Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Winfried Kneip

Norbert Stute
Ich bin Gründer und Leiter von Bessere Welt Info und von Beruf Facharzt für Hämatologie.Bessere Welt Info ist eine gemeinnützige Online-Enzyklopädie für eine bessere Welt mit informativen Texten und sorgfältig ausgewählten Links.Sie bietet eine kollaborative Plattform für die Zivilgesellschaft und Demokratie mit 750.000 Links auf Deutsch und Englisch. Als solche empfiehlt sie sich als ein wichtiger Teil des Demokratie-Playbooks. Experten, NGOs und Aktivisten sind eingeladen, ihr Wissen und ihre Ressourcen zu teilen.
„Bessere Welt Info ausbauen und bekannter machen – Wissen teilen und Synergien nutzen für eine bessere Welt. Frieden, Umwelt, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit stehen dabei neben Bildung und Politik im Mittelpunkt.“

Jürgen Czernohorszky
Ich engagiere mich seit vielen Jahren politisch in Wien für eine soziale, nachhaltige und gerechte Stadt. Als Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal arbeite ich daran, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen, die Demokratie zu stärken und die Stadtverwaltung fit für die Zukunft zu gestalten. Zudem setze ich mich für Integration, Chancengleichheit in der Bildung und ein solidarisches Miteinander ein.
„Wichtig ist, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen - und eine Stadt zu gestalten, die für alle lebenswert bleibt: leistbar, solidarisch und gerecht.“

Christoph Musy
Partizipation begleitet mich privat wie beruflich seit Kindesbeinen – seit 1990 als Mitglied, ehrenamtlicher Leiter und Profi in Kinder- und Jugendverbänden oder in der Organisation der Schweizer Jugendsession in Bern. Heute arbeite ich in einem soziokratisch-organisiertem Team für die Verwaltung und NGOs: wir gestalten, planen und moderieren als Agentur ProjektForum seit 2010 partizipative Prozesse. Mit dem 2020 gegründeten Schweizer Dachverband Partizipation wollen wir gemeinsam mit Fachpersonen der Praxis und der Wissenschaft Standards für Partizipation setzen.
„Working Out Loud - wenn wir Wissen, Netzwerke und Erfahrungen teilen, kommen wir gemeinsam zufriedener und schneller weiter.“

Marvin Bicko
Ich bin Marvin Bicko und Gründungsmitglied des Körperfunkkollektivs. Schon seit meiner Schulzeit spiele ich Theater und habe damals bereits erste Stücke mitproduziert. Seit meinem Bachelor liegt mein Schwerpunkt verstärkt im Bereich Film sowie in der Konzeption und Produktion von Radioballett-Stücken. Hierbei konzentriere ich mich vor allem auf die Entwicklung von Konzepten, das Schreiben der Texte und den Schnitt. Zusätzlich kümmere ich mich um die Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung unseres Kollektivs.
„Mein großes Anliegen ist es, diese besondere Kunstform möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, da sie die Teilnehmenden direkt anspricht und sie selbst zu Akteur*innen werden lässt. Das Radioballett lebt davon, dass die Grenze zwischen Publikum und Darstellenden aufgehoben wird – die Menschen werden Teil einer gemeinsamen, performativen Erfahrung, die zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet.“

Roman Huber
„Ich suche nach der stimmigen Form, in der wir zusammen klüger und weiser handeln können. Und unsere Herzen und Geschichten mit hinein nehmen.“

Wencke Hertzsch
Ich bin Stadt- und Regionalplanerin (TU Berlin/TU Wien) und gestalte seit 2000 partizipative Prozesse auf unterschiedlichen Ebenen. Sechs Jahre lang habe ich zudem an TU Wien im Fachbereich Soziologie geforscht. Seit 2016 bin ich bei der Stadt Wien beschäftigt: Zunächst in der Magistratsdirektion, wo ich die strategische Verankerung von Beteiligung im Magistrat verantwortete. 2021 wechselte ich in die Abteilung Energieplanung, wo ich den Bereich Beteiligung und partizipative Demokratie aufbaute und heute das Büro für Mitwirkung leite.
„Gerade jetzt braucht es ein starkes Bündnis demokratischer Akteur*innen: Mit der Wiener Demokratie-Strategie und dem Büro für Mitwirkung vernetzt die Stadt Wien Institutionen, Zivilgesellschaft und Bezirke. So werden Ansätze abgestimmt und schaffen Verbindlichkeit für wirksame Teilhabe.“

