Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Carlo Kosok
Seit sechs Jahren arbeite ich bei KickIn! und engagiere ich mich für einen Fußball, der für alle offen ist und in dem Mitbestimmung gelebt wird. Als Experte für Inklusion, Diversität und digitale Barrierefreiheit setze ich mich dafür ein, dass Menschen gleichberechtigt teilhaben können - auch im digitalen Raum.
Fußball und seine Fankultur sind wichtige gesellschaftliche Räume, in denen Menschen zusammenkommen, Verantwortung übernehmen und demokratische Werte wie Teilhabe, Respekt und Solidarität erfahren.
Seit fünf Jahren bin ich zudem ehrenamtlicher Vorsitzender eines Sportvereins. Vereine sind Orte gelebter Demokratie: Hier wird diskutiert, entschieden und gemeinsam gestaltet. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern stoßen wir regelmäßig Kampagnen und Aktionen zu Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt an.
„Chancengerechtigkeit bedeutet für mich: Zugang zu Informationen und die Möglichkeit, gehört zu werden und mitzugestalten."

Matthias Müller
Ich arbeite seit 2007 als Berater bei der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR). In meiner Beratung unterstütze und schule ich Bibliotheken, Museen, Gedenkstätten, Kunst- und Kulturbetriebe, Parteien, Verwaltungen, Religionsgemeinschaften, Verbände, Unternehmen, Gewerkschaften sowie engagierte Gruppen und Einzelpersonen im Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen. Auf Basis unserer Beratungspraxis gibt die MBR regelmäßig Publikationen heraus, um Akteur_innen vor Ort bei der Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen zu unterstützen und ihnen Impulse für eigene Handlungsstrategien zu geben. 2023 erschien die Handreichung „Alles nur leere Worte? Zum Umgang mit dem Kulturkampf von rechts in Bibliotheken“.
„Bibliotheken sind kein wertfreier Ort. Sie stehen in der langen Tradition der Aufklärung, der Begegnung und des Dialogs – und schaffen damit einen öffentlichen Raum, der die pluralistische Gesellschaft mitprägt und der geschützt werden muss. Diese Rolle verlangt, dass sich Bibliotheken ihres Selbstanspruchs vergewissern und sich in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Polarisierung klar demokratisch verorten.“

Tommy Vi
Ich bin Tommy und bin Pressesprecher bei Youth Lead the Change Germany e.V. Unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender, setzte ich mich bundesweit mit dem Verein für kommunale Jugendhaushalte ein - und das schon erfolgreich in mehreren Kommunen.Ich unterstütze den Verein insbesondere in seiner strategischen Außenkommunikation gegenüber Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Ich möchte alle an einen Tisch holen, denn ich bin überzeugt, dass wir diese Vision nur gemeinsam verwirklichen können.
„Ich setze mich dafür ein, dass kommunale Entscheidungsträger*innen Kinder und Jugendliche nicht nur ernst nehmen, sondern ihnen echte Gestaltungsmacht in lokalen Entscheidungsprozessen ermöglichen.“

Tim Altermatt
Ich arbeite bereits seit zwei Jahren bei CATAPULT und konnte so bereits an einem frühen Punkt in das noch junge Projekt einsteigen. Ich arbeite in den Bereichen Fundraising, Learning, Monitoring und Evaluation. Die schönsten Momente finde ich, wenn ich mit Projekten zusammenkommen kann und sie von ihrer Arbeit und Erfahrungen berichten.
„Ich bin überzeugt, dass wir jungen Menschen Perspektiven und Gestaltungsäume geben müssen, wenn wir wollen, dass sie sich nachhaltig in die Gesellschaft einbringen und diese mitgestalten. Engagement und Teilhabe sind Fähigkeiten, die kultiviert und genährt, statt nur eingefordert werden müssen. Darum halte ich es für essentiell wichtig, jungen Menschen Möglichkeiten und Ressourcen zur Partizipation freizugeben.“

