Hier wächst eine kollektive demokratische Kraft

Unser Netzwerk

Stephanie Behrens
Der Fokus meiner Arbeit ist Beteiligung auf allen Ebenen und für alle jungen Menschen zu ermöglichen. Als Teamleitung für die Kinder- und Jugendmigrationsarbeit konnte ich vielfältige Projekte zur Beteiligung und Empowerment in Kommune, Schule und Jugendverbandsarbeit initiieren. Diese Erfahrungen haben mich dazu geführt, inklusive und ganzheitliche Beteiligungskonzepte zu entwickeln und in Schulen, Bildungsregionen sowie (inter-)nationalen Netzwerken umzusetzen. Als Referentin für Kinder- und Jugendbeteiligung des Kreises Rendsburg-Eckernförde kann ich alle diese wichtigen Puzzleteile für gute Beteiligung und Stärkung der Demokratie in die tägliche Arbeit der Kommunen vor Ort einbringen und gemeinsam Handwerkszeug für die Praxis von ehrenamtlicher Politik, Verwaltung und Jugendarbeit erarbeiten.
„Unsere Gesellschaft driftet immer weiter auseinander, dabei ist es wichtig, dass wir die Power der verschiedensten Perspektiven bündeln, um gemeinsam neue Visionen für unsere Zukunft zu entwickeln.“

Konstantinos Gkantinas
Ich komme ursprünglich aus Griechenland, lebe aber inzwischen seit über zwanzig Jahren in Berlin. Aktuell bin ich bei Amaro Drom e.V., einer interkulturellen Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma, als Bildungsreferent tätig und setzte mich für eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Rom*nja und Sinti*zze in unserer Gesellschaft ein.
„Ich bin sehr gespannt auf die Vernetzung und den Austausch und freue mich sehr, Teil des Innovationsprozess zu sein.“

Daniela Ingruber
Ich bin Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen (Wien) und zudem als Evaluatorin und Moderatorin tätig. Aus Leidenschaft zum Film arbeite ich als Dramaturgin und Beraterin für Filmfestivals/Filmproduktionen. Zu meinen Lieblingstätigkeiten gehören allerdings zwei andere Bereiche: Das ist einerseits die Politische Bildung und andererseits Safety- und Security-Trainings, um NGO-Mitarbeiter*innen auf die Arbeit in Konfliktregionen vorzubereiten.Meine Forschungsschwerpunkte sind Demokratieverständnis, Partizipation, Populismus, Fake News, Dystopien sowie Konflikttransformation.
Ich lebe nach einem Motto von Bertolt Brecht: "Wer a sagt, der muß nicht b sagen. Er kann auch erkennen, daß a falsch war."

Fiona De Fontana
Ich forsche an der Universität für Bodenkultur zu sozial gerechten Transformationsprozessen und der wechselseitigen Beeinflussung von räumlichen Strukturen und partizipativ-emanzipatorischen Entfaltungsmöglichkeiten für Akteur*innen. In meiner Arbeit für Community Building bringe ich Erfahrungen aus den Bereichen Gesundheit, Aktivismus, Social Media und Eventmanagement mit – stets im Zusammenspiel mit Community Engagement und transdisziplinärer, partizipativer Wissenschaft. Meine Liebe für Struktur und transparente, nachvollziehbare Arbeitsprozesse setze ich sowohl bei der Betreuung der Arbeitsplattformen als auch bei der öffentlichen Dokumentation auf der Website und Social-Media-Kanälen von Community Building Austria ein.
„Das Vertrauen in demokratische Prozesse und Institutionen ist angeknackst. In einer immer komplexer werdenden und wirkenden Welt brauchen wir ehrliche Kooperationen, neue Bilder von Verantwortung und wertebasierter Führung.“

Anna De Mezzo
Ich bin Designerin und Forscherin mit umfangreicher Erfahrung in den Bereichen Designforschung, Zukunftsforschung und Art Direction. Meine Arbeit liegt an der Schnittstelle von Design, Demokratie und Forschung, wobei ich mich auf Designpraktiken konzentriere, die untersuchen, wie Menschen mit Unsicherheit umgehen. Dabei verbinde ich oft verschiedene Disziplinen und Perspektiven. Zu meinen früheren Stationen gehören die UNESCO Futures Literacy in Paris, wo ich mich mit Theorie und Praxis der Antizipation beschäftigte, sowie das CIRCE-Projekt, in dem ich zum Thema Privilegien forschte.
„Wir unterschätzen häufig die magische Aussage „People have the Power“. Das haben wir, und wir sollten sie jetzt gerade nutzen!"