Xenia Spieß
Ich bin Xenia. Politische Kommunikation ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern eine Leidenschaft. Seit über 15 Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich, weil ich unsere freie, demokratische Gesellschaft als großes Privileg begreife. Lange lief mein Engagement parallel zur Arbeit, doch es hat sich zunehmend in meinem beruflichen Werdegang manifestiert: Kommunikation mit Purpose. Besonders geprägt haben mich zwei Stationen: meine Arbeit im Mayor’s Office of Immigrant Affairs in New York während Trumps erster Amtszeit und die Mitarbeit am UN-Bericht A/74/358 zur Bekämpfung von Antisemitismus (2019). Seit ich Kinder habe, spüre ich noch stärker, wie wertvoll Demokratie ist. Auch wenn es mir nicht liegt, laut aufzutreten, verlasse ich meine Komfortzone, um sie zu schützen – und mit meiner Expertise Menschen zu stärken, die Demokratie aktiv verteidigen wollen.
„Ich brenne dafür, es jeden Tag ein bisschen besser zu machen – und vor allem besser als Generationen vor uns. Denn Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Menschen, die sie aktiv verteidigen, sichtbar machen und weiterentwickeln. Das kann und muss jede*r von uns sein."

Barbara Djassi
Kommunikation und Freiheit sind die großen Themen in meinem beruflichen Wirken der letzten Jahre. Ich brenne dafür, dass wir uns von Strukturen und Mustern befreien, die Verteilungsgerechtigkeit und einen gesunden Umgang mit unseren planetaren Ressourcen verhindern. Ich versuche Menschen dafür zu begeistern, die Gesellschaft zu gestalten und dafür zu kämpfen, dass das möglich ist und bleibt. Ich bin im Augenblick vor allem aktiv für Kleiner Fünf und betterplace lab und mache außerdem Filme.
„Eine resiliente Demokratie kann es nur geben, wenn sie von innen permanent gestärkt, mit Leben gefüllt und reflektiert wird. Es braucht einen starken Zusammenhalt unter den vielen unterschiedlichen Akteur:innen aus allen Bereichen der Gesellschaft, damit die von innen und aussen bedrohte Demokratie erhalten bleibt und sich erneuern kann.“

Luisa Jabs
Mein Name ist Luisa und ich bin Historikerin mit einem Schwerpunkt auf deutsch-deutscher Zeitgeschichte, insbesondere der DDR-Geschichte. Im letzten Jahr habe ich im Kulturbereich gearbeitet und eine Literaturtagung zum Thema Förderung organisiert. Nebenbei schreibe ich als freie Journalistin für den Zeit Verlag und andere. Aktuell arbeite ich bei der Gesellschaft für eine gute Zukunft als Projektleiterin für Frei und Gleich, die Menschenrechtsinitiative der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dabei kann ich meinem Fokus auf Freiheit, Bottom-Up-(Demokratie)arbeit und lebensnahen Geschichten nachkommen. In einem Bereich zu arbeiten, der andere Menschen dazu inspirieren soll, sich selbst für Menschenrechte stark zu machen, motiviert mich jeden Tag.
„Menschenrechte stehen weltweit und auch hier in Deutschland enorm unter Druck. Menschen werden angefeindet, ausgeschlossen, bedroht, etc. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Akteur:innen sich besser vernetzen, voneinander lernen und sich gemeinsam stark machen.“

Max Bohm
Ich bin bei Faktor D Geschäftsführer in Berlin. Wir brauchen ein Update, das Demokratien resilienter macht und sie gleichzeitig in die Lage versetzt sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Daran arbeiten wir bei Faktor D(emokratie): Wir entwickeln gemeinsam mit Akteursgruppen Strategien, um Demokratie besser zu machen. Denn wir sind überzeugt, die Herausforderungen sind so groß, dass wir sie nur gemeinsam lösen können. Solche kollektiven Transformationsprozesse bestimmen auch meinen bisherigen Werdegang: Erst im Soziologiestudium, dann im Change-Management einer Unternehmensberatung, einem Behavioral-Change-Start-up zum Thema Energieeffizienz und der Politikberatung.
„Vieles, was wir für gegeben gehalten haben befindet sich aktuell imWandel. Mich interessiert die Frage, wie möglichst viele Menschen diesen Wandelmitgestalten können, statt einige wenige.“