Pascal Müller-Scheiwiller
Mich fasziniert die Frage, wie und wo gesellschaftliche Entscheidungen getroffen werden – und wie wir sie besser gestalten können. Dieses Interesse hat schon mein Politikwissenschaftsstudium in Zürich geprägt. In der Unternehmensberatung und als Kampagnenleiter bei einer Volksinitiative habe ich erlebt, wie wichtig die richtigen Methoden sind, um Orientierung zu schaffen. Aus dieser Erfahrung habe ich Expedition Zukunft mitgegründet – aus der Überzeugung, dass wir die Praxis der Demokratie weiterentwickeln müssen. Aufgewachsen in Frankreich und der Schweiz, kenne ich den Reiz unterschiedlicher politischer Systeme. Inspiration finde ich im Austausch mit Freund*innen und Gästen – beim Kochen und in der Vielfalt der Weine im Glas.
„Gerade jetzt braucht es Schwarmintelligenz: Wenn Akteur*innen ihre Kräfte bündeln, entsteht Raum für gemeinsames Lernen, Vertrauen und neue Formen der Politik – und damit die Kraft, Demokratie zu stärken, wo sie weltweit unter Druck gerät.“

Anton Hartmann
Ich bin Content-Creator, Host mit Schwerpunkt auf gesellschaftspolitische Themen und Student der internationalen und europäischen Governance. Ich entwickle Social-Media-Konzepte für Museen und Medienhäuser, immer auf der Suche danach, wie man Geschichten erzählen kann, die für ein junges Publikum von Bedeutung sind.
„Ich brenne dafür, Politik wieder über Menschen verständlich zu machen"

Thomas Weltner
Ich bin Designer und Coach mit künstlerischem, grafischem und systemischem Background. Ich unterstütze spielerisch, visuell und co-kreativ in Teamentwicklung, Führung, Veränderung, Übergang, Innovation und in persönlicher Entwicklung. Ich bin leidenschaftlicher Netzwerker, Interviewer, Kunst-Kurator, Mentor und Sportler. Auf Expedition durch die Arbeitswelt – als Entdecker und Innovator im Kontext von New Work – trifft man mich immer wieder an wechselnden Orten.
„Ich brenne dafür, Menschen in ihre kreative Kraft zu bringen und dadurch Synergien freizulegen. Seien wir ehrlich: Wir alle wissen doch um unsere intuitiven und explorativen Fähigkeiten als Kinder. Diese Ressourcen sind noch immer vorhanden. Nutzen und vernetzen wir sie – zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Weltrettung: kinderleicht.“

Franka Ismer
Ich begleite seit über zehn Jahren Organisationen und Führungskräfte in komplexen Veränderungsprozessen – mit strategischem Weitblick, emotionaler Intelligenz und einer klaren Haltung für Wirkung und Verantwortung. Als Organisationsentwicklerin, Executive Trainerin und Business Coach habe ich Erfahrungen in der systemischen Beratung, im öffentlichen Sektor und in internationalen Impact-Startups gesammelt. Bei PHINEO leite ich das Wirkt-Siegel, bei dem wir Demokratieprojekte analysieren und auszeichnen. Mit dem Wirkt-Siegel möchte ich internationale Demokratieprojekte sichtbarer machen und ihre Vernetzung stärken.
„Gerade jetzt ist es wichtig Brücken zu bauen, im Gespräch zu bleiben und kollektiven Impact anzustreben – länderübergreifend, für ein starkes Europa.“

Igor Don
Mein Lebenslauf besteht aus vielen Stationen – Fernsehen, Soziologie, Aktivismus, Ehrenamt, Kunst, Marketing … In der Arbeit an meinem aktuellen Projekt treibt mich Eindruck und die Erfahrung an, dass wir bessere Möglichkeiten finden können, miteinander zu kommunizieren; Verbindendes zu finden und uns nicht gegeneinander ausspielen zu lassen.
„Demokratie zu beschädigen ist so viel leichter, als sie zu stärken. Populist*innen haben neue Wege gefunden, ersteres zu tun – jetzt ist es an uns, kollektiv gute Antworten zu finden.“

Rikola Lüttgenau
Seit 1992 arbeite ich in der Gedenkstätte Buchewnald. Seitdem begleitet mich die Auseinandersetzung mit Rechtsextremist:innen. Und seit 2015 mit deren parlamentarischem Arm.
„Viele menschen glauben, sie könnten ein "unpolitisches" Leben führen. Doch die Achtung der Menschenrechte durchzieht überall unseren Alltag.“