Felix Hüppi
Ich bin seit vielen Jahren im Bibliothekswesen aktiv, habe da schon verschiedene Positionen innegehabt und bei verschiedensten Institutionen mitgearbeitet. Öffentliche Bibliotheken sind mein Herzensanliegen und ich setze mich für diese in verschiedenster Form ein. Damit ich dazwischen den Kopf durchlüften kann, habe ich oft ein Velo dabei und kenne deshalb die Velorouten aus vielen Städten zurück nach Zürich.
„Die Gesellschaft braucht niederschwellige Orte, wo Begegnung, Weiterbildung, Integration und Austausch möglich sind. Das wollen Bibliotheken bieten.“

Daniel Graf
Als „professioneller Aktivist“ beschäftige ich mich mit demokratischer Transformation. Dafür habe ich in der Schweiz den Inkubator PublicBeta.ch aufgebaut, die Plattform WeCollect.ch mit aktuell über 200 000 Nutzer:innen gestartet und die Stiftung direkte Demokratie.ch gegründet. Mit Maximilian Stern habe ich das Buch „Eine Agenda für eine digitale Demokratie“ geschrieben. Ich entwickle gerne Prototypen für Crowd-Projekte und nehme als Testpilot auch gerne Herausforderungen außerhalb meiner Komfortzone an. Als neurodivergente Person (ADHS) versuche ich, inklusive Räume zu schaffen, in denen sich Menschen wohlfühlen und ihr Potenzial entfalten können.
„Demokratie lebt von der Radikalität, Macht immer wieder neu zu verteilen.“

Anna Jobin
Seit 2021 bin ich Präsidentin der Eidgenössischen Medienkommission, einem ausserparlamentarischen Beratungsgremium des Bundesrats. Hauptberuflich arbeite ich als Professorin an der Universität Fribourg und unterrichte dort auch im neuen englischsprachigen Masterstudiengang "Digital Society". Ich forsche seit über zehn Jahren zur Schnittstelle von Internet und Gesellschaft, insbesondere zu den gesellschaftlichen Dimensionen von algorithmischen Systemen und Künstlicher Intelligenz.
„Die digitale Vielfalt öffnet Türen, aber stärkt auch den Bedarf an Orientierung. Demokratie lebt davon, dass Menschen unterscheiden können, welche Informationen vertrauenswürdig sind."

Lena Stelling
Seit über zehn Jahren bin ich in der politischen Bildung mit Jugendlichen tätig – meine Schwerpunkte setze ich dabei auf Jugendbeteiligung und Nachhaltigkeit. 2023 habe ich das PLING Kollektiv für politische Bildung gegründet, um in Schulen und Jugendgruppen Impulse für die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen zu setzen, Jugendpartizipation zu fördern und Demokratie erlebbar zu machen. Davor schloss ich mein Studium der Sozial- und Kommunikationswissenschaft mit einem Master der Uni Uppsala (Schweden) ab und habe ein Volontariat in einem Berliner Verlag absolviert.
„Junge Menschen möchten sich politisch beteiligen, sind aber frustriert vom System. Und Politik und Verwaltung sind offen für Jugendbeteiligung, stoßen aber ihrerseits an systemische Grenzen. Von der Mission erhoffe ich mir daher innovative Ideen, die Strukturen aufbrechen und wirklich wirksame kommunale Jugendbeteiligung ermöglichen.“

Natascha Strobl
Ich bin Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus. Seit 2014 habe ich mehrere Bücher veröffentlicht, darunter im Jahr 2021 den Beststeller „Radikalisierter Konservatismus" im Suhrkamp Verlag.
„Es braucht Antifaschismus und eine gerechte Welt."