Christian Pöltl-Dienst
Als Gründer von PolEdu, Vorstandsmitglied der Demokratiestiftung und Lektor an der Universität Wien engagiere ich mich für innovative Formate der politischen Bildung. Beruflich arbeite ich derzeit als Referent für politische Bildung und Medienbildung bei der Arbeiterkammer Wien und bringe meine Erfahrung aus Schule, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Projekten ein. Mein Schwerpunkt liegt auf Demokratie, Chancen-Fairness und gesellschaftlichem Dialog – getragen von der Motivation, junge Menschen zu stärken und Demokratie zukunftsfähig zu gestalten.
„In Zeiten wachsender Polarisierung ist es zentral, dass demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln. Nur durch abgestimmte Strategien können sie Desinformation wirksam begegnen, Teilhabe stärken und junge Menschen für Demokratie begeistern.“

Luisa Schmidt
Ich arbeite bei „Das NETTZ“ einer Vernetzungsstelle gegen Hate Speech und verantworte den Bereich „Forschung und Wirkung”. Meine Schwerpunkte sind digitale politische Bildung und zivilgesellschaftliche Interventionen gegen Hass im Netz und Desinformation. Gemeinsam mit anderen Organisationen arbeite ich daran, wie Projekte möglichst wirksam werden und wie sich ihre Wirkung für andere sichtbar und nachvollziehbar machen lässt. So kann das Internet zu einem respektvollen und sicheren Ort für alle werden.
„Veränderung braucht Kollaboration. Gemeinsam können wir uns gegen Angriffe von Rechtsextremen behaupten und ihnen Visionen für ein faires demokratisches Miteinander entgegensetzen – online und offline.“

Frank Jödicke
Nach einem Studium der Bildenden Kunst und Philosophie in Wien und London, arbeite ich seit circa 15 Jahren journalistisch und aktivistisch. Seit knapp zehn Jahren bin ich Chefredakteur des Magazins skug. Dort versuchen wir verschiedene Akteur*innen aus Kunst, Musik, Wissenschaft und Aktivismus zusammenzuführen. Im Onlinemagazin erscheinen auf skug.at nahezu täglich Beiträge zu Kunst und (kultur-)politischen Fragen. In unseren Salon skug laden wir regelmäßig zu Paneldiskussionen.
„Tech-Bros arbeiten an anti-humanistischen Technologien, in denen die Gedanken und Ideen menschlicher Individuen nichts mehr zählen, weil Algorithmen und Bots die medialen Räume fluten. Dagegen sollten wir gemeinsam aufstehen und jetzt für eine freie und demokratische Gesellschaft kämpfen.“

Dominik Schneider
Nach 15 Jahren als Marketing Executive bei Unilever, Coca-Cola und L’Oréal arbeite ich heute als Speaker und Berater an Themen zu Leadership und Kulturwandel. Mein Schwerpunkt liegt auf der Reflexion von Männlichkeitsbildern in Unternehmen, Male Allyship und der Schaffung diskriminierungsfreier Arbeitskulturen.
Ich lebe und arbeite in Berlin.
„Führung endet nicht an der Unternehmenstür. Wer Verantwortung trägt, muss Haltung zeigen, auch für unsere Demokratie.“

Virginie Meusburger-Cavassino
Ich arbeite seit dem Jahr 2000 im aha und baute die Nationalagentur für die EU-Jugendprogramme in Liechtenstein auf. Ich bin eine Person, die mit viel Power und Organisation an ihre Arbeit herangehe. Dass die Stimme der jungen Leuten gehört wird und dass sie mehr mitgestalten und mitentscheiden können ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich definiere mich als Europabürgerin aufgrund meines kulturellen Backgrounds und meiner Liebe zu Europa. Ich bin eine emotionale und gefühlsvolle Person, die offen für Neues ist und mit Humor durch das Leben geht.
Gemeinsam sind wir stark