Karim El-Helaifi
Ich bin Vorstandsvorsitzender der neuen deutschen organisationen, einem postmigrantischen Netzwerk von über 200 Organisationen und Initiativen Schwarzer Menschen und People of Color in ganz Deutschland, die sich gegen Rassismus und für eine inklusive Gesellschaft, sowie Mitgründer der Vereine Schülerpaten Berlin und Schülerpaten Deutschland, die sich für Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Darüber hinaus berate und trainiere ich Aktivist*innen und Organisationen in strategischer Kommunikation.
„Seit Jahren befinden wir uns politisch und gesellschaftlich in einem Prozess der Reautoritarisierung. Wir bewegen uns immer weiter weg von einer menschenrechtsbasierten pluralen Demokratie. Nur wenn wir anerkennen, dass wir uns näher an einem "Schon Wieder" befinden als an einem "Nie Wieder", können wir gemeinsame wirkungsvolle Strategien dagegen entwickeln.“

Karlheinz Boss
Beruf & Bildung sind immer wiederkehrende Stationen meines Berufslebens – beginnend als Werkzeugmechanikerlehrling und Ausbilder in der Industrie, dem Studium der Pädagogik und Philosophie, der anschließenden Mitarbeit in Projekten der Erwachsenenbildung und back to the roots im Lehrlingswesen. Mit der Konzeption und Umgestaltung einer Berufsschulbibliothek in das "ZIP – Zentrum für Information & Partizipation" im Jahre 2022 haben sich meine Schwerpunkte beim Verein KUS-Netzwerk zunehmend auf die Themen gesellschaftliche Teilhabe und Demokratie fokussiert. Hier schaffen wir Räume und Möglichkeiten, in denen Lehrlinge sich einbringen und ihre Zukunft aktiv mitgestalten können.
„Wir brennen und rennen dafür, Lehrlinge für demokratische Wertezu begeistern und sie zu ermutigen, ihre Stimme zu nutzen. Die Demokratie wirdnicht mit einem Kreuz am Wahlzettel in der Wahlurne begraben, sondern lebt vomtäglichen Miteinander und Mitgestalten aller Menschen in einer Gesellschaft.“

Fabian Berger
Ich baue und pflege Netzwerke im Kontext globaler Gerechtigkeit. Dafür agiere ich langatmig kooperativ, suche und biete Anknüpfungspunkte und Verbundenheit, baue Brücken und ko-kreiere Infrastrukturen für fürsorgliche Zukünfte. Der Begriff "Metakrise" erklärt und verbindet für mich am sinnhaftesten, die Probleme und Ungerechtigkeiten die ich sehe. Und ich sehe aktuell keinen grundlegenderen Hebel für positive Energien und Wege, um die Metakrise zu verdauen, als die Entwicklung und Umsetzung einer neuen kollektiven Kulturpraxis: Verbundenheit ohne Ausgrenzung / Belonging without Othering.Um kollektive Kulturpraxen entwickeln, erproben und verbreiten zu können, setze ich meine Energie dafür ein, Netzwerke aus Menschen und Kreisen zu bilden, die diese Ziele teilen. Ich wünsche mir, dass sich mit der Zeit, viele Netzwerke zu Öko-Systemen verweben und ihre Energien strategisch synchronisieren, um in gemeinsame Zukünfte zu reisen.#Mitmacht verstehe ich als einen besonderen Knotenpunkt für so ein Ökosystem! Deshalb bringe ich gerne meine (Reise-)Erfahrungen mit problemorientierten Designansätzen und narrativen Methoden, meine Kontakte und Ressourcen in dieses Netzwerk ein, um weiter miteinander zu lernen, kollektive Praxis zu kultivieren und gute Erfahrungen und Erkenntnisse zu verbreiten, um weitere Netzwerke zu erreichen und dafür zu begeistern, das Öko-System weiter zu weben.
„Wofür ich brenne jeden Tag? MITMACHT natürlich! ;-) #OtheringWithoutBelonging #AllWeWantIsEarth #AllHandsOnDeck“
Alexander Kesselring