Jasmin Leuze
Ich bin Jasmin Leuze und leite seit Juli 2021 die Bibliothek Zug (CH). Nach meinem Masterstudium in Bibliotheks- und Medienmanagement an der HdM in Stuttgart (D) und Kulturmanagement in der Schweiz war ich unter anderem bei der ekz.bibliotheksservice GmbH beschäftigt, als Projektleiterin bei Bibliotheca AG und als Bibliotheksbeauftragte im Kanton Aargau tätig. Mein Fokus in der Bibliothek Zug liegt auf der strategisch-organisatorischen Weiterentwicklung der Bibliothek. Immer mit dem Ziel, gemeinsam mit "meinem" Team für die Zuger Bevölkerung, relevante Vermittlungs- und Veranstaltungsangeboten sowie kund*innenfreundlichen Bibliotheksservice anbieten zu können. In Zeiten des technologischen und gesellschaftlichen Wandels sehe ich Bibliotheken als zentrale Orte der Begegnung, des Austauschs und der Bildung. Chancengleichheit und Partizipation zu fördern ist mir ein zentrales Anliegen – als Beitrag zu einer lebendigen, demokratischen Gesellschaft.
„Menschen stehen für mich im Zentrum – ob als Teammitglieder oder als Kund*innen. Mit langjähriger Berufs- und Führungserfahrung setze ich mich dafür ein, Bibliotheksangebote gemeinsam mit meinem Team zielgerichtet zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. Mein Anspruch ist es, die Bibliothek als unverzichtbare Bildungs- und Kulturinstitution zu positionieren.“

Michel Reimon
Ich war Journalist für verschiedene österreichische Magazine und habe einige politische Bücher geschrieben. Bei den globalisierungskritischen Protesten der frühen 2000er Jahre wechselte ich langsam zum Aktivismus, wurde Pressesprecher verschiedener Kampagnen und dann der Grünen. Für die kandidierte ich schließlich und saß in 3 Parlamenten (Europa, Nationalrat, Landtag). Auf mehreren social media Kanälen war ich der reichweitenstärkste österreichischen Abgeordnete.
Ende 2024 habe ich nicht mehr kandidiert und eine Beratungsfirma aufgebaut. Das läuft nun und meine Distanz zur Parteipolitik ist auch groß genug, nun suche ich wieder aktivistischen Anschluss und schreibe wieder Bücher.
„Ich bin Medienmensch und interessiere mich a) dafür, wie öffentlicher Diskurs Demokratie gestaltet b) wie die Digitalisierung das verschiebt."

Elisabeth Mayerhofer
„Demokratie lebt nicht davon, dass sie konsumiert wird, sondern durch einen Mix aus Mitgestaltung und durch Repräsentation. Ich bin gespannt darauf, mehr darüber zu lernen, wo im 21. Jahrhundert aus Sicht junger Menschen mehr Mitgestaltung (und neue Mitgestaltungsformate) gefragt sind und wo Repräsentation (weiterhin?) passen könnte.„

Sara Boy
Innerhalb der Milchjugend bin ich für die Administration und das Community Management zuständig. Nebst meiner Festanstellung engagiere ich mich aber auch ehrenamtlich im Verein, beispielsweise als Teil des Kommunikationteams des im September jährlich stattfindende lila. queer festivals der Milchjugend. Ebenfalls bin ich als Leitung und Moderatorin für den monatlich erscheinenden Podcast "Radiomilch" zuständig.mDie Milchjugend hat mein Leben immer positiv beeinflusst und mich ständig dazu motiviert, ich selbst zu sein und mich für die queere Community auf verschiedensten Ebenen zu engagieren.
„Innerhalb der queeren Community und in der Milchjugend sind Jugendbewegungen und -proteste massgebend. Bis eine vollkommene Gleichstellung aller Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten geschaffen ist, werde ich weiterhin motiviert sein, mich für die Community einzusetzen!“

