte mich für eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Rom*nja und Sinti*zze in unserer Gesellschaft ein.
„Ich bin sehr gespannt auf die Vernetzung und den Austausch und freue mich sehr, Teil des Innovationsprozess zu sein.“

Ian Banerjee

Pascal Nufer
Seit rund 25 Jahren arbeite ich im Journalismus, über 15 Jahre davon berichtete ich aus Asien als Korrespondent für diverse Medien wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) oder die Deutsche Welle (DW) mit Stationen in Bangkok und Shanghai. Seit 2020 lebe ich wieder in der Schweiz, arbeite als freischaffender Journalist, Autor, Referent, Reiseleiter und doziere am Institut für Angewandte Medienwissenschaften der ZHAW praktischen Journalismus. In einem Teilzeitmandat betreue ich bei der SRG Projekte zur Förderung der Nachrichtenkompetenz. In meiner Freizeit engagiere ich mich für den Erhalt eines innovativen Bioladens in unserem Quartier in Winterthur.
„Wahre Worte wirken, unwahre leider auch. Im Zeitalter von Desinformation braucht's einen starken Journalismus und eine Gesellschaft, die dessen Wert für die Demokratie erkennt. Wer den Journalismus stärkt, stärkt die Demokratie."

Sophie Walker
Alle vier Jahre durfte ich in einem anderen Kulturkreis aufwachsen: In der Schweiz, Deutschland, Ägypten, Indonesien, und in den Niederlanden lernte ich einerseits den Wert von interkultureller Kollaboration kennen, und andererseits demokratische Werte zu schätzen. Studiert habe ich Game Design im BSc und MA. Seit 2019 setze ich mich im PROJEKT CH+ dafür ein, dass sich Digital Natives in der Schweiz mit Freude am demokratischen System beteiligen. Mit dem Entwicklungsstudio Mira LUX Creations arbeite ich an Lernspielen und anderen Konzeptem im Bereich spielerische Vermittlung.
„Demokratie lebt von Kollaboration und überlegtem, lösungsorientiertem Handeln. Um der gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken ist es wichtig, dass verbindende und aufbauende Initiativen sichtbar sind.“

Stefanie Rentsch
Menschen zusammenbringen und Gespräche ermöglichen - das mache ich als Programmleiterin seit sieben Jahren mit großer Freude für das Mitmach-Kultur-Politik-Glaubens-Festival "Deutscher Evangelischer Kirchentag", der alle zwei Jahre für fünf Tage rund 100.000 Menschen jedes Mal in einer neuen Stadt zusammenbringt. Davor habe ich im Wissenschaftsmarketing und der Öffentlichkeitsarbeit am Forum Transregionale Studien in Berlin mit Menschen aus vielen Ländern geisteswissenschaftliche Inhalte für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mein Herz schlägt für die Literatur und Kunst des 20. Jahrhunderts - und besonders für Frankreich.
„Die vielen Krisen lassen uns ohnmächtig und oft allein fühlen - umso wichtiger ist es, dass wir im Ringen um eine offene Gesellschaft nicht zu Einzelkämpfer*innen werden.“

Andrea Laura Bonk
Seit 2023 verantworteich die Bereiche Strategie und Kommunikation der DFL Stiftung – der Stiftung aus dem deutschen Profifußball – und widme mich unter anderem den Themen Demokratiestärkung und Wertevermittlung durch Social Media. Zuvor war ich sieben Jahre lang im Sportmarketing für den Internationalen Sportvermarkter Infront sowie Workwearhersteller Engelbert Strauss tätig.
„Aus dem Sport wissen wir: Gewinnen können wir nur im Team. Um die pro-demokratische Mehrheit sichtbar zu machen und Ressourcen effizient zu nutzen, sind Allianzen daher unverzichtbar.“

Rikola Lüttgenau
Seit 1992 arbeite ich in der Gedenkstätte Buchewnald. Seitdem begleitet mich die Auseinandersetzung mit Rechtsextremist:innen. Und seit 2015 mit deren parlamentarischem Arm.
„Viele menschen glauben, sie könnten ein "unpolitisches" Leben führen. Doch die Achtung der Menschenrechte durchzieht überall unseren Alltag.“