Julia Schiller-Günter
Nach dem Abitur Erfahrungen als Kulturmanagerin, vor allem für Tanzkompanien und Stiftungen (Berlin, Toronto und New York). Anschliessend Grundstudium Kunstgeschichte (Berlin), Master of Arts Policy and Management (Freiburg und London). Kommunikationsberaterin mit Schwerpunkt Corporate Social Responsibility und Sponsoring sowie politische Interessensvertretung.
„Menschen zusammenbringen. Brücken bauen. Bühnen bereiten. Konflikte schlichten."

Elena Brehm
Mein Name ist Elena Brehm und besuche die 2. Klasse des Rechtszweig der VBS Schönborngasse. Ich war Teil des DMS jugendbeirats. Da bin ich das erste Mal so richtig mit Partizipation in Berührung gekommen. Ich fands sehr spannend dass man mir zu gehört hat und so "erwachsen" umgegangen wurde. Das Thema Jugendbeteiligung ist für mich wichtig, da ich glaube dass unsere Perspektiven und Ideen wertvoll für eine vielfältigere und inklusivere Gesellschaft sind. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Welt, in der junge Menschen aktiver in politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft zu gestalten.

Charlotte Brekeller
Ich bin Charlotte und arbeite für das One Planet Lab Schweiz. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen beschäftige ich mich mit der Frage, wie wir innerhalb planetarer Grenzen gut leben können.
Ein zentrales Ziel unserer Kommunikationsarbeit ist es, die Themen Suffizienz und Postwachstum gesellschaftlich stärker zu verankern.
Mich motiviert, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und Menschen für nachhaltige Lebensweisen zu begeistern, die nicht nur auf individuellem Verzicht beruhen, sondern auf strukturellem Wandel. Besonders wichtig ist mir dabei, kleine Organisationen und Projekte sichtbar zu machen, die mit innovativen Ansätzen zeigen, wie wir uns und unsere Systeme verändern können & wie dadurch ein gutes Leben für alle möglich wird.
„Ich setze mich für eine Kommunikation ein, die Zukunftsbilder schafft, ohne zu moralisieren und stattdessen Mut macht, gesellschaftlichen Wandel gemeinsam zu gestalten."

Michael Matheis
Der Drang neue Technologien zu durchdringen, aber auch deren gesellschaftliche Wechselwirkung zu verstehen, kam nicht zuletzt in meiner Studienwahl, der so verschiedenen wie verbindenden Fächer Informatik und Philosophie, zum Ausdruck. Frühe praktische Erfahrungen in der professionellen Softwarentwicklung schon zu Schulzeiten nährten einerseits mein Interesse an den theoretischen Grundlagen und ermöglichten mir andererseits mich schon während des Studiums als Unternehmensgründer zu versuchen. Mittlerweile stelle ich als Freelancer mein Können und Wissen anderen zur Verfügung, habe aber gleichzeitig, meinem ungemindertem Drang entsprechend, stets einen Blick auf die größeren technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
„Um dem Zerfasern unserer Gesellschaft in widersprüchliche Realitäten etwas entgegen zu setzen, brauchen wir neue Mittel und Wege uns darauf zu verständigen was wirklich ist. Da die Wirklichkeit meist schwer verkäuflich ist, sind alle gefragt, die aus Überzeugung bereit sind auch mal vom Weg des geringsten Widerstandes abzuweichen.“

Lisa Praeg
Meine erste soziokratische Wahl in einem Verein 2015 hat mich sehr geprägt, da ich dadurch erstmals die Kraft der partizipativer Lösungsfindung erleben durfte. In den letzten 8 Jahren habe ich sowohl Unternehmen als auch Schulen in Transformationsprozessen mit Schwerpunkt auf Beteiligung begleitet. Um vor allem in Schulen Türen für MitMacht zu öffnen, habe ich 2017 die Idee der soziokratischen Klassensprecherwahl entwickelt (www.levelupdemocracy.com). Ich bin überzeugt, dass gelebtes partizipatives Leadership, persönliche Entwicklung und Kollaborationskultur für eine gerechte Machtverteilung und Mitverantwortung wesentlich sind.
„Damit wir das Tempo und die Qualität des sozialen und demokratischen Fortschritt an die rasante Entwicklung im technischen, digitalen Bereich angleichen, wenn nicht sogar übertrumpfen können!“