Marike Frick
Ich wurde an der Henri Nannen Schule zur Journalistin ausgebildet und habe mehrere Jahre u.a. für DIE ZEIT, Brigitte, Spiegel Online und Financial Times Deutschland gearbeitet. Seit 10 Jahren zeige ich Selbstständigen und KMU, wie sie Journalisten so ansprechen, dass sie Aufmerksamkeit erzeugen – und wie sie über lebendiges und kluges Marketing in Erinnerung bleiben.
„Ich brenne für verständliche, persönliche Sprache, die sich abhebt und in Erinnerung bleibt."

Victoria Preuer
Für meine eigenen Werte einzustehen und gleichzeitig Offenheit zu leben – das ist Teil einer Haltung, die weit über meine Designpraxis hinausreicht. Den Themen und Menschen, mit denen ich arbeite, auf den Grund zu spüren und das Wesentliche herauszuarbeiten, ist mir ein besonderes Anliegen. Gute (visuelle) Kommunikation schafft es, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln, ohne sie zu vereinfachen. Dabei geht es mir nie darum, die eine richtige Lösung zu finden, sondern auch Widersprüche sichtbar zu machen. Besonders schätze ich Gestaltungsprojekte, denen es gelingt, Wissensvermittlung mit Poesie zu verbinden.
Nach meinem Magistra-Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien, das mich nach Shanghai und Prag führte, habe ich zahlreiche Ausstellungs-, Buch- und Markenprojekte konzipiert und grafisch gestaltet. 2024 gründete ich mein Designstudio „Formation – Gestaltung mit Haltung“. Gemeinsam mit meinem Team konzipiere, gestalte und texte ich für Unternehmen, Organisationen und Kulturprojekte – und immer auch für eine lebenswerte Zukunft für alle.
„Ich gestalte Kommunikation, die Haltung zeigt und Menschen miteinander ins Gespräch bringt. In einer Zeit der Vereinfachungen verstehe ich visuelle Gestaltung als Gegenbewegung: als Praxis des Zuhörens, des Zweifelns und des gemeinsamen Suchens."

Harald Hofer
Als selbständiger Organisationsentwickler, Trainer und Coach mit jahrzehntelanger Erfahrung ist es mein Anliegen, Organisationen in ihren Veränderungsprozessen zu begleiten, mit dem Ziel ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiger Lösungen für eine lebenswerte Zukunft.
„Wandel ist unvermeidlich, Fortschritt eine Wahl. Neue Zeiten erfordern neue Ansätze dafür, wie wir jetzt und in Zukunft Arbeits- und Lebenswelten miteinander gestalten wollen.“

Franziska Carstensen
Seit Anfang 2025 begleite ich Faktor D im Controlling in und aus Berlin. Ich habe Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder studiert und seitdem Erfahrungen im Fördermittelmanagement im Kulturbereich gesammelt. Ich war lange in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin tätig und habe dort verschiedene Förderprogramme betreut. Gleichzeitig habe ich mich in den letzten Jahren in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Projekten für mehr Teilhabe, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit engagiert. Mit dem Festival Jenseits von Nelken und Pralinen setze ich hier seit nunmehr zehn Jahren einen besonderen Schwerpunkt. Ich freue mich mein Wissen und meine Erfahrung bei Faktor D einzubringen und damit eine zivile Mitbestimmung zu stärken und Demokratie zu fördern.
„Gemeinsames Empowerment und gelebte Kultur sind zwei verbindende Elemente und damit eine unverzichtbare (Wissens-)Grundlage für zivile Mitbestimmung und die Förderung von Demokratie. Denn Zusammenhalt und geteilte Werte sind wichtiger denn je.“