Sunčana Laketa
Ich bin Humangeographin und Psychologin und arbeite an der Schnittstelle zwischen wissenschaftlichem und zivilgesellschaftlichem Engagement. Im Zentrum meiner Arbeit stehen gesellschaftliche Fragmentierungsprozesse, die Zugehörigkeit und Ausgrenzung strukturieren. Ich habe mich intensiv mit Fragen von Diskriminierung beschäftigt – sowohl in Städten auf dem Balkan, die aufgrund widersprüchlicher ethnonationaler Politik tief gespalten sind, als auch in zunehmend polarisierten postmigrantischen Gesellschaften Westeuropas. Als Projektleiterin, Dozentin und Forscherin frage ich stets: Welche Narrative dominieren? Welche Wissensformen bleiben unsichtbar? Und wie können wir kollektive Prozesse gestalten, um alternative Perspektiven zu eröffnen?
„Gerade jetzt, da Diskriminierung, Polarisierung und Backlash gegen Vielfalt zunehmen, brauchen wir Räume zum Lernen und Handeln – um gleichberechtigte Teilhabe in unseren postmigrantischen Gesellschaften zu stärken.“

Marianne Schlögl
Seit 2017 verantworte ich die strategischen Partnerschaften der ERSTE Stiftung. Im Austausch mit unseren Partner:innen gestalten wir aktiv die Zukunft der Organisation, die Lösungen für die wichtigen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit sucht. Außerdem arbeitet ich daran, Räume für inspirierenden Austausch für das Netzwerk der Stiftung zu schaffen, unter anderem im Rahmen des jährlichen Netzwerktreffens der ERSTE Stiftung, dem Bee Day oder dem Europäischen Forum Alpbach. Gemeinsam mit dem Open Future Lab arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Forschung, Innovation und Anwendung von Ideen zur Verbesserung des Finanzlebens. Faktor D ist in meiner Arbeit eine wichtige Schnittstelle für zivilgesellschaftliche Akteure in der D-A-CH Region und öffnet ein weites Feld für Vernetzung, Lernen und gemeinsamen Einsatz.
„Die politischen Kulturen in Österreich, Deutschland und er Schweiz mögen sehr unterschiedlich sein. Mir hilft jedoch in meiner Arbeit das Vertrauen darauf, dass menschliche Bedürfnisse auf einer bestimmten Ebene nicht so verschieden sind wie wir manchmal annehmen: Verbundenheit, Zuversicht und Anerkennung sind für viele Faktoren, die ein gutes Leben ausmachen. In einer Welt, die zunehmend komplexer wird, können die Menschen und ihre Bedürfnisse der Demokratiearbeit eine Orientierung sein.“

Sonja Straßner
Ich bin Referentin der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg. Ich bin beim LJR BW angestellt und arbeite in Stuttgart. Mein Arbeitsschwerpunkt ist die Qualifizierung von Fachkräften und jungen Menschen im Bereich Kinder- und Jugendbeteiligung. Seit Frühjahr 2023 hat die SKJB das Thema Kommunalwahlen in Baden-Württemberg dazu bekommen, welche von mir und meinen Kolleg*innen Sandy Wolf und Karoline Gollmer betreut wird. Das Konzipieren von Workshops für Erstwähler*innen und das Qualifizieren von Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit sowie von jungen Teamer*innen und das Erstellen von Arbeitsmaterialien liegt hauptverantwortlich in meinen Händen.
In meiner ehrenamtlichen Arbeit im Sportverein und in der Jugendarbeit habe ich bereits früh wertvolle Erfahrungen mit Mitgestaltung, Mitentscheidung und Beteiligung erfahren können. Dabei habe ich erlebt, wie erfüllend und sinnhaft Mitbestimmung sein kann. Dies habe ich nach meiner Sportwissenschafts-, BWL- und Pädagogik-Studiums bei meiner Tätigkeit im Vereins- und Verbandbereich einfließen lassen und an junge Menschen weitergegeben. Die Wichtigkeit des Themas hat mich schließlich dazu gebracht mich intensiv der Kinder- und Jugendbeteiligung zuzuwenden und Teil des Servicestellenteams zu werden, zu dem ich seit Mai 2023 zähle.
„Junge Menschen haben ein vielfach verankertes Recht auf Beteiligung. Für die nachhaltige Umsetzung und strukturelle Verankerung dieses Rechts möchte ich mich einsetzten. Mit der Änderung des passiven und aktiven Wahlrechts in Baden-Württemberg im Jahr 2023, gilt es nun das Wahlrecht besonders in den Blick zu nehmen.“