Esma Bosnjakovic
Ich bin Illustratorin, Comic-Künstlerin und Jugendkulturarbeiterin aus Wien. Unter dem Namen Strudelworte gestalte ich Comics und Workshops zu Themen wie Rassismus, Identität und mentaler Gesundheit. Seit über zehn Jahren begleite ich junge Menschen in kreativen Projekten. Derzeit bin ich Teil des Leitungsteams von Demokratie, was geht? – einem österreichweiten Jugendprojekt, das marginalisierte junge Menschen durch Kunst, Medien und Community-Arbeit stärkt. Meine Motivation ist es, kreative Räume für Ausdruck, Empowerment und gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen.
„Demokratie gehört allen Menschen, aber nicht alle werden gehört. Wie soll da ein guter Austausch entstehen?“

Gerhard Schuster
Ich bin seit über 25 Jahren für Ideen zur Weiterentwicklung und Stärkung der Demokratie aktiv. Gemeinsam mit Fragen, was ein freies Kultur- und Geistesleben bedeutet und wie konkrete solidarische Ansätze für die Wirtschaft und das Geld aussehen können, geht es mir um ein neues gesellschaftliches Gesamtbild. Ich bin Vorstandsmitglied des Vereins IG-EuroVision in Wien und des Internationalen Kulturzentrums Achberg e.V., einer zivilgesellschaftlichen Werkstatt und Wiege der modernen deutschen Demokratiebewegung. Mit dem Projekt European Public Sphere moderiere ich vielfältige Kuppelgespräche zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft im ökologischen Jahrhundert.
„Sind gemeinsame Strategien überhaupt so naheliegend? Was wären die Bedingungen dafür, dass solchermaßen gefasste Strategien dann auch ein wirkliches, also erwünschtes Ziel erreichen? Anfangen könnten wir mit tiefem Interesse an den Gedanken, Ideen und Initiativen anderer und mit einem großzügigen Unterstützen, da wo wir Gemeinsamkeit erleben.“

Maximilian Hempt
Ich war viele Jahre in sozialpsychiatrischen Wohngemeinschaften als Sozialpädagoge und später als Einrichtungsleitung tätig. Seit 2019 arbeite ich als personenzentrierter Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision und bin als Team- und Fallsupervisor in Sozialeinrichtungen tätig. Ich bin nebenberuflich Lehrender für Soziale Arbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Campus Wien und halte Fortbildungen und NeuroDeeskalationstrainings im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich. Im Rahmen eines Projekts des personzentrierten Psychotherapievereins ÖGWG engagiere ich mich in der Entwicklung und Etablierung von Dialoggruppen, die Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem sicheren Rahmen miteinander in Kontakt bringen.
„Ich brenne dafür, Menschen darin zu unterstützen, den guten Grund hinter schwierigen Verhaltensweisen zu erkennen und gemeinsam hilfreiche Wege der Veränderung zu entwickeln.“

Verena Schmid
Für mich war ein unbefriedigender Schreibprozess – drei Sätze schreiben, zwei löschen – Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit Schreibdidaktik. Nach dem Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Transkulturellen Kommunikation, bekam ich im Writers’ Studio Einblick in einen ganz anderen Zugang zum Schreiben. Begeistert davon machte ich von 2021 bis 2023 dort die Ausbildung zur Schreibtrainerin. Um auch dir neue Perspektiven für dein Schreiben zu eröffnen, gestalte ich Workshops zu unterschiedlichen Themen, Textsorten und Problemstellungen. Die Schreibwerkstatt von Untergründlich Divers kam 2023 als EU-gefördertes Projekt hinzu. Damit bieten wir Menschen einen niederschwelligen und kostenlosen Zugang zu Schreibworkshops.
„Das Vertrauen in die Demokratie wird europaweit weniger. Ein gemeinsames Aufzeigen von Stärken und Möglichkeiten einzelner Personen liegt mir als EU-Bürgerin daher am Herzen.“

Lena-Maria Böswald
Mein Herz schlägt für den Dreiklang aus Zivilgesellschaft, Regulierung und Tech. Als Policy & Advocacy Managerin bei Das NETTZ, der Vernetzungsstelle gegen Hass im Netz, versuche ich, das in Einklang zu bringen. Zuvor habe ich am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Universität Amsterdam und in der zivilgesellschaftlichen Forschung zur Verbreitung von Hassrede und KI-gestützter Desinformation im digitalen Raum bei Democracy Reporting International gearbeitet. Mein besonderes Interesse gilt deshalb auch den Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz für eine konstruktive Netzdebattenkultur - und deshalb freut es mich umso mehr, gemeinsam mit klugen Köpfen an der Faktor D-Challenge zu arbeiten!
„Weil wir einer zunehmenden Radikalisierung rechter Ränder nicht als "stille Mitte" entgegentreten dürfen - um denjenigen, die das Netz zu einem Nährboden für Hass und Falschinformation wachsen lassen wollen, nicht freie Hand zu geben.“