Karin Schröder
Ich bin Sozialarbeiterin sowie seit langem vielfältig ehrenamtlich engagiert, u.a. als Kommunalpolitikerin - aktuell parteiübergreifend in mehreren Initiativen in Dortmund. Ich sehe mich als politische Sozialarbeiterin bzw. soziale Politikerin. Beruflich wie ehrenamtlich habe ich mich immer eingesetzt für niedrigschwellige Informationen und zielgruppenspezifische Teilhabe, sodass alle unsere Demokratie mitgestalten können. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist m.E. eine gute Daseinsvorsorge in allen Lebensbereichen, für deren Wiederbelebung ich mich seit langem einsetze. Seit 2018 engagiere ich mich in Dortmund für eine ethische Wirtschaftspolitik entlang der gesamten Lieferkette nach dem Modell der Gemeinwohlökonomie (GWÖ).
„Ich kämpfe für eine repräsentative Demokratie durch den systematischen Einsatz von Bürgerräten nach dem Beispiel des permanenten Bürgerdialogs in Ostbelgien. Eine weitere Herzensangelegenheit ist ein gesellschaftspolitischer Paradigmenwechsel in der Definition - und letztlich in der materiellen Bewertung - von gesellschaftspolitisch notwendiger Arbeit, beruflich wie ehrenamtlich erbracht.“

Jürg Steiner
Ich bin seit fast 40 Jahren Journalist, arbeitete sehr lange bei der Berner Zeitung (Tamedia) und in den 1990er-Jahren vorübergehend im Tessin. 2021 verliess ich Tamedia und gründete mit Marina Bolzli und Joël Widmer das lokale Online-Magazin "Hauptstadt" in Bern, das seit 2022 erscheint.

Lorenz Prager
Ich bin Geschichts- und Politikdidaktiker mit einem besonderen Fokus auf digitale Medien. Ich habe als Lehrer, Universitätsassistent und Dozent gearbeitet und bin momentan als Mitarbeiter bei Zentrum Polis und als Professor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich beschäftigt. Mein Ziel ist es, digitale Mündigkeit sowohl durch Forschung und theoretische Konzeptionen als auch durch praxisorientierte Handreichungen für Lehrkräfte zu fördern. Meine Schwerpunkte sind digitale Geschichtskultur, Digital Citizenship Education, Game Studies und Discourse Studies.
„Multiple Krisen, digitale Transformation und aktuelle geopolitische Entwicklungen erzeugen ein autoritäres Potenzial, dem wir gemeinsam begegnen müssen. Politische Bildung und kritische Medienkompetenz können einen wichtigen Beitrag zur Resilienz unserer Demokratien leisten.”

Henrike Arlt
Ich gestalte Lernräume mit und für Menschen in der öffentlichen Verwaltung, in denen Zukunft gemeinsam erfahrbar wird. Mich interessiert, wie wir das rationale Denken öffentlicher Institutionen mit transformativem Gestaltungswillen verbinden – ohne die Anschlussfähigkeit an den Arbeitsalltag zu verlieren. Als Lerndesignerin entwickle ich Formate, die Reflexion, Handlungssicherheit und demokratische Teilhabe stärken. Verwaltung ist für mich zentrale Infrastruktur – sie bildet die Brücke zwischen Staat und Gesellschaft, dort, wo Teilhabe konkret wird. Ich möchte Räume schaffen, in denen Menschen neue Routinen erproben, ihre Rollen hinterfragen und Verwaltung als lebendigen Teil demokratischer Gesellschaft erleben.
„Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Übungsfeld – gerade in der Verwaltung. Sie zeigt sich im Alltag, wo Entscheidungen getroffen, Routinen hinterfragt und Widerspruch geäußert werden. Dafür brauchen wir Räume, die Irritationen aushalten und neue Handlungsmöglichkeiten erproben.“

Tobias Spöri
Ich bin promovierter Politikwissenschaftler und derzeit Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien sowie Senior Research Fellow beim Think Tank d|part in Berlin. Zuvor war ich als Research Fellow beim German Marshall Fund of the United States und als Scholar am Institut für Höhere Studien in Wien tätig. In meiner Forschung konzentriere ich mich auf die Transformation der Demokratie und politische Beteiligung.
„Es ist wichtig, weil die Demokratie aktuell so gefährdet ist wie noch nie, und demokratische Akteur*innen ihre Kräfte und Anstrengungen bündeln müssen.“