Jessy James LaFleur
Ich bin Jessy James LaFleur, Gründerin der einzigartigen "Spoken Word Akademie", die europaweit demokratische Poesieprojekte für junge Erwachsene umsetzt. In Deutschland konzentriere ich mich dabei gezielt auf den Osten, um aktiv gegen den wachsenden Rechtsruck vorzugehen. Zu meinen Tätigkeiten gehört auch die Initiierung des Kollektivs "Lost Poetas" für Mädchen und junge Frauen aus dem sorbischen Siedlungsgebiet.
„Empowerment bedeutet junge Frauen* zu ermächtigen und nicht unsere eigenen Ansichten wie einen Stempel aufzudrücken.“

Julius Oblong
Ich bin Julius Oblong, 32 Jahre alt, und lebe und arbeite in Berlin. Als Projektleiter von Jugend entscheidet bei der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung setze ich mich dafür ein, Kommunen die Beteiligung von Jugendlichen zu ermöglichen. Seit 2019 arbeite ich außerdem als Gründer der digitalen Wahlhilfe VOTO daran, junge Menschen für Kommunalwahlen zu begeistern. Mein Studium der Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Kommunalpolitik führte mich nach Berlin, Friedrichshafen und Madrid.
„Demokratie lebt von Beteiligung. Jugendlichen Entscheidungen zu übertragen, heißt zu vermitteln: Es kommt auf euch an!“

Tamara Wintereder
Nach meinem Studium der Kommunikationswissenschaft hat es mich nach Vorarlberg ins Büro für Zukunftsfragen verschlagen. Hier wurde mein Feuer für die Beteiligung von Menschen entfacht. Seit dem beschäftigt mich die Frage wie Beteiligung, vor allem von jungen Menschen, gelingen kann. Geprägt durch Art of Hosting und meinem Hintergrund im Improtheater arbeite ich gerne mit kreativen Methoden und übe mich immer wieder im Gastgeberin sein.
„Mit den immer gleichen Herangehensweisen werden wir die immer gleichen Antworten bekommen. Warum wagen wir nicht mal etwas Neues und stürzen uns mutig ins Unbekannte?“

Pia Haertinger
Ich bin Mitbegründerin des Soziokratie Zentrum Augsburg und dessen Vorsitzende. Mein Anliegen ist es, mit Hilfe der Soziokratie in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen - von Familie, über Vereine und Unternehmen bis hin zur Kommunalpolitik gemeinsam auf Augenhöhe gute Entscheidungen zu treffen. Jede Stimme zählt, gute Argumente, nicht Mehrheiten sind wesentlich. Im Rahmen des 2-jährigen Erasmus Plus Projekts "SONEC" (www.sonec.org) habe ich gemeinsam mit Brandenstein als Pilotprojekt einen ersten SONEC (soziokratischen Nachbarschaftskreis) in einem Stadtteil in Augsburg mit Fördermitteln von Demokratie Leben! und in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Quartiersmanagement gestartet.
Aktuell sind wir dabei, weitere soziokratische Nachbarschaftskreise vor Ort zu initiieren - mit dem Ziel, eine gut vernetzte, lebendige, gemeinwohlorientierte Nachbarschaftsstruktur auf der Basis von Selbstorganisation und inklusivem, stärkenden Miteinander aufzubauen. Über einen gemeinsamen Lehrauftrag mit Maria Brandenstein an der HSA zu "Partizipation und Empowerment mit Hilfe der Soziokratie" vermittle ich Studierenden der Sozialen Arbeit das Instrument der Soziokratie und das Potenzial von inklusiven Nachbarschaften. Ebenso in meiner hauptberuflichen Tätigkeit bei einem sozialen Träger biete ich ein soziokratisches Gruppenprogramm zum Empowerment von jungen wohnunglosen Menschen an. Mein größter Wunsch/Traum: die Verwirklichung von Kinder- und Schüler*innenparlamente nach dem Vorbild von Indien hier bei uns!
„Es braucht mehr denn je eine offene, transparente Kommunikations- und Beteiligungskultur, um auf allen gesellschaftlichen Ebenen gemeinsam Lösungsansätze zur Überwindung der Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft zu finden. Ich möchte gemeinsam mit anderen Akteur*innen der Frage nachgehen, was die wesentlichen Hebel sind, um ein stärkendes, fairer Miteinander zu fördern und die durch Angst, Ohnmacht und Fehlinformationen bedrohte Demokratie zu stärken?“