Alexander Grünwald
Ich bin Projektmanager, Berater und Dozent mit über 15 Jahren Erfahrung im öffentlichen Sektor in Österreich und Deutschland. Mein Fokus liegt auf Organisationsentwicklung, Innovation und Partizipation. Als Referent für strategisches Performance-Management und Verwaltungsinnovation sowie Mitbegründer des ersten Innovationslabors für den öffentlichen Sektor in Österreich durfte ich viele sektorübergreifende und wirksame Projekte umsetzen. 2021 habe ich gLAB-Consulting gegründet, um öffentliche Institutionen und ihre Partner bei Veränderungsprozessen zu unterstützen. Besonders wichtig ist mir, neue Ideen voranzutreiben, Beteiligung zu stärken und Wissen weiterzugeben - sei es in Projekten, Workshops oder an Bildungseinrichtungen.
„Gemeinsame Strategien sind entscheidend, um demokratische Werte mit Leben zu erfüllen, der zunehmenden Spaltung in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken und die wachsenden Bedrohungen für unsere Freiheit und Demokratie entschlossen abzuwehren.“

Bruno Moreschi
Ich bin Postdoc, bildender Künstler und Filmemacher. Mit einem Doktor in Kunst von der Staatsuniversität von Campinas (Unicamp) und einem Aufenthalt an der Universität der Künste Helsinki, bin ich leitender Forscher am Zentrum für Kunst, Design und soziale Forschung (CAD+SR) sowie Mitglied des Projekts „Verfall ohne Trauer: Zukunft denkende Erbepraktiken“ (Riksbanken Jubileumsfond, Wallenberg-Fonds und VolkswagenStiftung). Im April 2024 habe ich ein Forschungsstipendium am Institute for Advanced Studies der Leuphana Universität (Deutschland) begonnen. Meine Untersuchungen beziehen sich auf die Dekonstruktion von Systemen und die Entschlüsselung von Verfahren und sozialen Praktiken in den Bereichen Kunst, Museen, visuelle Kultur und Technologie.

Mark Eisenegger
Ich bin Professor für Public Sphere and Society am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) der Universität Zürich sowie Direktor des fög, Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich. Alljährlich gibt das fög ein Jahrbuch Qualität der Medien und verschiedene Begleitstudien heraus (www.foeg.uzh.ch), 2025 mit einem Schwerpunkt zur News-Deprivation. Meine Arbeitsschwerpunkte sind: Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit und seine Implikationen für die demokratische Gesellschaft, Wandel der Medienqualität sowie Wandel der Organisationskommunikation.

Josef Merk
Bei Mehr Demokratie e. V. habe ich von 2020 bis 2022 das Forschungsprojekt „Deepening Democracy” verantwortet. Heute leite ich den daraus entstandenen Arbeitsbereich „Demokratische Kultur” und bin ich Mitglied im Bundesvorstand. In meiner Arbeit als psychologischer Coach begleite ich Einzelpersonen aus Wirtschaft und Politik. Als Facilitator unterstütze ich Teams und Fraktionen dabei, eine demokratischere Arbeitskultur zu entwickeln, d. h. eine Zusammenarbeit, in der sich jede:r bestmöglich mit den eigenen Stärken einbringen kann.
„Gerade in Zeiten der Polarisierung brauchen wir neue Formate, um verschiedene Stimmen zu hören. Gute Strategien entstehen dann, wenn verschiedene Perspektiven einfließen.“

Manuel Wischnewski
Nach meinem Studium in Geschichte, Politik sowie Anglistik und Amerikanistik in Potsdam und Manchester war ich vor allem in den Bereichen Kommunikation und Presse tätig – insbesondere für Kultur-Organisationen wie die Berlinale, das Internationale Literaturfestival Berlin oder das Institut für Auslandsbeziehungen. Von 2023 bis 2026 habe ich im Team von Faktor D die Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerks für alle drei Länder geleitet.
„Weil das strategische gemeinsame Vorgehen demokratischer Kräfte entscheidend für die Zukunft der Demokratie sein wird.“