Esther Theisen
Ein empathisches und inklusives Miteinander zu gestalten ist ein fortlaufender Lernprozess, in dem ich mich stetig bewege. Als Projektleitung bei Das NETTZ für toneshift arbeite ich daran, sichere Räume für Zusammenarbeit und gesellschaftliche Diskurse zu gestalten – Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven gefördert werden. Ich habe in vielen Kontexten gearbeitet, doch diese zu vernetzen stand für mich immer im Zentrum. Mein Hintergrund in Antidiskriminierungsarbeit und der Politikwissenschaft zu sicherheitspolitischen Themen, prägen meine Arbeit. Ich glaube fest an unsere gemeinsame Menschlichkeit und dass wir darin die Veränderung finden, die wir brauchen.
„Die Lebensumstände unserer Mitmenschen verschlechtern sich fast täglich. Wir können uns nicht mehr nur auf uns selbst fokussieren. Nur wenn wir zusammenarbeiten und gemeinsam handeln, sorgen wir dafür, dass unsere Stimmen – und die der Menschen, die wir mittragen – sichtbar werden.“

Thanina Chikhoune
Nach meinem Bachelor in Soziologie absolvierte ich einen Master in Internationaler Entwicklung, in dem ich meinen Forschungsschwerpunkt auf dekoloniale Praxen legte. Seit 2023 arbeite ich in der Projektarbeit beim Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, mit Fokus auf intersektionale Perspektiven. Meine Arbeit im Bereich Anti-Diskriminierung ermöglicht es mir, gesellschaftlichen Ohnmachtsgefühlen aktiv entgegenzuwirken.
„Im Kampf gegen antidemokratische Akteur*innen ist Zusammenhalt besonders wichtig. Sich zu vernetzen und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, ist für mich essenziell, um ein respektvolles Miteinander zu fördern und gemeinsam an einer fairen Zukunft für alle zu arbeiten.“

Stefanie Kruse
Ich bin Freelance-Designerin für digitale Produkte, spezialisiert auf Nachhaltigkeit und Inklusion. Ich unterstütze vor allem Impact Startups und nachhaltige Marken dabei, verantwortungsvolle digitale Produkte zu entwickeln. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Tech-Branche, unter anderem bei OTTO, MOIA und LichtBlick, bringe ich eine ganzheitliche Sicht in die Produktentwicklung ein. Ein besonderes Anliegen ist es mir, das Thema digitale Nachhaltigkeit in der Design- und Tech-Community zu verbreiten. Dies tue ich durch Vorträge und Workshops. Aktuell liegt mein Fokus auch auf dem verantwortungsvollen Umgang mit KI.
„Wir brauchen eine diverse Gemeinschaft von Akteur*innen um die Grundlagen unserer Demokratie stärken und ihre Zukunft sichern. Nur gemeinsam können wir verschiedene Perspektiven verstehen und Lösungen finden, die uns als Gesellschaft weiterbringen.“

Charlotte Freihse
Für das Programm „Digitalisierung und Gemeinwohl“ der Bertelsmann Stiftung forsche, schreibe und spreche ich über den Zustand und die Zukunft der digitalisierten Öffentlichkeit. Mein Schwerpunkt liegt darauf, konkrete Gestaltungsvorschläge für Social-Media-Plattformen zu entwickeln und Handlungsideen im Umgang mit Desinformation für verschiedene Akteur*innen zu formulieren. Zuvor war ich als freie Mitarbeiterin beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) tätig und unterstützte als Forschungsassistentin das EU-Projekt „NETHATE“ zum Thema digitale Hassrede.
„In unsicheren Zeiten ist es wichtig, dass demokratische Akteur*innen ihre Kräfte bündeln. Wenn Strategien aufeinander abgestimmt und gemeinsam verfolgt werden, entsteht nicht nur mehr Wirkung – es wächst auch die Resilienz gegenüber destruktiven Kräften. Denn Zusammenarbeit ist auch Zusammenhalt.“