Florian Schmidt
Ich leite seit 2020 als Verification Officer die Faktencheck-Abteilung der APA - Austria Presse Agentur. Dort werden Falschbehauptungen sowie manipulierte Bilder und Videos überführt. Darüber hinaus lehre ich, wie man mit digitalen Recherchetechniken und OSINT-Werkzeugen (Open Source Intelligence) umgeht, etwa bei der FH Wien der WKW, der FH Hagenberg, der FH Joanneum, der FH Wiener Neustadt, der FH St. Pölten, der Tiroler Journalistik Akademie und in der Lehrer*innenfortbildung.
„Demokratie kann nur gelingen, wenn man Bürgerinnen und Bürger mit den notwendigen Werkzeugen ausstattet, um selbst partizipieren zu können.“

Andrea Marti
Ich bin schon zum zweiten Mal Praktikantin bei Faktor D in Bern und habe Internationale Beziehungen in Genf studiert. Zuletzt war ich neun Monate an der schweizerischen Botschaft in Indonesien tätig, wo ich mich vor allem mit Politik und Menschenrechten befasst habe – eine Erfahrung, die mein Interesse an internationaler Zusammenarbeit weiter vertieft hat. Nun engagiere ich mich bei Faktor D, weil mir die Stärkung der Demokratie am Herzen liegt und mich dabei die internationale Dimension besonders fasziniert. Ich freue mich, die Demokratie in diesen drei Ländern mitzugestalten – sowohl als engagierte Bürgerin als auch in meiner Arbeit bei Faktor D.
„Obwohl unsere Demokratien vermeintlich gefestigt sind, bleibt ihre Pflege wichtig, besonders während Demokratie global auf die Probe gestellt wird. Gemeinsam erreichen wir mehr – lasst uns an einem Strang ziehen!“

Sarah Delahaye
Als leidenschaftliche Demokratieunterstützerin und Europäerin engagiere ich mich seit Jahren für eine umfassendere Teilhabe aller Menschen in unserer Gesellschaft. Nach meinem Studium der Politikwissenschaft an Sciences Po Paris und der Freien Universität Berlin arbeitete ich acht Jahre als Beraterin und Projektleiterin bei Kienbaum Consultants International sowie selbstständig, um die Teilhabe im Arbeitsumfeld zu stärken. Der Wunsch, gesellschaftliche Herausforderungen durch Beteiligung und den Einsatz von Technologie zu bewältigen, führte mich vor vier Jahren in den Bereich Civic Tech. Seit 2022 leite ich als Geschäftsführerin von Make.org in Deutschland Projekte zur Stärkung der Demokratie. In Berlin lebend, motiviert mich meine einjährige Tochter täglich, unsere Gesellschaft positiv zu verändern.
„Angesichts der zunehmenden Bedrohungen für unsere Demokratie ist es wichtiger denn je, unsere Begeisterung, Ideen und Kompetenzen zu bündeln, um wirkungsvolle Initiativen zu entwickeln. Gemeinsam können wir mehr erreichen und viel voneinander lernen!“