Amani Abuzahra
Ich bin promovierte Philosophin, Autorin und Trainerin mit Schwerpunkt auf Anerkennung, Diversität und gesellschaftlicher Polarisierung. Ich verfüge über langjährige Erfahrung in Wissenschaft, Lehre, öffentlicher Kommunikation und Erwachsenenbildung. Zuletzt habe ich die Monografie „Von der k. u. k. Monarchie bis zum Islamgesetz 2015" (Herder) sowie „Ein Ort namens Wut" (K&S) veröffentlicht und bin Mitherausgeberin des Sammelbandes Muslimische Zukünfte (transcript). Ich arbeite an der Übersetzung komplexer gesellschaftlicher Fragen in verständliche, wirksame Narrative.
„ “If you are not angry, you are not paying attention.” - Wenn wir angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht wütend sind, haben wir nicht genau hingeschaut. Die entscheidende Frage ist, was wir gemeinsam daraus machen und wie wir diese Energie in demokratische Handlungskraft übersetzen."

Birgit Petermann
„Ich freue mich auf das Zusammenkommen mit vielen motivierten, klugen, kreativen und vor allem jugendorientierten Köpfen, um Projekte für möglichst viele Jugendliche andenken und umsetzen zu können. Auch die regions- und länderübergreifende Zusammenarbeit erachte ich als sehr wichtig. Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb des DACH-Raums, Best Practices, Methodenvielfalt und Unterstützung bei der Projektierung und noch viel mehr, das ist es, weshalb ich bei dem Innovationsprozess gern mitgestaltend dabei bin. Vielen Dank fürs möglich machen!“

Ravena Hengst
Ich bin Kommunikationsdesignerin und Leiterin von Studio Ravena Hengst und Gründerin der Designinitiative „Design Democracy“. Mit dem Projekt setzen wir uns dafür ein, Design als Werkzeug gesellschaftlicher Mitgestaltung zu begreifen. Die Idee hierfür entstand während meines Designstudium in Darmstadt. Ich wollte zeigen, dass visuelle Kommunikation weit mehr kann, als nur Schönes zu gestalten – sie kann Haltung zeigen und Menschen motivieren. Mit Design Democracy möchten wir Gestalter*innen ermutigen, ihre Kreativität für Demokratie, Gleichberechtigung und Vielfalt einzusetzen und so Widerstand zu radikalen Meinungen auf Social Media sichtbar zu machen.
„Wir stehen an einem Kipppunkt, der dazu führen könnte, dass autoritäre Machthabende Europa zurück zu Fehlern der Vergangenheit führen. Das darf nicht passieren.“

Anna Thiemann
Als Jugendarbeiterin und Vorstandsmitglied der NÖ AG Offene Jugendarbeit setze ich mich in EU-Projekten und auf Gemeindeebene für Jugendbeteiligung ein. Dabei übernehme ich gerne die Rolle der Übersetzerin zwischen verschiedenen Generationen. Beim ersten Innovationsprozess von Faktor D habe ich Alex und Stephanie kennengelernt – wir ergänzen uns hervorragend. Besonders viel Freude hat mir in unserem Projekt das Coachen der Gemeinden bereitet.Wir unterstützen Gemeinden dabei, langfristige Beteiligungsstrukturen für junge Menschen vor Ort aufzubauen – Strukturen, die Bestand haben und nach und nach immer mehr von jungen Menschen selbst getragen werden, wenn sie das möchten. Das mag weniger medienwirksam und aufregend wirken als hippe Konferenzen oder coole Events, doch genau darin liegt meiner Meinung nach der wahre Wert: Beteiligung auf der kleinsten politischen Ebene zu verankern.
„Es braucht die Zusammenarbeit von verschiedenen gesellschaftlichen demokratischen Akteur*innen, damit Jugendpartizipation nachhaltig in Gemeinden implementiert werden kann. Wir stärken mit unserer Arbeit gute Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Jugendarbeit, damit alle Jugendlichen, unabhängig von ihrem Hintergrund, die Möglichkeit haben, in ihren Gemeinde etwas zu bewegen.“