Ada Diagne
Ich habe am Juridicum Wien Rechtswissenschaften studiert und das Studium 2019 abgeschlossen. Seit Jänner 2023 arbeite ich bei ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Hass im Netz. Von Jänner 2023 bis Dezember 2024 war ich beim EU-Projekt "SafeNet" tätig – insbesondere für das Monitoring und Melden von Hasskommentaren auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. Seit Beginn des Jahres arbeite ich am Projekt "Web@ngels 3.0" mit, das sich auf Gegenrede von Hasskommentaren fokussiert. Dabei kooperieren wir mit DER STANDARD. Meine Interessen liegen in der Prävention und Bekämpfung von Online-Delikten sowie in der Aufklärungsarbeit im Bereich (Anti-)Rassismus.
„In einer Zeit wachsender Online-Hetze ist es wichtig, dass demokratische Akteur*innen gemeinsam dagegenhalten. Der digitale Raum soll für alle Personen ein sicherer Raum bleiben. In einer Demokratie ist jede Stimme wichtig – vor allem jene von marginalisierten Gruppen.“

Noa Dibbasey
Es gibt unglaublich viele Arten, wie Demokratie gelebt werden kann – ihre Vielschichtigkeit fasziniert mich. Dass ich als Praktikantin bei Faktor D diese Demokratie-Diversität mittels verschiedener Prozesse und in verschiedenen Ländern fördern und mittragen kann, bedeutet mir viel. Bereits in meiner Matura-Arbeit habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie wir die Partizipation von jungen Menschen in unserer Demokratie fördern können. Danach habe ich im Politik-Ressort einer Schweizer Zeitung gearbeitet und eine Kolumne über die Lebensrealität junger Menschen geschrieben. Jetzt studiere ich – neben meiner Arbeit bei Faktor D – in Bern Sozialwissenschaften und Data Science, wo ich mich erneut auf den Schwerpunkt Demokratie konzentriere.

Stephanie Cox
Ich bin Geschäftsführerin von Ashoka Österreich. Bevor ich die Leitung übernommen habe, habe ich den Bereich für die nächste Generation von Changemakern in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein aufgebaut. Seit meinem Einstieg 2022 bringe ich meine Erfahrung als Sozialunternehmerin, Politikerin und Community-Builderin ein, um Menschen zu befähigen, sich selbst als Changemaker zu identifizieren und Brücken zwischen Sektoren, Generationen und Regionen zu bauen. Ich bin in mehreren Beiräten und Aufsichtsgremien aktiv, unter anderem im Vorstand von Austrian Startups. Zuvor habe ich TEDxDonauinsel und Chancen:reich mitbegründet, war Abgeordnete im österreichischen Parlament und habe danach Sozialunternehmen und öffentliche Institutionen in Strategie und Innovation beraten.
„Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen können nur gemeinsam gelöst werden. Durch abgestimmte Strategien steigern wir unsere Wirkung, stärken Partizipation und fördern inklusive, resiliente demokratische Prozesse.“

Paul Seidel
Ich bin Paul Seidel, 19 Jahre alt und komme aus Berlin. Knapp zwei Jahre lang war ich als stellvertretender Landeschüler*innensprecher Berlins aktiv und habe mich dort Woche für Woche für unsere Belange als Schüler*innen eingesetzt. Ich gehe auf eine Schule in Berlin Neukölln. Einem, wie vielleicht bekannt ist, sogenannten sozialen Brennpunkt. Besonders in Neukölln fällt jugendlichen Partizipation oft schwer, was Unterstützungsstrukturen hier besonders wichtig macht. Auch deshalb habe ich 2023 einen Verein gegründet, der gerade sozial benachteiligten Schülerinnen die Möglichkeit geben soll, sich politisch einzubringen und informiert zu bleiben.