Katharina Jeschke
Als Kulturmanagerin bewege ich mich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kultur, Medien, Impact und Innovation – ob als Generalsekretärin des IMZ – International Music + Media Centre oder als Start-up-Gründerin von Content.Agent, einer Demokratisierungsplattform für den Filmlizenzhandel. Heute liegt mein Fokus auf Strategie, internationale Zusammenarbeit und Social Impact durch Kunst und Kultur. Besonders wichtig sind für mich Dialog, Diversität und Demokratie. Mit der Initiative „Runde & Eckige Tische“ schaffen wir Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven auf Augenhöhe zusammenkommen, erzählt und gehört werden – und so Schritt für Schritt gesellschaftliche Spaltungen überwunden werden können.
„In Zeiten wachsender Polarisierung stärkt gemeinsames Handeln demokratischer Akteur*innen Vertrauen, Sichtbarkeit und Wirkung. Durch abgestimmte Strategien entsteht mehr Schlagkraft, um Demokratie resilient, vielfältig und zukunftsfähig zu gestalten.”

Caroline Schmüser
Die Meinungsfreiheit gilt als einer der Grundsätze von Demokratie. Doch auch in demokratischen Staaten kann nicht jeder Mensch seine Stimme in gleicher Weise erheben: Diskriminierung schafft verschiedene Formen von (oft unsichtbaren) Barrieren. In meiner journalistischen Arbeit möchte ich dazu beitragen, solche Barrieren abzubauen: Als Redakteurin beim basisdemokratisch organisierten Wiener Medienkollektiv "Unter Palmen", Trainerin für Medienkompetenz an Schulen oder Co-Organisatorin von Schreibwerkstätten für mehr Diversität im Musik- und Kulturjournalismus.
„Die Ergebnisse der EU-Wahl zeigen: Rechte Stimmen in Europa erstarken. Demokratische Akteur*innen müssen eine gemeinsame Sprache finden, um menschenfeindlichen Parolen entschieden wie produktiv entgegenzustehen.“

Sara Öztürk
Ich bin Sara Öztürk, Co-Founderin von MIKRASS. Ich bringe diskriminierungssensiblen Journalismus mit gesellschaftlicher Relevanz zusammen und entwickle Formate, die wirklich bei den Communities ankommen. Im Rahmen des R&D Fellowships habe ich meine journalistische und strategische Expertise eingebracht und für die Süddeutsche Zeitung eine Community-basierte Monetarisierungsstrategie konzipiert.
Als Journalistin und Moderatorin habe ich mit TV-Reportagen, Dokumentationen und preisgekrönten TikTok-Formaten über rechte Gewalt gezielt junge Zielgruppen erreicht. In der Redaktion des ORF habe ich die Doku „Österreich: Türkei“ mit Hanno Settele begleitet. Mit CLAIM habe ich bundesweit ein klares Zeichen gegen antimuslimischen Alltagsrassismus gesetzt – für Empowerment, Sensibilisierung und Sichtbarkeit. Bei den Neuen Deutschen Organisationen habe ich Öffentlichkeitsarbeit gestaltet und die Wahlmobilisierungskampagne „Nie wieder – am 23. Februar!“ umgesetzt.
Darüber hinaus leite ich Workshops zu Hatespeech, neuen Narrativen, Öffentlichkeitsarbeit mit wenig Ressourcen für NGOs und zu TikTok-Strategien – immer mit dem Ziel, Handwerkszeug zu vermitteln, das wirklich wirkt.
„Street Credibility statt Elfenbeinturm: Demokratie braucht neue Narrative, Humor & Goldkette, mit denen rechte Erzählungen überschrieben werden."

Anna Durnová
Ich bin Professorin für Politische Soziologie an der Universität Wien und Faculty Fellow am Yale Center for Cultural Sociology. In meiner Forschung untersuche ich die Rolle von Emotionen in demokratischen Gesellschaften. Ich habe an mehreren internationalen Universitäten gelehrt und war Elise-Richter-Stipendiatin am Institut für Höhere Studien Wien. Derzeit koordiniere ich das Horizon-Europe-Projekt CIDAPE. Neben Fachpublikationen schreibe ich auch für ein breiteres Publikum – zuletzt ein Kinderbuch und ein Theaterstück. 2024 wurde ich mit dem Mattei Dogan Foundation Prize ausgezeichnet.
„Ich brenne für eine bessere Welt und eine menschenorientierte Sozialwissenschaft“