Nenad Stojanović
Meine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf demokratische Innovationen und die Herausforderungen für die Demokratie in multikulturellen Gesellschaften.
Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen den Universitäten Genf und Zürich habe ich 2024 das Swiss Research Centre on Democratic Innovations gegründet. Es ist mir aber enorm wichtig, dass meine Forschung konkrete Anwendungen in der Gesellschaft findet und Debatten auslöst. Aus diesem Grund habe ich mit anderen Freund*innen aus Wissenschaft und Praxis den Verein Demoscan (www.demoscan.ch) gegründet. Sein Ziel ist es, demokratische Innovationen in der Schweiz und darüber hinaus zu entwickeln, mit einem Fokus auf deliberative Prozesse und Losverfahren.
„Mehr Demokratie wagen: Das ist meine Antwort auf die aktuelle Krise der Demokratie. Damit alle, wirklich alle! Bürger*innen mehr Kanäle für die politische Teilhabe haben.“

Linda Simon
Mit wissenschaftlichen Hintergrund im Bereich Internationale Entwicklung und Sozialwirtschaft waren meine beruflichen Stationen meist an der Schnittstelle zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Die Aktivierung und Potentialentfaltung von jungen Menschen stand dabei meist Mittelpunkt meines beruflichen Wirkens. Nach meinem Engagement in der Bildungspolitik, Interessensvertretung von Menschen mit Behinderungen und im Tierschutz, setze ich mich nun seit 3,5 Jahren als Geschäftsführerin von YEP dafür ein, dass junge Menschen in Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft Gehör finden.
„Wir müssen jungen Menschen das Gefühl geben, dass sie etwas verändern können und ihre Stimme zählt. Das stärkt nicht nur ihre eigene Selbstwirksamkeit, sondern auch unsere Demokratie.“

Özge Inan
Ich bin freie Journalistin und Schriftstellerin. Zuletzt war ich Redakteurin der Wochenzeitung Der Freitag, davor kamen Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und dem ZDF Magazin Royale. Angefangen habe ich als Online-Kolumnistin für eine NGO. Als studierte Juristin beschäftige ich mich am liebsten mit Recht und Gerechtigkeit und allem dazwischen. Derzeit wohne ich in München und arbeite an meinem zweiten Roman.
„In einer Demokratie sollten Vorbehalte gegen Mächtige nicht nur akzeptiert, sondern selbstverständlich sein. Stattdessen werden sie von wohlmeinenden Diskursteilnehmern oft pauschal als populistisch abgetan. Nach dem Motto: Wenn es gegen "Die da oben" geht, kann es ja nur falsch sein. Wer profitiert davon eigentlich? Populismus wird allmählich zum Allround-Vorwurf gegen Menschen, die mit den herrschenden Verhältnissen unzufrieden sind. Dabei haben mehr als genug Gruppen mehr als genug Gründe dafür. Wer sich für diese Gruppen - und nicht nur ihre Wählerstimmen - interessiert, muss ans Eingemachte und in die inhaltliche Auseinandersetzung. Wir müssen die Suche nach der Wahrheit wieder sexy machen.“

Antje Scheidler
Bei der Robert Bosch Stiftung verantworte ich als Teamleiterin die Themen Demokratie und Ungleichheit im Fördergebiet Globale Fragen. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Demokratiekompetenzen und innovative Formate der Bürgerbeteiligung sowie die umfassende Teilhabe von Menschen, die von Ungleichheiten betroffen sind.
„Auch wenn die Sorge um unsere Demokratie gerade allerorten spür- und hörbar ist, mich stimmt die Zivilgesellschaft optimistisch. Über viele Jahre gewachsen, mit Leidenschaft, Expertise und Kreativität bei der Sache! Sie wirkt auch wie ein Magnet, wenn es darum geht, Menschen Wege ins Engagement aufzuzeigen und sie einzubeziehen.“