Melanie Goemmel
Ich arbeite seit über 15 Jahren als Kommunikationsprofi und Medienstrategin, vor allem für große NGOs. Dabei habe ich immer öfter gemerkt, wie sehr sich ihre Kommunikation verengt hat: Gemeinnützigkeit, Förderlogiken und politische Angriffe zwingen viele Organisationen zu Vorsicht, selbst dann, wenn die Lage eigentlich Zuspitzung bräuchte. Gleichzeitig organisieren politische Gegner Aufmerksamkeit laut, emotional und strategisch. Für mich war das der Punkt, den Pfad bewusst zu wechseln. Heute arbeite ich bei The Goodforces, einem diskursiven Akteur, der genau die Lücke füllt, die NGOs strukturell nicht schließen können: zuspitzen, Frames verschieben und Medienlogiken nutzen, ohne institutionell gebunden zu sein – damit progressive Inhalte wieder durchdringen.
„Ich brenne dafür, dass wir aufhören, nur zu reagieren und zu fingerzeigen. Allein mit Fakten kommen wir gegen Fakes und Lügen nicht an – das ist die neue Zauberformel: eigene Narrative, emotional, nah an der Lebensrealität der Menschen. Statt ständig zu widersprechen, müssen wir wieder erzählen, wofür wir stehen und wie ein gutes Leben konkret aussieht. Mich faszinieren besonders Botschaften, die leise wirken, aber wirken – wie trojanische Pferde für progressive Inhalte."

Maximilian Hempt
Ich war viele Jahre in sozialpsychiatrischen Wohngemeinschaften als Sozialpädagoge und später als Einrichtungsleitung tätig. Seit 2019 arbeite ich als personenzentrierter Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision und bin als Team- und Fallsupervisor in Sozialeinrichtungen tätig. Ich bin nebenberuflich Lehrender für Soziale Arbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Campus Wien und halte Fortbildungen und NeuroDeeskalationstrainings im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich. Im Rahmen eines Projekts des personzentrierten Psychotherapievereins ÖGWG engagiere ich mich in der Entwicklung und Etablierung von Dialoggruppen, die Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem sicheren Rahmen miteinander in Kontakt bringen.
„Ich brenne dafür, Menschen darin zu unterstützen, den guten Grund hinter schwierigen Verhaltensweisen zu erkennen und gemeinsam hilfreiche Wege der Veränderung zu entwickeln.“

Michael Wegmüller
Ich bin Michael Wegmiller, ein Experte für Data Science und Künstliche Intelligenz (KI) mit über 20 Jahren Erfahrung als Berater & Führungskraft. Als Mitbegründer von Artfact SA und Associate Partner bei IBM habe ich über 200 Projekte geleitet und Teams mit über 150 Ressourcen geführt.
Meine Leidenschaft gilt der Umsetzung von KI in wertschöpfende Strategien. Ich bin passionierter Agilist. Bei Artfact SA unterstütze ich branchenübergreifend Kunden im Bereich KI und leite das operative Geschäft. Bei IBM Consulting leitete ich die KI-Prozesstransformation in der Schweiz. Ich setze auf agile Prinzipien und die transformative Kraft von Data Science und KI für eine positive Wirkung.
„Künstliche Intelligenz (KI) ist gekommen um zu bleiben. Die Technologie kann viel Positives bewirken sofern wir lernen, damit richtig umzugehen. JETZT ist der Zeitpunkt in welcher wir unsere Gesellschaft über die Chancen und Risiken aufklären müssen, und den Umgang mit der Technologie erlenen sollten. Entsprechend soll uns KI helfen Differenzierter zu Denken und diverese Meinungen einzubeziehen. Dazu leistet sie einen Beitreg unsere Aussagen auf Fakten aufzubauen und Zielgruppenorientiert zu kommunizieren. Dafür möchte ich mich einsetzten.“

Christina Krakovsky
Darauf sind wir stolz
Expert*innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz haben wir bisher erreicht.
Veranstaltungen haben wir bisher (ko-)gehostet: online sowie live vor Ort.
Euro an Fördergeldern haben wir bisher für insgesamt neun Projekte verteilen lassen.
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Foto: Samuel Becker

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