Adela King

Alexander Grünwald
Ich bin Projektmanager, Berater und Dozent mit über 15 Jahren Erfahrung im öffentlichen Sektor in Österreich und Deutschland. Mein Fokus liegt auf Organisationsentwicklung, Innovation und Partizipation. Als Referent für strategisches Performance-Management und Verwaltungsinnovation sowie Mitbegründer des ersten Innovationslabors für den öffentlichen Sektor in Österreich durfte ich viele sektorübergreifende und wirksame Projekte umsetzen. 2021 habe ich gLAB-Consulting gegründet, um öffentliche Institutionen und ihre Partner bei Veränderungsprozessen zu unterstützen. Besonders wichtig ist mir, neue Ideen voranzutreiben, Beteiligung zu stärken und Wissen weiterzugeben - sei es in Projekten, Workshops oder an Bildungseinrichtungen.
„Gemeinsame Strategien sind entscheidend, um demokratische Werte mit Leben zu erfüllen, der zunehmenden Spaltung in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken und die wachsenden Bedrohungen für unsere Freiheit und Demokratie entschlossen abzuwehren.“

Sheeko Ismail
Sheeko Ismail ist qualifizierte*r, Projektmanager*in, Teamer*in und Poet*in. Sheeko ist im Kulturbereich aktiv und engagiert sich vor allem in aktivistischen Kreisen Schwarzer und marginalisierter Gruppen sowie in der politischen Bildungsarbeit. Sheeko hat 2018 die Initiative Zukunft ist bunt gegründet und kuratiert seit 2020 zusammen mit einem Kollektiv aus Schwarzen Menschen die jährliche Veranstaltungsreihe Black Story Month in Bremen. Seit 2021 ist Sheeko auch Herausgeber*in der Buchreihe Look at Us! Gallerie der Schwarzen Vorbilder & Held*innen in Deutschland, welche ebenfalls in einer Kollektivarbeit entstand. Im Mai 2022 initiierte Sheeko das Projekt der ersten Schwarzen Kinderbibliothek in Deutschland und leitet diese seit Januar 2023 gemeinsam mit Maimuna Sallah in ihren eigenen Räumlichkeiten. Außerdem im Mai 2025 eröffnete Sheeko einen eigenen Book & Coffee Shop in Bremen. Sheeko benutzt keine Pronomen.
„Die Kinder strahlen übers ganze Gesicht, wenn in einem Buch jemand so aussieht wie sie.“

Katja Jäger
Ich habe mich der Mitgestaltung von Demokratie in einer digitalen Welt verschrieben. Im betterplace lab habe ich verschiedene Kompetenzbildungsprogramme verantwortet, zu Desinformation geforscht und zuletzt als Geschäftsführerin gewirkt. Als Aufsichtsrätin der wechange eG begleite ich Good Tech-Lösungen, bei AI4Democracy lotet sie Potentiale von Künstlicher Intelligenz für die Demokratie aus.
„Die Welt ist zu komplex, als dass wir Herausforderungen im Silo lösen können, wir brauchen vernetztes Denken und Wirken. Echte Kollaboration bedeutet für mich, sich selbst und die institutionelle Agenda zu reflektieren und Wirkungsallianzen zu schmieden, die der Sache dienen.“

Rebekka Dober
Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin von YEP, einem mehrfach prämierten Sozialunternehmen, das inklusive Partizipationsprozesse aufsetzt, um die Stimme der Jugend in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einzubringen und die Generationen wieder zu verbinden. In den letzten fünf Jahren hat YEP über 300 solcher Beteiligungsprozesse umgesetzt und hat die größte Reichweite unter jungen Menschen in ganz Österreich. Dazu zählen u.a. bedeutende Projekte wie die Beteiligung Jugendlicher am offiziellen Lehrplan Österreichs im Auftrag des BMBWF und die größte Finanzbildungsstudie des Landes. Für meine Arbeit wurde ich 2022 als internationale Ashoka Fellow ausgezeichnet und in die Liste der Top 100 Social Entrepreneurs aufgenommen.
„Wir wollen, dass junge Menschen wieder an die Demokratie glauben können und verstehen: Ich bin ein Teil davon und ich kann etwas verändern.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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