Marcel Lemmer
Ich habe Soziologie in Frankfurt und Wien studiert. Aktuell bin ich Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an der Goethe-Universität. Zu meinen Forschungsschwerpunkten gehört die Extremismusforschung und die Entwicklung von Staatlichkeit in nationalen und globalen Diskursen. Außerdem bin ich Mitglied des Bundesvorstands des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Gründer der Jungen Demokratiestiftung.
„'The Kids Are Alright' gilt schon lange nicht mehr. Unsere demokratische Gesellschaft muss die Jugend aktiv mit neuen Methoden einbinden.“

Nina Lüders
Ich bin Nina Lüders und arbeite als Senior Projektmanagerin im Team Demokratie bei der Robert Bosch Stiftung. Zuvor war ich viele Jahre als Bildungsreferentin und Geschäftsführerin der Kreisau-Initiative e.V. tätig, einer Organisation, die sich der europäischen politischen Jugendbildung widmet. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Stärkung von Demokratiekompetenzen. Ich bin unter anderem für Projekte verantwortlich, die Menschen in ihrem beruflichen Umfeld erreichen. Zudem gehören auch Projekte zur Demokratiearbeit an Alltags- und Freizeitorten zu meinem Portfolio. Ich bin überzeugt davon, dass Demokratie in allen Lebensbereichen gelebt werden muss.
„Mich stimmt optimistisch für die Zukunft der Demokratie, wenn ich täglich erlebe, wie Menschen zusammenarbeiten, um Lösungen für ihre Herausforderungen zu finden. Diese kollektive Kraft steckt in uns und kann wie ein Muskel trainiert werden.“

Sanaz Azimipour
Ich bin Sanaz Azimipour, Aktivistin und Autorin. Ich bin in mehreren Bewegungen organisiert und arbeite sowohl akademisch als auch aktivistisch zu sozialen Bewegungen, Transnationalismus und feministischer Philosophie. Ich bin eine der Mitgründerinnen der Wahlrechtskampagne "Nicht Ohne Uns - 14 Prozent". Zurzeit bin ich Stipendiatin bei der Rosa Luxemburg Stiftung und studiere sowie forsche an der Humboldt-Universität zu Berlin
„14 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Deutschland haben kein Wahlrecht und sind daher von politischer Teilhabe ausgeschlossen. Das stellt ein Demokratiedefizit und soziale Ausgrenzung dar. Recht auf politische Teilhabe muss ein Recht sein und kein Privileg.“

Daniel Binswanger
Ich bin seit vielen Jahren im Journalismus tätig – zunächst als Paris-Korrespondent, später als Redakteur und politischer Kolumnist für DAS MAGAZIN. 2017 wurde ich Teil des Gründungsteams der Republik, einem unabhängigen, werbefreien Online-Magazin. Ich initiierte das Republik-Feuilletons und leitete es ab Herbst 2018. Seit 2023 bin ich für die Gesamtleitung der Republik mitverantwortlich.In meiner wöchentlichen Kolumne befasse ich mich mit Fragen der politischen Gegenwart – etwa den volkswirtschaftlichen Voraussetzungen für sozialen Ausgleich, dem weltweiten Demokratieabbau, Politik in der Globalisierung, der Spannung zwischen Identitätspolitik und Universalismus sowie dem politischen Kampf um die Zukunft des Planeten.
„Wir leben in einer Epoche, in der sämtliche Grundwerte, auf denen der liberale, demokratische Verfassungsstaat beruht, zur Disposition gestellt zu werden scheinen. Sie müssen einer nüchternen Kritik unterzogen und mit aller Entschlossenheit verteidigt werden.“