Jelena Gregorius
Ich bin eine sehr ehrgeizige und energiegeladene junge Frau mit einer internationalen Karriere rund um die Themen Demokratie, Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit. Ich habe diese Themen in verschiedenen Kontexten kennengelernt und mit ihnen gearbeitet, von europäischen politischen Stiftungen in den Niederlanden und Bolivien über die Europäische Kommission in Belgien und Mexiko bis hin zu einem gemeinnützigen Startup in Deutschland.
Jetzt arbeite ich für das Unternehmen Go Vocal (ehemals CitizenLab), das sich für soziale Wirkung einsetzt, und helfe Städten und Kommunen auf der ganzen Welt dabei, die lokale Demokratie inklusiver, reaktionsschneller und partizipativer zu gestalten! Mein akademischer Hintergrund liegt in den Bereichen Public Policy und globales Projektmanagement.
„Zu lange sind wir davon ausgegangen, dass unsere Demokratie einfach da ist. Jetzt merken wir, dass wir etwas dafür tun müssen, um weiterhin in einem demokratisch-freiheitlichen System leben zu dürfen. Dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen um anti-demokratischen Kräften nicht den Raum zu überlassen. Der Kit in unserer Gesellschaft dafür ist meiner Meinung nach gut organisierte Bürger*innenbeteiligung.“

Özge Inan
Ich bin freie Journalistin und Schriftstellerin. Zuletzt war ich Redakteurin der Wochenzeitung Der Freitag, davor kamen Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und dem ZDF Magazin Royale. Angefangen habe ich als Online-Kolumnistin für eine NGO. Als studierte Juristin beschäftige ich mich am liebsten mit Recht und Gerechtigkeit und allem dazwischen. Derzeit wohne ich in München und arbeite an meinem zweiten Roman.
„In einer Demokratie sollten Vorbehalte gegen Mächtige nicht nur akzeptiert, sondern selbstverständlich sein. Stattdessen werden sie von wohlmeinenden Diskursteilnehmern oft pauschal als populistisch abgetan. Nach dem Motto: Wenn es gegen "Die da oben" geht, kann es ja nur falsch sein. Wer profitiert davon eigentlich? Populismus wird allmählich zum Allround-Vorwurf gegen Menschen, die mit den herrschenden Verhältnissen unzufrieden sind. Dabei haben mehr als genug Gruppen mehr als genug Gründe dafür. Wer sich für diese Gruppen - und nicht nur ihre Wählerstimmen - interessiert, muss ans Eingemachte und in die inhaltliche Auseinandersetzung. Wir müssen die Suche nach der Wahrheit wieder sexy machen.“

Daniel Binswanger
Ich bin seit vielen Jahren im Journalismus tätig – zunächst als Paris-Korrespondent, später als Redakteur und politischer Kolumnist für DAS MAGAZIN. 2017 wurde ich Teil des Gründungsteams der Republik, einem unabhängigen, werbefreien Online-Magazin. Ich initiierte das Republik-Feuilletons und leitete es ab Herbst 2018. Seit 2023 bin ich für die Gesamtleitung der Republik mitverantwortlich.In meiner wöchentlichen Kolumne befasse ich mich mit Fragen der politischen Gegenwart – etwa den volkswirtschaftlichen Voraussetzungen für sozialen Ausgleich, dem weltweiten Demokratieabbau, Politik in der Globalisierung, der Spannung zwischen Identitätspolitik und Universalismus sowie dem politischen Kampf um die Zukunft des Planeten.
„Wir leben in einer Epoche, in der sämtliche Grundwerte, auf denen der liberale, demokratische Verfassungsstaat beruht, zur Disposition gestellt zu werden scheinen. Sie müssen einer nüchternen Kritik unterzogen und mit aller Entschlossenheit verteidigt werden.“

Virginie Meusburger-Cavassino
Ich arbeite seit dem Jahr 2000 im aha und baute die Nationalagentur für die EU-Jugendprogramme in Liechtenstein auf. Ich bin eine Person, die mit viel Power und Organisation an ihre Arbeit herangehe. Dass die Stimme der jungen Leuten gehört wird und dass sie mehr mitgestalten und mitentscheiden können ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich definiere mich als Europabürgerin aufgrund meines kulturellen Backgrounds und meiner Liebe zu Europa. Ich bin eine emotionale und gefühlsvolle Person, die offen für Neues ist und mit Humor durch das Leben geht.
Gemeinsam sind wir stark
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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