Christina Krakovsky
Seit 2019 arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin und PhD-Studentin am Institute for Comparative Media and Communication Studies (ÖAW/Universität Klagenfurt), seit 2020 in der Arbeitsgruppe Media Accountability & Media Change. Dort bin ich unter anderem an den Horizon-2020-Projekten DIACOMET und MEDIADELCOM beteiligt. Von 2023 bis 2024 leitete ich das Projekt „Partizipativer Journalismus aus Wien: Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie“ (MA7, Stadt Wien) und wirkte in diesem Zusammenhang an der Entwicklung des Forschungsschwerpunkts „Gendered and intersectional perspectives on media change“ am CMC mit. Meine Dissertation verfasse ich am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Klagenfurt zum Thema „Skandalisierte Kunst. Werte- und Normdebatten in österreichischen Massenmedien von 1968 bis 1988“. Zuvor war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Franz Vranitzky Chair for European Studies an der Universität Wien. Bis 2023 arbeitete ich außerdem als freie Journalistin für das Geschichtsfeuilleton Zeitreisen der ehemaligen Wiener Zeitung.
„Ich schließe mich dem an, was Lola Olufemi in ihrer breiten, gesellschaftlichen Analyse zu Feminismus schreibt: „Feminism is a political project about what could be. It’s always looking forward, invested in futures we can’t quite grasp yet. It’s a way of wishing, hoping, aiming at everything that has been deemed impossible. It’s a task that has to be approached seriously.” Lola Olufemi – Feminism, interrupted. Disrupting Power."

Susanne Nasr
Ich war viele Jahre als Reporterin auf klassischen Krisenschauplätzen wie dem Irak und dem Libanon unterwegs – später im Einsatz für die Förderung unabhängiger Medien im Nahen Osten bei der internationalen NGO Internews. Heute arbeite ich beim Business Council for Democracy der Hertie-Stiftung. Denn auch Demokratien sind längst Krisenschauplätze. Als Journalistin habe ich erlebt, wie schnell Information zur Desinformation wird – und Vertrauen verloren geht. Ob im Kriegsgebiet oder auf Social Media: Ohne Informationsintegrität kippt zuerst das Gespräch, dann die Gesellschaft. Deshalb setze ich mich für eine starke, glaubwürdige Medien und eine wehrhafte Demokratie ein. Mein Ziel ist es, mit meiner Expertise die Resilienz unserer Demokratie im digitalen Zeitalter nachhaltig zu sichern.
„Die liberale Demokratie steht unter Druck. Sie zu stärken und widerstandsfähig zu machen, ist eine gemeinsame Aufgabe aller Teile der Gesellschaft. Jetzt ist der Moment zu handeln, damit die Gegner*innen der Demokratie sie nicht mit demokratischen Mitteln abschaffen können.“

Ines Haberl
Nach Jahren im Social-Media-Marketing darf ich jetzt das, was für mich das wichtigste Produkt ist, an die Zielgruppe bringen: die Demokratie. Seit 2022 arbeite ich im Newsroom des Parlaments und bereite parlamentarische Prozesse, das politische System und die Geschichte des Hauses für Social Media auf.
„Wir arbeiten alle am selben Ziel: Demokratie stärken. Damit das gelingt, müssen wir voneinander lernen und uns besser vernetzen – denn Demokratie lebt von Austausch.“

Teresa Pfützner
Ich bin Teresa Pfützner, Social-Media-Beraterin und Video-Trainerin. Ich habe die Videoredaktion im Social-Media-Team des Deutschen Bundestages geleitet und von 2022 bis Mitte 2025 die Social-Media-Kanäle des Parlaments mit aufgebaut.
Ich bin gelernte Journalistin: Nach meinem Masterabschluss in International Area Studies habe ich die Axel-Springer-Akademie in Berlin absolviert. Danach habe ich erst als Nachrichtenredakteurin bei WELT gearbeitet und später im Social-Media-Team der Tagesschau. Nach meiner Zeit beim Deutschen Bundestag habe ich mich als Beraterin selbstständig gemacht. Heute zeige ich Organisationen, Institutionen und Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, wie sie mit Videos auf Social Media sichtbar und erfolgreich werden.
„Ich brenne dafür, Social Media nicht nur zu kritisieren, sondern zu zeigen, wie es besser geht. Wenn wir ernst nehmen, was Menschen auf Instagram und TikTok wirklich suchen und konsumieren wollen, ist Social Media keine Gefahr für die Demokratie - sondern eine riesige Chance. Für Aufklärung, Beteiligung und echten Dialog. Und genau das müssen wir jetzt gemeinsam anpacken: Wir müssen demokratische Inhalte in Content verwandeln, der Reichweite bekommt."

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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